November, 2011

  • Office IT Pro-Blog

    Windows, iPad und Android – Verwalten und Verwenden Ihrer Office-Objekte in einer Tablet-Umgebung (Teil 1)

    Veröffentlichung des Originalartikels: 12.10.2011

    Hallo und willkommen bei meinem ersten Blog als Mitglied des Office IT Pro-Teams. Für das Windows-Team habe ich ziemlich viel über interessante Themen wie beispielsweise Abbilderstellung, Bereitstellungsautomatisierung, Physical-to-Virtual-Betriebssystemmigration und Anwendungskompatibilität gebloggt. Falls Sie sich wundern, was ich nun im Office-Team mache: es gibt Unmengen cooler Bereitstellungsthemen, die wir für die nächste Version vorbereiten, und ich wollte definitiv meinen Beitrag dazu leisten. In ein paar Monaten erfahren Sie dazu mehr.

    Viele Leute verwenden den Begriff „Post-PC-Welt“, als ob Tastatur und Maus unmittelbar vor dem Aussterben stehen würde. Ich liebe tastaturlose Geräte, und jeder der mich kennt, weiß auch, dass ich eine Menge ultramobiler Computer (UMPC) sowohl mit als auch ohne Tastatur verwende. Aktuell verwende ich zum Verfassen dieses Blogs einen HP 8540W-PC mit einer externen Tastatur und einer externen Maus, da dies auf einem meiner tastaturlosen Tablet PCs unter Windows oder einem anderen Betriebssystem genauso lästig wäre wie mit meinen winzigen Umid mBook- oder Fujitsu U820-Tastaturen. Nicht alle Formfaktoren sind für das Arbeiten gleichwertig, weshalb ich der Meinung bin, dass wir immer noch in der „PC-Welt“ leben. All dies spielt bei Office- und Produktivitätsanwendungen und der Frage, ob man Inhalte erstellt oder verwendet, eine besondere Rolle. Und das veranlasst mich zu meiner ersten Frage, nämlich ob Benutzer auf all diesen EDV-Geräten dieselbe Arbeitsweise erwarten.

    Dies ist Teil 1 in einer Reihe von Blogs, mit denen analysiert werden soll, wie Benutzer mehrere Gerätetypen verwenden können, um auf Dokumente und Dateien zuzugreifen und sie anzuzeigen und zu bearbeiten. Ich möchte Ihnen tatsächliche Methoden für die Verwendung mehrerer Gerätetypen mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Browsern aufzeigen. In diesem Zusammenhang werde ich die folgenden zentralen Themen behandelt.

    1. Bereitstellungstypen für Office-Software – PC, Mac, Telefon und Browser
    2. Verwalten des E-Mail-Zugriffs auf verschiedenen Gerätetypen
    3. Anpassen der Office-Endbenutzererfahrung für Touchscreen-Geräte
    4. Differenzierter Dateizugriff in Abhängigkeit vom Gerät
    5. Remotedesktop und Anwendungsoptionen, Vorteile und Herausforderungen

    Bei vielen dieser Themen geht es nicht nur um Office und die Verwendung der Office-Anwendungssuiten, sondern vielmehr um eine allgemeine Allegorie zur Verwaltung mehrerer Geräte und die Bereitstellung differenzierter Zugriffsrechte basierend auf der Vertrauensstellung des Geräts. Yoni Kirsh und ich haben dieses Thema im letzten Mai auf der TechEd vorgestellt. Auf dieser Konferenz behandelten wir viele dieser Themen und zeigten eine Reihe von Demos zu Windows, iPad, Android-Geräten und natürlich der Serverseite. Meine Kollegen im Windows-Team haben viele fantastische Inhalte zur Verbraucherorientierung der IT erstellt, um zu erläutern, was es bedeutet, wenn Benutzer ihre Geräte mögen, und welche Probleme mit deren Verwaltung verbunden sind. Ich dagegen wollte mich eher praktisch betätigen und deshalb meine eigene funktionale Exchange- und SharePoint-Umgebung mit einer Reihe von Geräten einrichten, um die tatsächlichen Auswirkungen und Entscheidungen der Erstellung einer Umgebung mit mehreren Geräten zu überprüfen. Mit diesen Dingen habe ich schon ein bisschen Erfahrung. Als wir 2006 „Infrastrukturoptimierung“ als Vertriebs- und Marketingkampagne verwendeten, verfasste ich mindestens 500 Seiten dazu, wie ein IT-Spezialist unsere Empfehlungen für die Kerninfrastrukturoptimierung implementieren würde. Wie schwierig könnte also allen Ernstes dieses Tablet PC-Thema sein?

    Bereitstellungstypen für Office-Software – PC, Mac, Telefon und Browser

    Wie bei allen Untersuchungen und Berichten sind gewisse Recherchen erforderlich. Wenn ich für den Moment die Lupe erneut auf Office richte, werden Sie feststellen, dass es eine Reihe von Möglichkeiten gibt, um Office-Daten für viele verschiedene Plattformen anzuzeigen und zu bearbeiten.

    1. Office-Vollanwendungen für Windows 32-Bit und 64-Bit
    2. Office-Vollanwendungen unter dem Mac-Betriebssystem
    3. Office-Vieweranwendungen für Windows
    4. Office-Anwendungen für Mobiltelefone
    5. Office Web Apps
    6. OpenXML-Anwendungen auf Geräten unter Windows und anderen Betriebssystemen zum Anzeigen von OpenXML-Dateien (DOCX, XLSX, PPTX usw.)
    7. Remotehosting von Office auf einem Windows-Server mit installierter Remotedesktopdienste-Rolle
    8. Hosting von Office (remote oder lokal) unter einem physischen oder virtuellen Windows-Clientbetriebssystem

    Für alle diese Optionen gibt es zwei Faktoren, die ich als IT-Spezialist wichtig finde, nämlich die Frage, ob sie ausreichend Funktionalität für den Endbenutzer aufweisen, und ob ich sie verwalten kann. Und mit „verwalten“ meine ich nicht nur die Verwaltung der Office-Anwendung selbst. Verwaltung bedeutet in diesem Fall Folgendes:

    • „Kann ich authentifizieren, ob der Benutzer derjenige ist, der er zu sein vorgibt?“
    • „Kann ich den Zugriff auf Dokumente oder Anwendungsfeatures basierend auf den Rechten des Benutzers erteilen?“
    • „Kann ich die clientseitige Benutzererfahrung kontrollieren, um unerwünschte Benutzerkonfigurationsänderungen, unerwünschten Code oder unerwünschte Add-Ins zu vermeiden?“

    Dies sind ein paar wichtige Fragen, aber dennoch nur die Spitze des Eisbergs. Natürlich muss ich abwägen, was mit der Anwendung möglich ist. Wenn meine Benutzer sogar Windows XP mit Office 2003 verwenden, haben sie gewisse Erwartungen an Office. Wird also die Ersetzung durch Office Web Apps oder Office für Mac 2011 wirklich alle Erwartungen der Benutzer erfüllen und mir genügend Verwaltungskontrolle ermöglichen? Die wichtigsten Szenarien für die Featurefunktionalität und die Verwaltbarkeit habe ich im folgenden Diagramm dargestellt.


    Was die Verwaltung betrifft, kann ich auf einem Mac oder Mobiltelefon wenig einstellen und erzwingen (wobei „erzwingen“ das Schlüsselwort ist). Office für Mac 2011 weist zum Installationszeitpunkt einige Konfigurationsmöglichkeiten auf, aber Richtlinien können nicht erzwungen werden. Dies bedeutet, dass alles als Voreinstellung festgelegt wird, und diese Einstellungen können nicht ähnlich wie in den Active Directory-Gruppenrichtlinien erzwungen werden. Es gibt Empfehlungen wie diese von Microsoft:

    Bewährte Methode

    Überlegung

    Aufklären und Schulen der Benutzer bezüglich der Sicherheitseinstellungen, die für den Schutz der Dokumente verfügbar sind.

    Es gibt keine administrativen Einstellungen, mit denen Sie von Ihnen angegebene Sicherheitseinstellungen erzwingen können. Selbst wenn Sie Sicherheitseinstellungen festlegen und bereitstellen, können die Benutzer diese Einstellungen später ändern. Wenn Sie deshalb Sicherheitseinstellungen im Rahmen der Richtlinien Ihrer Organisation bereitstellen, müssen Sie Ihre Benutzer über die Risiken, die mit der Änderung der Standardeinstellungen verbunden sind, aufklären.

    Als häufiger Konferenzredner liebe ich Zitate wie das Folgende, da man damit mit Sicherheit zur Belustigung des Publikums beitragen kann. „Ja, ich werde Personen wie meine Mutter informieren, dass sie meine Standardeinstellungen nicht ändern darf – das funktioniert mit Sicherheit“. Wenn es Ihnen so geht wir mir, bedeuten Besuche bei den Eltern gewöhnlich, dass ERD Commander mindestens einmal auf jedem Computer im Haus ausgeführt werden muss. Oder sind Ihre Benutzer diesbezüglich etwa besser?

    Als Ergebnis gilt festzuhalten, dass bezüglich Funktionalität und Featureebene bei den Windows-Anwendungen für Office Professional Plus 2010 beinahe Parität besteht, jedoch sind sie nicht ganz identisch sind. Die Verwaltbarkeit wird weitgehend auf serverseitige Zugriffssteuerungen und Einstellungen zum Installationszeitpunkt beschränkt. Durch diese Begrenzungen ist Office für Mac 2011 in etwa auf derselben Verwaltungsebene wie Office für Windows Phone 7 angesiedelt. Während für das Mobiltelefon im Prinzip kein Installationszeitaufwand anfällt oder Einstellungen nach der Installation festgelegt werden müssen, füllen mit Exchange ActiveSync erzwungene Einstellungen die fehlenden Einstellungen zur Installationszeit, und serverseitige Dokumentkontrollen verhalten sich in etwa ähnlich. Windows Phone 7.5 (Mango) und Office für Mac 2011 respektieren beide die Verwaltung von Informationsrechten (Information Rights Management, IRM). Die Office für Windows Phone 7-Anwendungen weisen jedoch im Vergleich zu den vollständigen Clients für Windows oder Mac weniger Features auf. Diese Features sind sogar im Prinzip vergleichbar mit dem Office Web App-Featuresatz auf der Basis der einzelnen Apps, und sie sind gekennzeichnet durch die High-Fidelity-Darstellung mit begrenzten Bearbeitungs- oder Dokumenterstellungsfunktionen. Diese Begrenzungen sind im Allgemeinen bezeichnend für die meisten Webanwendungen (ob nun Microsoft oder nicht) im Vergleich zu den lokal installierten Entsprechungen. Auf Office Web Apps wird über SharePoint 2010-Umgebungen, Windows Live oder Office 365-Portale zugegriffen.

    Schließlich habe ich Office auf einem Remote-Windows-Server oder unter einem Clientbetriebssystem installiert und greife über ein Remote-Windows- oder Android-Gerät, ein iPad, einen schlanken PC oder ein ähnliches Gerät darauf zu. Theoretisch sollte bei der Ausführung des vollständigen Clients auf einem lokalen und physischen Computer und bei der aktuellen Integrationsebene Parität bestehen. Wir kommen der Sache näher. Meine Gründe für die Begrenzung der Featureebene basieren hauptsächlich auf der mangelnden Offlinenutzung oder der Nutzung über eine langsame Verbindung. In Abhängigkeit von der verwendeten Architektur und der Tatsache, ob Benutzerprofileinstellungen erhalten bleiben, erfolgen Anpassungen nur auf der Registrierungsebene (key_local_machine (HKLM)) oder der Standardbenutzerprofilebene, wodurch die Anpassung auf Benutzerbasis ausgeschlossen ist. Da wir potenziell einen Bildschirm für einen Remoteserver oder einen virtuellen Client, der in unserem Rechenzentrum gehostet wird, erstellen, und da die Sitzungen im Allgemeinen immer aktiv und mit Systemverwaltungstools für die Wartung verbunden sind, besteht in der Regel ein Verwaltungsvorteil. Obwohl das Remotehosting Vorteile bieten kann, müssen Sie dennoch aufpassen, wie Endpunkte auf diese Sitzungen zugreifen und wo unter anderem Daten gespeichert werden können und wie auf sie zugegriffen werden kann. In zukünftigen Blogs aus dieser Reihe werden wir über den Datenzugriff und Berechtigungen für Speicherorte reden.

    Damit haben Sie eine Vorstellung von den Bereitstellungstypen für Office-Anwendungen. Die Neuverpackung oder die Anwendungsvirtualisierung habe ich hier absichtlich nicht behandelt, da dies mit dem vollständigen Client diskutiert werden kann. Es gibt einige Nichtparitätsprobleme in Verbindung mit ein paar Bereitstellungs- und Verwaltungsvorteilen. Im Rahmen dieser Blogreihe werde ich jedoch diesen Bereitstellungstyp mit dem Speicherort der lokalen Installation von Office Professional Plus 2010 kombinieren. Im nächsten Blog werden wir uns mit Exchange Exchange ActiveSync-Steuerelementen für E-Mail und Kalender auf Slate-Geräten sowie mit dem Konfigurieren und Anpassen von Office für die Touchscreen-Verwendung befassen.

    Vielen Dank, dass Sie den Blog gelesen haben. Weitere Informationen folgen demnächst in Teil  2.

    Jeremy Chapman

    Senior Product Manager

    Office IT Pro-Team

    Es handelt sich hierbei um einen übersetzten Blogbeitrag. Sie finden den Originalartikel unter Windows, iPad and Android – Managing and Using Your Office Assets in a Tablet World (Part 1)

  • Office IT Pro-Blog

    Grundlegendes zu Änderungen mit potenziellen Auswirkungen im Office 2010-Objektmodell

    Veröffentlichung des Originalartikels: 09.09.2011

    Von unserem Kompatibilitätsexperten Curtis Sawin

    Eine der Herausforderungen bei der Migration zu Office 2010 ist die Bewertung der Auswirkungen von Objektmodelländerungen in Office-Anwendungen. IT-Spezialisten und Entwickler befürchten, dass mit einer früheren Version von beispielsweise Excel erstellte Makros nicht in Excel 2010 verwendet werden können, da das Objektmodell zu stark verändert wurde. Fehlerhafte Makros scheinen fast unausweichlich zu sein, wenn man die umfangreiche Liste von Unterschieden bei den Objektmodellen zwischen der neuesten Version von Office 2010-Anwendungen und deren Entsprechungen Office 2007, Office 2003, Office XP und Office 2000 auf MSDN betrachtet (siehe die Links am Ende dieses Artikels). Die meisten Änderungen sind jedoch Änderungen ohne Auswirkungen, das heißt, sie haben keinerlei Auswirkungen auf Ihre Makros. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht darüber, was „die meisten Änderungen“ in diesem Zusammenhang bedeutet:

    • Es gibt über 22.000 Elemente (Eigenschaften, Methoden und Konstanten) in allen Objektmodellen von Excel 2010, Word 2010, PowerPoint 2010, Outlook 2010 und Access 2010
    • Es gibt 2.134 Änderungen bei den Objektmodellen
    • Es gibt 49 Änderungen mit potenziellen Auswirkungen

    49 Änderungen mit potenziellen Auswirkungen. In 5 Anwendungen. Verteilt auf 4 frühere Versionen. Das ist alles. Das folgende Diagramm enthält eine Zusammenfassung unserer Ergebnisse:

    In diesem Artikel wird beschrieben, was mit Änderungen ohne Auswirkungen und Änderungen mit potenziellen Auswirkungen gemeint ist. BONUS: Als zukünftige Referenz gibt es eine Tabelle mit allen Änderungen mit potenziellen Auswirkungen. Diese Tabelle finden Sie auch als PDF-Datei am Ende dieses Beitrags.

    Änderungen ohne Auswirkungen und Änderungen mit potenziellen Auswirkungen

    In der MSDN-Dokumentation finden Sie alle Änderungen beim Objektmodell für jede Office 2010-Anwendung. Die Änderungen sind so angeordnet, dass für jede vorherige Office-Version alle Methoden oder Eigenschaften aufgelistet werden, die entweder geändert oder entfernt wurden oder veraltet sind.

    Beispielsweise gibt es für Excel 2010 fast 900 Elemente im Objektmodell, die im Vergleich zu früheren Versionen geändert wurden. Auf den ersten Blick scheint es sich um eine große und beunruhigende Anzahl von Elementen zu handeln. Im MSDN-Artikel Änderungen beim Objektmodell in Excel 2010 im Vergleich zu früheren Versionen werden alle diese geänderten Elemente aufgelistet. Der ausgedruckte Artikel besteht aus etwa 90 Seiten.

    Veraltete Elemente – ohne Auswirkungen

    Die Mehrzahl dieser Änderungen betrifft veraltete (auch als ausgeblendet aufgelistete) Elemente. Was genau ist also ein „veraltetes Element“, und wie wirkt es sich auf Ihre Makros aus? Wenn ein Element als veraltet aufgelistet wird, bedeutet dies, dass Sie nicht damit rechnen sollten, dass es in zukünftigen Versionen von Office verfügbar ist, und dass Sie den Code in Zukunft aktualisierten sollten. Ein veraltetes Element ist jedoch weiterhin funktionsfähig! Wenn also ein für eine frühere Office-Version erstellter Makrocode veraltete Methoden, Eigenschaften oder Konstanten enthält, sind keinerlei Maßnahmen erforderlich, damit diese Elemente in Office 2010 funktionsfähig sind. Von den beinahe 900 geänderten Elementen (882, um genau zu sein) sind 794 veraltete Elemente. Dies bedeutet, dass beinahe 800 der 900 Änderungen beim Excel-Objektmodell keine Auswirkungen haben, wenn diese Elemente in Ihren Makros verwendet werden.

    Sie können sich also später um veraltete Elemente kümmern, sollten sie aber nicht vollständig ignorieren. Code, der solche Elemente enthält, sollte überprüft und aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass heute veralteter Code nicht morgen zu fehlerhaftem Code wird.

    Entfernte Elemente – mit Auswirkungen

    „Entfernte“ Elemente sind das große Thema. Ein Element, das als entfernt aufgelistet wird, befindet sich nicht mehr im Office 2010-Objektmodell. Wenn ein vorhandenes Makro Elemente enthält, die in Office 2010 entfernt wurden, ist dieses Makro nicht funktionsfähig. Für Excel 2010 gibt es 9 Objektmodellelemente, die im Vergleich zu früheren Versionen entfernt wurden. Um diese Elemente müssen Sie sich kümmern und sie ersetzen.

    Geänderte Elemente – überwiegend ohne Auswirkungen

    „Geänderte“ Elemente sind Methoden und Eigenschaften, die im Vergleich zu einer früheren Version…nun ja…geändert wurden. Beispielsweise könnte eine geänderte Methode einen anderen Datentyp zurückgeben, oder eine Eigenschaft wurde von „schreibgeschützt“ in „Lese-/Schreibzugriff“ geändert. Anhand einer schnellen Analyse kamen wir zu dem Ergebnis, dass die meisten geänderten Elemente eine Methode oder Eigenschaft beinhalten, für die zusätzliche, optionale Parameter zulässig sind. Beispielsweise weist in Excel 2003 die ListRows.Add-Methode einen einzigen optionalen Parameter auf. In Excel 2010 gibt es dagegen zwei optionale Parameter. Der zusätzliche optionale Parameter hat keine Auswirkungen auf die Verwendung der Methode. Wenn Sie diese Methode in Excel 2003 verwenden und nur einen Parameter angeben würden, kann derselbe Code in Excel 2010 ohne Änderungen verwendet werden.

    In Excel 2010 gibt es 97 geänderte Elemente. Keines dieser Elemente hat potenzielle Auswirkungen. Keine der Änderungen bei den Elementen hat Auswirkungen auf bestehenden Code, der die „geänderten“ Elemente enthält.

    Von 882 Methoden und Eigenschaften, die sich von 4 vorherigen Versionen unterscheiden, haben nur 9 Auswirkungen.

    Nicht alle geänderten Elemente haben keine Auswirkungen. Beispielsweise verwendet die Presentation.SaveAs-Methode in PowerPoint einen anderen Standardwert für den optionalen FileFormat-Parameter. Der Standardwert wurde von 1 (ppSaveAsPresentation) in PowerPoint 2003 in 11 (ppSaveAsDefault) in PowerPoint 2010 geändert. Wenn Sie also diese Methode verwenden und nicht explizit einen Wert für den FileFormat-Parameter angeben, können sich bei einem in PowerPoint 2003 erstellten Makro und bei einem in PowerPoint 2010 erstellten Makro unterschiedliche Resultate ergeben. Deshalb hat die Änderung in Abhängigkeit von der Verwendung dieser Methode potenziell Auswirkungen.

    Werden Änderungen beim Objektmodell nicht von OCCI erkannt?

    Mithilfe von Tools wie OCCI (Office Code Compatibility Inspector) können die Makros überprüft werden, um festzustellen, ob sie Code enthalten, der im Vergleich zu früheren Versionen geändert wurde. OCCI liefert einen Bericht mit der Anzahl von Elementen, die geändert oder entfernt wurden oder veraltet sind. Sie erfahren darin außerdem, ob sie externe Bezüge verwenden (besonders wichtig bei der Migration von Office 2010 im Rahmen eines Betriebssystemupgrades) und ob Sie Deklarationen verwenden, die nicht explizit für die Verwendung in einer 64-Bit-Office-Umgebung ausgewiesen sind. Der folgende Screenshot enthält eine Zusammenfassung der OCCI-Ergebnisse einer Excel-Arbeitsmappe mit einem Makro.

    Beachten Sie, dass in OCCI der Begriff „umgestaltet“ (redesigned) verwendet wird, der „entfernt“ entspricht (keine Ahnung, warum das so ist).


    OCCI erfasst alle Änderungen. Deshalb müssen Sie die Ausgabe durchgehen, um festzustellen, für welche Informationen Maßnahmen ergriffen werden müssen. Das heißt, OCCI informiert Sie, welche Elemente geändert wurden. Was muss aber sofort korrigiert werden? Was muss irgendwann korrigiert werden? Diesen Grad an Information liefert OCCI nicht. Mit der nachfolgenden Tabelle soll diese Lücke geschlossen werden. Hier werden alle Änderungen mit potenziellen Auswirkungen aufgelistet, also Dinge, die sofort analysiert werden sollten. In Abhängigkeit von der Verwendung der Elemente muss Code, der diese Elemente enthält, möglicherweise nicht geändert werden. Betrachten Sie dies deshalb als „Schnellstartanleitung“ zur Behandlung von Makros. Sie sollten jedoch nicht blind auf Tools und auch nicht auf die folgende Tabelle vertrauen. Im möchte mich ungern wiederholen, aber das Ausführen der Makros ist die einzig sichere Methode, um festzustellen, ob sie funktionsfähig sind. 

    Zusammenfassung

    In der nachfolgenden Tabelle werden alle Auswirkungen mit potenziellen Änderungen aufgelistet. Hierzu zählen alle entfernten Elemente und alle geänderten Elemente mit potenziellen Änderungen. Anhand dieser Tabelle können Sie schnell feststellen, welchen Code in dieser Tabelle Sie verwenden. Mithilfe von Tools wie z. B. OCCI können Sie zwar alle Änderungen ausfindig machen, aber diese Tabelle liefert aussagekräftigere (und brauchbarere) Daten, wenn Objektmodelländerungen eliminiert werden, die keinerlei Auswirkungen auf die Migration Ihrer Makros zu Office 2010 haben.

    Wenn Sie sich auf Tools verlassen, sollten Sie beachten, dass sie in der Regel Daten liefern, mit denen technische Fragen beantwortet werden (z. B. „was wurde geändert?“), jedoch keine unternehmerischen Fragen (z. B. „welche Auswirkung hat dies auf meine Lösung?“). Tools haben mit Sicherheit ihren Platz, um die Problembehandlung zu automatisieren und zu beschleunigen. Blindes Vertrauen in Tools kann jedoch dazu führen, dass mit den von diesen Tools gelieferten Daten die falschen Fragen beantwortet werden. Die beste Methode, um die Funktionsfähigkeit Ihrer Lösung beim Upgraden auf Office 2010 sicherzustellen, sind Tests mit Endbenutzern, bei denen die Lösung tatsächlich verwendet wird (möglichst in einer Testumgebung).

     

    (Die obige Tabelle können Sie als PDF-Datei herunterladen, indem Sie am Ende dieses Beitrags auf den Link für die PDF-Datei klicken.)

    Weitere Informationen 

    Über die folgenden Links können Sie sich über die Unterschiede bei den verschiedenen Objektmodellen informieren.

     

    Es handelt sich hierbei um einen übersetzten Blogbeitrag. Sie finden den Originalartikel unter Understanding potentially impactful changes in the Office 2010 object model

  • Office IT Pro-Blog

    Zieldatum für Service Pack 3 für Office 2007 und SharePoint 2007 angekündigt

    Veröffentlichung des Originalartikels: 06.10.2011

    Das Office Sustained Engineering-Team hat die Veröffentlichung von Service Pack 3 für Office 2007 und SharePoint Server 2007 angekündigt. Als Veröffentlichungsdatum wird das 4. Quartal 2011 angepeilt. Wenn das Veröffentlichungsdatum näher rückt, erhalten Sie weitere Informationen zum genauen Zeitpunkt.

    Weitere Informationen finden Sie in der folgenden Ankündigung: Announcing Service Pack 3 for Office 2007 and SharePoint 2007

    Es handelt sich hierbei um einen übersetzten Blogbeitrag. Sie finden den Originalartikel unter Service Pack 3 for Office 2007 and SharePoint 2007 target date announced

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    Ausblenden des Menübands in Office 2010

    Veröffentlichung des Originalartikels: 13.09.2011

    Von unserem Kompatibilitätsexperten Curtis Sawin

    Die Gewöhnung der Benutzer an das Menüband stellt für IT-Organisationen, die ihre Office 2000-, Office XP- oder Office 2003-Umgebungen zu Office 2010 migrieren, eine Herausforderung dar. Das Feedback der Kunden zeigt zwar eindeutig, dass das Menüband langfristig wesentlich besser (d. h. produktiver) ist, aber die anfängliche Bestürzung der Benutzer, dass die Menüleiste komplett überarbeitet wurde, kann kurzfristig ein Hindernis bei der Verwendung von Office 2010 darstellen.

    Das Ausblenden oder Reduzieren des Menübands ist eine mögliche Strategie, um den Benutzern die Umstellung zu erleichtern. Dargestellt ist dies in den nachfolgenden Screenshots. Im folgenden Screenshot ist Excel 2010 im Standardstatus abgebildet.

    Im folgenden Screenshot ist Excel 2010 mit reduziertem Menüband dargestellt.

    Und hier noch ein Screenshot von Excel 2003.

    Interessant, nicht wahr? Durch das Reduzieren des Menübands sehen die Registerkarten von Excel 2010 ähnlich wie die Menüs von Excel 2003 aus. Nun ja, zwar nicht identisch, aber die Reduzierung der Änderungen erleichtert Ihren Benutzer möglicherweise die Umstellung auf die Fluent-Benutzeroberfläche.

    Beachten Sie die roten Kreise in der rechten oberen Ecke der Excel 2010-Screenshots. Mithilfe dieses Umschaltpfeils können Sie das Menüband manuell erweitern oder reduzieren und den Benutzern die Möglichkeit bieten, die Benutzeroberfläche ihren Wünschen entsprechend anzupassen. Darüber hinaus kann das Menüband mit der Tastenkombination STRG+F1 erweitert bzw. reduziert werden.

    Anpassen des Office 2010-Setups für das Reduzieren des Menübands

    Bei der Bereitstellung von Office 2010 für Ihre Benutzer können Sie eine angepasste Installation erstellen, in der das Menüband standardmäßig reduziert wird, wenn die Benutzer eine Office-Anwendung erstmalig öffnen. Hierzu fügen Sie dem Setuppaket bestimmte Registrierungsschlüssel hinzu.

    Bei den meisten Office-Anwendungen gibt es einen einzelnen Registrierungswert, mit dem die Darstellung des Menübands kontrolliert wird. Outlook stellt eine Ausnahme dar und wird weiter unten in diesem Beitrag behandelt.

    Dies ist der Registrierungswert:

    HKCU\Software\Microsoft\Office\14.0\Common\Toolbars\<AppName>\QuickAccessToolbarStyle

    Im obigen Wert steht <AppName> für einen der folgenden Werte:

    • Access
    • Excel
    • OneNote
    • PowerPoint
    • Project
    • Publisher
    • Visio
    • Word

    In der folgenden Tabelle sind die verfügbaren Werte für den Registrierungswert QuickAccessToolbarStyle definiert.

    Mit dem REG_DWORD-Wert 4 (siehe folgende Abbildung) wird das Menüband reduziert. Dies hat die gleiche Auswirkung wie das Drücken der Tastenkombination STRG+F1 oder das Auswählen des Umschaltpfeils.

    Die Besonderheit von Outlook

    Outlook bietet ein bisschen mehr Anpassungsmöglichkeiten. Es gibt 24 verschiedene Registrierungsschlüssel, mit denen das Menüband und die Symbolleiste für den Schnellzugriff kontrolliert werden. Dies liegt daran, dass es in Outlook viele verschiedene Arten von Elementen und Modulen gibt, weshalb das Produktteam mehrere Menübänder erstellen musste. Während diese Implementierung im Allgemeinen für die Endbenutzer sichtbar ist, ist die Komplexität in diesem Fall nur an der Oberfläche erkennbar. Wenn Sie demnach das Menüband für Outlook reduzieren möchten, müssen Sie das Outlook-Fenster bestimmen, das reduziert werden soll.

    In der folgenden Tabelle sind die verschiedenen Registrierungswerte beschrieben, mit denen die Sichtbarkeit des Menübands beeinflusst wird. Alle diese Werte finden Sie unter HKCU\Software\Microsoft\Office\14.0\Common\Toolbars\Outlook

    Hinzufügen der Registrierungsschlüssel mithilfe des Office-Anpassungstools (OAT)

    Mit dem Office-Anpassungstool (OAT) können Sie diese Registrierungsschlüssel wie jeden anderen Registrierungsschlüssel hinzufügen. Das Hinzufügen von Registrierungsschlüsseln mithilfe des OAT ist relativ einfach. Weitere Informationen finden Sie im TechNet-Artikel Office-Anpassungstool in Office 2010 .

    Zusammenfassung

    Die Bereitstellung von Office 2010 mit reduziertem Menüband kann den Benutzern die Umstellung auf die Verwendung des Menübands anstelle der Menüs aus der Vorgängerversion erleichtern. Wenn Sie sicherstellen, dass sich die Benutzer mit der Veränderung wohl fühlen, können Sie die Bereitstellungen beschleunigen und gleichzeitig die Kosten senken (durch die Eliminierung von Anrufen beim Helpdesk). Dies ist auf einfache Weise möglich, indem Sie dem Setup mithilfe des OAT Registrierungsschlüssel hinzufügen.

    Möchten Sie mehr über den Aufbau von Menübändern erfahren?

    Lesen Sie den Blogbeitrag zu Windows 8, Improvements in Windows Explorer, in dem Sie Screenshots von Windows-Explorer mit einer Benutzeroberfläche mit dem Menüband finden.

     

    Es handelt sich hierbei um einen übersetzten Blogbeitrag. Sie finden den Originalartikel unter Hiding the Ribbon in Office 2010

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    Hotfix im kumulativen Update vom August 2011 löst mögliche Probleme mit Outlook 2010 SP1

    Veröffentlichung des Originalartikels: 13.09.2011

    Angenommen, Sie haben Office 2010 Service Pack 1 (SP1) installiert und es tritt eines der folgenden Probleme im Zusammenhang mit Outlook 2010 SP1 auf:

    • Erinnerungen werden in Outlook Web App (OWA), aber nicht in Outlook 2010 SP1 angezeigt.
    • Für in Outlook 2010 SP1 gesendete E-Mail-Nachrichten, für die Sie Nachverfolgung festgelegt haben, wird nicht angezeigt, dass Nachverfolgung festgelegt ist, und das Nachverfolgungssymbol wird nicht angezeigt.   Nachverfolgung 2

    In diesem Fall sollten Sie das Outlook 2010-Hotfixpaket installieren. Dieses Hotfixpaket ist Bestandteil des kumulativen Updates vom August 2011 für Office 2010.

    Weitere Informationen zu den neuesten Updates für Office-Produkte finden Sie im Update Center für Microsoft Office, Office-Server und verwandte Produkte.

    Es handelt sich hierbei um einen übersetzten Blogbeitrag. Sie finden den Originalartikel unter Hotfix in the August 2011 Cumulative Update fixes possible Outlook 2010 SP1 issues

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