Wir sind ja gerade wieder auf TechDay Roadshow quer durch die Republik unterwegs – Thema: Von der Server Virtualisierung zur Private Cloud. Virtualisierung ist daher auch eines der Kernthemen. Während einer Pause stellte man mir die Frage: “Wie groß darf eine LUN für Hyper-V beim Windows Server werden? (Bei VMware gäbe es ein Limit von 2TB)”. Da mir zwar keine Grenzen bekannt waren, wollte ich aber nicht so einfach behaupten, dass es keine gibt, ohne nochmal nachzusehen und –fragen. Immerhin gibt es ja nicht nur den simplen Fall, dass eine LUN bei einem Server als Laufwerk eingebunden wird, sondern in diesem Fall wird man in den meisten Fällen über LUNs im Cluster und dort als Cluster Shared Volume nachdenken wollen. In der TechNet Bibliothek habe ich im wesentlichen einen relevanten Artikel gefunden – selbst, wenn er sich offiziell auf den Windows Server 2003 bezieht, steht ausdrücklich im Text, dass er sich auch auf die aktuellen Versionen bezieht (soweit nicht anders vermerkt)…

Die wesentlichen Grenzen liegen eher auf Seiten des Dateisystems.

Windows unterscheidet zwischen Platten mit MBR oder welchen mit GUID Partitionstabellen. MBR basierte Laufwerke haben tatsächlich (konventionell) eine Grenze von knapp 2TB Größe. Heutige Platten umgehen dies durch das “Advanced Format” mit physischen 4K Sektoren. In diesem Fall sind aber GPT Platten eher sinnvoll, wenn die Größe über 2TB wachsen soll. NTFS als Dateisystem erlaubt knapp 64TB als maximale Größe. Technisch sollte man also mit LUNs, die als GPT Platte initialisiert werden, auf der sichern Seite sein. Aber auch, wenn so LUNS mit deutlich über 2TB möglich sind, sollte man auch die Themen der Verwaltbarkeit, Datensicherung und auch die benötigte I/O Leistung nicht außer acht lassen…