Viele Gespräche rund um die zukünftige Desktop Strategie drehen sich um das Thema Virtualisierung. Dahinter steht häufig die Erkenntnis, dass Desktop Deployments und Migrationen als komplex, aufwändig und teuer wahrgenommen werden. Virtualisierung auf zentral bereitgestellte Server scheint da die einfache Lösung zu sein, die alle Probleme löst.

Ich behaupte zwar, zumindest höre ich das immer wieder aus den vorgebrachten Argumenten heraus, dass dies in vielen Fällen daran liegt, dass man noch auf dem Stand von Windows XP ist, was das Wissen, die Werkzeuge und die Prozesse betrifft. Nutzung der aktuellen Möglichkeiten, also imagebasierte Installationen von Windows 7, das sogenannte “offline Serviceing”, also die offline Integration von Treibern und Updates in das Installationsimage vor der Installation, die Automation des Verteilprozesses per PXE Boot mit Multicast und Automation der Installation über das Microsoft Deployment Toolkit 2010 (Minimum) oder den System Center Configuration Manager 2007 (empfehlenswert für mittlere bis große Unternehmen) dürfte viele der bekannten Probleme adressieren und auch die benötigte Zeit und die Kosten für die Migration optimieren, bzw. minimieren. Auch der darauffolgende Betrieb lässt sich mit den richtigen Werkzeugen (System Center Configuration Manager, App-V, WSUS) in optimierter Weise sicherstellen. Man sollte nicht vergessen, dass auch virtualisierte Clients umfassend verwaltet werden müssen – nur kommt hier die Verwaltung der Server noch dazu.

Aber egal – das war nicht das, was ich hier erzählen wollte… Und: Die Virtualisierung – nicht zu vergessen, dass auch das oben genannte App-V eine Virtualisierungstechnologie ist – ist in vielen Fällen eine sinnvolle und auch notwendige Ergänzung für die sonstigen Desktopsysteme.

Auf der TechEd, die diese Woche in Berlin stattfindet, wurden auch Details rund um das Service Pack 1 des Windows Server 2008 R2 erläutert. Für den Bereich der Desktop Virtualisierung (VDI) gibt es hier nennenswerte Verbesserungen. Zitat: “Hi, I’m Michael Kleef, senior technical product manager within the Windows Server and Cloud division. As Brad Anderson and I discussed at the TechEd Europe keynote today, Dynamic Memory, a new feature in Windows Server 2008 R2 SP1, can increase Virtual Desktop Infrastructure (VDI) densities by 40% compared to Hyper-V in Windows Server 2008 R2 and also well above a leading industry solution.
Den ganzen Blog Post kann man hier nachlesen.

Es gibt also eine Menge spannender Dinge, die auf “uns” IT-Pro’s” warten…