.: Michael Korp :.

Rund um die Windows Plattform, Systems Management und Virtualisierung

October, 2008

The best way to predict the future is to invent it.
(Alan Kay)
Artikel
  • Unterstützung für Anwendungen unter Hyper-V

    Immer wieder gefragt: Welche Anwendungen werden unter Hyper-V (oder allgemeiner: in virtualisierten Umgebungen) unterstützt?

    Für Microsoft Anwendungen kann man das hier nachlesen.

    Wenn nicht Hyper-V verwendet wird, sondern einen nicht-Microsoft Virtualisierung, gilt die Unterstützung ebenfalls, wenn der jeweilige Hersteller seine Virtualisierungslösung hat validieren lassen. Das ist ein offener Prozess, der jedem Hersteller offen steht. Einer der wichtigsten Mitspieler hat diesen Prozess auch schon erfolgreich durchlaufen...

  • System Center Virtual Machine Manager 2008 fertig

    Gestern habe ich es schon während unserer aktuellen Veranstaltungsserie (TechDays: Dynamic IT) angekündigt und seit gestern abend ist es weltweit offiziell: Der System Center Virtual Machine Manager 2008 ist fertig gestellt.

    Ab dem 1. November steht er dann auf der offiziellen Preisliste und damit für Kunden verfügbar. Volume License Kunden haben damit auch ab dem 1. November die Möglichkeit, die fertige Version über die MVLS Seite herunterzuladen. Die Evaluierungsversion ist ab sofort als Download verfügbar. Damit es einfacher wird, ist der Download als selbst entpackende RAR Datei in drei Teilen verfügbar.

    Der Virtual Machine Manager erübrigt aber die Frage "Wann kommt die deutsche Version?" - alle lieferbaren Sprachen sind immer enthalten, so dass das Setup immer automatisch die Sprache des lokalen Systems verwendet.

    Weiterführende Informationen findet man im TechCenter zum Virtual Machine Manager 2008. Der Link auf der Eval Downloadseite zeigt aktuell aber auf das VMM2007 TechCenter, daher empfehle ich diesen Link. Auch die Konfigurationsprüfung auf der Startseite vom Setup weist aktuell noch auf die 2007er Version. Hier ist aber noch etwas Geduld gefragt, da das Update auf 2008 erst im Laufe des November erfolgen soll.

    Hier noch eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Informationen für einen erfolgreichen Start (nicht repräsentativ, aber basierend auf den typischen Fragen, die ich immer wieder höre):

    • Der System Center Virtual Machine Manager 2008 erfordert als Betriebssystem Windows Server 2008 x64, und zwar die Version mit Hyper-V. Auf dem Server, auf dem der VMM laufen soll, darf aber die Rolle Hyper-V nicht installiert sein! Wer also testen möchte und nicht allzu viel Hardware zur Verfügung hat, darf den VMM gerne in eine 64-Bit VM installieren, aber nicht lokal auf dem Host selber, wo die VMs laufen ("Root" Partition).
    • Wenn keine existierende Datenbank verwendet werden soll, installiert der Virtual Machine Manager automatisch eine SQL 2005 Express Instanz.
    • SQL Server 2008 Express wird aktuell nicht unterstützt, also besser gar nicht erst versuchen...
      SQL Server 2008 Standard oder Enterprise werden unterstützt.
      Wer allerdings einen SQL Server für mehrere System Center Produkte verwenden möchte, also auch die Integration vom VMM mit dem Operations Manager 2007 konfigurieren möchte, sollte jedoch der Versuchung des SQL Server 2008 widerstehen, da der Operations Manager aktuell nur SQL Server 2005 unterstützt.
    • Wenn man dann Hyper-V Hosts hinzufügt und als Status "needs attention" erntet, muss auf dem Hyper-V Host sicherstellen, dass die Updates KB956589 (Hyper-V) und KB956774 (BITS) installiert sind.
    • Der Virtual Machine Manager und der Operations Manager können auf einem Server installiert werden - in erster Linie in Testumgebungen. Für größere Umgebungen dürfte die Skalierung für das erwartete Lastszenario vermutlich getrennte Server nahelegen. In diesem Fall muss aber auf dem VMM Server die Operations Manager Konsole installiert sein. Auf dem Operations Manager Server wird dann per VMM Setup die Option "Operations Manager konfigurieren" ausgeführt, was einmal die VMM Administrator Konsole installiert und dann noch im Operations Manager das Management Pack installiert und ein paar notwendige Konfigurationen durchführt.
      Danach sollte im VMM im Bereich Administration unter System Center der Eintrag für den Operations Manager Server vorgenommen sein. Häufig steht da anscheinend der kurze (NetBIOS) Name drin, während ich eigentlich immer empfehlen würde, den vollständigen Intranet FQDN einzutragen.
      Dumm: Wer vorher schon auf dem Operations Manager Server manuell die VMM Admin Konsole installiert hat, muss sie ebenfalls manuell wieder de-installieren - falls dieses Verhalten nicht noch kurz vor der Fertigstellung korrigiert wurde, sonst schlägt die automatische Konfiguration fehl.
    • Berichte lernt der VMM 2008 durch die Konfiguration des Berichtservers vom Operations Manager im VMM - also unter Administration/System Center die entsprechende Web URL eintragen.

    Ich hoffe, dass diese kurzen Hinweise helfen einen schnellen Start zu schaffen, wenn es noch wichtige Fragen oder Erkenntnisse gibt, bin ich aber wie immer für einen "sinnvollen" Kommentar dankbar.

    Viel Spass beim Virtualisieren...

  • Virtualisierung mit eigenem lokalisiertem TechCenter

    Virtualisierung ist ja ein zunehmend wichtiger Bereich und meint nicht nur die Hardware Virtualisierung, sondern alle Aspekte der Virtualisierung, was von Microsoft häufig auch als "360° Virtualisierung" bezeichnet wird.

    Weil Virtualisierung so wichtig ist, gibt es auch dafür ein eigenes TechCenter auf TechNet, inzwischen auch in deutsch lokalisiert:
    http://technet.microsoft.com/de-de/virtualization/

  • Virtualisierung, der nächste Streich...

    Der nächste "Streich" ist getan - der "Microsoft Hyper-V Server 2008" ist fertig, in allen unterstützten Sprachen. Der Zugang erfolgt über den zentralen Link http://www.microsoft.com/hvs/. Dort gibt es dann auch den direkten Download Link zur ISO Datei. Vorsicht! Der Download für "all other languages" ist 1,09GB groß - besser man versucht es nicht über eine ISDN Leitung... ;-)

    Warum könnte man sich für den Hyper-V Server interessieren? Da gibt es manche Gründe. Einer davon: Keine Lizenzkosten für den Hyper-V Server selbst und keine Notwendigkeit für den Zugriff auf den Hyper-V Server CALs (Clientzugriffslizenzen) zu bestellen und bezahlen.

    Die virtuellen Maschinen müssen aber bezüglich OS und CAL entsprechend dem dort eingesetzten Betriebssystem lizenziert werden.

    Dafür gibt es auch ein paar Einschränkungen - so man diese so bezeichnen will.

    • Die Administration muss remote erfolgen
    • Maximal 32GB Ram im Host
    • Maximal vier Prozessoren im Host
    • keine Unterstützung für Cluster, damit keine fehlertoleranten VMs und auch kein "Quick Migration"

    Daher sind die wahrscheinlichen Szenarien zum Einsatz:

    • Test und Entwicklung
    • Einfache Serverkonsolidierung, z.B. in Niederlassungen
    • Kleinere Kunden, die die erweiterten Fähigkeiten des Windows Server 2008 mit Hyper-V nicht benötigen

    Mehr dazu wird sicherlich noch mein Kollege Ralf Schnell (Link in der rechten Randspalte) schreiben...

  • Das "Active Directory" Team online...

    Auch das Active Directory Team betreibt ein Blog, dass ich interessant zu lesen finde. Gestolpert darüber bin ich wegen

    Das sind nur einige der Artikel, auf die ich in letzter Zeit "mal wieder" gestoßen bin. Ach ja: Meine Kollegen betreiben auch ein Blog in deutscher Sprache:

    http://blogs.technet.com/deds/

  • Windows Server 2008 Server Core - Dateien "zippen"

    Ein Interessanter Artikel zu einem Problem, das ich in dieser Form noch nicht hatte: Wie packe (zippe) ich Dateien von der Kommandozeile...

    Warum ich das Problem so noch nicht hatte? Meistens arbeite ich von remote an einem Vista SP1 Rechner, wo ich die Remote Admin Tools Nutzen kann. Und dann gehe ich meistens auch remote auf das Dateisystem.

    Was ich dagegen häufiger benutze ist expand.exe, da CAB Dateien ja fast "allgegenwärtig" sind.
    Interessant an diesem Post fand ich dagegen, dass es mal wieder um kleine Tools geht, die einfach on Board sind, viele Leute ggf. aber gar nicht kennen.

  • Anwendungen "für den Betrieb entwickeln"...

    Oder in Neu-Hochdeutsch: "designed for operations" - was soll das, oder aber auch: Was heißt das?

    Letzte Woche gab es in Hanau das Microsoft System Management Summit (in der dritten Inkarnation). In der Keynote referierte Larry Orecklin unter anderem über "Dynamic IT". In weiteren Sessions haben wir uns unter anderem dem Thema der Systemverwaltung über den Lebenszyklus von IT-Systemen (Server & Desktop) gewidmet. Ein spannendes und nicht immer ganz einfaches Thema.

    Zwei Fragen, die sich sofort stellen, sind:

    • Was gehört alles zum "Lebenszyklus" dazu?
    • Wo fängt der "Lebenszyklus" eigentlich an?

    Am Rande hatte ich dann auch noch ein Gespräch zu einer typischen Unternehmenssituation - dem "Verhältnis" der internen Anwendungsentwickler und dem Betrieb. Gerade dieses ist häufig sehr "speziell". Die Frage, warum eine Anwendung plötzlich nicht mehr funktioniert, obwohl der gleiche Code auf dem Rechner des Entwicklers noch perfekt funktionierte, ist schon fast das kleinste Problem. Richtig kompliziert wird es erst, wenn alles läuft, da dann der Betrieb verantwortlich ist - dafür, dass alles so bleibt, keine Probleme auftauchen, die Daten sicher sind... Nur: wie unterstützt ihn der Entwickler hierbei?

    Wenn man auch die Anwendungen im Kontext des Lebenszyklus sieht, wird klar, dass der Betrieb ein wesentlicher Teil dieses Lebenszyklus ist - immerhin dürfte er in den meisten Fällen die mit Abstand meiste Zeit beanspruchen. Also gehört zur Definition von Leistungsumfang auch der Betrieb dazu - auch, wenn die wenigsten Entwickler das so sehen mögen. Nichts anderes meint übrigens "Designed for Operations".

    Was tut Microsoft hier, um den Entwickler zu unterstützen? Eine Menge, an verschiedenen Stellen. Eine davon ist die Unterstützung durch Tools, zum Beispiel die verschiedenen Module des Visual Studio Team System, das verschiedene Designer auch für Architekten beinhaltet. Dazu auch die "Patterns & Practices" auf MSDN und auch verschiedene Add-Ons auf CodePlex, wie z.B. dieses Projekt. So wird es ein natürlicher Bestandteil der Anwendungsentwicklung, die notwendigen Informationen für den Betrieb bereitzustellen. In dieser Hinsicht wird in Zukunft bei den Tools noch einiges passieren. Nachteil (wenn man es denn so nennen will): Man muss auch bei Visual Studio aktuell bleiben, um die Vorteile und Verbesserungen nutzen zu können.

    Zugegeben, das ist nur ein Teil. Vernünftige Setup Routinen, Integration in das Software Update Management und mehr gehören natürlich auch dazu, aber irgendwo muss man ja anfangen...