.: Michael Korp :.

Rund um die Windows Plattform, Systems Management und Virtualisierung

March, 2008

The best way to predict the future is to invent it.
(Alan Kay)
Artikel
  • Windows Server 2008, auch Hyper-V - Verfügbarkeit

    Auf der CeBIT, die ja am Sonntag zu Ende gegangen ist, durfte ich eine Reihe von Vorträgen halten. Zwei der Themen drehten sich um den Windows Server 2008: Deployment und Virtualisierung mit Hyper-V (Beta).

    Eine Frage kam des öfteren: Habt ihr eine Eval DVD, die ich mitnehmen kann, um alles zu testen? Meine regelmäßige Antwort dazu war: Nein, eine Eval DVD haben wir nicht, aber Sie können sich den Windows Server 2008 herunterladen...

    Der Download ist frei verfügbar: Windows Server 2008 Standard.

    Die früheren "Eval" Versionen, die z.B. 120 Tage liefen, gibt es in der Form für Windows nicht mehr. Windows Server 2008 (wie auch Vista und XP SP3) lässt sich ohne Produktschlüssel installieren und läuft danach 30 Tage. Sollte diese Zeit nicht reichen, gibt es den mehrfach dokumentierten Befehl

    slmgr.vbs -rearm

    der diesen Zähler zurücksetzen kann - allerdings nur drei Mal. Danach ist dann ohne einen Produktschlüssel ganz hart Schluss! Nicht vergessen sollte man, dass auch SysPrep "rearm" ausführt und daher nicht mehr verwendet werden kann, wenn man vorher den maximalen Zeitraum zum Testen ausgenutzt hat.

    In der fertigen Version des Windows Server 2008 ist die Virtualisierung Hyper-V als Beta enthalten. Darauf wird bei der Konfiguration der Rolle auch mehrfach und deutlich hingewiesen. Vor der Fertigstellung der Virtualisierungs-komponenten wird es noch einen Zwischenschritt, die RC (Release Candidate) Version geben, die wohl ab April verfügbar sein wird. Der Weg von der Beta zu RC bedeutet für die existierenden VMs, dass die virtuellen Festpaltten (VHDs) weiterverwendet werden können, aber die virtuellen Maschinen als solche, wie auch die virtuellen Netzwerk Switches, neu angelegt werden müssen. Danach müssen dann noch die jeweiligen Integrationskomponenten in der virtuellen Maschine aktualisiert werden.

    Mit der RC Version funktioniert Hyper-V auch auf lokalisierten Windows Server 2008 Versionen - aktuell wird als Systemsprache nur englisch (en-us) - unterstützt. Die Benutzeroberfläche wird aber außer englisch nur in deutsch und japanisch zur Verfügung stehen, wobei die Lokalisierung selbst noch nicht vollständig sein soll. Ein Vorteil wird sein, dass die Verwaltungswerkzeuge auch für Vista SP1 verfügbar sein sollen. Dadurch wird dann auch die eigentlich empfohlene Installation der Server Core Variante als Basis für Hyper-V wirklich handhabbar.

    Damit ist jetzt zumindest im Grundsatz klarer, wie der Weg von der Hyper-V Beta zur RC Version erfolgen wird. Wie das eigentliche Update erfolgt, werde ich wohl die nächsten Tage an dieser Stelle ergänzen können. Dass wir mit der Beta Version noch keine "Produktionsqualität" vorliegen habe, habe ich ja auch regelmäßig betont - die Produktgruppe ist hier etwas radikaler oder restriktiver, indem sie formulieren "for evaluation purposes only".
    Außer dem möglichen Aufwand bei der Aktualisierung bedeutet das, dass für die breite Masse kein Support für den produktiven Einsatz kritischer Systeme garantiert wird.
    Den gesunden Mittelweg muss wohl jeder selbst für seine eigene Umgebung definieren.

    Also dann bis demnächst an dieser Stelle zu weiteren Details...

  • System Center Essentials - SP1 (englisch)

    Wieder einmal war ich überrascht - das Service Pack 1 für Essentials ist früher verfügbar, als ich vermutet habe, bzw. als alle Statements dazu, die ich bisher gehört hatte. Andererseits waren die notwendigen Bausteine ja schon fertig (WSUS 3.0 SP1 und Operations Manager 2007 SP1).

    Da das deutsche Operations Manager 2007 SP1 gegen Ende März erwartet wird, dauert das deutsche SP1 für Essentials noch ein wenig. Geplant ist der Mai - aber vielleicht gelingt ja wieder eine Überraschung...

    Wer braucht es bzw. was bringt es?

    Eigentlich jeder, der Essentials einsetzt - und das nicht nur wegen der enthaltenen Fehlerbereinigungen!

    Grundsätzlich gilt natürlich alles, was schon für das SP1 des Operations Manager gesagt werden kann - von der Stabilität bis hin zur Schnelligkeit der Verwaltungskonsole. Weiterhin gibt es aber auch eine ganze Menge Verbesserungen für Essentials:

    • Unterstützung für die Verwaltung sogenannter "Workgroup" Systeme, d.h. von Rechnern, die nicht Mitglied der Domäne sind
    • Unterstützung von SNMPv1 für Netzwerkgeräte
    • Mehrere Auto-Approval Regeln für die Verwaltung von Updates
    • Ein remote SQL Server darf jetzt eine andere Architektur haben, als Essentials selber, d.h. man kann jetzt einen 32-Bit Essentials Server gegen einen (remote) 64-Bit SQL Server laufen lassen. Natürlich auch umgekehrt ;-)
    • Unterstützung für Windows Server 2008 als Host OS - die Management Packs für de Verwaltung von Windows Server 2008 sollen kurz nach der allgemeinen Verfügbarkeit des Server 2008 ebenfalls verfügbar sein.
    • Weitere Verbesserungen bei Robustheit und Qualität, auch der Management Packs, und bei der Sicherung und Wiederherstellung

    Auch, wenn es vermutlich aktuell nur eine Minderheit betrifft, hier die dazu gehörenden Links:

    Viel Erfolg!