.: Michael Korp :.

Rund um die Windows Plattform, Systems Management und Virtualisierung

June, 2007

The best way to predict the future is to invent it.
(Alan Kay)
Artikel
  • Was macht Michael...

    Ein Kollege von mir hat neue Sachen wie Microsoft "PopFly" (Stichworte: Mesh, Social Network) zum Anlass genommen, eine Seite "Was macht Daniel?" ins Leben zu rufen.
    Bevor ich nun anfange, mir ein Pocket GPS zuzulegen, mein Handy so zu programmieren, dass es in gewissen Intervallen dessen Koordinaten abfragt und dann mit Fotos, die zeitlich dazu passen, per GPRS auf einen Server zur allgemeinen Ansicht und Recherche zu übertragen, mache ich es mir etwas einfacher: Michael macht Urlaub...
    Alter Resturlaub und CeBIT Wochenende etc. sorgen dafür, dass ich ab Freitag bis ende Juli offline sein werde. Am letzten Juli Freitag gibt es dann den "SysAdmin Day", wo mich vermutlich der eine oder andere treffen wird. Auf jeden Fall dürfte das ein angenehmer Einstieg in das Arbeiten sein... :-)

    cu

  • Virtual Server 2005 R2 SP1 Administration - neues Tool (Update)

    Virtual Server 2005 Ressource Kit Manche Leute bevorzugen auf dem eigenen PC den Virtual PC 2007, da er ein "nettes GUI" hat. Das macht es einfach zwecks Test, Demo oder Entwicklung von Lösungen effizient virtuelle Maschinen zu erstellen, konfigurieren und benutzen. Wie der Name aber schon ausdrückt, funktioniert das auf dem typischen PC (Desktop) - gar nicht dagegen im Server Umfeld.

    Andere Leute, zu denen auch ich gehöre, benutzen auch auf dem lokalen PC (Desktop oder Notebook) lieber den Virtual Server - zumal die aktuelle Version Virtual Server 2005 R2 SP1 auch auf Client Systemen sehr gut läuft und im Gegensatz zum Virtual PC z.B. mit SCSI Platten und Mehrprozessorsystemen vernünftig umgehen kann. Das wird zwar offiziell nicht für den Produktivbetrieb unterstützt, aber ich will ja auch keinen Firmenkritischen Server hosten...
    Als Nachteil, wenn man es denn so bezeichnen will, arbeitet man mit einer Web Administration, die logischerweise auch den IIS lokal benötigt. Und hier sind wir sehr schnell bei einem Punkt, der besonders in Unternehmen schnell zu Problemen führen kann - besonders, wenn der Anwender nicht in dem Bewusstsein lebt, dass er lokal einen Webserver betreibt, der auch gewartet, gesichert und gepflegt werden will.

    Aus diesem Grund, aber auch, weil es an manchen Ecken komfortabler ist, verwende ich seit sehr langer Zeit ein internes Tool namens VMRCplus. Damit lässt sich der Virtual Server praktisch bedienen wie ein Virtual PC. Man nutzt also das beste aus beiden Welten! Und braucht auch nicht mehr zwingend einen lokalen Webserver.
    Viele Besucher meiner Veranstaltungen haben das Tool natürlich gesehen und wollten es genauso natürlich unbedingt haben. Auch, wenn ich das gut verstehen konnte, waren mir die Hände gebunden - laut Policy war ausschließlich die interne Verwendung erlaubt.

    Warum rede ich jetzt und hier davon? Weil es eine gute Nachricht gibt: Der Author Matthijs ten Seldam hat mittlerweile die Genehmigung bekommen, das Tool auch extern zur Verfügung zu stellen. Es wird also "irgendwann" als Ressource Kit Werkzeug über das Microsoft Download Center verfügbar werden. Damit nicht jeder auf "irgendwann" warten muss, dürfen wir es aber auch jetzt schon extern verfügbar machen (man sagte mir mal, das die spanische Sprache ein Wort für "morgen" hat, dass auch durchaus als "irgendwann" oder "nie" ausgelegt werden kann). Also gibt es hier die Links, damit man das Tool jetzt schon bekommen kann. Spätere überarbeitete Versionen finden sich dann aber im Downloadcenter.

    Es bleibt vielleicht noch anzumerken, dass die Anwendung in VB.NET entwickelt wurde und daher das .NET Framework voraussetzt - ich meine in der Version 2.0, habe das aber nie überprüft, da ich sowieso immer die aktuellste Version installiert hatte. Als Plattform werden Windows XP, Windows Server 2003 und "Longhorn" (also Windows Vista und Windows Server 2008) unterstützt.

    Kommentare sind wie immer willkommen - Wünsche und Feedback werde ich auch gerne witerleiten...

    Update: Schneller als von den meisten erwartet ist der Download jetzt über das reguläre Microsoft Download Center verfügbar. Unter "Additional Information" findet sich auch die Blogadresse des Autors. Dort sind Kommentare, Feedback, Anregungen und Wünsche für die Weiterentwicklung sicherlich auch gut aufgehoben. Trotzdem möchte ich hier noch einmal erwähnen, dass dieses Tool in die Kategorie "Ressource Kit Tool" fällt...

  • Off Topic... - Outlook als Web Anwendung

    Wahrscheinlich steht das jetzt in jedem Blog rauf und runter im Land, aber was soll's...

    Da wollte jemand mal zeigen, was ein Programmierer mit WPF (Windows Presentation Foundation - ein Teil des .NET Framework 3.0) und "Expression Blend" v1.0 so alles anstellen kann. Wer neugierig ist, hier der Link:
    http://www.00001001.ch/download/HOL/WPF_XBAP/OutlookWPF/OutlookUI%20Browser.xbap

    Auch, wenn zugegebenermaßen das meiste ohne Funktion ist, ist es schon faszinierend...

  • Virtual Server 2005 R2 SP1 - die Zweite...

    Ein paar Ergänzungen, Hinweise und Anmerkungen...

    Die Startseite für den Virtual Server 2005 R2 SP1 findet sich ja hier. Dort gibt es auch einen Downloadbereich, der natürlich auch den Download zu der Installationsdatei bietet. Als Sprache wird da aber nur Englisch angeboten, bevor es direkt zur Registrierung geht. Der Link in meinem Artikel zur Verfügbarkeit dagegen zeigt direkt auf den Download der deutschen Version, der dann natürlich auch zur Registrierung führt...

    Anscheinend sucht der eine oder andere "vergeblich" die "VM Additions" für Linux. Wie immer führt der Weg dahin über connect.microsoft.com. Dort sind im Moment die Additions in der Version 1.2 vom 27.3.2007 verfügbar.
    Wenn es eine neuere Version geben wird, wird sie ebenfalls dort zu finden sein.

    Oft wird übersehen, dass der Zugriff auf die Connect Seiten nur nach Anmeldung mit einer Windows Live ID funktioniert und man sich für alle "Beteiligungen" immer erst registrieren muss. Bei Betas kommt dann meistens noch ein Approval Prozess - hier aber nicht.

    64-Bit - was heißt das, was geht, was geht nicht...

    Es gibt vom Virtual Server 2005 R2 (SP1) eine 32-Bit Version und eine 64-Bit (x64) Version. Das betrifft das Betriebssystem auf dem Host, auf dem dann die virtualisierten Gäste laufen.

    32-Bit bedeutet maximal 4GB adressierbaren Speicher (wenn man mal die Enterprise Edition, oder höher, mit PAE außer acht lässt), praktisch also nur irgendwo zwischen 2,8GB und 3,6GB - je nach Hardware. Mit PAE kann natürlich mehr Speicher adressiert werden. Das Verfahren gleicht dem alten EMS Speicher unter DOS (wer erinnert sich da noch?) - also einem bereichsweise einblenden des erweiterten Speicher in den regulären Adressraum. Normalerweise immer noch schneller als Festplattenzugriff, für die Virtualisierung aber nur begrenzt sinnvoll. Was trotzdem bleibt, ist der begrenzte Pool an Systemressourcen, der auch für VMs benötigt wird. Selbst wenn noch Speicher da wäre bekommt man dann unter Umständen die Meldung, dass akuter Speichermangel herrscht.

    64-Bit (x64 - ia64/Itanium bleibt außen vor) bedeutet dagegen die lineare Addressierung des vorhandenen Speichers. Auch der Systempool ist immens erweitert worden, stellt also heute keine reale Begrenzung mehr dar. Virtual Server arbeitet daher sehr viel effizienter und leistungsfähiger.

    Hierzu ein real getestetes Beispiel: Auf einer Unisys ES7000 mit 64 logischen Prozessoren und 256GB Ram wurden 508 virtuelle Maschinen gleichzeitig gestartet und liefen "vernünftig" - soll heißen, dass sie eine gute Reaktion zeigten, aber natürlich nicht alle unter Last standen. Ist so etwas realistisch für die Produktion? Ich würde sagen eher nein, da alleine das Starten der vielen VMs Stunden dauert, man also eher nicht darüber nachdenken möchte so einen Server mal booten zu müssen. Andererseits ist das eine "Datacenter" Maschine, die nur für geplante Wartung neu startet und mit hoher Wahrscheinlichkeit (wäre zumindest meinen Empfehlung) im Cluster läuft.
    Aber man sieht zumindest, das einerseits erheblich mehr geht als mit einer VMWare Lösung (man verzeihe mir ausnahmsweise den Vergleich, weil ich so etwas sonst immer versuche zu vermeiden), die heute ein hartes Limit bei 128 VMs hat, und andererseits - gerade im Cluster - noch viel Luft nach oben da ist, falls z.B. mal mehr Ressourcen (VMs) als geplant auf eine Maschine verschoben werden müssen.

    Trotz der 64-Bit Version des Virtual Servers wird weiterhin "nur" eine 32-Bit Hardware emuliert. Das Hardware Modell der VM ist also zwischen der 32-Bit Version und der 64-Bit Version absolut identisch. VMs können daher ohne Einschränkungen in beide Richtungen verschoben werden.

    Mit der Windows Virtualisierung unter dem Windows Server 2008 gibt es aber die Möglichkeit auch 64-Bit Gastsysteme zu installieren. Zusätzlich gibt es weitere Möglichkeiten, wie z.B. die Multi-Prozessor Unterstützung in der VM oder das "memory overcommit". Einher damit geht zwar die Möglichkeit eine heutige VM unter dem Virtual Server 2005 R2 SP1 in Richtung Windows Virtualisierung zu migrieren, aber nicht mehr zurück.

    Ich hoffe, das macht manches klarer. Ansonsten gibt es ja wie immer die Möglichkeit zu kommentieren...

  • Neue Entwicklungen bei zukünftigen Festplatten

    Interessant, was man manchmal so am Rande mitbekommt. Angefangen hat es mit der Frage eines Kollegen, ob denn die virtuellen Festplatten von Virtual Server und Virtual PC (VHD Dateien) laut Spezifikation zwangsweise mit 512 Byte Sektoren arbeiten, oder ob auch andere Sektorgrößen möglich sind.

    Anscheinend gibt es bei den Festplattenherstellern aus guten Gründen Überlegungen in Zukunft mit größeren Sektoren zu arbeiten, was mir auch plausibel erscheint, wenn man berücksichtigt, dass die Kapazitäten anfangen die TeraByte Grenze zu durchbrechen und alle Sektoren auf der Platte ja linear durchnummeriert werden. Interessanterweise gibt es dazu sogar schon einen KB Artikel (923332), der darlegt, das die grundsätzliche Unterstützung dafür schon in Vista integriert ist.

    Für wen ist so etwas wichtig oder interessant? Mehr Leute als ich dachte - wie man auch in dem KB Artikel nachlesen kann.

    Da sind einmal natürlich die Hardwarehersteller, die die Unterstützung im BIOS des Rechners verankern müssen. Auch da steht ja in absehbarer Zeit eine Änderung an, wen die EFI basierte Firmware kommt, wobei das wohl mit dem Wechsel auf reine 64-Bit Systeme einher gehen wird. Natürlich auch die Hersteller sonstiger Hardware, wie RAID Controller und deren Treiberprogrammierer. Dann natürlich die Betriebsysteme, die mit dem neuen Format umgehen müssen und schließlich all die Hersteller von Anwendungen, die nicht nur einfach mit Dateien arbeiten, sondern sich aus Performancegründen mit der physischen Organisation auf der Platte und Dingen wie Alignment von Sektoren beschäftigen. Nicht zuletzt natürlich die Hersteller von Anwendungen zur Datensicherung, die die Inhalte dieser Platten zuverlässig sichern und auch wiederherstellen können müssen - und das ggf. auch beim Wechsel der darunter liegenden Hardware. Man ahnt es vielleicht - aus dieser Ecke kam die ursprüngliche Frage...

  • Virtual Server 2005 R2 SP1 - ist released... (aktualisiert)

    Heute habe ich ja einen Webcast über den "System Center Virtual Machine Manager" zum Verwalten virtueller Umgebungen gemacht. Da kommt es ja ganz passend, dass die im Webcast noch als "zukünftig" bezeichnete SP1 Version mittlerweile fertig geworden ist. NB: Meine Demos haben diese Version schon verwendet.

    Da die Release Prozesse immer etwas aufwändiger sind (Finalen Bits auf Integrität prüfen, paketieren, digital signieren, auf Staging Server veröffentlichen und dann final im Internet publizieren) kann es noch ein paar Tage dauern, bis der Download verfügbar ist... (Update: Der Download ist verfügbar: Die deutsche Version gibt's hier.)

    Virtual Server 2005 R2 SP1 bietet z.B. folgende Neuheiten:

    • Unterstützung für Hardware Virtualisierung (AMD-V und Intel VT)
    • Unterstützung für mehr als 64 virtuelle Maschinen auf x64 Hosts
    • VHD Mount Werkzeug und APIs
    • Interoperabilität mit dem Volume Shadow Copy Service
    • Unterstützung für weitere Gast und Host Betriebssysteme
    • Veröffentlichen des Dienstes über Active Directory Service Connection Points
    • Host Clustering Whitepaper
    • Virtual SCSI fix für Linux Gäste
    • Größerer Standardwert für dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten
    • VMRC ActiveX Control und Internet Explorer Sicherheitszonen
    • Neue VMRC Client Option zur Aktivierung von Video Stretch bei Vollbildanzeige
    • IVMGuestOS::Get_OSName Eigenschaft gibt mehr Betriebssystem Informationen zurück
  • Windows Mobile Device Center 6.1 für Vista (32-Bit)

    Wer unter Windows Vista ein Windows Mobile basiertes Gerät mit seinem Rechner synchronisieren will, benötigt das Windows Mobile Device Center. ActiveSync (aktuell Version 4.5) ist die Lösung für die "älteren" Betriebssysteme und kann unter Vista nicht mehr installiert werden.

    Diese neue Version des Windows Mobile-Gerätecenters enthält wichtige Verbesserungen und neue Funktionen zur Unterstützung von Windows Mobile 6 Geräten. Das Windows Mobile-Gerätecenter 6.1 wird nur von Windows Vista unterstützt. Hier gehts zum Download.

    Kurzbeschreibung

    Mit dem Windows Mobile-Gerätecenter können Sie auf Windows Mobile-Geräten (Windows Mobile 2003 oder spätere Versionen) neue Partnerschaften einrichten, PIM-Daten synchronisieren sowie Musik, Bilder und Videos verwalten. Das Windows Mobile-Gerätecenter verbindet eine effiziente Plattform zum Synchronisieren von Unternehmensdaten mit einer ansprechenden Benutzeroberfläche.

    Wichtige Updates

    • Windows Mobile 6-Featureunterstützung
      • Information Rights Management-Aktivierung – Automatisches Konfigurieren des Windows Mobile 6-Geräts zum Öffnen von IRM-geschützten Dokumenten und Dateien
      • HTML-Mail – Einrichten des Windows Mobile 6-Geräts für die Synchronisierung von Mails im HTML-Format
      • Zertifikatregistrierung – Erwerben von Zertifikaten über den PC, der mit dem Windows Mobile 6-Gerät verbunden ist
      • Zulassen von Datenverbindungen auf dem Windows Mobile 6-Gerät bei einer Verbindung mit dem PC
      • Dateisynchronisierung für Smartphones – Synchronisieren von Dateien mit Ihren Windows Mobile 6-Geräten, für Geräte mit und ohne Touchscreen
    • Automatische Geräteauthentifizierung – Verbinden des Windows Mobile-Geräts mit dem PC, ohne bei jeder Verbindung den PIN zum Entsperren des Geräts eingeben zu müssen
    • Produktregistrierung – Registrieren des Windows Mobile-Geräts zum Abrufen verfügbarer Informationen und Angebote zum Gerät.

    Windows Mobile-Gerätecenter 6.1 ist vollständig kompatibel mit Windows Mobile 2003-Geräten sowie späteren Versionen.

  • Windows Server 2003 SP2 auf WU/MU & WSUS

    Vielleicht wichtig zu wissen, je nach verwendeter Update Technologie für die Server:

    Nächste Woche, am 12.6.2007 wird das Service Pack 2 für Windows Server 2003 per Update auf Windows Update / Microsoft Update zur Verfügung gestellt, aber auch den installierten WSUS Servern angeboten. Automatische Updates könnten also dafür sorgen, dass über Nacht das Service Pack 2 eingespielt wird. Einmal ist das natürlich ein umfangreicher Download, andererseits eine größere Systemänderung, die geplant und getestet sein will.

    Wer die automatische Installation daher jetzt noch nicht will, kann es noch mit dem Blocker Tool verhindern.