.: Michael Korp :.

Rund um die Windows Plattform, Systems Management und Virtualisierung

July, 2006

The best way to predict the future is to invent it.
(Alan Kay)
Artikel
  • Virtual Server 2005 R2 und 16-Bit DOS bzw. Windowsanwendungen

    Eine Situation, die hoffentlich eher selten vorkommt: Auf einem Server, auf dem der Virtual Server 2005 R2 läuft (ältere Versionen sollten sich genauso verhalten), sollte man tunlichst keine 16-Bit Anwendungen starten. Dann nämlich versuchen zwei Komponenten (vmm.sys und ntvdm) gleichzeitig "ähnliches" zu tun. Das hat etwas von den vielen Köchen und dem einen Brei.
    Falls die Anwendung also dringend auf einem Server benötigt wird, könnte man ja überlegen, diese auch zu virtualisieren.
    Interessanter ist ggf. der Fall, dass man eine (ältere) 32-Bit Anwendung installieren möchte und diese noch einen alten Installer verwendet. Diese waren früher häufig 16-Bit Anwendungen und sorgen dann für die gleichen Probleme. Bei Microsoft Anwendungen war das der sog. ACME Installer, der z.B. frühere Office Pakete installiert hat. In so einem Fall lieber erst das Wartungsfenster abwarten und den Virtual Server stoppen.
  • Microsoft kauft ein...

    Vorhin habe ich "verkündet", dass der Kauf der Firma Softricity abgeschlossen wurde, jetzt lese ich wieder, dass Microsoft eine Firma (oder sollte ich eher sagen eine Person?) gekauft hat. Wer kennt nicht die Tools Regmon, Filemon oder den Process Explorer? Richtig! Microsoft kauft Winternals Software und Sysinternals. Nachzulesen im Blog von Mark oder aber in der Pressemitteilung von Winternals.
    Ich bin mal gespannt, welche Wege das Know-How und die Tools nehmen werden...
  • Microsoft kauft Softricity

    Gestern wurde es offiziell - der Kauf von Softricity durch Microsoft ist abgeschlossen. Was das bedeutet, werden wir in der Zukunft noch näher beleuchten. Daher hier nur ein paar Stichworte:

    Softricity liefert Technologien zur Virtualisierung von Anwendungen. Was bedeutet dies? Auf der einen Seite erlaubt es, einem Anwender eine Applikation ohne Installation zur Verfügung zu stellen. Wenn die Applikation beendet wird, hinterlässt sie auch keine Spuren mehr. Sie wird also vollständig gekapselt, daher also virtualisiert. Das erlaubt dann auch verschiedene Anwendungen oder aber Versionen einer Anwendung gleichzeitig zu nutzen, auch wenn diese eine Koexistenz eigentlich nicht vorsehen oder erlauben. Eine typische Demo zeigt zum Beispiel alle Access Versionen seit der 97er im gleichzeitigen Einsatz.

    Ich denke, das gibt zumindest eine Idee, wofür man diese Lösung nutzen kann und welche Möglichkeiten sich ergeben, zumal sie heute schon in SMS 2003 integriert läuft.

    Wie gesagt mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt. Ich werde dann sicherlich auch zumindest einen Webcast zu dem Thema machen.

  • Noch ein Wettbewerb: Wer entwickelt das beste Gadget für Windows Live?

    Hat jemand, der mein Blog liest, eine Affinität zum Programmieren und außerdem noch die "geniale" Idee? Dann ist vielleicht der Hauptgewinn nicht mehr so weit weg... Obwohl - es soll ja auch Leute geben, die schon einen super LCD Fernseher und den neuesten Camcorder etc. haben. Alle anderen: Auf geht's! Alle notwendigen Infos gibt es über den Link weiter rechts.
  • Microsoft SQL Server 2005 Management Pack (deutsch, intl.)

    Lange hat es gedauert, abe es ist dann doch noch passiert: Das aktualisierte Management Pack mit Unterstützung für die 2005er Version des Microsoft SQL Server ist auch in lokalisierter Version verfügbar. Wer nicht unbedingt über den Management Pack Katalog gehen möchte findet den Download hier.
    Die Unterstützung für den SQL Server 2005 (neben SQL Server 2000) erkennt man an der Versionsnummer 9.x des Management Packs.
    Wem aufgefallen ist, das die englische Versionsnummer schon höher ist: Herzlichen Glückwunsch! Hintergrund: Dort sind schon Aktualisierungen für das SP1 des SQL Server 2005 enthalten. Nach meinen Informationen werden diese vermutlich in den nächsten paar Wochen auch in Deutsch live gehen.

    Update (26.7.2006): Seit ein paar Tagen sind die Management Packs für den SQL Server 2005 nochmal aktualisiert worden. Jetzt haben anscheinend alle Sprachen die Version 16.0 - ein großer Sprung von ehemals 9.x...

  • +++ Virtual PC 2004 SP1 - ab jetzt ein freier Download +++

    Schon gesehen? Nachdem am 3. April diesen Jahres der kostenfreie Download des Virtual Server 2005 R2 freigegeben wurde, haben mich viele gefragt, ob der Virtual PC jetzt ebenfalls kostenfrei ist. Damals musste man ehrlicherweise mit "Nein" antworten.
    Jetzt, 3 Monate und 9 Tage später ist es soweit, der Virtual PC 2004 muss ebenfalls nicht mehr bezahlt werden, sondern steht frei zum Download zur Verfügung. Alles weitere hier.

    Weiterhin wird es Anfang nächsten Jahres (geplant ist Q1 2007) den Virtual PC 2007 geben. Die oben verlinkte Seite listet hier zwar schon die Verfügbarkeit einer Beta, aber ich habe noch keinen Download dazu gefunden. Keine Angst, es gibt jetzt keine Feature Liste (ich hab nämlich noch keine ;-) ). Nur soviel möchte ich schon jetzt "verraten"

    • Virtual PC 2007 läuft auf Windows Vista
    • Virtual PC 2007 unterstützt Vista 64-Bit als Host
    • Virtual PC 2007 unterstützt nur 32-Bit Gast VMs
    • Die Performance von Virtual PC 2007 ist besser (aber das sagen wir ja bei jeder neuen Version)

    Ansonsten gibt es einige Änderungen für Großkunden mit Volumenlizenzen. Im Wesentlichen ändert sich hier der Nutzen der Software Assurance (SA), da sie dann zusätzliche Lizenzen für das OS in VMs mitbringt - in etwa analog zu dem was wir seit Dezember 2005 mit dem Windows Server 2003 R2 machen. Interessierte (oder Betroffene) haben hier ein gutes Thema beim nächsten Gespräch mit ihrem Vertriebler oder Lizenzspezialisten... Damit einher geht, das für die Zukunft der "Virtual PC Express" von der Bildfläche verschwindet - warum auch nicht.

  • Virtual Server Installation auf Windows Vista

    Neue Betriebsysteme stellen ja immer wieder besondere Herausforderungen bezogen auf "ältere" Anwendungen. So kommt immer wieder die Frage, wie man erfolgreich den Virtual Server auf der Beta von Windows Vista installiert.
    In der Standardinstallation setzt der Virtual Server einen installierten Internet Information Server voraus, da die Administration standardmäßig über eine Webanwendung erfolgt. Streng genommen ist die Webanwendung zwar nicht notwendig, aber wer möchte schon jede Aktion über ein spezifisches Skript initiieren. In Umgebungen mit mehreren Servern, die den Virtual Server hosten, reicht es dafür aber in der Regel, die Webanwendung auf nur einem Server bereitzustellen - aber darüber reden wir hier ja nicht...
    Eine Besonderheit unter Windows Vista (gilt ja auch für die Beta des "Longhorn" Server) ist natürlich der überarbeitet Internet Information Server (IIS) in der Version 7.0. Hier hat sich sehr vieles geändert, weil der IIS komplett überarbeitet wurde. Um alle benötigten Komponenten zu installieren verwenden wir intern häufig eine vorbereitete Batchdatei, die alle benötigten Komponenten installiert. Hier die zugegebenermaßen "komplexe" Befehlszeile:

    start /w pkgmgr /iu:IIS-WebServerRole;IIS-WebServer;IIS-CommonHttpFeatures;IIS-StaticContent;IIS-DefaultDocument;IIS-DirectoryBrowsing;IIS-HttpErrors;IIS-HttpRedirect;IIS-ApplicationDevelopment;IIS-ASPNET;IIS-NetFxExtensibility;IIS-ASP;IIS-CGI;IIS-ISAPIExtensions;IIS-ISAPIFilter;IIS-ServerSideIncludes;IIS-HealthAndDiagnostics;IIS-HttpLogging;IIS-LoggingLibraries;IIS-RequestMonitor;IIS-HttpTracing;IIS-CustomLogging;IIS-ODBCLogging;IIS-Security;IIS-BasicAuthentication;IIS-WindowsAuthentication;IIS-DigestAuthentication;IIS-ClientCertificateMappingAuthentication;IIS-IISCertificateMappingAuthentication;IIS-URLAuthorization;IIS-RequestFiltering;IIS-IPSecurity;IIS-Performance;IIS-HttpCompressionStatic;IIS-HttpCompressionDynamic;IIS-WebServerManagementTools;IIS-ManagementConsole;IIS-ManagementScriptingTools;IIS-ManagementService;IIS-IIS6ManagementCompatibility;IIS-Metabase;IIS-WMICompatibility;IIS-LegacyScripts;IIS-LegacySnapIn;IIS-FTPPublishingService;IIS-FTPServer;IIS-FTPManagement;WAS-WindowsActivationService;WAS-ProcessModel;WAS-NetFxEnvironment;WAS-ConfigurationAPI

    Ich möchte diese Befehlszeile ehrlichgesagt nicht wirklich kommentieren, sont müßte ich mir nämlich Gedanken machen, warum z.B. hier die FTP Komponenten installiert werde, für die ich mir definitiv keinen Einsatzzweck im Kontext des Virtual Servers vorstellen kann... Aber das ist das Skript, das "empfohlen" wird.
    Danach sollte die Virtual Server Installation keine Fehler mehr melden, sondern erfolgreich durchlaufen. Damit man die Webanwendung aber auch bedienen kann, darf man nicht vergessen, den Internet Explorer "als Administrator" (oder wie die Amis sagen "elevated") auszuführen.