Premier Support Services
PSfD (Premier for Developers)
Premier Field Engineers
Premier Events
Case Studies
In diesem Beitrag geht es um zwei neue Features in Windows 8: "ISO/VHD Mounting" und "Storage Spaces". ISO/VHD Mounting ist eine Erweiterung des Windows Explorers um bequem ISO Images und virtuelle Disks einzubinden. Mit Storage Spaces können unterschiedliche Typen von Festplatten mit verschiedenen Kapazitäten zu einem hochverfügbaren und einfach zu verwaltenden Storage Pool zusammengefasst werden.
In Windows 8 wurde der Explorer erweitert, um auf einfachere Weise ISO Images und virtuelle Disks einzubinden.
Ein ISO Image ist eine exakte digitale Kopie einer CD oder DVD, die als einzelne Datei mit der Erweiterung ISO gespeichert wird. ISO-Dateien sind sehr hilfreich, wenn sie Software über das Internet zur Verfügung stellen wollen und zwar in einem Format, aus dem der End-Benutzer eine CD oder DVD erstellen kann. Microsoft stellt z.B. für Abonnenten von MSDN und TechNet seine Software Downloads ebenfalls als ISO-Dateien zur Verfügung.
Figur 1: Einbinden eines ISO Images
Figur 2: Microsoft Virtual DVD-ROM Eigenschaften
Hinweis: Bereits Windows 7 unterstützt das Brennen von ISO-Dateien auf CD oder DVD.
Eine VHD-Datei ist eine virtuelle Festplatte, die von Virtualisierungs-Software, wie "Windows Virtual PC" und "Hyper-V®" verwendet wird. Bereits Windows 7 unterstützt das Booten eines physikalischen Computers von einer VHD-Datei. Dadurch können sehr bequem und schnell verschiedene Windows 7 Installationen auf einem Computer gebootet werden, was besonders in Testszenarien vorteilhaft ist. Auch das Windows 7 System-Image Backup verwendet VHD-Dateien als Speicher-Container für Festplatten-Backups. Windows 7 kann ebenfalls VHD-Dateien als virtuelles Laufwerk in den Explorer einbinden, jedoch nur über Tools, wie "Festplattenverwaltung" und "diskpart.exe".
Figur 3: Erzeugen oder Einbinden von VHD-Dateien in der Festplattenverwaltung
Weitere Informationen zum Einbinden von ISO- und VHD-Dateien finden sie auf dem "Building Windows 8 Blog" unter folgendem Link:
Zugriff auf Dateien in ISO und VHD-Dateienhttp://blogs.msdn.com/b/b8/archive/2011/08/30/accessing-data-in-iso-and-vhd-files.aspx
"Storage Spaces" ist ein neues Feature in Windows® 8, durch welches verschiedene physikalische Festplatten zu einem Speicher-Pool zusammengefasst werden können. Dadurch können die Festplatten einfacher verwaltet werden. Außerdem wird durch dieses Feature durch Datenintegritätsprüfungen- und Reparaturen eine bessere Verfügbarkeit für jede Einzelne der Festplatten ermöglicht.
Die Festplatten innerhalb eines Storage Spaces können verschiedene Größen haben und entweder intern oder extern angeschlossen sein.
Storage Spaces bieten folgende Möglichkeiten:
The image below shows a sample Storage Pool. Here, we've taken a pair of 2TB USB disks and "pooled them" (logically speaking). From this storage pool, we are free to create one or more spaces.
Figur 4: Beispiel Storage Pool
Wurde eine Festplatte einmal zum Storage Space hinzugefügt, kann diese nicht mehr direkt von Windows verwendet werden. Die Disk wurde "virtualisiert", d.h. sie wird ausschließlich über den Pool verwaltet. Dennoch wird der physikalische Speicher der Disk vollständig für Daten verwendet und steht zur Verfügung.
Die Speicherkapazität innerhalb eines Pools kann sogenannten Spaces zugeordnet werden. In Figur 5 wurde ein 10 TB großer Space namens "Documents" innerhalb von "My Home Storage Space" angelegt. Die Größe des Spaces kann dabei die Kapazität des gesamten physikalischen Speichers übersteigen ("Thin Provisioning" – mehr dazu weiter unten).
Figur 5: Spaces innerhalb eines Storage Pools
Diese virtuelle Disk wird verwendet, wie eine reguläre Disk. Es können Partitionen angelegt und formatiert und Daten wie gewohnt kopiert werden. Der Space hat dabei einige interessante Eigenschaften:
Durch das sogenannte "Thin Provisioning" kann die Größe des virtuellen Speichers in unserem Beispiel 10 TB sein, obwohl die Gesamtkapazität des physikalischen Speichers lediglich 4 TB ist.
Wichtig: "Thin Provisioning" stellt sicher, dass die Aktuelle Kapazität der Festplatten für den Space reserviert ist, wenn dieser verwendet wird, z.B. zum Speichern von Dateien.
Der physikalische Speicher steht nach dem Löschen von Dateien innerhalb eines Spaces wieder zur Verfügung und kann von einem anderen Space innerhalb des Pools verwendet werden. Storage Spaces kooperiert dabei mit dem darunterliegenden NTFS Dateisystem.
Durch "Thin Provisioning", wird der physikalische Speicher je nach Bedarf vom Pool verwendet und verwaltet. Wird die Kapazität des physikalischen Speichers überschritten, wird ein Warnhinweis angezeigt mit der Aufforderung weiteren physikalischen Speicher hinzuzufügen.
Figur 6: Größerer Storage Pool
Wie in Figur 6 zu sehen ist, wurde die Kapazität des verfügbaren Speichers durch Hinzufügen von vier 3 TB Festplatten zum "My Home Storage" Pool erweitert.
Nach dem Hinzufügen weiterer Festplatten sind keine weiteren Schritte mehr nötig um den Speicher verwenden zu können. Die Storage Spaces können nun mehr Daten aufnehmen. Auch die maximale virtuelle Kapazität des Storage Pools kann jederzeit erhöht werden – in unserem Beispiel z.B. von 10 TB auf 20 TB.
Welche der physikalischen Disks von Storage Spaces verwendet werden, wird automatisch festgelegt. Storage Spaces verwaltet den Speicher in optimaler Weise innerhalb des Pools.
Eine weitere (optionale) Eigenschaft eines Storage Spaces ist die Erhaltung der Datenintegrität im Falle einer fehlerhaften physikalischen Festplatte innerhalb des Storage Pools. Dies kann durch das Attribut mirrored erreicht werden. Dadurch wird sichergestellt, dass immer zwei (optional drei) Kopien der Daten auf verschiedenen physikalischen Disks innerhalb des Pools vorhanden sind. Auf diese Weise kann trotz eines Ausfalls einer kompletten physikalischen Disk kein Datenverlust entstehen.
Eine physikalische Festplatte ist für Windows und die laufenden Anwendungen nicht sichtbar, sondern wird nur durch den Storage Pool verwaltet. Sollte eine Festplatte ausfallen, so führt dies nicht zu einer Fehlfunktion in Windows oder den laufenden Anwendungen. Die Storage Space Funktionalität bleibt weiterhin erhalten und die Daten bleiben verfügbar.
Beim Ausfall einer physikalischen Festplatte werden automatisch die Daten aus den Kopien auf die verfügbaren Festplatten wiederhergestellt, solange genügend physikalischer Speicher dafür zur Verfügung steht.
In Figur 7 wird beschrieben, wie Daten auf verschiedenen Disks gespiegelt werden. Es wird hier ein "Two-Copy" Mirrored Space in einem "Two-Disk" Pool verwendet:
Figur 7: "Mirrored" Space Erstellung
In diesem Fall wird durch Storage Spaces der physikalische Speicher in sogenannten Slabs reserviert, die jeweils eine Größe von 256MB haben. In unserem Beispiel wird jeweils die Hälfte eines Slabs auf zwei separaten physikalischen Disks gespeichert. Falls eine Disk ausfällt, kommt es so zu keinen Datenverlust und alle Anwendungen funktionieren weiter, weil der Storage Space voll funktionstüchtig bleibt.
Wenn mehr als zwei Disks vorhanden sind, kann Storage Spaces die Slabs auf noch mehr Disks verteilen und so Datenintegrität weiter erhöhen. In Figur 8 sehen sie die Slab-Aufteilung in einem Storage Pool von sechs Festplatten:
Figur 8: Slab-Aufteilung
Sollte eine Disk ausfallen, identifiziert Storage Spaces alle betroffenen Slabs erzeugt automatisch neue Kopien auf dem vorhandenen physikalischen Speicher der noch funktionierenden Disks. Es können sogar spezielle Disks extra dafür konfiguriert werden – sogenannte "Hot-Spare" Disks.
"Hot-Spares" sind reservierte Disks innerhalb des Pools, durch die defekte Disks automatisch ersetzt werden. Dadurch wird eine automatische Selbstheilung des Storage Pools erreicht und die Verfügbarkeit des Speichers massiv erhöht. Außerdem kann der Ausfall mehrerer Disks zur gleichen Zeit abgefangen und so ein Datenverlust verhindert werden.
Ein weiteres Attribut zur Datenintegrität ist das sogenannteparity, welches anstelle von Kopien der Daten Informationen zur Redundanz speichert. Aus diesen Informationen können die Daten im Falle eines Ausfalls einer Disk automatisch rekonstruiert werden.
Konzeptionell ist diese Art der Datenintegrität vergleichbar mit dem "Mirroring" jedoch wird weniger Speicherplatz benötigt. Allerdings ist bei der Parity-Funktion der zufällige Disk-IO höher. Die Parity Datenintegrität ist besonders für das Speichern von großen Dateien, wie Video- oder Datenbank-Dateien von Vorteil, weil hier der Speicher auf der Disk meist in großen Blöcken geschrieben wird und weniger Daten-Updates erfolgen.
Wie beim "Mirroring" werden bei "Parity" Slabs angelegt, die auf die verfügbaren physikalischen Disks verteilt werden. Dadurch wird zusätzlicher Speicher für die Parity-Informationen auf den Disks benötigt, jedoch nicht so viel, wie bei den Kopien beim "Mirroring". Figur 9 zeigt die Verteilung der Slabs in einem Storage Pool aus sechs physikalischen Festplatten:
Figur 9: Parity Slab-Verteilung
Sollte eine Disk ausfallen, werden die Slabs für alle betroffenen Spaces aus den Parity-Informationen rekonstruiert und so der Datenverlust verhindert. Auch die Parity-Informationen können auf speziell dafür zur Verfügung gestellten Festplatten, den sogenannten "Hot-Spares" angelegt werden.
Figur 10: Zwei Spaces in demselben Pool
Figur 10 zeigt zwei Storage Spaces – einen mit "Mirrored"-Integrität und einen mit Parity-Integrität – innerhalb eines Storage Pools. Beide Spaces wurden durch "Thin Provisioning" in der Größe festgelegt. Die Slabs für beide Spaces wurden auf alle verfügbaren Disks verteilt, obwohl beide Spaces unterschiedliche Arten der Datenintegrität für den Ausfall einer Disk verwenden.
Die Daten für beide Spaces bleiben verfügbar solange eine bestimmte Anzahl der physikalischen Disks funktionsfähig bzw. mit dem Computer verbunden sind. Dieses Konzept wird als quorum bezeichnet.
In unserem Beispiel aus Figur 10 müssen für die Verfügbarkeit des "My Home Storage" Pools mindestens vier der sechs Disks funktionsfähig sein um auf beide Spaces Documents und Multimedia weiter zugreifen zu können.
Wie bereits erwähnt, wird durch die Integritätsattribute zusammen verfügbaren Speicher bestimmt, wie viele Disks ausfallen dürfen, ohne dass es zu einem Datenverlust kommt. Zum Beispiel: Falls der Documents Space three-way mirrored aktiviert hat und alle Disks im Pool verwendet, dürfen zwei Disks ausfallen, ohne dass es zum Datenverlust kommt.
Schauen wir uns ein übliches Szenario an: Wenn sie ihren Computer als zentralen Speicher für digitale Medien, wie Bilder, Videos und Dokumente verwenden möchten, dann können sie zwei Spaces mit Datenintegrität einrichten:
Durch die richtigen Space Attribute können die Leistung und der physikalische Speicherbedarf optimiert und die Datenintegrität gewährleistet werden.
Die Konfiguration ihrer Storage Spaces könnte dann exakt so aussehen, wie in dem u.a. Beispiel. Hier haben wir zwei Spaces mit unterschiedlichen Attributen innerhalb eines Pools. Im Folgenden schauen wir, wie wir Schritt diese Konfiguration erreichen können:
Die folgenden Schritte erzeugen den Pool und einen "mirrored" Space:
Figur 11: Storage Spaces Dialog Box
Figur 12: Auswählen der Disks – Dialog Box
Figur 13: Optionen Dialog Box
In der folgenden Tabelle werden die Optionen zur Datenintegrität beschrieben.
Tabelle 1: Datenintegritäts-Optionen für Storage Spaces
Typ
Beschreibung
Simple (keine Integrität)
Verfügbarer Speicher ist die Summe der Disks aus denen der Pool besteht.
2TB Disk + 2TB Disk = 4TB verfügbarer Speicher.
Der gesamte Speicher wird verwendet. Es gibt es keinen Schutz gegen Datenverlust falls eine Disk ausfällt.
Kann auch mit nur einer Disk erstellt werden.
Two-Way Mirror
Verfügbarer Speicher ist die Hälfte der Summe der Disks aus denen der Pool besteht.
2TB Disk + 2TB Disk = 2TB verfügbarer Speicher.
Die Hälfte des verfügbaren Speichers wird verwendet. Die Hälfte der Anzahl der Disks darf ausfallen, ohne dass ein Datenverlust entsteht.
Es werden mindestens zwei Disks benötigt.
Three-Way Mirror
Verfügbarer Speicher ist ein 1/3 der Disks aus denen der Pool besteht.
2TB Disk + 2TB Disk + 2TB Disk = 2TB verfügbarer Speicher.
1/3 des verfügbaren Speichers wird verwendet. 2/3 der drei Disks dürfen ausfallen, ohne dass ein Datenverlust entsteht.
Es werden mindestens 5 Disks benötigt.
Parity
Verfügbarer Speicher ist die Summe aller Disks minus 1.
2TB Disk + 2TB Disk + 2TB Disk + 2TB Disk + 2TB Disk = 8TB verfügbarer Speicher.
Es werden mindestens drei Disks benötigt.
Hinweis: Sie können dem Storage Space einen Laufwerksbuchstaben zuordnen und formatieren.
Figur 14: Verwalten des Storage Spaces
Um eine Disks zum Pool hinzuzufügen werden folgende Schritte benötigt:
Figur 15: Storage Pool Dialog Box
Figur 16: Laufwerks-Auswahl
Sollte der verfügbare physikalische Speicher eines Pools zu Ende gehen, wird im Wartungscenter eine entsprechende Warnung angezeigt:
Figur 17: Space Warnung
Klicken sie auf die Warnung, um mehr Informationen und Anweisungen zur Lösung des Problems zu bekommen.
Figur 18: Verwaltung der Storage Spaces und Problembehandlung
Da ist alles, was sie tun müssen, um Storage Spaces zu verwenden. Nach der Erzeugung der Storage Spaces, können diese genauso, wie jede andere Disk verwendet werden.
Grundsätzlich virtualisiert Storage Spaces den Speicher, um so kosteneffizient und benutzerfreundlich vielfältige Möglichkeiten bereitzustellen. Da die Daten mehrfach gespeichert werden, ist Storage Spaces auch bei Fehlern physischer Festplatten (und bei ähnlichen Fehlern) zuverlässig. Um die Leistung zu optimieren, werden Daten mehrfach auf verschiedenen physischen Festplatten gespeichert. Die RAID-Methoden "Spiegelung" und "Striping" werden von Storage Spaces verwendet.
Allerdings wurde bei der Implementierung auf eine minimale Komplexität für den Benutzer, eine maximale Flexibilität hinsichtlich der Verwendung und Zuordnung des physischen Speicherplatzes und eine schnelle Wiederherstellung nach Fehlern in physischen Festplatten geachtet. Aufgrund dieser entscheidenden Unterschiede bei Zielen und Implementierung zwischen Storage Spaces und herkömmlichen, unflexiblen RAID-Implementierungen, wird die RAID-Nomenklatur von Storage Spaces nicht verwendet.
Sowohl für gespiegelte als auch in "Slabs" gespeicherte Spaces ist die Leseleistung sehr gut mit optimierten RAID 0- oder RAID 10 -Implementierungen vergleichbar.
Dies wird nicht empfohlen. Storage Spaces wurde für die Verwendung mit handelsüblichen Standardfestplatten entwickelt. Diese Funktion bietet eine benutzerfreundliche Zuverlässigkeit bei Festplattenfehlern und optimiert die gleichzeitige Verwendung aller verfügbaren Festplatten im Pool. Wenn Sie gemeinsam mit Storage Spaces ein RAID-System verwenden, erhöht dies die Komplexität und verringert die Leistung, verbessert jedoch nicht die Zuverlässigkeit.
Unter Windows 8 ist das Booten von einem Space nicht möglich. Alternativ können Sie jedoch weiterhin dynamische Volumes zum Booten verwenden. Bis zur Veröffentlichung werden Leitfäden zur Verfügung stehen, in denen das Hinzufügen von ordnungsgemäß formatierten System-/Startdatenträgern (mit dynamischen Volumes) zu einem Pool erläutert wird.
Sie können einen Pool mit nur einer Festplatte erstellen. Allerdings kann solch ein Pool keine zuverlässigen Spaces (d. h. gespiegelte oder Paritätsspaces) enthalten. Er kann nur einen einfachen Space enthalten, der keine Zuverlässigkeit bei auftretenden Fehlern bietet. Wir testen Pools, die aus mehreren hundert Festplatten bestehen, wie sie etwa in Datencentern vorkommen. Es gibt keine architekturbedingte Grenze für die Anzahl von Festplatten, die einen Pool bilden.
Sie können mithilfe von PowerShell abfragen, auf welchen physischen Festplatten ein bestimmter Space gesichert ist. Da sämtliche Daten als Slabs auf allen physischen Festplatten gespeichert sind, die den Space sichern, können Sie auf diese Weise diese Informationen abrufen.
Wenn sich die defekte Festplatte in einem Gehäuse befindet, das das SCSI Enclosure Services-Protokoll unterstützt, leuchtet (falls vorhanden) eine rote LED neben der defekten Festplatte auf. Auf dem Desktop wird eine Standardbenachrichtigung angezeigt. Außerdem werden im Storage Spaces-Applet in der Systemsteuerung Informationen zum Fehler angezeigt. Dies sieht in etwa wie folgt aus:
Figur 19: Disk Problem im Wartungscenter
Figur 20: Lokalisierung einer defekten Disk
Sie können den Status der Festplatte auch mithilfe von PowerShell abfragen, um festzustellen, ob eine Festplatte defekt ist.
Sobald Sie die defekte Festplatte ermittelt haben, können Sie diese jederzeit entfernen. Eine fehlerhafte physische Festplatte kann problemlos ausgetauscht werden. Schließen Sie die Ersatzfestplatte einfach an den PC an, nachdem Sie die defekte Festplatte entfernt haben, und fügen Sie die neue Festplatte anschließend mithilfe von PowerShell oder über die Systemsteuerung zum Pool hinzu.
Wenn Sie gespiegelte oder Paritätsspaces erstellt haben, können Sie eine physische Festplatte ganz einfach aus dem Pool entfernen und eine andere (möglicherweise größere) Festplatte hinzufügen. Innerhalb eines kurzen Zeitraums werden die betroffenen Spaces automatisch neu synchronisiert (durch den Storage Spaces-Entwurf wird die Geschwindigkeit dieses Vorgangs im Vergleich zu herkömmlichen RAID-Rebuilds erheblich optimiert). Über die Systemsteuerung oder mithilfe von PowerShell-Befehlen können Sie die Integrität der Spaces feststellen, ob also die Daten so synchronisiert wurden, dass die festgelegte Anzahl von Kopien vorhanden ist.
Ja. Wenn Sie nicht auf den Beginn der automatischen Neusynchronisierung warten möchten, können Sie den PowerShell-Befehl Repair auswählen, durch den die Neusynchronisierung initiiert wird, solange geeignete Ersatzdatenträger und/oder freie Kapazitäten verfügbar sind.
Sie können Storage Spaces mit jeder beliebigen für Windows geeigneten physischen Festplatte verwenden, die über USB, SATA oder SAS angeschlossen wird. Wenn die physischen Festplatten über individuelle Gehäuse angeschlossen werden (z. B. bei JBOD-Konfigurationen), identifiziert Storage Spaces die physische Position der Festplatten-Einschubfächer mithilfe des SES-Protokolls (sofern dieses vom Gehäuse unterstützt wird). Bei Bedarf steuert Storage Spaces über SES außerdem die Fehler-LEDs, die den jeweiligen physischen Datenträgern zugeordnet sind (vorausgesetzt das Gehäuse ist mit solchen LEDs ausgestattet). Das Gehäuse muss den Windows-Logo-Anforderungen entsprechen, damit Storage Spaces dessen Funktionen nutzen kann. Die Gehäuseanbieter wurden über diese Anforderungen informiert. Wir gehen daher davon aus, dass diese in zunehmendem Maße eingehalten werden.
Wenn sich Ihre Festplatten in einem Gehäuse befinden und Storage Spaces keine Informationen zu den Einschubfächern der einzelnen physischen Festplatten anzeigt oder die LEDs im Gehäuse nicht gesteuert werden können, entspricht das Gehäuse wahrscheinlich nicht den Windows-Logo-Anforderungen.
Nein. Storage Spaces nutzt alle physischen Festplatten optimal. Für den Fall, dass Storage Spaces-Metadaten oder eine physische Festplatte beschädigt werden (in diesem Fall zeigt der Datenträgerstatus ein Problem mit der physischen Festplatte an) können Sie so vorgehen, wie Sie es bei jeder anderen defekten Festplatte auch tun würden: Entfernen Sie sie ganz einfach aus dem Pool. Wenn die physische Festplatte nicht fehlerhaft ist, können Sie sie im Anschluss erneut zum Pool hinzufügen.
Wenn sich die Datei auf einem NTFS-Volume auf einem zweifach gespiegelten Space befindet, sind zwei Kopien der Dateidaten vorhanden. Wenn Sie einen dreifach gespiegelten Space konfigurieren, sind drei Kopien vorhanden. Kann ich auswählen, welches Laufwerk für die Spiegelungen verwendet werden soll? Beispielsweise, wenn ich weiß, dass eine bestimmte Festplatte neuer/besser/schneller ist?
Ja. In typischen Bereitstellungen wählt Storage Spaces zwar automatisch physische Festplatten aus dem Pool aus, um Ihre Spaces zu sichern. Sie können bei Bedarf jedoch auch manuell bestimmte physische Festplatten innerhalb des Pools festlegen, auf denen ein Space gesichert werden soll, um so die Kontrolle über die Zuordnung zu behalten. Dies kann beim Erstellen des Space über die PowerShell-Optionen festgelegt werden.
Sie können die logische Größe eines Space jederzeit über die Systemsteuerung oder die PowerShell ändern. Das Verkleinern der logischen Größe wird nicht unterstützt und ist dank der ressourcenschonenden Bereitstellung nicht erforderlich. Es hat keinerlei Auswirkungen, ob Sie die ursprüngliche logische Größe auf einen geringeren Wert (z. B. 1 TB) festlegen und diesen bei Bedarf vergrößern, oder ob Sie von Beginn an einen großen Wert (z. B. 50 TB) festlegen. Die zweite Möglichkeit spart Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise Zeit und Aufwand.
Nein. Die Bereichsgröße wird von Storage Spaces automatisch auf Grundlage verschiedener Faktoren festgelegt, um Leistung und Verfügbarkeit zu optimieren.
Bei der Bereichsgröße handelt es sich um eine interne Kapazitätseinheit, die wir zur Bereitstellung über mehrere Spaces innerhalb desselben Pools verwenden. Dieser Wert hat keine Auswirkungen auf die optimale Speicherung von Dateien, gleichgültig, wie groß diese sind.
Ja. Verbinden Sie die physischen Festplatten, die den Pool bilden, einfach mit dem neuen PC.
Sie können die Gehäuse in beliebiger Reihenfolge wieder anschließen. Wenn Storage Spaces eine ausreichende Anzahl von Festplatten für das Quorum erkennt, werden der Pool und die enthaltenen Spaces aktiviert. Zu einem späteren Zeitpunkt können weitere Gehäuse angeschlossen werden. Wenn die Daten auf beliebigen Festplatten nicht mehr synchron sind, werden sie von Storage Spaces automatisch synchronisiert. Selbst wenn Sie einige Gehäuse nicht wieder anschließen, können Sie weiterhin mit Ihren Daten arbeiten, solange die minimal erforderliche Anzahl von Festplatten erkannt wird. Storage Spaces informiert Sie sowohl über die PowerShell als auch über die Systemsteuerung, dass einige physische Festplatten fehlen, und erinnert Sie so daran, diese erneut anzuschließen.
Es gibt keine Anforderungen bzgl. gerader oder ungerader Anzahl von physischen Festplatten. Storage Spaces kann Pools mit zwei Festplatten ordnungsgemäß verwendet und bietet Zuverlässigkeit für zweifach gespiegelte Spaces in diesem Pool auch dann, wenn eine Festplatte ausfällt oder getrennt wird.
Windows 7 bietet keine Unterstützung für Storage Spaces und behandelt die physischen Festplatten so wie alle anderen physischen Festplatten mit unbekanntem Partitionierungsschema.
Weitere Informationen finden unter folgendem Link (in englischer Sprache):
Virtualizing storage for scale, resiliency, and efficiencyhttp://blogs.msdn.com/b/b8/archive/2012/01/05/virtualizing-storage-for-scale-resiliency-and-efficiency.aspx
ONiehus, Microsoft