Unser Zeitgeist hört oft vom digitalen Wandel. Diskussionen sind geprägt von Anglizismen. Vor uns liegen viele Trends, die bisweilen unverknüpft betrachtete werden. Dazu gehören zum Beispiel 

  • eine neue Arbeitswelt

  • der demografischer Wandel mit dem Kampf um die besten Köpfe

  • die durchgehende Digitalisierung von Unternehmen und Prozessen.

Klare Handlungsempfehlungen für die Zukunft – wie können wir die Möglichkeiten der Digitalisierung in unser privates Leben und unsere Arbeit integrieren und optimal für uns nutzen - lassen sich bisher jedoch nur schwer ableiten.

Der aktuelle digitale Wandel ist nicht die erste grundlegende Veränderung, die uns moderne Technologie anträgt. Wir als Microsoft haben einen Teil der Geschichte rund um moderne Arbeitsprozesse im Büro mitgeschrieben. Zu den aktuellen Diskussionen haben wir einen eigenen Standpunkt entwickelt. Jetzt beziehen wir Stellung - insbesondere in Bezug auf den Standort Deutschland.

Was hat das mit Microsoft zu tun?

Wir sind mit unseren Technologien seit mehr als 25 Jahren mit dafür verantwortlich, wie Büroarbeit organisiert wird. Windows und Office spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wir haben Windows und Office weiterentwickelt: Produktives Arbeiten im Büro ist nicht mehr nur am Schreibtisch möglich, sondern kann von überall geleistet werden. Auch daran haben wir mit unseren neuen Produkten wie Office 365, Skype oder Yammer einen Anteil.

Als Mitarbeiter von Microsoft haben wir flexibles Arbeiten jenseits von Schreibtisch und festem Arbeitsplatz bereits persönlich kennen- und schätzen gelernt. Aus vielen Gesprächen mit Kollegen aus anderen Unternehmen wissen wir außerdem, wie groß auch dort der Wunsch nach flexiblen Beschäftigungsverhältnissen ist.

Wir sehen uns als Unternehmen, welches sowohl Lieferant von Technologien für produktives Arbeiten ist als auch  genau dieses flexible Arbeiten selber lebt - in einer besonderen Verantwortung, die Diskussion um die Zukunft der Arbeit anzustoßen und mit zu führen.

Wir möchten das ergebnisoffen tun, auch wenn wir natürlich eine konkrete Vorstellung über den Weg und das Ziel haben. Wir haben daher Thesen entwickelt, die die Diskussion eröffnen sollen.

Wir möchten mit über den richtigen Weg hin zu flexibler, selbstbestimmter Arbeit diskutieren.

Wir finden, dass die Unternehmenskultur in Deutschland nicht mit dem digitalen Wandel Schritt hält:

  • Noch findet Wissensarbeit vor allem am Schreibtisch und zu festen Zeiten statt.

  • Noch dominieren starre Hierarchien vor flexiblen und kundenorientierten Netzwerkorganisationen.

  • Noch hinkt die Infrastruktur in Deutschland hinter den Möglichkeiten der Technik hinterher.

  • Noch ist Arbeiten so, wie wir es uns vorstellen, nicht immer realisierbar.

Wie wir uns Arbeit vorstellen

Wir beobachten nicht nur, wie IT die Arbeitswelt revolutioniert. Wir als Microsoft sind mit unseren Produkten und Services Treiber dieser Veränderungen. Wir entwickeln Hard- und Software, die die durchgehende Vernetzung und Digitalisierung der Unternehmen überhaupt erst möglich machen.

Wir geben Wissensarbeitern in und außerhalb von Unternehmen damit die Werkzeuge an die Hand, die sie für ihre Vorstellung von Arbeit benötigen – für die Arbeit in virtuellen Teams an gemeinsamen Projekten - egal, an welchem Ort und in welcher Zeitzone sie sich gerade aufhalten. Für eine ausgewogene (Work-)Life-Balance. Für Teamarbeit, die ohne überflüssige Hierarchien auskommt.

Wir sehen aber auch, dass viele Unternehmen die Möglichkeiten der Technik noch nicht konsequent nutzen und damit den Wünschen und Ansprüchen vieler Mitarbeiter nicht gerecht werden. Deshalb sagen wir:

Moderne Technik ist für den Wandel der Arbeit absolut notwendig, reicht aber nicht aus, wenn sich nicht auch Prozesse, Strukturen und Routinen in den Unternehmen ändern. 

Wir glauben, der schnelle Wandel in Deutschland hin zu dynamischen Netzwerkorganisationen ist möglich! Und zwar im Zusammenspiel von unternehmerischen, mutigen Führungskräften und Mitarbeitern, die digitale Technologien nutzen um diesen Wandel zu vollziehen.

Warum wir uns jetzt zu Wort melden

Gut ausgebildete und selbstbewusste Fachkräfte wollen anders arbeiten. Sie gründen neue Unternehmensformen und Start-ups oder organisieren als Selbständige und Freiberufler ihre Arbeit nach eigenen Vorstellungen. Diese Vorstellungen bringen sie auch selbstbewusst in die Unternehmen ein, in denen sie als Angestellte tätig sind. Damit verändern sie die Art zu arbeiten in diesen Unternehmen und leiten einen Kulturwandel ein. Der Stand der Technik unterstützt sie dabei: Mobile Geräte haben einen Reifegrad erreicht, der produktives Arbeiten von überall auf der Welt und zu jeder Zeit zulässt.

Gleichzeitig sehen wir in vielen Unternehmen dieses Potenzial noch ungenutzt – obwohl es dringend ausgeschöpft werden sollte, um den Anschluss an die unausweichlich bevorstehenden Veränderungen (in Wirtschaft und Gesellschaft) nicht zu verpassen und Deutschland auch in den neuen Wertschöpfungsprozessen in der Führungsrolle zu halten die wir uns in der klassischen Industrie im vergangenen Jahrhundert erarbeitet haben.

Aus diesem Grund wenden wir uns mit Vorschlägen an die Öffentlichkeit, wie sich moderne Arbeit organisieren lässt.

Um die Diskussion über dieses Thema zu starten, haben wir zusammen mit Markus Albers 33 Regeln formuliert, wie Unternehmen, Mitarbeiter und Stakeholder in Zukunft arbeiten werden, wenn sie erfolgreich sein wollen. 

Posted by Thorsten Hübschen
Business Group Lead Microsoft Office Division