Die Suche nach natürlichen Bewegungsmechanismen für Roboter führte zu spannenden Experimenten der NASA Jet Propulsion Laboratory. So wurde beispielsweise ein Leap Motion- Controller zur Fernsteuerung eines Mars- Rover eingesetzt oder ein Oculus Rift mit einem Virtuix Omni, welche einen virtuellen Rundgang auf dem roten Planeten ermöglichte.

Die neueste Kinect für Windows- Technologie hat hier die Entwickler von JPL darin unterstützt die Roboter effizienter zu manövrieren.

Nur wenige Tage nachdem sie das Entwickler- Kit erhielten und nach ersten bastlerischen Schritten, waren sie in der Lage, einen „Off- the- shelf“ Roboterarm anhand eines Oculus Rifts in Kombination mit Kinect 2, zu manipulieren.

JPL hatte bereits am ersten Kinect- Entwickler- Programm teilgenommen und war somit bereits vertraut mit der Kinect- Bewegungssensor-Technologie. Während der Zusammenarbeit mit Microsoft wurden eine Reihe von Anwendungen gebaut und mündete schließlich in der Entwicklung eines Spiels, dessen Ziel es war die Curiosity sicher auf dem Mars zu landen.

„Die zweite Generation der Kinect bietet ein weitaus höheres Maß an Präzision und Genauigkeit. Es erlaubt uns offene und geschlossene Zustände gleichermaßen zu verfolgen sowie die Drehung des Roboterhandgelenks.“ so der Mensch- Maschine- Ingenieur Victor Luo. „ Mit all diesen neuen Tracking- Punkten und rotatorischen Freiheitsgraden, waren wir in der Lage, den Arm besser zu manipulieren.“

Die Kinect 2- Technologie erlaubt es, direkt in die Umgebung einzutauchen, als wäre es eine Erweiterung des eigenen Körpers. Alle visuellen Elemente werden realitätsgetreu abgebildet, was eine menschenähnliche Perspektive ermöglicht. Die neue Technologie ist  nicht nur natürlicher und immersiver, sondern erlaubt auch ein besseres Verständnis für Objekte in der direkten Umgebung.

Der Gebrauch kommerzieller Produkte in der Weltraumforschung und die Zusammenarbeit mit deren Herstellern, stellt für alle Beteiligten einen Mehrwert dar. Zum einen müssen Tools und Technologien in der Weltraumforschung nicht von Grund auf selbst entwickelt werden und für die breite Öffentlichkeit bedeutet das, dass komplexe Systeme unter Umständen auch für sie in naher Zukunft zugänglich sein werden. So könnten beispielsweise auch Laien einen Space- Roboter mit Tools steuern, die sie bereits von zuhause aus kennen.

Das Ziel ist hier natürlich nicht nur einen Roboterarm zu steuern, sondern vielmehr einen kompletten Roboter kontrollieren zu können. Wie in der Video- Demonstration zu sehen ist, hofft JPL, diesselben  technologischen Errungenschaften zu erzielen, wie damals bei der Maschine Robonaut 2, die derzeit an Bord der ISS im Einsatz ist. Viele Aufgaben im All sind für Astronauten zu gefährlich oder zu nichtig, weshalb Robotereinsätze im Universum immer wichtiger und spannender werden.

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Posted by

Rudo Mc Grath-Ndamba