Ivo und Carina, die Sieger des Office 365 Kreativwettbewerbs mit dem Thema „New Storytelling“, haben für ihr Projekt Fred, den Autor, in OneNote erschaffen. Fred ist ein erfolgloser Autor und möchte seine Situation dringend ändern. Dafür ist er schon ungewöhnliche Wege gegangen, wie man in den Episoden eins bis drei hier, in der Episode vier hier und in den Episoden fünf und sechs hier nachlesen kann. Heute folgen die beiden letzten Episoden.

Episode 7

Identitätskrise: Facebook

Ich habe einen Traum.

In dem Traum bin ich ein blondes Mädchen. Einsam bewege ich mich durch idyllische Orte und suche. Abgesehen von der Frage, ob ich bei meinem Selbstfindungskurs vielleicht bei meiner Geschlechtsidentität einen Fehler begangen habe, beschäftigen mich viel wesentlichere Fragen.

Wer ist dieses Mädchen und wieso fühle ich mich so verbunden mit ihr? Ist das eine kranke Metapher meines Hirns, will mir mein Unterbewusstsein etwas Wichtiges sagen? Auf jeden Fall endet jeder Traum auf die gleiche Art und Weise. Nachdem sie durch viele einsame Orte wandert, setzt sie sich immer vor einen Computer und betrachtet ihr Profil.

Jetzt frage ich mich: Ist die überhaupt so glücklich, wie sie auf ihrem Profilbild scheint? Als Autor und Hobbypsychologie ist das für mich ganz klar zu erkennen: NEIN! Hinter ihrem breiten Lächeln steckt ein Abgrund an Einsamkeit, sie weint bestimmt vorm Einschlafen.

Aber das könnte eine interessante Frage sein: Selbstfindung in Facebook. Spielen wir uns eigentlich nur etwas vor? Sind wir, wie Shakespeare oder jemand Ähnliches sagte, kein Sein, sondern Schein? Die Ideen für ein neues Buch fliegen wild in meinem Kopf.





Ich wache auf, ich habe tatsächlich geträumt davon zu träumen, ein Mädchen zu sein. Schon wieder. Wäre ich nicht Hobbypsychologe, würde ich mir Hilfe suchen.

Allerdings habe ich dafür gar keine Zeit. Seit zwei Wochen verbringe ich Tag und Nacht auf Facebook und habe jede Freundschaftsanfrage verschickt und angenommen, die mir nur angeboten wurde. Mit mittlerweile annähernd zehntausend Freunden fühle ich mich mindestens genauso einsam und überfordert wie das Mädchen in meinem Traum. Es ist so schwer, populär zu sein, und keiner meiner neuen Freunde kauft mein Buch, selbst wenn ich sie bitten würde. Sie würden höchstens zweckentfremdete Auszüge daraus, die von Neidern geteilt wurden, mit einem "Gefällt mir" belohnen.

Trotz allem habe ich durch die letzten Ereignisse einen wahren Wandel vollzogen. Ich möchte jetzt Frida heißen und blonde Haare haben.

Das war selbstverständlich ein Scherz. 

Meine wahre Entwicklung ist tiefgreifender und radikaler als je zuvor!

Episode 8

Wie ich wirklich zu mir fand

Ich schreibe wieder ein Buch.

All die gemachten Erfahrungen führen nur zu einem logischen Schluss und mit weiser Voraussicht auf das neue digitale Zeitalter ist mein neues Buch mit dem Titel

"Der Weg des Töpfers. Wie ich lernte, mein Leben zu formen. (eBook)"

gewiss jetzt schon ein Bestseller, denn:

Hier steh ich nun trotz Sturm und Drang,

wie wohl ist dem, der dann und wann

Sich etwas Schönes dichten kann!


Ivo und Carina haben dem erfolglosen Autor Leben eingehaucht, indem sie alle zur Verfügung gestellten Devices wie Surface, Windows Phone, Office365 und OneNote benutzt und als Plattform für ihre Geschichte über Fred verwendet haben.

Posted by Henrieta Juhasz
Volontärin PR und Öffentlichkeitsarbeit