Ivo und Carina führen seit 2011 ihren Blog „Kuna Matata“ (http://www.kuna-matata.blogspot.de/). Für den Office365 Kreativwettbewerb haben die beiden in München lebenden Blogger ihre ganze Kreativität eingesetzt. Das Ergebnis:  die Geschichte von Fred, dem Autor. Der sagt von sich selbst: „Ich bin Fred, Hobbyphilosoph, Überlebenskünstler und geborener Autor“. Nur, dass niemand sein Buch lesen will. Wie wird man in der weiten Welt der Literatur wahrgenommen? 



Ivo und Carina haben die für den Wettbewerb zur Verfügung gestellten Geräte, das Surface Pro 2 mit OneNote und Yammer und das Windows Phone, perfekt eingesetzt: Sie haben damit Videos gedreht, gezeichnet, fotografiert und die Office Software benutzt. Herausgekommen ist am Ende ein buntes, multimediales Projekt in acht Episoden, das die Jury und das Publikum gleichermaßen begeistert hat.

In mehreren Blog Posts zeigen wir diese Woche das komplette Projekt von Ivo und Carina:

Episode 1

Was man wissen sollte:

Ich finde, jede Kurzgeschichte sollte immer mit dem Zitat eines berühmten Menschen beginnen, um von inhaltlichen Unzulänglichkeiten abzulenken: 

"Wie wohl ist dem, der dann und wann sich etwas Schönes dichten kann!"

(Wilhelm Busch)

 ….und natürlich einer passenden Beschreibung der vorherigen Ereignisse, um den Leser halbwegs auf das, was ihn erwarten wird, einzustimmen:

Was bisher vielleicht geschehen ist:

Shooting Star, Millionär, Frauen ohne Ende und Erfolgsautor.

Episode 2

Ich bin Fred, Hobbyphilosoph, Überlebenskünstler und geborener Autor.

Ansonsten bin ich kleiner und breiter als der Durchschnittsdeutsche, habe meine Ausbildung als Marketingfachmann abgebrochen, war Facility Manager in einem Kindergarten, Teilzeiteventmanager einer Rennbahn und bin nun mein eigener Lebensmanager und sowas von pleite.
Der Grund für meine Misere muss mein schlechtes Karma aus einem meiner früheren Leben sein. Vielleicht war ich genauso wie Galilei ein einsames, verkanntes Genie, das von der Gesellschaft mit Nichtbeachtung gestraft wurde. Der Punkt ist, niemand kauft mein Buch.

 

 

Episode 3

Ich werfe vor lauter Frustration mein Schnapsglas an die Wand.

"Sooone Ssscheiße, keiner kauft mein Wunderwerk", höre ich mich in gut angetrunkenem Zustand schreien. "Niemand versteht mich."

"In Russland, wir machen Feuer mit Buch." entgegnet mir Andrey in seinem rustikal russischem Akzent. Andrey ist mein langjähriger Weggefährte und exzellenter Ratgeber für alle Lebenslagen, solange wir einen Grund für das Öffnen einer Flasche Fürst Uranov finden können.

"Weihßt du Tavarisch", und nun überrascht Andrey mich wirklich, "ihch glaube du chast den Markt komplett verfehlt." Kurz darauf wischt Andrey mit seinen Bärenhänden unerwartet geschickt auf seinem kleinen Smartphone herum und ruft die Buchverkaufszahlen der letzten Wochen auf. "Du Andrey, das sieht aus wie in meiner Ausbildung, mag ich nicht", sage ich.

"Doooch, dooch, siehst du cher, deine Absatzzahlen sind Müll, du hast am Markt vorbeigeschrieben.“

"Ausgeschlossen", sage ich verärgert und durch den Adrenalinschub wieder einigermaßen nüchtern, "uuuund außerdem, das kann mir nicht passiert sein, dieses Thema hat mir so sehr geholfen, warum sollten nicht alle Menschen das ebenfalls für wertvoll erachten."

"Wie erklärst du dann die Zahlen deiner Konkurrenz?", fragt er mich.

Nach dem Betrachten des Graphen fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Ich hatte einfach mein Buch nur als Printausgabe angeboten. Es lag gar nicht an dem Thema! Andrey ist doch nur ein ewig gestriger Kommunist, der die Prinzipien der modernen Marktwirtschaft nicht erkannt hatte. Ich werde es ihm beweisen. Eine Marktforschung muss her!

Wie es mit Fred, Andrey und dem Buchmarkt weitergeht, gibt es morgen an dieser Stelle zu lesen.

Posted by Henrieta Juhasz
Volontärin Presse und Öffentlichkeitsarbeit