Arbeiten im Biergarten? Warum nicht! – sagten am Freitag mehr als 40 Microsoft Kollegen. Sie verlegten ihren Arbeitstag an den Chinesischen Turm, also mitten in den Englischen Garten in München. Hier diskutierten sie mit Journalisten und Bloggern, ob Social Enterprise die Arbeitsformel der Zukunft ist.

Klar, mobiles Arbeiten ist an sich nichts Neues. Wir alle kennen die Bilder der Generation Y, die im Starbucks an ihrem Start-up bastelt. Vielleicht hat der ein oder andere mit Yammer, Lync, Skype und Office 365 auch schon Bekanntschaft gemacht.

Doch am Chinesischer Turm, einem Ort, an dem jeder gerne sein Büro verlegt, haben wir am letzten Freitagvormittag gezeigt, wie das Zusammenspiel dieser Technologien ein Hebel ist, um Produktivität, Wohlfühlfaktor und Generationen zu vereinen.

Denn Social Enterprise ist bei Weiten nicht nur eine technologische  oder wirtschaftliche Frage. IDC prognostiziert, dass sich der deutsche Enterprise Social Markt bis 2017 vervierfacht. Genauso wichtig ist die kulturelle Perspektive:

-          Bringen Social Tools wie Yammer, Lync und SharePoint eine neue Kultur der flachen Hierarchien mit sich?

-          Was fordern Absolventen und Young Professionals beim Start ins Arbeitsleben, wenn sie angesichts von Fachkräftemangel die Wahl haben?

-          Welche Vorbehalte  müssen Institution und Unternehmen nehmen, wenn sie Social Enterprise Lösungen einführen?

So erklärte Prof. Dr. Peter Vogl, Leiter des Walter Schottky Instituts und Physik Departments an der TU München, wie Tools wie Lync und Office 365 für die ortsunabhängige Zusammenarbeit mit Kollegen, Forschern und Studenten unerlässlich geworden sind. - Egal, ob es um die Auslastung der Labore, Ankündigungen oder das Schreiben an einem Paper geht.

500:1 als Auslaufmodell
Aus studentischer Perspektive erzählte André Kohn, Student an der TU München, was studieren heute bedeutet: Frontalunterricht sei ein Auslaufmodell, neue Wege der Vernetzung seien gefordert. Denn fachlicher Austausch, gemeinsame Interessensgebiete und Projekte ließen sich nicht in einer Vorlesung mit 500 Studenten vor einem Professor ausloten. Dazu seien Skill Profile mit integrierten Plattformen für den Austausch und die Zusammenarbeit besser. – So was wie SharePoint, Yammer und Lync eben.

Allerdings sieht der Student und Tutor noch einen langen Weg vor sich, wenn er sich deutsche Universitäten heute anschaut. So zählt er für sein Studium allein elf verschiedene Plattformen der Uni auf, in die er sich Semester für Semester für Kursunterlagen, Mitschriften und Tutorien einloggt. Sein Vorschlag: Eine durchgängige Plattform,  die Wahlfreiheit für alle Endgeräte lässt und eine offene Kommunikationskultur, die jedem seine Inhalte und Vernetzungsmöglichkeiten ortsunabhängig zur Verfügung stellt.

Arbeitspraxis 2.0 in Thesen von Prof. Dr. Andrea Back
Diese kulturelle Perspektive nahm auch Prof. Dr. Andrea Back von der Universität St. Gallen auf. Sie beleuchtete in Thesen, wie Social Enterprise die Arbeitspraktiken in Unternehmen verändert und wie wir die Chancen und Herausforderungen dieser Innovationsimpulse bewältigen. So nimmt sie an, dass wir derzeit von Hierarchien zu Wireachien übergingen, worauf sie auch in ihrer Publikation Second Generation Enterprise Mobility : Aktuelle Chancen und Herausforderungen rund um das Thema Mobile Business eingeht.

Ist Social Enterprise die Arbeitsformel der Zukunft?
Peter Fischer, Group Product Manager, und Antje Reichelt, Product Manager, bei Microsoft Deutschland, zeigten als Experten für das Zusammenüberspiel von Yammer, Lync, Skype und Office 365 die Social Enterprise Vision von Microsoft. Dabei gingen sie besonders auf die Anforderungen deutscher Unternehmen ein und stellten neue Wege der Zusammenarbeit mit Lync und Yammer als einen Teil der Lösung vor, wenn es darum geht, Fachkräftemangel und Schatten IT entgegenzuwirken.

Posted by Diana Heinrichs
Communications Manager Social Enterprise