Gerade heute morgen habe ich auf der dmexco in Köln an einer Diskussionsrunde mit Matt Seiler, Global CEO bei IPG Mediabrands, teilgenommen. Auf der Bühne der Debate Hall konnten wir ein interessantes und anregendes Gespräch führen. Einige wesentliche Inhalte aus dieser Debatte möchte ich Ihnen hier gerne erläutern.

Wir bei Microsoft identifizieren uns stark mit dem Motto der diesjährigen dmexco „Turning Visions into Reality“. Denn mit der neuen Devices & Services-Strategie unseres Unternehmens verwandeln auch wir unsere Visionen in Wirklichkeiten. Matt Seiler und ich diskutierten vor allem, wie die Werbung in dieses Bild passt und warum Werbung einen höheren Stellenwert bei der Umsetzung der Microsoft Vision einnimmt als zu erwarten wäre.

Dabei ist es Microsofts Ziel, unseren Agenturpartnern und den Brands, mit denen wir zusammenarbeiten, Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen sie sich effektiver, kreativer und stärker vernetzen. Was unser Anzeigengeschäft betrifft, ist Werbung für uns sozusagen ein PLUS – und neben unseren Geräten und Diensten ein Bestandteil des Geschäfts. Damit das Ökosystem von Microsoft aber erfolgreich wachsen kann, müssen diese Geräte und Dienste miteinander vernetzt sein. Erwartungsgemäß stehen sich aber auch bei dieser Strategie zwei Seiten gegenüber: auf der einen die Konsumenten, die sich positive Erfahrungen auf allen Geräten wünschen. Und auf der anderen Seite haben wir es mit Werbetreibenden, Entwicklern von Apps und Publishern zu tun, die zum richtigen Zeitpunkt mit den entsprechenden Zielgruppen interagieren möchten.

Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, in der Welt der Connected Experience zu agieren. Zu diesem Zweck bieten wir viele innovative Werbelösungen für das Display Advertising und Search Advertising an. So integrieren wir bildschirmübergreifend bereits Verbindungen in unsere Consumerprodukte wie Xbox, Skype, MSN, Outlook.com und Bing. Mit Windows 8 führen wir alle Produkte zusammen und realisieren integrierte Marketingkampagnen quer über alle Vernetzungspunkte, Geräte und Dienste.

Als eine der spannendsten Entwicklungen am unmittelbaren Horizont sehe ich die Markteinführung von Windows 8.1. Mit Windows 8 haben wir das Nutzererlebnis, den Windows Store und die Apps neu erfunden. Unser Veränderungsvorhaben war ambitioniert und wir haben alles auf eine Karte gesetzt – und uns auf eine Reise mit den Schwerpunkten Mobilität und Touch gemacht, die gerade erst begonnen hat. Windows 8.1 wird die Vision von Windows 8 fortschreiben; wir werden Kunden-Feedback integrieren und noch mehr Geräteoptionen anbieten. Was Windows 8.1 betrifft, begeistert mich persönlich am meisten die Bing Smart Search. Die Funktion basiert auf der erstmals in Windows 8 integrierten Suchfunktion Search Charm. Mit Smart Search gelingt die Zusammenführung der Suchergebnisse aus der gesamten Technologiewelt: aus Dateien, die auf dem lokalen PC oder auf SkyDrive lagern, aus Apps von Drittanbietern wie Wikipedia oder den Standardergebnissen der Internetsuche. 

Matt und ich sind auch auf die Weiterentwicklungen im Programmatic Buying eingegangen, die sich in der gesamten Branche  abzeichnen. So gründete IPG Mediabrands vor kurzem das MAGNA Consortium mit dem Ziel, das Engagement des Unternehmens im Bereich des programmatischen Mediaeinkaufs zu forcieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass bis 2016 mindestens 50 Prozent der Mediaeinkäufe seiner Kunden über Automatisierungsprozesse erfolgen. Matt erläuterte seine Sicht über die Auswirkungen der Technologie auf den Mediaeinkaufsprozess und stellte die Ziele des MAGNA Consortium wie folgt dar:

„Für viel zu lange haben wir die Technologie beim Mediaeinkaufsprozess vernachlässigt. Dieses hatte vor allem wirtschaftliche Gründe. Es brauchte neue, technologisch basierte Austauschprozesse, um eine für uns alle lohnenswerte Änderung herbeizuführen. Dafür liegen uns heute ausreichend Informationen vor. Es gibt auch genügend Gründe, die Zielgruppe durch Technologie gezielt anzusprechen. Heute ist es uns möglich, in Echtzeit die richtigen Botschaften an die richtigen Leute zu richten. Indem Maschinen heute die Jobs fehlerfrei übernehmen, die früher von Angestellten erledigt wurden, haben die Firmen heute mehr Ressourcen, um sich auf die Erstellung komplexer Inhalte zu konzentrieren.“

Die Diskussionsrunde mit Matt war sehr spannend. Jetzt freue ich mich schon auf unsere Oktoberfest Standparty heute Abend, wo ich hoffentlich weitere Agenturpartner und Kunden sehen werde.

Posted by Frank Holland
Corporate Vice President, Advertising & Online Business Microsoft Corporation