Die Form
Was sind 300 Sekunden? Erfrischend, zählbar, genau richtig! - Zumindest wenn man auf einer Konferenz lauscht, bei einem Workshop dabei ist oder einem Videoclip folgt. 300 Sekunden kann man durchhalten, ohne dass sich ein Blick auf Smartphone,  Posteingang und Twitter aufdrängt.

So hat die Frismakers Idee aus den Niederlanden in Berlin Einzug gehalten. Heute haben sich bei Gallup am Gendarmenmarkt Kreative, Wissenschaftler und Kommunikatoren getroffen, um sich zu jeweils 300 Sekunden zu Open Innovations, neue Arten der Zusammenarbeit und Wodka auszutauschen. - Keine Sorge, beim Wodka ging es um den sozialisierenden Effekt in der Marketingtheorie, nicht in der Praxis.

Mit dabei: Antje Reichelt, Produkt Marketing Managerin Lync und Exchange, und Peter Fischer, Group Manager Productivity als die zwei Enterprise Social Köpfe bei Microsoft Deutschland und ich.

Der Inhalt
Erfrischend war für uns so die Perspektive von Mirko Böhm, Endocode, der den "Open Source Way als Unternehmenskultur" vorstellte. Denn genau wie die Open Source Community es geschafft habe, für jeden einzelnen eine Umgebung zu schaffen, in der er oder sie arbeiten möchte, sollten Unternehmen es auch machen. Dabei unterstrich er den Community-Gedanken und das kompromisslose Ziel einer sinnstiftenden Mitarbeit. An die drei Prinzipien, die er auf dem Weg dahin ausgelotet hat, knüpften auch Antje Reichelt und Peter Fischer mit ihren 300 Sekunden jeweils an:

  1. Meritocracy: Die eigene Wertschätzung hänge davon ab, welchen Beitrag der einzelne selbst leisten kann
  2. Open Governance: Transparenz bei der Produktion von Ergebnissen und der Umsetzung von Projekten sei entscheidend
  3. Attribution: Ein jeder habe ein gewisses Recht auf Prahlen, so dass er nicht in der Masse untergehe

Was hat die Open Source Community mit Enterprise Social zu tun?
Wenn wir uns diese drei Prinzipien anschauen, liegen die Idee von Enterprise Social und die Leitgedanken der Open Source Community eng beieinander. So ging auch Peter Fischer in seinen 300 Sekunden darauf ein, wie neue Social Technologien wie Yammer, Lync und Skype flache Hierarchien, mehr Transparenz und Mitsprache mit sich bringen. Gleichzeitig erhält der Einzelne eine größere Sichtbarkeit, wenn er Team- und Länderübergreifend arbeitet.

Die Zukunft spricht Lync. Wer spricht mit?
Antje Reichelt nahm den Gedanken der Attribution (3. Prinzip) in ihrem 300 Sekunden Pitch auf. Denn sie zeigte, wie Unified Communications die Zusammenarbeitet individueller und persönlicher gestaltet. So stellt die Lync-Skype Integration ein Kernelement der Vernetzung im Social Enterprise dar.

Wir sind gespannt, wie viele Festival Teilnehmer jetzt Yammer und Lync für sich testen und entdecken.

Posted by Diana Heinrichs
Communications Manager Wettbewerbsstrategie & Social Enterprise