Was die re:publica 13 ganz nah an China heranrückt, ist der Umstand, dass man beide ein Land des Lächelns nennen kann. Aus ungemein vielen Sessions kam die Berliner Netzgemeinde mit Enthusiasmus, Tatendrang und einem freudigen Strahlen heraus. Beim Feierabendbier fühlte sich Berlin wie ein aufstrebendes Entwicklungsland voller junger Ideen an. Zusammen mit meinen Kollegen Oliver Scheer, Senior Technical Evangelist, und Katherine Heumos, Digital Communication Manager bei Microsoft, trafen wir Gründer wie Alex Jansen, Start-ups wie twingle und Blogger wie Richard Gutjahr und sponnen Ideen rund um Apps, Mobility und Netzneutralität.

Dass Innovationen heute in der Regel Technologie getrieben sind, ist kein Geheimnis. Während der ersten beiden Tage machten die Netzjunkies, Marketing Experten und App Entwickler in den Sessions jedoch klar, dass für sie der innovative Inhalt und der Mensch im Vordergrund stehen. Technologie ist die Plattform, das Heilige Land, das die Netzgemeinde fortwährend neu für sich entdeckt. Gleichzeitig will sie sich darin nicht verlieren. Ein Kompass fürs Netz lieferten daher viele Speaker.

Der Kompass fürs Netz
So fordert Sascha Lobo in seinem „Überraschungsvortrag“ am Montagabend eine Rückbesinnung auf das eigene Ich bzw. auf den eigenen Blog als zentralen Hub im Netz. Wibke Ladwig sprach sich als „Buchbranchengewächs“ dafür aus, das Papierformat zu überdenken und freier aus der Sicht des mobilen Lesers zu denken – ohne dabei als Branche eine Schockstarre zu erleiden. In Kneipen, auf Twitter und über die Mediathek zeigte Guido Bülow vom SWR auf, wie er über die Marke Tatort Menschen miteinander vernetzt. Alleine bei #tatortplus, was als Transmedia Storytelling Format vorgestellt wurde, engagierten sich 110.000 Menschen im vergangenen Jahr.

Zwischen den Sessions schwappte das Lächeln der Gründer, Marketing Experten und Blogger an den Microsoft Stand. Zum ersten Mal sind wir dort vertreten. Im Gepäck: Windows 8 Geräte wie Surface RT und Surface Pro. Zugegebenermaßen hatten wir uns in der Welt der Apple- und Android Nutzer auf einige harte Nüsse eingestellt. Zielstrebig wie neugierig schauten Trauben von Bloggern, Familien und Entwicklern vorbei. Die bunten Kacheln zogen sie an, machten Laune auf Ideen, Apps und Ausprobieren. Das sei tatsächlich sehr innovativ hörten wir den Tag über immer wieder. Einige Apple Kenner zeigten sich sehr überrascht, dass Touch an einem Laptop doch sinnvoll sein kann, wenn man produktiv arbeiten möchte. Verhaltende Blicke änderten sich in positive Neugierde, als ihr Finger über die Kachel strich. Ganz intuitiv trugen sie Windows 8 als Plattform ihre Ideen an und waren immer wieder überrascht, dass es weder bei der App Entwicklung noch bei eigenen Abrechnungsmodellen Grenzen gibt – das scheinen sie wohl sonst nicht so recht gewohnt zu sein. 

@re:publica: Wir kommen wieder! 

Posted by Boris Schneider-Johne
Produktmanager Windows 8