Heute ist, wie der Titel schon sagt, der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung, laut Wikipedia ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenk- und Aktionstag, der das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern soll.

Da ich bei solchen Anlässen (berufsbedingt ;) immer sofort überlege, wie Microsoft hierzu steht oder was Microsoft in diesem Bereich macht, habe ich meine Mittagspause für eine kleine (und schnelle) Recherche genutzt. Gefunden habe ich die Basics, wie ich sie nenne würde, und auch zwei coole Videos, die einen Blick in die Zukunft erlauben.

"Accessibility" oder:  Zugang zu unseren Produkten ohne Grenzen

Nach einer schnellen Websuche habe ich die Microsoft "Accessibility" Seite gefunden. Accessibility finde ich persönlich als Begriff etwas sperrig, aber die Adresse der Seite lautet microsoft.com/enable. "enable", also "to enable something" heißt "etwas ermöglichen" und ultimativ "jemandem etwas ermöglichen". Und schon sind wir mitten im Thema. 

Auf der Accessibility Webseite finden sich verschiedenste Dinge, die nicht nur Menschen mit Behinderungen das Benutzen unserer Produkte einfacher machen. Neben speziellen Infos zu unseren Produkten (Windows 8, Windows 7, Windows Vista, Office 365 und Office 2010) gibt es außerdem einen Überblick zu "Assistive Technology Products". Dazu gehören zum Beispiel Keyboards mit größeren oder kleineren Tasten, "Sip-and-puff" Systeme, die durch Inhalieren oder Ausatmen bedient werden können oder Joysticks, Trackballs und Touch Screens inklusive einer Liste von Produkten, die speziell für Windows ausgerichtet sind. 

In einer Reihe von Demo-Videos kann man sich die in unsere Produkte eingebauten Accessibility-Features anschauen. Exemplarisch habe ich jetzt mal das DAISY Abspeicher-Feature von Office 2010 genommen, mit dem man Word-Dokumente als Audio-Dateien abspeichern kann (Video).

Abschließend möchte ich noch auf den "Guides"-Bereich hinweisen. Dort finden sich Accessibility-Guides nach Behinderung geordnet. Ich empfehle jedem, ob behindert oder nicht, ein bisschen auf dieser Seite zu stöbern und sich mit den Funktionen vertraut zu machen - falls man selbst eine Behinderung hat, ob man die Tipps im hohen Alter wegen zum Beispiel Sehschwäche brauchen wird oder ob man Bekannten oder Freunden mit diesen Tipps den Alltag erleichtern kann. 

Der Blick in die Zukunft

Zwar stimmt diese Unter-Überschrift nicht ganz, denn eigentlich gibt es diese Lösungen schon, aber in dieser Ausrichtung noch nicht in Serie. Ich hoffe, dass solche Projekte zunehmen und unsere Produkte (in diesen Beispielen ist es Kinect) weiterhin Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltag helfen können. 

Das erste Video hatten wir hier schonmal auf dem Blog, vor ein paar Wochen. Trotzdem möchte ich es nochmal posten. Hier hilft Kinect einer Frau, die einen Schlaganfall erlitten hat, nach zwölf Jahren das erste mal wieder eine E-Mail zu schreiben. 

 

Und das folgende Beispiel zeigt, dass solche Lösungen in Serie gehen könnten. Bei unserem jährlichen Studentenwettbewerb Imagine Cup hat dieses Jahr das Team wi-Go aus Portugal überzeugt. Eines der Teammitglieder ist selbst behindert und sitzt im Rollstuhl. Alltägliche Dinge, wie zum Beispiel im Supermarkt einkaufen, sind für ihn sehr schwierig gewesen - wie schiebt man im Rollstuhl den Einkaufswagen? Das Team hat sich Kinect zunutze gemacht und einen Roboter entwickelt, der dem Einkäufer im Rollstuhl automatisch folgt und so das Einkaufserlebnis wesentlich angenehmer gestaltet. Als Videos gibt es zum einen die 30-minütige Präsentation vor den Imagine Cup Juroren, und ein kurzes Video (32 Sekunden, anfangs in nicht so guter Qualität), das die Grundfunktion der Lösung demonstriert. 

 

 

Ich bin mir sicher ich würde zu diesem Thema noch einiges mehr finden, wenn ich meine Mittagspause verlängern würde. Als Microsoft-Mitarbeiter bin ich nun aber beruhigt: So vielschichtig wie das Thema ist, so vielschichtig sind unsere Ansätze. Ich habe wieder etwas gelernt und hoffe, Euch und Ihnen ging es ebenso.

 

Posted by Annabelle Atchison

Social Media Manager