Aktuelle Studie formuliert 6 Thesen aus den Wünschen der Menschen für die digitale Kommunikation der Zukunft

Internet und Mobilfunk haben zwar vieles erleichtert. Doch der tägliche Strom an Informationen überfordert viele.  Jeder dritte Deutsche fühlt sich von Informationen häufig überflutet.* Daher lautet die zentrale Frage einer Studie, die das Zukunftsforschungsinstitut SEE MORE im Auftrag von Microsoft im ersten Quartal 2012 durchgeführt hat: Wie kann man im Zeitalter der Überallerreichbarkeit Kommunikation noch verbessern? Und welche Medien nutzen wir? 50 weltweite Meinungsführer und Experten formulieren Ihre Ideen und Wünsche für die Kommunikation von morgen.

In einem Punkt waren sich alle Befragten der Studie einig: Das EINE Medium der Zukunft gibt es nicht. Die Nutzer verwenden weiter alle elektronischen Medien – je nach Anlass und Inhalt der Kommunikation das Social Web, Instant Messaging, Micro-Blogging oder SMS. E-Mail bleibt ein wichtiges Basis-Medium der Zukunft.

These 1: „Aus Electronic Mail wird Emotional Mail“: Die Studie macht deutlich: Die Menschen fühlen sich durch die Informationsflut gestresst  - Emotionen machen die Masse an Kommunikation dagegen für sie erträglich. Sie wünschen sich daher mehr Gefühl in der Kommunikation - mit Botschaften, die sie nicht nur im Kopf, sondern im Herzen erreichen, zum Beispiel über die gezielte Ansprache aller 5 Sinne – von sensual-musikalischen Codes in E-Mails bis zu unterstützenden Bildern und Movie-Clips im Hintergrund.

These 2: „Der Sender wird zum Künstler“: Sowohl in der gestalterischen als auch der rhetorischen Auswahl wünschen sich die Menschen mehr Kreativhilfen – wie zum Beispiel Layout und- und Formulierungsvorschläge.

These 3: „Die E-Mail der Zukunft werden wir nicht mehr schreiben, sondern denken“: Barrieren für Kommunikation, wie Eingabegeräte, sollen in Zukunft verschwinden. Wunsch der Nutzer ist eine intuitive Eingabe, die durch Gesten, Sprache oder sogar Gedanken gesteuert werden könnte. Tatsächlich wird schon heute intensiv an so genannten Brain Computer Interfaces (BCIs) geforscht.

These 4: „Aus E-Mail wird Smart Mail“: Der Wunsch nach Programmen, die mitdenken und wiederkehrende Aufgaben der Kommunikation übernehmen, ist groß. Zum Beispiel mit Hilfe von Routinen, die die Eingabe coachen und die E-Mail in Zukunft smarter machen.

These 5: „Meine Identität wird mobil“: In einer immer mobiler werdenden Welt wollen die Befragten der Studie alle Informationen synchron auf jedem Gerät. Ihre virtuelle, digitale Identität soll in einem umfassenden Kommunikations-Medium überall dabei sein. Auch systemübergreifende Synchronisation muss reibungslos funktionieren.

These 6: „Ich kommuniziere, also bin ich“: Menschen möchten durch Kommunikation ihre Identität aufbauen. Das Motto lautet: „Ich bin, was ich kommuniziere“. Gewünscht ist ein Coaching bei der Entwicklung eines eigenen Stils, ein sich evolutionär anpassendes Kurzprofil und ein individualisierter Auftritt mit Avatar oder Profilbild. Kurz gesagt: Eine Eingabemöglichkeit mit persönlicher Note.

Eine frei nutzbare interaktive Flash-Infografik zur Zukunftsstudie der digitalen Kommunikation finden sie unter folgendem Link zum Download: http://downloads.faktor3server.de/microsoft/infografik_microsoft_468x351_230512.zip

*Bitkom Studie April 2011

Posted by Irene Nadler
Communications Manager Consumer