Eine neue Autobahntrasse direkt vor der Haustür, immer weniger KITA-Plätze in der Gemeinde oder ein schrumpfendes Kulturangebot in der Stadt: Viele Entscheidungen die unmittelbar die Bürger einer Region betreffen, können bisher von den Einwohnern kaum beeinflusst werden. Das führt mitunter zu großer Unzufriedenheit in der Bevölkerung.

Einer Studie von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institutzufolge wird sich diese Situation bald ändern. 70 Prozent der deutschen Behörden sprechen sich für eine aktive Mitarbeit der Bürger in ihrem Verwaltungsbereich aus. Besonders die ehrenamtliche Mitarbeit bei der Kinderbetreuung, der Nachbarschaftshilfe oder der Altenpflege schätzen die befragten Entscheider aus 100 großen deutschen Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen als immens wichtig ein. Neben der ehrenamtlichen Beteiligung erhoffen sich die Verantwortlichen neue Impulse durch die Bürger und eine Entlastung der Verwaltungsstellen. Denn 80 Prozent der Entscheider in der öffentlichen Verwaltung stellen sich laut Umfrage auf massive Engpässe bei der Personalbesetzung ein.

Durch den Einsatz intelligenter IT-Lösungen ist eine viel einfachere Einbindung der Bürger in wichtige Entscheidungen von Städten und Kommunen möglich. Bauvorhaben, Stadtentwicklung oder gar die Haushaltsplanung können durch die kreativen Vorschläge der Bürger mitgestaltet werden. Wie das funktionieren kann, zeigt Microsoft mit einem Projekt der Innovationsinitiative „Chancenrepublik Deutschland“. Mit dem Partizipationsprojekt Parteezy beispielsweise berücksichtigt die Stadt Wernauin Baden-Württemberg bei der Planung des Stadtjubiläums im kommenden Jahr die Anregungen der Einwohner und erarbeitet gemeinsam mit den Bürgern das Festprogramm.

Das Beispiel macht deutlich: Mehr Bürgerbeteiligung ist möglich. Die Technologien dafür stehen bereit.

Weitere Infos zur Initiative „Chancenrepublik Deutschland“ gibt es hier: http://www.chancenrepublik-deutschland.de/

Posted by Katrin Pommer
Communications Manager Corporate Citizenship