Wer hätte das gedacht. Wir sind auf dem LinuxTag dabei - schon wieder! Zum dritten Mal in Folge sponsern wir den LinuxTag und tragen mit einer  Keynote von James Utzschneider heute ab 14 Uhr inhaltlich bei. In Berlin dabei zu sein, ist aber nicht nur für uns zu einer schönen Gewohnheit geworden. Auch von Seiten der Community werden wir mehr und mehr als Freund statt als Feind empfangen, was sich zum Beispiel in der ersten Keynote am Mittwoch zu den „Herausforderungen für Open Source“ widergespiegelt hat. Dass sich Microsoft als Unternehmen verändert hat und offener geworden ist, hat sich nun nachhaltig in der Community herumgesprochen:

  • Auf der Microsoft Plattform Codeplex laufen 28.000 aktive Open Source Projekte
  • Microsoft gehört heute zu den Top 20 Contributors, die zur Weiterentwicklung des Linux-Kernes beitragen, crn.de
  • Über 350.000 Open Source laufen auf Windows 

 

Der LinuxTag ist für mich ein Beleg, wie sich die die Meinung der Community verändert. Es geht in Berlin weniger um das alte Spiel freie vs. proprietäre Software. Viel mehr stellen sich viele User und Redner auch ganz offen die Frage, welche Lösung die beste für ihren jeweiligen Kunden sei. Die Antworten hierzu waren heute deutlich ausgewogener: Die Welt besteht aus heterogenen IT-Landschaften in der sich Open Source und Closed Source ergänzen. Für die Teilnehmer geht es in Berlin zunehmend um die jeweiligen Kundenanforderungen. Der Kunde denke nicht nur über die Kosten nach und vergleiche diese, er bestehe eben auch auf die bessere Software – diese kann mal im Open Source mal Closed Source Umfeld der Fall sein, so der Tenor. Für beide Anbieter komme es auf Offenheit, Zusammenarbeit und Interoperabilität der Systeme an. Das gelte für Microsoft genauso wie für die Open Source Community.

Google frisst Entwickler

Offenheit hat in den letzten Jahren auch für die Open Source Community in zweifacher Weise an Bedeutung gewonnen. Denn Zusammenarbeit, Offenheit und Engagement müsse immer von zwei Seiten kommen, wie der Sprecher in der Keynote am Mittwochvormittag betonte. So wurde am Eröffnungstag die Frage erörtert, wie viele Google Produkte auf Open Source basierten, und wie wenig Quellcode Google an die Community zurückgebe.

Uns als Microsoft ist es ein Anliegen, nicht nur Offenheit von anderen zu fordern. Es lag an uns, offener zu werden – das haben wir getan, so sind wir ins Cloud Zeitalter eingetreten. Unsere Plattform ist an den Rändern offen. Wir bieten offene Schnittstellen, offene Protokolle, Interoperabilität mit Open Source Software und suchen aktiv die Zusammenarbeit mit anderen. Das gilt für alle Kernprodukte von Windows bis Office, vom Internetexplorer bis zum Windows Phone. Marktbegleiter sollten ihre Definition von Offenheit vielleicht noch mal überdenken!

Posted by Ines Gensinger

Leiterin Business- und Consumer Kommunikation & Analyst Relations