Angesichts einer alternden Gesellschaft steigt in Deutschland, wie in anderen Ländern Europas, Asiens und in den USA, der Bedarf nach kreativen Lösungen für das Gesundheitsmanagement von Patienten im häuslichen Umfeld. Krankenhäuser, Ärzte, Patienten und ihre Angehörigen suchen gleichermaßen nach effizienten Möglichkeiten, um die häusliche Pflege zu verbessern sowie den Informationsaustausch als Basis für gemeinsame Entscheidungen zu erleichtern. 

IT- und Kommunikationstechnologien übernehmen dabei eine immer wichtigere Rolle – vor allem die sogenannten intelligenten Systeme. Diese können dank nahezu überall verfügbarer Internetanbindung und den Möglichkeiten des Cloud Computing große Datenmengen erfassen und weitergeben. Waren früher im Gesundheitswesen die gängigsten medizinischen Geräte wie Röntgen- oder Diagnosegeräte noch isoliert und nicht mit dem Netzwerk verbunden, können sie heute als intelligente Systeme Ärzte mit Patientendaten in Echtzeit versorgen, die Diagnose erleichtern und die Betreuung von Patienten wesentlich verbessern. 

Wie Entscheidungen im Gesundheitswesen von diesem Potenzial profitieren können, zeigt eine Machbarkeitsstudie von Microsoft Windows Embedded, Microsoft HealthVault und dem Microsoft Innovation Center in Turin in enger Zusammenarbeit mit Freescale und Kontron - die sogenannte Home Health Hub Reference Platform, die ab heute auf der Medica in Düsseldorf, vorgestellt wird.

Das intelligente medizinische Gerät wird von Freescale hergestellt und arbeitet mit dem Betriebssystem Windows Embedded Compact 7. Mit einer einfach zu bedienenden Touch-Screen-Steuerung übertragt es die Vitaldaten des Patienten aus seiner gewohnten heimischen Umgebung über die Cloud an den behandelnden Arzt. Dieser kann über einen von Kontron entwickelten Bildschirm die erhaltenen Informationen in der Praxis überprüfen und dem Patienten direkt Rückmeldung geben – beispielsweise mit Hinweisen zur Medikation oder Ratschlägen zu Symptomen.

Der Home Health Hub ist an die Cloud angeschlossen. Dadurch kann der in Deutschland verfügbare Cloud-Dienst Microsoft HealthVault in Echtzeit Patientendaten übertragen, wie beispielsweise Aufnahmen von Magnetresonanz-Tomographen (MRT). Der behandelnde Arzt kann auf diese Daten in seiner Praxis oder von zuhause aus zugreifen und sich dazu mit einem Spezialisten in einer anderen Stadt austauschen.

Auch Pflegekräfte und Familienangehörige profitieren von diesem schnellen und unkomplizierten Zugang zu patientenrelevante Informationen: sie können detaillierte Berichte über eine spezielle App auf ihrem Windows Phone abrufen, die der Home Health Hub an das Gerät schickt. 

Die große Bandbreite der auf der diesjährigen Medica vorgestellten medizinischen Geräte belegt, dass intelligente Systeme wie die Home Health Hub Reference Platform die Zukunft des Gesundheitswesens sind. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, Patientendaten sinnvoll und effzient zu verarbeiten.

posted by Astrid Aupperle
Communications Manager Public Sector