„Privatsphäre existiert nicht ohne Sicherheit, und Sicherheit beruht auf Privatsphäre, wir können beides haben“, so Matt Thomlinson, Vizepräsident von Microsoft Security, in einem Vortrag auf der 50. Münchner Sicherheitskonferenz, als er die Eröffnung eines internationalen Transparenz-Zentrums von Microsoft in Brüssel angekündigt hat. Die Eröffnung ist für Ende des Jahres geplant. Ziel ist es, Regierungsvertretern Einsicht in den Quellcode der Software von Microsoft zu gewähren. So können sie sich davon überzeugen, dass in den Microsoft-Produkten keine Hintertüren eingebaut sind, die einen Zugriff auf Daten der Kunden ermöglichen könnten.

Das neue Zentrum in Brüssel ist ein nächster logischer Schritt in der langfristig angelegten Transparenz-Offensive von Microsoft, mit der die Informationspolitik so transparent wie möglich gestaltet werden soll. Die ITK-Branche ist eine Schlüsselindustrie, die allein in Deutschland mehr als 830.000 Menschen beschäftigt. Wichtiger noch: Das Internet ist eine Querschnittstechnologie, die unser aller Leben radikal verändert. Deshalb trägt Microsoft als einer der führenden ITK-Anbieter eine besondere Verantwortung: Microsoft muss dafür sorgen, dass die Menschen die Funktionsweise neuer Technologien und ihre gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen verstehen und Risiken einschätzen können.

Gleichzeitig ist Microsoft der optimale Schutz von Kundendaten enorm wichtig – egal ob es sich um Unternehmen, Behörden, Regierungen oder Privatanwender handelt. Regierungskunden können sich von der Sicherheit der Microsoft-Produkte künftig auch in Europa überzeugen – bisher war dies nur in den USA möglich. Weitere Transparenz-Zentren auf verschiedenen Kontinenten sind in Planung. Auf breiter Front unterstützt Microsoft auch die Ziele der EU-Datenschutzreform, die Konzepte wie „Privacy by design“ und „Privacy by default“ (Datenschutz durch Technik und datenschutzfreundliche Voreinstellungen) umsetzen soll. Diese Grundsätze finden sich beispielsweise beim Tracking-Schutz des Internet Explorer in Windows 8. Der Mechanismus „Do not Track“ ist im Internet Explorer bereits per Voreinstellung aktiviert, was eine breite Debatte über den Schutz des Einzelnen und die Möglichkeiten von Online-Werbung im Netz angestoßen hat. Außerdem kämpft Microsoft mit juristischen Mitteln dafür, von Geheimhaltungspflichten weitgehend befreit zu werden und noch transparenter in der Offenlegung über staatliche Datenzugriffe sein zu dürfen. Im Transparenzbericht werden schon heute Daten zu Anfragen aufgrund von Gerichtsbeschlüssen oder Durchsuchungsbefehlen veröffentlicht.

Weitere Informationen:

http://blogs.technet.com/b/microsoft_on_the_issues/archive/2014/01/30/microsoft-announces-brussels-transparency-center-at-munich-security-conference.aspx

http://blogs.technet.com/b/microsoft_presse/archive/2014/02/04/transparenz-offensive-microsoft-erm-246-glicht-regierungen-einsicht-in-quellcode.aspx

Beste Grüße
Ihre Rebecca Schickel