Der Ansturm war groß – größer als je zuvor. Am 5. September schloss die IFA (Internationale Funkausstellung) in Berlin bereits zum 52. Mal ihre Pforten – mit einem Besucherrekord von 240.000 Besuchern. Auf der offiziellen Website der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik bezeichnet die IFA sich selbst als Schlüsselloch für Technologien der Zukunft. Auch in diesem Jahr wurden die vielen Neugierigen nicht enttäuscht: Neben anderen Ausstellern präsentierte Microsoft mit seinen Hardware-Partnern über 30 brandneue Windows 8-Tablets, Smart-PCs und Hybridmodelle. Damit wird der Weg in die PC Plus-Ära geebnet, so Peter Jaeger von Microsoft Deutschland: „Wir befinden uns an der Schwelle des Übergangs vom Personal Computer zum Personalized Computing … Ein Plus an Formfaktoren und Endgeräten erweitert die technologische Benutzererfahrung. Und ein nie dagewesener Grad an Personalisierungs- und Vernetzungsmöglichkeiten bietet einen barrierefreien und kompromisslosen Zugang zu Daten und Inhalten – egal wo und egal wann.“

Um den technologie-begeisterten Messebesuchern mehr als nur einen Blick durchs Schlüsselloch hinter verborgene Türen zu bieten, hat Microsoft sich zum Ausklang der Messe etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Einen Blick in die Zukunft, genauer gesagt bis ins Jahr 2050! Im Rahmen der What’s Next-Matinée lud Microsoft die Zuhörer ein, an den Visionen des renommierten und mehrfach ausgezeichneten Wissenschaftlers Ray Kurzweil teilzunehmen. Das Credo des Erfinders und Vordenkers auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz: „We have a brain to anticipate the future!“ („Unser Gehirn ist dazu da, die Zukunft vorauszusehen!“). In seinem Bild von der Zukunft werden Informationstechnologien zunehmend intelligenter. Wir Menschen nähern uns immer mehr den Maschinen an und werden in noch größerem Maße von ihnen profitieren. Kurzweil arbeitet seit Langem eng mit Microsoft und der Abteilung Microsoft Research zusammen. Microsoft investiert jährlich rund 9,5 Mrd. Dollar in Forschung und Entwicklung, um Visionen wie die von Kurzweil in die Tat umzusetzen.

Konkrete Forschungsprojekte – die Basis für intelligente Computer von morgen – präsentierte Prof. Chris Bishop von Microsoft Research in seinem anschließenden Vortrag „Making machines more intelligent” („Wie wir Maschinen noch intelligenter machen können“). So begeisterte er das Publikum zum Beispiel mit dem Text-to-Speech-Projekt (Von-Text-zu-Sprache mit der Sprachsynthese-Technologie), mit dem gesprochene Sätze in andere Sprachen umgewandelt und über einen Avatar wiedergegeben werden.

Eine Zusammenfassung der What’s Next-Matinée können Sie sich hier als Video ansehen.

Mensch und Maschine werden eins. Dass dies schon lange keine Zukunftsvision mehr ist, hat Microsoft längst mit Kinect bewiesen. Bei der natürlichen Interaktion mit der Gestensteuerung tritt die Technologie in den Hintergrund. Die Bedienung läuft ohne Controller rein intuitiv und barrierefrei – einfach aufstehen und den Ball auf dem Bildschirm ins Tor schießen. Doch Kinect hat seit seiner Veröffentlichung 2010 nicht nur die Spielewelt auf den Kopf gestellt, nein, auch die Wissenschaft macht sich die intelligente Steuerung zu eigen. Zahlreiche Forschungsprojekte, z. B. in der Autoindustrie oder in der Medizin, setzen bereits auf Kinect.

Neben Kinect tüftelt Microsoft Research an vielen weiteren spannenden Innovationsprojekten. Hier ein kleiner Auszug:

Smartglass:
Mit der Entertainment-App Microsoft Xbox SmartGlass können zahlreiche Unterhaltungsinhalte übergreifend sowohl im eigenen Wohnzimmer als auch unterwegs genutzt werden. Mobiltelefone, Computer und Tablets werden mit der Xbox 360-Konsole verknüpft, und die Inhalte von einem zum anderen Gerät übertragen. Unterhaltung mit Xbox wird so noch interaktiver und individueller: Sie beginnen z. B. ein Spiel auf Ihrem Tablet und beenden es später auf dem Fernsehbildschirm.
http://www.microsoft.com/en-us/news/Press/2012/jun12/06-04XboxE3PR.aspx

Omnitouch:
OmniTouch besteht aus einer tragbaren Tiefensensorkamera und einem Projektor. Damit kann der Benutzer ein Bild nicht nur auf beliebige Flächen projizieren, sondern mit den Fingern bestimmte Funktionalitäten beeinflussen und steuern. Egal ob Wand, Handfläche, Unterarm, Tisch oder Notizblock: mit OmniTouch wird jede Oberfläche in der Umgebung zum Touchscreen.
http://research.microsoft.com/en-us/news/features/touch-101711.aspx

SYNC-Technologie:
Zusammen mit Ford hat Microsoft Ford Sync entwickelt: ein sprachgesteuertes System, das Smartphones oder MP3-Player via Bluetooth oder USB-Anschluss ins Auto einbindet. Auf der IFA 2012 hat Ford bereits die neue Entwicklungsstufe von Sync vorgestellt: Sync mit MyFord Touch. Die sprachgesteuerte Technologie basiert auf dem Microsoft-Betriebssystem „Windows Embedded Automotive“ und versteht tausende Befehle in neun Sprachen. Der Fahrer kann damit die Klimaanlage, das Navigationsgerät oder die Musikanlage im Auto bedienen, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Außerdem sind ein WLAN-Access-Point und eine Text-to-Speech-Funktion für SMS integriert.
http://ifa2012.fordmedia.eu/enhanced.htm

Sie wollen nicht mehr länger auf die Technik von morgen warten? Das müssen Sie auch nicht. Denn Microsoft bringt die Zukunft schon diesen Herbst zu Ihnen: mit Windows Server 2012, Windows 8, dem neuen Office und einigen Überraschungen mehr – alles Ergebnisse jahrelanger Forschung!

Viel Vergnügen weiterhin in und mit der Zukunft wünscht
Ihre Rebecca Schickel