Eine von Microsoft in Auftrag gegebene Studie hat herausgefunden, dass Cloud Computing nicht nur vom Namen her ins Zeitalter der Öko-Bewegung passt: Das Arbeiten mit Anwendungen, die in die Cloud verlegt und damit auf gemeinsamer Basis genutzt werden, verringert den Energieverbrauch und CO2-Ausstoß um mindestens ein Drittel. Bei kleinen und mittleren Unternehmen ist die Einsparung sogar noch größer.

UNO Rechenzentrum NairobiDie Unternehmensberatung Accenture und die Beratungsgesellschaft WSP Environment & Energy haben die CO2-Bilanz von Nutzern beim Arbeiten mit Exchange, SharePoint und Dynamics gemessen: einmal mit den lokal gespeicherten Programmen und einmal mit den Cloud-Anwendungen. Das Ergebnis war deutlich – vor allem für kleine Unternehmen, die in der Cloud bis zu 90 % CO2-Ausstoß einsparen konnten. Mittlere Unternehmen kamen auf 30-60 % und große immerhin auf 30 %.

Individuelle Energiebilanz der jeweiligen Unternehmen schön und gut! Doch wie steht es um den Stromverbrauch der Server, auf denen die Cloud-Angebote laufen? Einfach so in der Luft schweben die ja auch nicht. Leider nicht. Um die Services jederzeit verlässlich anbieten zu können, sind sogar Rechenzentren von der Größe mehrerer Fußballfelder nötig, und das frisst Strom. Doch Microsoft ist kein Neuling auf diesem Gebiet. Schon seit vielen Jahren versorgen komplexe Rechenzentren Online-Dienste wie Hotmail oder Bing. Und ständig sind Fachleute damit beschäftigt, deren Energieeffizienz zu verbessern.

Ein großer Schritt in diese Richtung ist auch schon getan. Microsoft hat vor knapp zwei Jahren in Dublin und Chicago Rechner in Containern ans Netz angeschlossen. Das Prinzip ist einfach, aber genial: Die Rechenzentren sind nicht in aufwändigen Gebäudekomplexen untergebracht, sondern in vielen kleinen Containern, die wie Mini-Zentren funktionieren und einsetzbar sind. Man nennt das „Modularisierung von Rechenzentren“. So können bereits bestehende Rechenzentren mit den Containern beliebig erweitert werden, oder es wird – je nach Bedarf – einfach ein neues „Containerdorf“ aufgebaut. Der große Pluspunkt: Ein Container kann bis zu 2.500 Server enthalten und braucht dafür nur drei Kabel, für Netzwerk, Strom und Kühlung, ansonsten ist er von jeglicher außenstehender Infrastruktur unabhängig. Die Container können somit flexibel eingesetzt und jederzeit ein- und wieder ausgeschalten werden. Das spart Strom und schont die Umwelt.

Wie das Ganze in der Praxis aussieht, zeigt das Video „Microsoft Rechenzentren der 4. Generation“ (engl.)

„Die Vorteile des Cloud Computing liegen auf der Hand: Höhere Produktivität, weniger Kosten und weniger Verwaltungsaufwand für Produkte sind mittlerweile die Hauptanliegen von Unternehmen, die die Cloud-Dienste von Microsoft schätzen“, so Rob Bernard, Chief Environmental Strategist bei Microsoft. Kommt jetzt auch noch die verbesserte Energiebilanz hinzu, kann mit der Cloud wirklich vom Beginn eines neuen IT-Zeitalters gesprochen werden. Und das in Zeiten von Fukushima und deutschem Atomausstieg – perfekt!

Microsoft ist mit seiner Cloud-Anwendung Office 365 voll dabei. Damit lassen sich die Office-Programme in etwas reduzierter Form von jedem Rechner aus online nutzen. Testen Sie gleich die kostenlose Office 365 Beta-Version.

Cloud Services im KMU-Portal

Download der Studie “Cloud Computing und Nachhaltigkeit“ (engl.)

Viel Spaß beim Ausprobieren und Strom sparen wünscht Ihnen

Rebecca Schickel