Bis Ende des Jahres, so schätzt Johannes Pruchnow, Geschäftsführer Business von Telefónica O2 Germany, sind die weißen Flecken auf deutschen Landkarten verschwunden. Dann kann bundesweit jeder mit einem schnellen Internetzugang surfen. In den Orten, in denen bislang kein DSL verfügbar war, wird die Versorgung mit dem schnellen Funkstandard LTE gewährleistet.

Die vier Telekommunikationsanbieter Deutsche Telekom, E-Plus, Telefónica O2 und Vodafone haben im vergangenen Jahr die für den LTE-Auf- und -Ausbau die erforderlichen Funkfrequenzen ersteigert. Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone haben sich verpflichtet, zunächst die Regionen in Deutschland mit LTE zu versorgen, die noch keinen schnellen Internetzugang haben. Diese Verpflichtung werden die drei Unternehmen bis Ende des Jahres eingelöst haben.

LTE soll zunächst für den stationären Internetzugang, also für Zuhause und im Büro, angeboten werden. Dafür müssen Router installiert werden, die denen für DSL ähneln – allerdings kommen sie ohne Kabel zum Telefonanschluss aus; sie verfügen stattdessen über Empfangsantennen für das LTE-Signal. Der mobile Einsatz zum Surfen unterwegs soll später auch möglich werden. Erste LTE-Surfsticks, die UMTS-Sticks ähneln, sind verfügbar. Die erste Tarife für Internet per LTE stehen fest; sie sind ab 30 Euro pro Monat zu haben. Ein Vergleich der verschiedenen Anbieter lohnt, die Angebote unterscheiden sich stark in der Leistung.