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Auf der CeBIT feiert ein Windows Phone mit Volltastatur seine Deutschland Premiere: Computerhersteller Dell hat das Smartphone “Venue Pro” mit nach Hannover gebracht. Es verfügt über 16 Gigabyte Hauptspeicher, eine Fünf-Mega-Pixel-Kamera und einen modernen AMOLED-Touchscreen für brillante Darstellung. Das Besondere an dem Handy: Es verfügt über eine Volltastatur in deutschem Layout, die im Hochformat nach unten herausgeschoben wird. Dabei trägt die Tastatur nicht auf – es ist nur 14,9 Millimeter flacht.
Viele Geräte und alle Displays werden immer flacher, in der Darstellung geht’s aber in die Tiefe – in die Tiefe des Raumes. Auf der CeBIT zeigen eine ganze Reihe von Unternehmen, wie Bilder und Videos dreidimensional dargestellt werden können. Dabei muss nicht einmal mehr eine Brille aufgesetzt werden.
Das fängt bei Nintendo mit seiner neuen mobilen Spielekonsole 3DS an und reicht bis zur Deutschen Telekom, die eine dreidimensionale holografische Projektion über den neuen Funkstandard LTE überträgt. Einen kleinen Haken gibt’s bei der Berichterstattung über derartige Präsentation: Die zweidimensionalen Fotos können den 3D-Effekt leider nicht darstellen, sondern erscheinen eher unscharf.
Ein spannendes Thema auf der CeBIT kommt mit einer nicht gleich verständlichen Abkürzung daher: M2M – natürlich englisch gesprochen “M to M”. Das “M” steht für “Machine”, und mit M2M bezeichnet man die direkte automatisierte Kommunikation von Maschinen miteinander. Eine Maschine ruft also eine andere Maschine an, übermittelt Daten, und die angerufene Maschine erledigt dann die passende Aufgaben.
Telefónica O2 hat dazu auf der CeBIT ein süßes Szenario aufgebaut: Auf einem Süßigkeitenautomaten steht eine (kostenlose) Telefonnummer. Ruft ein Messebesucher diese Telefonnummer an, wird dem Automaten von einem Server mitgeteilt, dass er eine Süßigkeit ausgeben soll. Die Information, die den Weg freimacht zu eine Schokoriegel, wird per Mobilfunk übertragen. Die M2M-Kommunikation findet zwischen dem Server und dem Verkaufsautomaten statt.
Was am Telefónica-Stand eher spielerisch abläuft, entwickelt sich zu einem hochinteressanten Markt für neue Services. So hat Telefónica O2 Deutschland gerade an ein Unternehmen, dass die Ablesung von Heizungswärmeverbrauch automatisiert, 700.000 SIM-Karten verkauft. Sie werden in die entsprechenden Messegeräte eingebaut, die dann per Mobilfunk den Zählerstand übermitteln. Ein Mitarbeiter der Wohnungsverwaltung muss dann nicht mehr kommen und das Messgerät vor Ort ablesen – und der Wohnungsbesitzer braucht keinen Urlaub zu nehmen, um den Mitarbeiter in die Wohnung zu lassen.
Das Potenzial für M2M-Services ist gigantisch. Marktbeobachter gehen davon aus, dass bis 2020 rund 50 Milliarden Maschinen so ausgestattet sind, dass sie per Mobilfunk mit anderen Maschinen kommunizieren können. Nicht nur das Ablesen von Heizungswärmeverbrauch, ganz allgemein das intelligente Messen, neudeutsch Smart-Metering, aber auch Bezahlsysteme können so beispielsweise betrieben werden.
Die erste Begrüßung der Presseöffentlichkeit übernahm in diesem Jahr zum ersten Mal ein Roboter. RoboThespian hieß die aus allen Ländern der Welt angereisten Journalisten willkommen. Erst danach sprach Cebit-Chef Frank Pörschmann ein paar einführende Worte.
Dass menschen-ähnliche Roboter gut beim Publikum ankommen, macht sich auch der weltgrößte Chip-Hersteller Intel zunutze. Er lässt Roboter mit Namen NAO tanzen. Die Maschinen beruhen auf der Intel-Plattform mit Namen Atom, die eigentlich für den Einsatz in Netbooks konzipiert wurde.
Flach, leicht, gutes Display und wirklich mobil – das sind im Wesentlichen die Vorzüge der Tablet-Computer. In der Regel ohne Tastatur sind sie noch einmal leichter als Netbooks, die kleinen Brüder der Notebooks, mit Bildschirmdiagonalen zwischen sieben und zehn Zoll zeigen sie Internet-Inhalte deutlich besser lesbar an an Handys. In diesem Jahr kommt der Tablet-Markt so richtig in Schwung. Jede Menge dieser Computer dieser Geräteklasse kommt auf den Markt. Viele feiern auf der CeBIT 2011 ihre Deutschland oder Weltpremiere.
Auch wenn Tablets mit Windows als Betriebssystem nicht wirklich mehr eine Neuigkeit sind – Windows XP Tablet PC Edition kam bereits 2002 auf den Markt –, so ist das Interesse an den mobilen Computern riesig. Kaum zeigt ein Hersteller einen Tablet-Computer, richten sich die Microfone auf den Präsentator. Die meisten Geräte kommen aus Asien, aus China und Taiwan. Besonders stark drängen Hersteller wie Asus, Acer und MSi auf auf den Markt.
Die wichtigste Anwendung für die Tablet-Computer ist typischerweise der Zugriff aufs Internet – E-Mailen, Surfen, Chatten, Kommunizieren und Publizieren über Webseiten wie Youtube, Facebook und Xing. Aber auch Multimedia-Anwendungen, Bilder und Videos ansehen, Musik hören, gehören zu den Selbstverständlichkeiten. Entsprechend sind die Geräte ausgestattet. Sie bringen zwar in der Regel nicht genug Leistung mit, um Videos zu bearbeiten – das bleibt neuen Notebooks und leistungsstarken Desktop-PCs vorbehalten. Doch Tablets haben das Zeug zum zweiten ständigen Begleiter zu werden, nach dem Handy.
Dass man bei den leichten und flachen Rechnern nicht auf wichtige Notebook-Funktionalitäten wie eine Tastatur verzichten muss, zeigt Asus mit seine Eee Slate EP121. Es verfügt über eine Bluetooth-Schnittstelle, über die drathlos eine kompakte Tastatur angeschlossen werden kann. Damit lässt sich der Eee-Slate wie ein Notebook verwenden.
Fit für den professionellen Unternehmenseinsatz macht der deutsch-japanische Hersteller Fujitsu sein Tablet STYLISTIC Q550. Es bringt nicht nur Windows 7 mit, sodass es sehr einfach in bestehende Unternehmensnetzwerke eingebunden werden kann, sondern verfügt auch über besondere Sicherheitseinrichtungen: Ein Fingerabdruckleser auf der Rückseite macht es leicht, den direkten Zugriff auf das Gerät zu sperren und wieder zu entsperren. Und ein Smartkarten-Lesegerät macht das Tablet tauglich für viele Sicherheitsanwendungen.