Microsoft für kleine und mittelständische Unternehmen

Themen rund um den Einsatz von IT in kleinen und mittelständischen Unternehmen

September, 2010

Beiträge
  • Mein erster Server (Teil 9): Branchensoftware und Datenbanken nutzen

    Zum Abschluss meiner kleinen Server-Reihe nochmal ein Blick in typische Verhältnisse in kleinen Mittelstandsunternehmen, die aus ihren Kinderschuhen hinausgewachsen sind: Nicht selten höre ich da „Ach, ein Jahr tun die‘s noch!“ Nein, nicht von Aufsichtspersonen auf dem Spielplatz. Sondern von IT-Verantwortlichen, wenn man mitleidend auf die ausgelatschten PCs blickt, auf denen alles erledigt wird.

    Da gibt es den Bauunternehmer, der eigentlich eine passende Branchenlösung für seine Kundenbetreuung und Kapazitätenplanung schon gefunden hat, sie aber Mangels Server nicht einsetzten kann. Oder den Autohändler, der zwar Access-Datenbanken nutzt, diese aber auf einem PC-Arbeitsplatz betreibt. Und die immer nur von dem Anwender eingesetzt werden kann, der sich den begehrten Sitzplatz an eben diesem PC ergattert hat. Und es gibt die gewachsenen IT-Strukturen, in denen schon immer alles mit Excel-Tabellen erledigt wurde. Und die sich inzwischen im Spalten- und Zeilendschungel hoffnungslos verlaufen. Gemeinsam an den Tabellen arbeiten ist ohnehin Zukunftsmusik.

    Das kostet nicht nur unter den Mitarbeitern eine Menge Motivation. Es kostet den Chef auch wertvolle Arbeitszeit. Und es kostet im schlimmsten Fall auch Aufträge, wenn die IT-Anforderungen mit der überlasteten Infrastruktur einfach nicht mehr zu erfüllen sind.

    So passt der Schuh – auch wenn die Füße weiterwachsen

    Windows Server 2008 R2 Standard bietet die ideale Plattform für den Einsatz von Branchenanwendungen, mit denen mehrere Benutzer arbeiten sollen. Durch die Anwendungsserver-Rolle wird eine integrierte Umgebung zum Bereitstellen und Ausführen von benutzerdefinierten, serverbasierten Geschäftsanwendungen bereitgestellt. Diese Anwendungen reagieren auf Anforderungen, die von PC-Arbeitsplätzen oder anderen Anwendungen über das Netzwerk eingehen.

    Zu Windows Small Business Server 2008 Premium gehört darüber hinaus noch die Datenbank SQL Server 2008. Sie kann parallel zu Branchenanwendungen und Diensten (wie zum Beispiel dem E-Mail-Server) laufen. Die serverbasierte Datenbank steht stets allen Anwendungen und Benutzern zur Verfügung. Das macht Sie unabhängig davon, ob der als früher als Datenbankträger benutzte PC in der Firma eingeschaltet sind.

    Mit einer entsprechenden Geschäftssoftware lassen sich Informationen dann gemeinsam und im Team verwenden, die zuvor nur einzelnen Benutzern in den auf ihren Computern laufenden Anwendungen zugänglich ist. Und damit haben Sie dann auch IT-technisch eine richtig professionelle Umgebung geschaffen, die Sie beim Sammeln, Zusammenführen und Auswerten Ihrer Daten unterstützt. Und an der Sie auch bei einem florierenden Wachstum Ihrer Firma noch lange Freude haben werden.

    Ich hoffe, meine kleine Artikelreihe zur Einführung von Servern im Unternehmen hat Sie an der einen oder anderen Stelle zum Nachdenken angeregt. Vielleicht haben Sie festgestellt, dass Ihre Schwierigkeiten (oder neudeutsch Herausforderungen) gar nicht so einzigartig sind. Und dass es auch für Ihre spezielle Situation eine gewinnbringende Lösung gibt.

    Und wenn Sie noch einen ganz anderen Aspekt aus der Praxis betragen wollen, dann schreiben Sie doch einfach an die Redaktion des KMU-Blogs unter mailto:smbaskde@microsoft.com

    Bei Gelegenheit greife ich oder einer meiner Kollegen Ihre Eingaben dann gerne auf!

    Ihr

    Dietmar Meng

    Produktmanager für Windows Server für kleine und mittelständische Unternehmen

    PS:

    Sie sind neugierig geworden? Bei Fragen zum Servereinsatz in Ihrem Unternehmen berät Sie gerne ein qualifizierter Microsoft Partner, der die individuell passende Lösung mit Ihnen entwickelt.

  • Technik ohne Kauderwelsch: Zusammenarbeit an Dokumenten mit und ohne Unternehmens-Netzwerk

    Über die Funktion „Seite bewerten im Portal für kleine und mittelständische Unternehmen (das [+] unten rechts auf jeder Webseite) können Sie nicht nur Noten vergeben, sondern auch Kommentare abschicken. Ein Besucher hat uns so sein Anliegen geschildert:

    Mir gehört ein kleines Unternehmen mit 8 Mitarbeitern. Ich kann mit den gängigsten Office-Programmen arbeiten, viel mehr PC-Kenntnisse habe ich nicht. Ich suche eine Lösung‚ mit der wir von 3 verschiedenen Standorten auf einen Rechner zur Office-Arbeit zugreifen können – und die ohne Fachkenntnisse eingesetzt werden kann.

    Die Antwort der KMU-Redaktion:

    Erwischt – wenn ich mir Ihre Anforderung in der Praxis vorstelle, gehen mir gleich solche Begriffe wie „Remote Access“, „Cloud Computing“ und „Web-based Applications“ durch den Kopf. Aber ich gebe jetzt mal mein Bestes, um die Möglichkeiten ohne Fach-Chinesisch und trotzdem technisch halbwegs korrekt zu erklären. Dabei werde ich Ihnen drei Möglichkeiten vorstellen, mit denen Sie auch ohne Expertenwissen an Dokumenten zusammenarbeiten können. Fangen wir mit der einfachsten und günstigsten Alternative an, für die Sie lediglich einen Internetzugang benötigen:

    Alternative 1: Office Web Apps

    Office Web Apps stellen die gewohnten Office-Programme (in abgespeckter Version bei der Nutzung über Windows Live) über das Internet zur Verfügung. Sie benötigen zur Anmeldung eine (kostenlose) Live ID sowie Windows Live SkyDrive, eine ebenfalls kostenlose Online-Speichermöglichkeit für bis zu 25 Gigabyte. Zur Verdeutlichung des Vorgehens habe ich ein Word-Dokument in Microsoft Office 2010 angelegt:

    Live SkyDriveSie sehen den sogenannten Backstage-Bereich (der Menü-Reiter ganz links mit der Bezeichnung „Datei“). Unter „Speichern und Senden“ wählen Sie die Option „Im Web speichern“ und Sie bekommen Ihren persönlichen Windows Live SkyDrive angezeigt. Der enthält zunächst die Standard-Ordner. Mit dem Schalter „Neu“ legen Sie einen neuen Ordner für die Zusammenarbeit über das Internet an (im Beispiel „Koop“ genannt). Die Freigabestufe stellen Sie auf „Von mir ausgewählte Personen“. Dann können Sie gleich in einem Eingabefeld die E-Mail-Adressen der Personen eingeben, die auf diesen Ordner Zugriff erhalten sollen.

    Ein Klick auf die Schaltfläche „Speichern unter“ und schon steht das Dokument für die Bearbeitung über das Internet zur Verfügung. Sie können das Dokument von jedem beliebigen Rechner aus direkt in einem geeigneten Browser öffnen und mit eingeschränkten Funktionen auch bearbeiten. Sie sehen: Für diese Lösung benötigen Sie wirklich keinerlei Fachkenntnisse!

    Die Dokumente auf Ihrem SkyDrive können Sie natürlich auch ganz normal mit Ihrer installierten Office-Software bearbeiten und anschließend wieder auf SkyDrive speichern – alles über das Internet. So steht Ihnen der volle Funktionsumfang bei der gemeinsamen Online-Bearbeitung zur Verfügung.

    Alternative 2: Microsoft Online Services

    Ich höre Sie schon stöhnen wegen der englischen Produktnamen, aber ich verspreche Ihnen: Mehr Fach-Chinesisch kommt nicht! Die geeignete Lösung für Ihr Problem besteht in dieser Produktgruppe aus Microsoft SharePoint Online. Dabei wird Ihnen zu sehr günstigen Konditionen über das Internet eine umfassende SharePoint-Plattform für die Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt. Betrieben wird das Ganze in zertifizierten Rechenzentren von Microsoft in Europa – mit höchsten Standards in puncto Datenschutz und Sicherheit.

    Auf dem SharePoint-Bereich können Sie nicht nur in Teams und standortunabhängig gemeinsam an Dokumenten arbeiten. Sie können auch Firmenkontakte und Kalender darin teilen, Arbeitsprozesse koordinieren und ein Intranet für Ihr Unternehmen betreiben. Gerade für kleinere Unternehmen bietet das die Möglichkeit, auf eine professionelle IT-Infrastruktur zuzugreifen, auch wenn Sie keine IT-Fachkräfte zur Verfügung haben. Um den Betrieb kümmert sich Microsoft, und Sie bezahlen monatlich nur für die tatsächlich benötigte Benutzer-Anzahl.

    Wie das in der Praxis aussieht? Lesen Sie doch einfach den Kundenbericht von SUB AQUA DiveCenter, einer Tauchschule mit zahlreichen Standorten.

    Alternative 3: Per Fernsteuerung den PC im Büro benutzen

    Der Fachbegriff hierzu lautet „Remotedesktopverbindung“, und ich verwende ihn nur, weil er so im Windows 7-Menü steht. Dahinter verbirgt sich eine Fernsteuerung für Computer. Sie benötigen dafür allerdings ein Unternehmensnetzwerk mit extern erreichbarer Domain oder zumindest feste IP-Adressen, unter denen die Rechner zu erreichen sind. Außerdem muss die Firewall für den Zugriff konfiguriert werden. Ganz ohne Computerkenntnisse geht es da wohl nicht – am besten holen Sie sich für dieses Vorgehen einen qualifizierten Microsoft-Partner zu Hilfe.

    Für sehr experimentierfreudige Bastler hier eine kurze Einführung unter Windows 7 – aber wie gesagt, Sie sollten sich darauf einrichten, dabei unter Umständen auf unerwarteten Widerstand durch die Technik zu stoßen:

    Klicken Sie auf Start->Systemsteuerung->System und Sicherheit und dann im Bereich „System“ die Auswahl „Remotezugriff zulassen“:

    Remotedesktop zulassen

    Wenn beide PCs für die Remoteverbindung unter Windows 7 laufen, können Sie im folgenden Assistenten die sicherste Option 3 auswählen (hier gelb markiert):

    Remotezugriff aktivieren

    Unter „Benutzer auswählen“ können Sie sich selbst und weitere Benutzer aktivieren. Der PC im Büro, auf den zugegriffen werden soll, muss natürlich eingeschaltet sein – achten Sie also darauf, dass in der Systemsteuerung unter Energieoptionen kein „Energiespar-Modus“ oder automatisches Herunterfahren eingestellt ist. Und schalten Sie den Computer beim Verlassen des Büros nicht aus!

    Danach geht es an die Aktivierung des Remotezugriffs auf Ihrem Rechner zu Hause. Wählen Sie dafür zunächst „Alle Programme“ -> „Zubehör“ und darunter die besagte „Remotedesktopverbindung“. Erweitern Sie den Assistenten durch einen Klick auf „Optionen“:

    Remotedesktop-Assistent

    Geben Sie den Computer an, auf den Sie zugreifen wollen, und anschließend Ihren Benutzernamen.

     

    Alternative 4: Windows Small Business Server 2008

    Wenn Sie den Einstieg in ein eigenes IT-Netzwerk in der Firma planen – und früher oder später werden Sie mit Sicherheit diesen Punkt erreichen – dann sind Sie mit dem Windows Small Business Server 2008 bestens bedient. Der „kleine Bruder“ des Windows Server wurde speziell für die Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen entwickelt, die ein eigenes Netzwerk benötigen.

    Windows SharePoint Services ist im Small Business Server 2008 enthalten und bietet Ihnen die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, die Sie schon unter SharePoint Online kennengelernt haben. Mit dem Small Business Server können Sie auch das benötigte Netzwerk für Remotedesktopverbindungen etablieren. Lassen Sie sich in diesem Fall am besten von einem qualifizierten Microsoft-Partner unterstützen, der mit den technischen Kniffen vertraut ist.

    Die weiteren Einsatzmöglichkeiten und Vorteile des Small Business Server hat der Server-Spezialist Dietmar Meng in seiner Blogreihe sehr praxisbezogen erklärt – besser kann ich es auch nicht. Stattdessen biete ich Ihnen zum Abschluss einen exklusiven Einblick in den Alltag eines Kunden – die OAM Baustoffe GmbH zeigt Ihnen am besten selbst, wie sich die Einführung des Small Business Server dort auf den Arbeitsalltag ausgewirkt hat:

    Get Microsoft Silverlight

     

    Sie haben auch eine Frage zum IT-Einsatz im Unternehmen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an smbaskde@microsoft.com oder benutzen Sie die Kommentarfunktion „Seite bewerten“ im Microsoft-Portal für kleine und mittelständische Unternehmen. Wir greifen Ihre Anregungen gerne auf!

  • Microsoft Security Essentials ab Oktober kostenfrei für kleine Unternehmen

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    Update: Sie können die Microsoft Security Essentials als optionales Update über Microsoft Update herunterladen. Mehr Informationen dazu in folgendem englischsprachigen Artikel

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    Heute morgen hat Microsoft angekündigt Anfang Oktober die Security Essentials für kleine Unternehmen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Bisher war diese Sicherheitslösung nur für private Endanwender kostenlos, ab Anfang Oktober darf die Software in Unternehmen auf bis zu 10 Computern eingesetzt werden.

    Sie erhalten mit Microsoft Security Essentials eine Anti-Viren und Malware Lösung für Ihre Windows PCs, die auf der gleichen Basis aufbaut, die die Sicherheits-Lösungen von Microsoft für Großunternehmen. Wenn Sie die Sicherheitlösung zentral adminitrieren möchten oder über Gruppenrichtlinien im Netzwerk steuern wollen, dann sollten Sie Microsoft Forefront Client Security in Betracht ziehen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie am besten einen zertifizierten Microsoft Händler.

    Mehr zu der Ankündigung finde Sie hier (englisch).

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    Microsoft Security Essentials können Sie heute bereits für den privaten Gebrauch herunterladen, und bald auch für den kommerziellen Einsatz im kleinen Unternehmen.

    Beste Grüße

    Ihr Andreas Hennig

    www.microsoft.de/kmu

  • Stimmung im IT- und Telekommunikationsbereich steigt auf 10-Jahres-Hoch

    Die Branche kommt langsam in Feierlaune: Laut aktueller Konjunkturumfrage des Hightech-Verbands BITKOM unter IT- und Barometer_Sep_10_DownloadTelekommunikationsunternehmen ist die Stimmung so gut wie seit 10 Jahren nicht mehr. Und das nicht ohne Grund - in allen Marktsegmenten zieht die Nachfrage kräftig an. Knapp 4 von 5 Unternehmen rechnen im Geschäftsjahr 2010 mit einem Umsatzwachstum. Besonders günstig stehen die Zeichen bei Softwarehäusern und IT-Dienstleistern, aber auch die Hersteller von IT-Hardware und Kommunikationstechnik sehen ihre Geschäfte überraschend positiv – trotz des enormen Wettbewerbs in diesen Bereichen.

    Die optimistische Stimmung wirkt sich auch auf Arbeitnehmerseite günstig aus: Fast Zwei Drittel der Software-Häuser und IT-Dienstleister wollen ihre Personaldecke erweitern.

    Download des BITKOM Branchenbarometers als PDF

    Zur Pressemitteilung

  • Pflegen Sie Ihr XING Netzwerk direkt aus Outlook

    Er ist da: Der XING Outlook Social Connector ist verfügbar. Er ist einfach zu installieren (ca. 2 min) und schon können Sie auf persönliche XING Kontakte über Outlook zugreifen können. Der Outlook Social Connector funktioniert mit Outlook 2003, 2007 und 2010.

    Und wie sieht das dann aus?

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    Hier habe ich zum Beispiel eine E-Mail von meinem Kollegen Stephan Fasshauer bekommen. Im unteren Bereich von Outlook 2010 werden mir sofort zusätzliche Informationen über Stephan angezeigt. Neben den letzten E-Mail-Konversationen und Anhängen, die mir Stephan geschickt hat, nun auch Statusmeldungen und Aktivitäten aus sozialen Netzwerken wie Facebook, LinkedIn oder jetzt eben auch XING. Unter dem Foto erkennen Sie, dass ich diesen Outlook-Kontakt mit Profilen in Facebook und XING verknüpft habe.

    So bleibt Outlook ihr zentrales Kommunikationswerkzeug auch in die Welt der sozialen Netzwerke!

    Installieren Sie sich den XING Outlook Social Connector gleich. Falls Sie Outlook 2003 oder 2007 im Einsatz haben, müssen Sie erst den Microsoft Outlook Social Connector installieren. Bei Outlook 2010 ist dieser bereits enthalten. Den XING Connector gibt es dann auch in verschiedenen Sprachen:

    Viel Erfolg beim Netzwerken!

    Ihr

    Andreas Hennig
    www.microsoft.de/kmu

    P.S.: Sie haben noch kein Outlook 2010? Dann machen Sie sich gleich auf unserer Outlook 2010 Seite im KMU-Portal schlau.