Der Tablet-PC heißt jetzt Slate – sonst ändert sich nix? Vor ein paar Wochen erzählt mir noch jemand, der Tablet-PC sei tot. Ziemlich hart für mich, der ich seit fast 5 Jahren Tablet-PC-Nutzer bin und meinen Tablet so liebe, dass ich mich sogar auf Pressefotos mit ihm ablichten lasse.

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OK, mein aktuelles Gerät, ein Toshiba Tecra M7, macht der Kategorie nicht unbedingt Ehre. Fast 3 Kilo sind einfach zu viel für einen Tablet-PC. Da war mein alter Portege M200 (auch von Toshiba) schon eher kategoriekonform.

Tecra M7-138                 Portégé M200-152: Intel® Centr...
Toshiba Tecra M7                       Toshiba Portege M200

Auf der CES wurden nun letzte Woche neue Geräte dieser Kategorie vorgestellt. Und Ende Januar wird sehnlichst der Tablet-PC… Verzeihung… Slate-PC von Apple erwartet. Puh, es ist also doch keine aussterbende Gattung.

Die Presse war etwas enttäuscht von Steve Ballmer, der nur Standard-Anwendungen wie eBook-Lesen und das Betrachten von Videos vorführte. Aber so ein Tablet- oder Slate-PC kann durchaus sehr sinnvoll im Unternehmen eingesetzt werden.

Ich nutze zum Beispiel in Meetings Office OneNote für handschriftliche Notizen. Die Notizen sind dadurch gleich digital und in OneNote durchsuchbar (das klappt tatsächlich: die Suche findet Wörter in handschriftlichen Notizen!). Und ich kann auch mal eine Skizze zeichnen oder ganze Objekte wie Screenshots, Websites oder auch kurze Audio-Mitschnitte einfach integrieren. Wenn ich den Tablet-PC zudem im Tablet-Mode bediene, sieht er tatsächlich wie ein Notizblock aus. Die anderen Teilnehmer sehen dadurch, dass ich tatsächlich Notizen mache und mich nicht hinter meinem Bildschirm verstecke, um vielleicht E-Mails zu schreiben.

Ein weiteres Einsatzszenario: mit der Bahn auf dem Weg ins Büro. Mit meinem Tablet-PC im Arm kann ich sogar im Stehen noch E-Mails verfassen. Derzeit verwende ich dafür noch einen Stift, aber mit den neuen Multitouch-fähigen Geräten unter Windows 7 brauche ich dann nur noch meine Finger!

Zentrale Kriterien für den erfolgreichen Tablet-/Slate-PC-Einsatz: Handschrifterkennung und Gewicht. Wie gesagt, 3 Kilo sind etwas viel, aber die meisten NetBooks geben sich heute mit der Hälfte zufrieden, und ich gehe davon aus, dass sich die Slate-PCs auch in diesem Bereich bewegen werden.

Zum Thema Handschrifterkennung werde ich hier ein Video veröffentlichen. Dann können Sie selbst sehen, wie die Handschrifterkennung in Windows 7 meine Klaue erkennt und wie ich in OneNote suchen kann.

Mit besten Grüßen

Andreas Hennig

www.microsoft.de/kmu