Mehr als 1200 europäische Führungskräfte hat die Strategieberatung Simon-Kucher & Partners zum Umgang mit den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen befragt. Das martialische  Echo: Mehr als die Hälfte der Unternehmen befindet sich nach eigener Einschätzung in einem Preiskrieg und hat die eigenen Preise bereits massiv reduziert. Noch größere Einigkeit herrscht bei der Frage, wer den ersten Schuss abgegeben hat: 95 Prozent machen die Konkurrenz verantwortlich.

Unterschiede im Krisenverhalten macht die Studie zwischen Ländern und Branchen aus. Besonders bellizistisch zeigen sich spanische Unternehmen (63 Prozent senken die Preise), gelassener sieht man es in England (knapp ein Drittel); Deutschland steht mit 51 Prozent dazwischen. Die Branchen Produktion, Telekommunikation und Engineering zählen knapp zwei Drittel ihrer Unternehmen zu den Preiskriegern, während Konsumgüter, Medien, Pharma und IT-Dienstleistungen zu den zurückhaltenden Marktteilnehmern gehören.

Besonders problematisch schätzen die Berater die Zukunftsperspektiven ein: 37 Prozent der befragten Unternehmen halten es für einfacher, künftig die Preise wieder auf Vorkriegs- Niveau zu heben als Kunden zurückzugewinnen. In der Erfahrung der Studienautoren handelt es sich dabei um eine Illusion: Kunden gewöhnten sich rasch an niedrigere Preise - und Preiserhöhungen seien auch bei anziehender Wirtschaft nur schwer durchzusetzen.

Die Studie können Sie hier als PDF herunterladen:

http://www.simon-kucher.com/internetdatabase/Publication.nsf/0/FC0B8F247FB4016BC125767000302D7A