Microsoft für kleine und mittelständische Unternehmen

Themen rund um den Einsatz von IT in kleinen und mittelständischen Unternehmen

August, 2009

Beiträge
  • Warnung vor der Warnung

    Vor einem Warnhinweis (gefälscht) warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI, echt). Die E-Mails eines angeblichen Virenwarndienstes mit dem Betreff „Ihr PC ist ungeschützt“ behaupten, das BSI habe eine Sicherheitswarnung vor einer aktuellen Virenbedrohung herausgegeben. In der E-Mail wird zu Download und Installation  eines Virenscanners aufgefordert. Der angebotene Link führt zum kostenpflichtigen Abo einer normalerweise kostenfreien Antivirensoftware. Das BSI distanziert sich von dieser Meldung (in der gefälschten E-Mail, nicht in diesem Blog) und empfiehlt Nutzern, den Links in E-Mails von unbekannten Absendern keinesfalls zu folgen. Echte Virenwarnungen vom echten BSI erhalten Sie auf Homepage und in den Newslettern des Amts unter dem (echten) Link

    https://www.bsi.bund.de/cln_134/DE/Home/home_node.html

  • Frostige Zeiten für „Cold Caller“?

    Es gehört fast schon zum Standard-Feierabend: Kaum habe ich es mir auf dem Sofa gemütlich gemacht, klingelt das Telefon. Das Display zeigt keine Rufnummer, und ich hebe leicht genervt ab. Und schon versucht mir eine mehr oder minder freundliche Stimme ein dringend benötigtes Zeitschriftenabo/Versicherungspaket/Telekommunikationsangebot schmackhaft zu machen. Keine Ahnung wie ich auf diesen Opferlisten lande, nur eins ist sicher: Runterkommen ist fast unmöglich.

    Oder doch nicht? Seit Anfang August haben sich nämlich die Regeln in der Telefon- und Internetwerbung verschärft: Wer mich jetzt privat, als Verbraucher ohne meine ausdrückliche Zustimmung mit Telefonwerbung „versorgt“, darf mit Geldbußen von bis zu 50.000 Euro rechnen. Bei Einsatz einer Rufnummernunterdrückung können Strafen bis zu 10.000 Euro fällig werden. Verglichen mit dem „marktüblichen“ Cent, den man aktuell etwa pro Kundenkontakt bei Datenschiebern im Internet bezahlt, kann so ein Bußgeld also die Gewinnkalkulation gewaltig verhageln.

    Außerdem wurde das Widerrufsrecht für Verträge erheblich ausgeweitet, die telefonisch oder im Internet geschlossen werden. Die zweiwöchige Frist beginnt erst dann, wenn der Anbieter schriftlich über das Widerrufsrecht informiert hat, und verlängert sich auf einen Monat, wenn die Belehrung erst nach Vertragsabschluss erfolgt. Selbst dann, wenn der Anbieter bereits Dienstleistungen ausgeführt hat – die versteckten „Kostenfallen“ auf Webseiten unseriöser Anbieter sollen so ausgetrocknet werden.

    Aber auch für seriöse Unternehmer hat die Gesetzesänderung Folgen: Die obligatorische Widerrufsbelehrung muss unbedingt der neuen Rechtslage angepasst werden. Wenn Sie in Ihrem Webshop oder auf Ihren Internetseiten die Musterwiderrufsbelehrung des Justizministeriums verwenden, sollten Sie auf jeden Fall die neueste Version herunterladen und verwenden: http://www.bmj.bund.de/files/22f1e8e4286c10cd6a433f5193b44549/3854/Musterwiderrufsbelehrung_2009.pdf

     

    Es grüßt

    Jörg Ruch 

    Details zum neuen Gesetz finden Sie auf der Informationsseite des Justizministeriums:

    http://www.bmj.bund.de/cold-calling

    Das Gesetz im Wortlaut können Sie hier herunterladen:

    http://www.bmj.bund.de/files/22f1e8e4286c10cd6a433f5193b44549/3824/gesetz_verbot_telefonwerbung_bundesgesetzblatt.pdf

  • Wie entstehen eigentlich Sicherheitsupdates von Microsoft?

    Seit 2003 veröffentlicht Microsoft Sicherheitsupdates jeden zweiten Dienstag im Monat (Patch-Tuesday).  Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Sicherheitsupdates von Microsoft eigentlich genau entstehen? Also ich schau ja gerne mal hinter die Kulissen, hab auch immer gerne die "Sendung mit der Maus" gesehen. Unsere Kollegen haben die Vorgehensweise, wie Microsoft mit Meldungen über potentielle Schwachstellen umgeht bis zum fertigen Update in einem Artikel zusammengefasst. Also, wenn Sie auch etwas neugierig sind...

    Wenn Sie zudem für die Sicherheit Ihrer Computer im Unternehmen verantwortlich sind, empfehle ich Ihnen den TechNet Sicherheit Newsletter.

    Ich wünsche Ihnen ein schönes und sicheres Wochende!

    Beste Grüße
    Ihr

    Andreas Hennig

     

  • Nachrichten aus dem Biergarten: Weihnachten droht

    Die ständige Erreichbarkeit kann für den heutigen Mitarbeiter schnell zum Fluch werden, wenn der Chef auch samstags während der Sportschau ohne Rücksicht auf den heiligen Rasen die Glocken läuten lässt. Dienstagnachmittag mit dem Windows Mobile Smartphone im Münchner Biergarten  wird der Arbeitsplatz dagegen zum Weißbier-Paradies. Denn die wichtigsten Nachrichten aus der IT-Welt erreichen mich auch hier – und die Weiterverbreitung ist mit Office Mobile und Remote-Zugriff auch kein Problem.

    Die netten Kollegen von Tufin Technologies, einem Anbieter von Security Lifecycle Management Produkten, weisen mich (und damit Sie) auf ihre gerade abgeschlossene Umfrage unter Hackern hin. Bei der jährlichen Hackerkonferenz Defcon haben die sich unter den versammelten Experten nach den neuesten Gefährdungstrends für Unternehmensnetzwerke umgehört. Und siehe da: Auch Sicherheitsbeauftragte sollten die letzten sonnigen Tage in diesem Jahr tunlichst genießen – mit der Kälte steht auch die Bedrohung wieder vor der Tür.

    Denn Hacker, so die Selbstauskunft, werden quasi antizyklisch gerade in der kalten Jahreszeit besonders aktiv. Fast 90 Prozent lassen sich durch die urlaubsabwesenden Sicherheitskräfte im Sommer nicht zu verstärkten Firewall-Einbrüchen motivieren. Aber mehr als 80 Prozent geben zu, im Winter besonders beschäftigt zu sein. Mehr als die Hälfte hat sogar einen Lieblingsfeiertag: An Weihnachten stehen die Unternehmen unter besonders heftigem Hacker-Beschuss.

    Meine Empfehlung: Setzen Sie einen Besuch auf unserer Sicherheits-Seite mit Updates und Patches spätestens Ende Oktober auf Ihre Outlook-Aufgabenliste (wenn Sie nicht schon längst zu den regelmäßigen Besuchern zählen). Und bestellen Sie jetzt in Friedenszeiten fürs erste noch eine Maß (oder ein alkoholfreies Getränk Ihrer Wahl). Passen Sie nur auf, dass Ihr Chef nicht in Ihrem Blog stöbert!

    Es schluckt und grüßt

    Jörg Ruch

    Mehr Informationen zum Thema IT&Sicherheit finden Sie auch unter

    http://www.microsoft.com/germany/kmu/themen/it/sicherheit/default.mspx

  • Impressum

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    D-85716 Unterschleißheim
    www.microsoft.com/kmu

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