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SmartMeter – Hype oder Mehrwert für Kunden und Energieversorger?

SmartMeter – Hype oder Mehrwert für Kunden und Energieversorger?

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Intelligenten Stromzählern gehört die Zukunft. Die Möglichkeiten, die sich Energieversorgern und Endverbrauchern mit diesen neuen Lösungen bieten, sind so überzeugend, dass sich über kurz oder lang jeder Anbieter und jeder Kunde damit ausstatten will. Dazu ein paar Beispiele: Der Verbraucher kann erkennen, wie er durch sinnvolles ein- und komplettes Abschalten seiner Geräte zu Hause mit dem Gut „Strom“ deutlich verantwortungsvoller und sparsamer umgeht. Was somit auf den ersten Blick für den Anbieter nicht vorteilhaft erscheint, wird aber bei näherer Betrachtung ins Gegenteil verkehrt, denn die Kosten der Kundenbetreuung werden deutlich zurückgehen.

Beispielsweise kann der Energieversorger unter Berücksichtigung der gesetzlich geschaffenen Rahmenbedingungen den Geschäftsprozess „Verwalten und Ablesen von Stromzählern“  deutlich effektiver und preiswerter gestalten. Zudem können die im Rahmen dieses Prozesses gewonnen Daten der Kunden entsprechend der Vorgaben durch den Gesetzgeber zur gezielten Kundenansprache und damit zur Bindung des Kunden einher gehen, z.B. dem Kunden ergänzende Leistungen aus anderen Bereichen anzubieten.

Damit diese Vorteile aber von beiderseitigem Nutzen sind, sind die Entwickler der intelligenten Stromzähler gefordert, die spezifischen Standards der Energiebranche in die eigenen Produkte zu integrieren. Dies ist – neben der Unterstützung der oben genannten Aspekte – für Microsoft von zentraler Bedeutung, damit die Microsoft-Partner auf Basis der SmartMeter innovative Lösungen entwickeln, die den Nutzen für Anbieter und Endverbraucher erweitern. Das könnte z.B. Software für das Management von Stromzählern, Home Control Devices oder Analyse-Werkzeuge für den Vertrieb sein.

Daraus wird deutlich, dass SmartMeter weit davon entfernt sind, ein Hype zu sein. Sie sind die nächste Generation intelligenter Werkzeuge im Haushalt, die im Stillen ihre Arbeit effizient erledigen, dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und den Unternehmen helfen, mit optimierten Prozessen die Kosten zu senken.

Andreas Berthold-van der Molen

EMEA Utility Industrie  Manager

Der Autor ist bei Microsoft für die Betreuung der Energieversorger in Europa  verantwortlich

Comments
  • tatsächlich macht das ganze erst sinn wenn der kunde auch eine vernünftige uns lesbare auswertung des ganzen bekommt und entsprechend sensibilisiert wurde.

  • Das ist richtig. Daher gibt es hier bereits einige gute Lösungen wie z.B. aufsetzbare Opto-Geräte, die vereinfacht gesagt das klassiche Drehrad auswerten können und so aus alten Stromzählern moderne Smartmeter machen. So kann dem Kunden direkt und ohne großen Aufwand eine in Echtzeit auswertbare Verbrauchsaufstellung präsentiert werden, die damit auch zur Sensibilisierung beiträgt. Einige solcher Lösungen wurden vor kurzem auf einer Tagung in London gezeigt.

  • Um im Thema Smart Metering richtig Fahrt aufzunehmen und auch nachhaltige Lösungen zu schaffen, ist es notwendig, die vielen noch offenen wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Forschungsfragen zu lösen.

    Zum Beispiel herrscht Unklarheit, welche Übertragungstechnologie / Architektur für das jeweilige Szenario eingesetzt werden kann. Auch das Eichrecht birgt einige Widersprüche zu dem Ziel, Smart Meter in der Breite einzusetzen. Hierzu bedarf es neben Feldtests auch einer wissenschaftlichen Betrachtung.

    Diese und weitere interessante Forschungsfragen aus dem Bereich Smart Metering, Smart Grids und Smart Home sollen innerhalb der Forschungsgruppe Smart Energy Research (smart-energy-research-blog.com) diskutiert und beantwortet werden.

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