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Aufgrund der Vielfalt des Microsoft Produktportfolios werden eigentlich ständig neue Produkte bei Microsoft veröffentlicht. Hier den Überblick zu behalten ist nicht einfach. Zumal die Auswirkungen auf die IT Architekturen (nicht nur für die Infrastruktur) ja doch recht groß sein können, wie im vorherigen Beitrag beschrieben.
Um immer zu wissen was passiert, kann man nun regelmäßig die Presseveröffentlichungen von Microsoft lesen oder aber zusätzlich die Publikation "Directions on Microsoft" lesen. Hier wird aus gut unterichteter Quelle viermal im Jahr die Roadmap von Microsoft beschrieben. Eine elektronische Ausgabe der Directions können Sie über unser IT Manager Portal erhalten. In diesem Portal finden Sie auch weitere interessante Themen, welche nicht nur für IT Manager interessant sind. Denn Sie selber wissen am besten, wie fließend die Grenze zwischen einem IT Infrastrukturarchitekten und einem IT Manager ist, oder?
Vielleicht kann Ihnen in Zukunft aber auch eine Webadresse helfen, die Ihnen die wichtigsten Analystenberichte zu Microsoft auflistet. Unter http://www.microsoft.com/presspass/itanalyst/default.mspx finden Sie immer aktuell die neuesten Berichte, inklusive Links auf die externen Seiten der jeweiligen Firmen. Ob Gartner, IDC oder Jupiter Research, am Ende müssen Sie entscheiden, nur hoffentlich etwas fundierter und beruhigter.
Heutzutage kommt kein IT Manager um Virtualisierung herum. Viele Vorteile lassen sich leicht für den IT Experten erkennen, z.B. die Konsolidierungsmöglichkeit von kaum ausgelasteten Servern. Oft bleibt jedoch die Frage, wie man auch die einzelnen Geschäftsabteilungen dazu bringen kann, dieser Idee positiv gegenüber zu stehen. Dieses Problem hatte auch Microsofts eigene IT. Auch hier sah man großen Mehrwert in der Virtualisierung, jedoch sprangen nicht alle Abteilungen auf diese Idee auf. Erst durch sanften (finanziellen) Druck konnten einige Abteilungen überzeugt werden. Vielleicht finden Sie in der sehr guten Beschreibung, wie Microsoft IT hier vorgegangen ist, einige hilfreiche Punkte für Ihre eigene Begründungen. Den TechNet Artikel hierzu finden Sie unter http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc713312.aspx
Microsoft Rechenzentren werden schon lange nicht mehr nur für uns Mitarbeiter genutzt, sonder vor allem für den Betrieb unserer Onlinedienste wie die Live-Seiten, Search oder eben Live Maps, wie es z.B. www.eyeonearth.eu nutzt. Im Sommer hatte ich die Gelegenheit, eines dieser Rechenzentren in Quincy, WA, USA zu besuchen.
Allein das Gebäude von Quincy ist bereits beeindruckend. Man geht rund 1,3 Meilen um das Gebäude, insgesamt befinden sich über 80,000 Server dort bereits im Betrieb und die Bestückung läuft noch. In diesem Rechenzentrum werden die unterschiedlichsten Dienste von Microsoft gehostet. "Chef" unserer Rechenzentren ist Mike Manos. Er stellt sicher, dass diese Rechenzentren so umweltfreundlich wie nur möglich betrieben werden, aber auch so kosteneffektiv wie es nur geht. Das heißt, dass der Betrieb so weit wie möglich automatisiert wurde und das ganze Rechenzentrum nur mit einer kleinen Mannschaft betrieben werden kann. In der Regel kommt ein ganzer LKW mit vorbestückten Racks, welchen dann direkt in die Serverhallen gerollt und dort nur noch mit Netz und Strom versorgt werden. Durch standardisierte Hardware und Software und einem vollautomatischen Aufsetzen der Rechner entfallen alle weiteren manuellen Handgriffe. Ein nettes Interview mit Mike Manos finden Sie übrigens auf folgender Webseite: http://www.on10.net/blogs/tina/Microsoft-Data-Centers-getting-bigger-and-better/ , ein gutes Video zu unseren Rechenzentren finden Sie hier.
Microsoft ist sich aber auch seiner Rolle als einer der größten Rechenzentrumsbetreiber weltweit bewusst und hat sich dazu verpflichtet, dies so umweltschonend wie nur möglich zu tun. Quincy wird z.B. ausschließlich mit Wasserkraft betrieben; die Notfallgeneratoren sind mit Biodiesel gefüllt. Für unsere Gebäude beachten wir daher die jeweiligen Vorgaben zum umweltgerechten Bauen wie LEED in den USA. Mehr dazu können Sie auf unseren Umweltseiten lesen unter http://www.microsoft.com/environment/our_commitment/articles/building_practices.aspx
Wenn Sie selber Ihre Rechenzentren optimieren möchten, so bietet Ihnen unsere Webseite eine Menge weiterführender Informationen.
Obwohl erst 1 Jahr alt und noch nicht voll bestückt, ist Quincy bereits nicht mehr die neueste Art von Rechenzentren für Microsoft. Nach Dublin (welches durch seine Lage fast das ganze Jahr ohne zusätzliche Kühlung auskommen kann) hat der "Chicago"-Typ erst vor einigen Monaten große Wellen in der Rechenzentrumsbranche hervorgerufen. In Chicago setzt Microsoft komplett auf Container-Bauweise. In der Vergangenheit oft angedacht und teilweise experimentell umgesetzt ist Microsoft der erste Betreiber, der diese Technologie im großen Stil einzusetzen gedenkt. Statt Racks mit Servern werden hier ganze Container geliefert, in denen zwischen 1-2000 Server eingebaut sind. Der Container wird nur noch an 3 Kabel angeschlossen für Netzwerk, Strom und Kühlung und arbeitet ansonsten autark. Das Prinzip klingt für viele zu abstrakt, nach dem Besuch in Quincy muss ich jedoch gestehen, dass dies einfach nur der nächste logische Schritt in einer lange Kette von kontinuierlichen Optimierungen ist. Mike Manos musste sich einigen Spot dazu anhören, welchen er jedoch stets zu kontern wusste. Chicago wird daher Maßstäbe setzen, keine Frage (hoffentlich auch im positiven Sinne). Aber erst der Praxisbetrieb wird am Ende aufzeigen, ob dies ein gangbarer Weg ist. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.
(der Originaleintrag erschien auch unter http://blogs.technet.com/frankoch)
Im Juni war ich nämlich mit meinem Umzug von der Schweiz nach Berlin beschäftigt. Und wie bei einem IT Projekt stellte sich die Frage, ob man solche Projekte selber durchführen soll oder doch lieber an Externe vergeben soll.
Für jedes erfolgreiche Projekt benötigt man Know-How. Da meine Frau und ich erfolgreich unseren letzten Umzug alleine durchgeführt hatten, brachten wir hierzu die Grundkenntnisse mit. Jedoch ging es hier um einen speziellen Umzug von der Schweiz in EU-Hoheitsgebiet mit anderen Zollbedingungen etc. Diese Kenntnisse fehlten uns, so dass mindestens hier extern eingekauft oder eigenes Know-How aufgebaut werden müsste. Da wir dieses Wissen jedoch nur einmal bräuchten und in den nächsten 20 Monaten (hoffentlich nicht wieder) anwenden würden, wären dies einmalige Kosten ohne späteren Nutzen.
Fazit 1: Man muss langfristig abwägen, ob nötiges Projektwissen wirklich aufgebaut werden soll, wenn man es mittelfristig nicht wieder verwenden kann. Ansonsten ist das Wissen in der Regel überholt.
Für den Transport von der Zentralschweiz nach Berlin benötigt man entsprechende Transportmittel. Privat haben wir kein passendes Transportmittel; und da wir nicht ständig zwischen Berlin und der Schweiz mit je 3 Kartons im Kofferraum pendeln wollten, haben wir uns in diesem Punkt für externe Hilfe entschieden. Einige Leute stehen auf Seecontainer, andere verwenden normale Umzugswagen. Durch den Überschuss an Speditionsunternehmen werden jedoch auch 40t LKW's, die man sonst eher im Großkundenbereich vermutet, erstaunlicherweise auch für Privatpersonen attraktiv. So ein großer LKW kam auch bei uns zum Einsatz, auch wenn er noch nicht einmal zu einem Drittel gefüllt wurde.
Fazit 2: Bei der Wahl von externen Hilfsmitteln auch außerhalb von klassischen Grenzen denken; nur so kann man interessante Alternativen berücksichtigen.
Das eigentliche Packen hingegen wurde zweigeteilt: vieles packten meine Frau und ich selber, anderes hingegen ließen wir packen (aus versicherungstechnischen Gründen ist dies teilweise sogar nötig). Der Hauptgrund fürs "outsourcen" war jedoch recht einfach: in der Schweiz war es zu den Umzugstagen unglaublich heiß und schwül und gleichzeitig lief die Endrunde der EM; da wollte man lieber mit einem kühlen Getränk die Spiele sehen anstatt schwere Kisten vom 4. Stock in den LKW tragen. Gleiches galt für das Ausräumen: vom LKW in den 6. Stock ließen wir tragen, das Auspacken hingegen mach(t)en wir selber.
Fazit 3: Selbst wenn man eigene Ressourcen hat, um Projekte selber durchzuführen, kann es gute Gründe geben, externe Unterstützung einzulaufen um seine eigenen Leute für wichtigere Arbeit freizustellen.
In unserem Fall ist der Umzug erfolgreich beendet. Zwar traten trotz sorgfältiger Planung einige Schäden auf, aber diese halten sich im Rahmen der Erwartungen. Unschön hingegen ist, dass in Berlin die Bürgerämter unbefristet streiken und wir uns so nicht anmelden können. Und damit können viele weitere Sachen nicht durchgeführt werden. Meine Frau und ich aber haben für uns entschieden, dass dies ein Problem Berlins sei, nicht unser.
Fazit 4: Jedes noch so gut geplante Projekt wird Überraschungen aufweisen, die man flexibel handhaben muss. Es ist zwingend nötig, ein entsprechendes Steuerungsgremium mit den nötigen Entscheidungsrechten einzusetzen, um auf solche Änderungen reagieren zu können.
Übrigens: Microsoft bietet Ihnen mit seinen Partnern und dem Microsoft Consulting Service umfangreiche Hilfe und Unterstützung bei Ihren IT Projekten an, und das zu attraktiven Preisen. Informieren Sie sich unverbindlich.
(den Originalartikel finden Sie auch unter http://blogs.technet.com/frankoch)
... Wie sieht denn aber nun das Supportangebot von Microsoft aus?
Prinzipiell haben Sie für alle Produkte von Microsoft zwei für Sie kostenlose Supportanfragen frei. Dies gilt vor allem auch für Produkte, welche Sie als Privatperson kaufen, also z.B. den Microsoft Flugsimulator oder als Selbständiger wie Microsoft Visual Studio. Für Windows Vista und Office 2007 gilt hingegen, dass Sie 90 Tage kostenlos Support bekommen, egal wie viele Anfragen Sie haben sollten. So kann eine Umstellung mit geringem Risiko durchgeführt werden, da innerhalb der ersten drei Monate sicherlich alle Schwierigkeiten auftreten sollten, die im Alltag so anfallen werden oder würden. Unter http://support.microsoft.com/ finden Sie eine Anleitung, wie Sie Anfragen an Microsoft richten können.
Wichtig hierbei jedoch ist es, dass dies nur für Produkte gilt, die Sie als sogenannte Full Price Products (FPP) kaufen. Die beliebten System Builder Versionen oder OEM Versionen hingegen werden von Microsoft nicht direkt unterstützt, hier ist immer der jeweilige Händler bzw. OEM Partner zuständig. Kaufen Sie also einen PC mit Betriebssystem und Office bei HP oder Dell oder sonstwo, ist in der Regel HP, Dell bzw. der jeweilige Händler für Sie der Ansprechpartner. Diese Informationen finden Sie ausführlich erläutert auf den Microsoft Support Seiten unter http://support.microsoft.com/gp/services
Und was bedeutet das nun für einen IT Manager? Eine ganze Menge. Schließlich muss diese Person (mit-)entscheiden, wo welche Produkte eingekauft werden sollen: Werden alle PCs bei einem Hardwarehändler mit Betriebssystem gekauft, so kann dies preislich sehr attraktiv sein, jedoch ist man beim Support dann an diesen Händler gebunden. Und das nicht nur für die PCs oder Server, sondern auch für die Microsoft OEM Software darauf.
Um nun Firmenkunden einen Kompromiss zwischen kostengünstigen OEM Produkten und vollem Microsoft Support anzubieten, kann man spezielle Support-Verträge mit Microsoft abschließen. Diese heben nicht die OEM Unterstützung auf sondern bieten zusätzlich auch von Microsoft Support für bestimmte Problemstellungen. Während das Angebot für Großkunden seit Jahren (unter dem Namen Premier Support) existiert, können nun auch kleinere Kunden ohne großen finanziellen Aufwand auf sie abgestimmte Verträge abschließen. Der Name hierfür lautet Essentials Support und existiert in zwei Varianten. Unter http://support.microsoft.com/gp/essesup finden Sie alle wichtigen Informationen hierzu. Und auch wenn einem die Kosten anfangs etwas hoch vorkommen sollten: ein Produktionsausfall durch einen IT Fehler kostet sicherlich mehr. Aber hier muss jeder IT Manager für seine Umgebung abwägen, welche Risiken und Kosten auftreten, um die richtige Entscheidung treffen zu können.
Als Fazit bleibt: Nicht nur IT Wissen ist wichtig, sondern auch das Wissen rund um Support-Leistungen. Nur so kann man schon beim Kauf von vermeindlichen Schnäppchen erkennen, dass die Risiken, irgendwann einmal ohne Support dazustehen den geringen Aufpreis für renommierte Händler nicht wett machen. Denn als IT Manager sind am Ende Sie verantwortlich, dass Ihre IT alles hat, um sauber zu funktionieren, inklusive Support-Unterstützung für den Fall der Fälle.