Nach der Vorankündigung - auf meinem Blog nachzulesen - nun eine etwas ausführlichere Beschreibung.

Auf dem Meet Windows Azure Event am 07. Juni haben wir zum ersten Mal die neuen Services von Windows Azure öffentlich gezeigt. Mit zahlreichen Demos hat u.a. Scott Guthrie (Corporate Vice President, Windows Azure Application Platform) die Zukunft von Windows Azure gezeigt. Dies ist der größte Schritt nach vorne, seit dem Start von Windows Azure Anfang 2010!

 

So, und nun auf geht’s – Hier die Ankündigungen der Neuerungen:

Neues Management Portal

Als Erstes wird das neue Windows Azure Management Preview Portal auffallen, welches komplett neu entwickelt wurde. Es erfordert kein Browser-Plug-In mehr und bietet somit einen einfachen Zugriff von unterschiedlichen Plattformen, Browsern und Geräten. Die Menüführung ist für alle Services einheitlich gestaltet und vereinfacht somit auch das Lernen von und Testen der Zusammenarbeit neuer Services. Da noch nicht alle Funktionen im neuen Portal verfügbar sind, wird das bisherige Portal bis auf weiteres parallel zur
Verfügung stehen.

Virtual Machines

Mit Virtual Machines wird es endlich möglich, eigene virtuelle Maschinen in Windows Azure laufen zu lassen. Auch neu: Die neuen Virtuellen Maschinen werden im Blob Storage abgelegt und bieten durch Dreifachspeicherung  eine sichere, persistente und hochverfügbare
Ablage.
Bei den Web/Worker-Roles, der PaaS Lösung (Platform as a Service) von Windows Azure, die selbstverständlich immer noch zur Verfügung stehen, muss hingegen sichergestellt werden, dass die Anwendungen stateless sind. Das verwendete Dateisystem oder auch manuelle
Konfigurationsänderungen in der Maschine werden nicht persistent gehalten, sondern bei einem Re-Imaging zurückgesetzt.
Im Windows Azure Portal kann in wenigen Klicks eine neue Virtuelle Maschine anhand von vorgefertigten Images erstellt werden. Die Image Library beinhaltet derzeit folgende Images für Windows wie auch für Linux:

Windows Server

  • Windows Server 2008 R2
  • Windows Server 2008 R2 with SQL Server 2012 Eval
  • Windows Server 2012 RC

Linux

  • OpenSUSE 12.1
  • CentOS 6.2
  • Ubuntu12.04
  • SUSE Linux Enterprise Server 11 SP2

Auch können bestehende VHDs, aus der eigenen Infrastruktur in den Blob Storage hochgeladen und gestartet werden, sowie Virtuellen Maschinen auch direkt im Windows Azure Portal gesysprepp'ed  werden, um diese als
zukünftige Images zur Erstellung neuer Maschinen bereitzustellen. 
Mit der Ankündigung der virtuellen Maschinen, ist es nun auch möglich, beliebte Serveranwendungen in der Cloud auszuführen. Derzeit sind das SQL Server, SharePoint Server und Active Directory!!! Dadurch entstehen eine Vielzahl an Möglichkeiten, seine eigene IT Infrastruktur auf- und auch auszubauen.
Auf die virtuellen Maschinen kann entweder über das neue Windows Azure Management Preview Portal oder mit den im neuen Windows Azure SDK (Juni 2012) enthaltenen Powershell-Funktionen zugegriffen werden. Die Kommandozeilentools sind ebenfalls für Mac oder Linux verfügbar.

Virtual Network

Mit der neuen Virtual Network-Funktion, können Virtual Private Networks (VPNs) eingerichtet und optional auch das Firmennetzwerk mit bewährten Standards in die Cloud erweitert werden. Innerhalb des virtuellen Netzwerks können IP Adressbereiche für die virtuellen Maschinen definiert, DNS Server angegeben und Routing Tabellen konfiguriert werden.
Um das Windows Azure Netzwerk mit dem On-Premise Netzwerk zu verbinden, kann über IPSec ein sicherer Tunnel aufgebaut werden, welcher Servern und Anwendungen ermöglicht, miteinander  Cross-Premises zu kommunizieren.

Web Sites

In wenigen Schritten zur eigenen Website - mit Windows Azure Web Sites wird dies nun sehr einfach und kostengünstig möglich. Aus der Gallery kann unter verschiedenen Kategorien die gewünschte Plattform gewählt werden, welche dann in einer geteilten Umgebung bereitgestellt wird und weiter konfiguriert werden kann. Es kann aus diversen bekannten Open Source Frameworks wie WordPress, Orchard CMS, DotNetNuke und vielen mehr gewählt werden. Für das einfache Bereitstellen kann die Built-In Integration von Git, FTP und Team Foundation Services verwendet werden. Auch die Webmatrix Integration ermöglicht es, die Website lokal runterzuladen, zu ändern und wieder in Windows Azure zu veröffentlichen.
Anwendungen können mit .NET, Node.js oder PHP entwickelt werden und diese mit Windows Azure SQL Datenbanken (vorher als SQL Azure bekannt) oder MySQL, welche als Service von ClearDB in Windows Azure bereitgestellt wird, verbinden.

Im ersten Jahr kann sich jeder Kunde zehn kostenfreie Webseiten erstellen!

Zugriff auf die Preview Features kann im Windows Azure Portal über den „Account“-Link angefragt werden. Wer noch keinen Account hat, kann sich hier zur Trial anmelden.

Auch wurden auch einige Verbesserung in bestehenden Services, sowie Tools und Language Support angekündigt, welche ich in einem weiteren Blogbeitrag beschreiben werde. 

Happy ☁-ing!

Heike