Die Akademie der Deutschen Welle stellt in ihrem Online-Workshop „DigitalSafety for Journalists“ zehn Tools und Apps vor, die zeigen, welche Spuren Nutzer im Netz hinterlassen. Die Tipps sind natürlich nicht nur für Journalisten interessant, sondern im Endeffekt für jeden, der sich im Internet bewegt.

Die interaktive Visualisierung Trace My Shadow zeigt, was Smartphones und Computer an Datenspuren im Netz hinterlassen. Ausgewählt werden können zum Beispiel ein Android-Smartphone und die damit genutzten Dienste wie Google und Facebook. „Trace my shadow“ listet 26 verschiedene Spuren auf, die im Netz hinterlassen werden und gibt Tipps, wie man die Spuren beim Surfen vermeiden kann.

Welche Daten nutzen Facebook-Apps? Das Wall Street Journal zeigt online interaktiv, welche Nutzerdaten von über 100 beliebten Facebooks-Apps genutzt werden. Zum Beispiel die Foursquare-App, die Zugang zu 15 verschiedenen persönlichen Daten wie dem Geburtsdatum hat.

Die App My Permissions zeigt, welche Apps von anderen Anbietern Zugriff auf Informationen in sozialen Netzen und Diensten wie Facebook, Flickr, Foursquare oder Dropbox haben. Es zeigt die installierten Apps an und ermöglicht es, deren Zugriffsrechte zu überprüfen oder sie zu entfernen. Verstößt eine App gegen die Zugriffsrichtlinien, kann sie gemeldet und entfernt werden. 

Die App Lightbeam für Firefox untersucht, wie Applikationen mit verschiedenen Webseite Daten austauschen und zum Beispiel Anzeigenfirmen einem Nutzer auf verschiedene Webseiten verfolgen, mithilfe von Cookies oder durch einen typischen „Fingerabdruck“ des Browsers, den er auf dem Host-Server der Website hinterlässt. Dieser kann von verschiedenen Firmen zur Identifikation genutzt werden.

Panopticlick von der Electronic Frontier Foundation analysiert den Fingerabdruck des benutzten Browsers und zeigt, wie identifizierbar er anhand der verwendeten Zeitzone, Sprache, Schriften und Plugins ist.

What they know: Diese Visualisierung des WSJ zeigt, wie populäre Smartphone-Apps für Apple iOS und Android mit Daten umgehen, welche Daten an Marketingfirmen weitergeben werden und wie sie darüber den Nutzer informieren. Unter den Apps sind auch YouTube, Tweetdeck und Angry Birds.

Der iPhone Tracker funktioniert  auf einem Mac, iPhone oder iPad. Das Tool zeigt alle im iPhone gespeicherten Bewegungsdaten auf einer Karte als digitale Spur an. Die Ortsdaten von Twitter-Nachrichten und Fotos zeigt Creepy auf einer Karte an. So lange das Geolocation-Feature nicht ausgeschaltet ist, können diese Informationen auch andere Nutzer anzeigen und auswerten.

Gastbeitrag von Michael Kranawetter, Chief Security Advisor (CSA) bei Microsoft in Deutschland. In seinem eigenen Blog veröffentlicht Michael alles Wissenswerte rund um Schwachstellen in Microsoft-Produkten und die veröffentlichten Softwareupdates.