Microsoft setzt nach wie vor vieles daran, Kunden vor Malware zu schützen. Entsprechende Medienberichte, dass dem nicht mehr so sei, entsprechen nicht den Tatsachen. Vielmehr bieten unsere Schutzlösungen auch künftig Abwehrmaßnahmen gegen Angriffe und Schadcode. Außerdem unterstützen wir auch weiterhin unsere Partner bei den Anti-Malware-Herstellern, damit so ein umfangreiches Angebot an Schutzmaßnahmen entstehen kann.

Im vergangenen Jahr haben wir fortlaufend in unsere Schutztechniken investiert:

  • Wir haben Methoden entwickelt, um neue Bedrohungen früher aufzuspüren und schneller vor ihnen zu schützen: Auch wenn gut 80 Prozent aller Schädlinge, derer sich unsere Kunden erwehren müssen, schon bekannt sind oder anderweitig blockiert werden, so strömen dennoch täglich zahlreiche neue Bedrohungen in Richtung unserer PCs. Um mit solchen Gefahren besser umgehen zu können, haben wir Frühwarnsysteme entwickelt und das Ausliefern von Signaturen beschleunigt.
  • Wir konzentrieren unsere Bemühungen auf Aktivitäten, von denen unsere Kunden etwas haben: Es ist unsere Aufgabe, unseren Kunden nützliche Dienste zu bieten. Daher konzentrieren sich unsere Forschungsvorhaben und Abwehrtechniken auf reale Bedrohungen – und somit nicht unbedingt aufs überzeugende Abschneiden bei Vergleichstests –, denen sich unsere Nutzer täglich ausgesetzt sehen. Millionen von Anwendern teilen freiwillig Daten über entdeckte Bedrohungen mit uns, damit wir neue Malware-Dateien aufspüren und rasch Gegenmaßnahmen entwickeln können. Mehr Details dazu, warum wir welche Signaturen zu erst erstellen, gibt es in einem Blogbeitrag meiner US-Kollegen.
  • Wir teilen unsere Erkenntnisse und Malware-Samples mit Partnern, damit wir alle gemeinsam schlagkräftiger werden gegen die Malware-Schreiber: Programmierer von Schadsoftware sind unsere wahren Gegner. Daher tun wir mehr als je zuvor in Sachen Zusammenarbeit und Informationsweitergabe an unsere Partner aus der Antiviren (AV)-Branche sowie an AV-Tester. Im Rahmen dieser Austauschprogramme regen wir die Partner dazu an, sich um die real existierenden Bedrohungen zu kümmern, denen sich unsere Kunden ausgesetzt sehen.

Letztendlich konnten wir durch all diese Anstrengungen im letzten Jahr das Schutzniveau unserer Kunden signifikant erhöhen. Im Vergleich zum letzten Quartal des Jahres 2011 – dem ersten Zeitraum, in dem wir unser Schutzniveau erfasst haben – war die Qualität unserer Abwehrmechanismen Mitte 2013 beträchtlich höher. Das bedeutet: Weniger Malware, die durchschlüpfen konnte und weniger fälschlicherweise als Malware klassifizierte Dateien.

Natürlich sind wir stolz auf die Schutzmechanismen unserer Anti-Malware-Produkte, die weltweit mehr als 150 Millionen PCs sichern. Daher legen wir auch all unseren Kunden, Freunden und Familienmitgliedern diese Produkte ans Herz – auch in Zukunft.

Gastbeitrag von Michael Kranawetter, Chief Security Advisor (CSA) bei Microsoft in Deutschland. In seinem eigenen Blog veröffentlicht Michael alles Wissenswerte rund um Schwachstellen in Microsoft-Produkten und die veröffentlichten Softwareupdates.