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Unsere Pläne für Microsoft Anti-Virus

Unsere Pläne für Microsoft Anti-Virus

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Wer Anti-Viren-Tests liest, der hat wahrscheinlich festgestellt, dass unsere Anti-Viren-Lösungen Microsoft Security Essentials oder der Windows Defender in letzter Zeit nur durchschnittlich abgeschnitten haben. Um ehrlich zu sein: Wir hatten mit diesem Ergebnis gerechnet. Denn wir haben den kompletten Ansatz unserer Sicherheitssoftware umgestellt.

Noch vor einigen Jahren haben wir einen relativ hohen Anteil unseres Budgets in das Entwickeln und Erforschen von möglichen Testdateien gesteckt. Wer diese Testdateien korrekt erfasst, schneidet in den Tests entsprechend gut ab. 2012 haben wir diesen Anteil enorm zurückgefahren – mit entsprechend schlechteren Ergebnissen. Für 2013 werden wir keinen Cent mehr für die Vorhersage von Testdateien ausgeben.

Wo geht das Geld also hin? Das Budget ist keineswegs weniger geworden, vielmehr verlagern wir unsere Prioritäten. Wir werden massiv in die Erforschung von Malware-Familien investieren. Zudem werden wir künftig alle unsere gefundenen Erkenntnisse mit anderen Sicherheitsfirmen teilen, um unseren Partnern mehr Informationen zu liefern.

Ein Grund für unseren Strategiewechsel ist Nutzern von Windows 8 bereits bekannt: Dort haben wir erstmals eine Sicherheitssoftware von Anfang an mitinstalliert. Allerdings ist unser Ziel nicht, die Angebote anderer Hersteller überflüssig zu machen. Vielmehr wollen wir unsere Nutzer mit einem Grundschutz ausstatten, der weit verbreitete Malware sofort nach dem ersten Start von Windows blockiert. Als wir den Grundschutz vorstellten, sahen uns viele unserer Partner im Sicherheitsbereich als Konkurrenz. Das sorgte für zu viele Reibungsverluste und war alles andere als gut für unsere Kunden. Der neue Ansatz soll dafür sorgen, dass andere Sicherheitsunternehmen keine Angst mehr haben müssen, dass wir ihnen ihre Marktanteile streitig machen.

Dazu kommt eine weiterer positiver Nebeneffekt: Wir müssen nicht auf Marktanteile achten, daher können wir mit dem Windows Defender die Basis für IT-Sicherheit festlegen. Jeder Hersteller wird dafür sorgen müssen, dass seine Produkte besser sind als der Windows Defender, wenn sie Endkunden gewinnen wollen. Das sorgt für eine gesunde Konkurrenz. Und wie gesagt: Der nächste Schritt ist, dass wir weitere Informationen zu Malware und Attacken mit anderen Unternehmen teilen – und diese dadurch die notwendigen Informationen bekommen, unseren Mindeststandard zu schlagen und unsere und ihre Kunden durch optimierte Produkte noch besser zu schützen.

Gastbeitrag von Michael Kranawetter, Chief Security Advisor (CSA) bei Microsoft in Deutschland. In seinem eigenen Blog veröffentlicht Michael alles Wissenswerte rund um Schwachstellen in Microsoft-Produkten und die veröffentlichten Softwareupdates.  

Comments
  • Updates wurden angezeigt, aber nicht die von Juni 2013, warum nicht?

  • Hallo Herr Bartz,

    ich geh mal davon aus, dass Sie von Ihrem PC sprechen, schauen Sie bitte unter Systemsteuerung>Programme>Programme und Features>Installierte Updates nach, dort werden Sie sehen was wirklich installiert ist. Die Updates vom Juni sollten dort vorhanden sein, sonst können sie auch online über update.microsoft.com eine Anleitung finden.

    Die Frage warum kann ich Ihnen leider nicht beantworten.

  • Ihre Angabe, dass MSE nur "durchschnittlich abgeschnitten" hat, ist wohl etwas untertrieben. In nahezu allen Test ist MSE mehr oder weniger durchgefallen.

    Als Ursache geben Sie an, dass Sie nichts mehr in Testdateien investieren. Meiner Kenntnis nach sind diese für anerkannte Tests von Antivirensoftware nicht relevant. Auch im Test der Dennis Technology Labs fällt MSE durch - und dieser Test  ist branchenweit anerkannt.

    Bleibt also die Frage, warum Microsoft überhaupt in Windows 8 einen unzulänglichen Virenschutz vorinstalliert. Beim Endverbraucher sorgt das nur für Verwirrung und letztendlich zu Problemen, wenn er neben dem Defender eine zweite Antivirenlösung installiert.

  • Hallo Herr Michael Kranawetter, wollen sie uns sagen, dass Sie die ganze Zeit Geld in eine Testdatei gesteckt haben?

    Wieso können das andere Antivirenhersteller es besser???

  • Hallo,

    mir ist schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass die Qualität der Security Essentials stark nachgelassen hat. Das kann ich anhand der befallenen Kunden-Rechner sehr schön erkennen, wo MSE installiert ist, und wo nicht. Und der Grund ist jetzt klar geworden. Die MSE und die monatliche Sicherheitsüberprüfung während der Updates dienen nur noch dem Ausspionieren des Rechners, natürlich nicht personenbezogen.

    Grüße,

    Wolfgang Denda

  • Hallo Herr Kranawetter, sie tragen auf dem Newsletterbild eine tollte Krawatte.

    Ich kann nur sagen, Microsoft ist belobt seine eigenen Produkte, das wie eh und je.

    Windows  8 brachte mich zu der Erkenntnis, das die Bevormundung von Kunden eine Grenze hat. Windows 8 hat diese überschritten. Seit einigen Monaten arbeite ich mit einem Linuxbetriebssystem.

    Es ist fantastisch und ich kann tun und lassen, was ich will. Für mich wird es kein Windows mehr geben. Zumal ich mir sicher bin, dass die NSA gut gespeist wird über den Virus Windows.

  • Hallo Herr Kranawetter,

    Sie sagen, dass man sich auf 'Testdateien' vorbereiten muss? Was meinen Sie damit? Alle großen Testinstitute testen heute mit sogenannten Real-World Ansätzen, sprich sie testen nur gegen bösartige URLs und E-Mails die auch wirklich im Umlauf sind und bei den Nutzern aufschlagen. Inwiefern ist das dann ein künstlicher Test?

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