TechNet Blog Deutschland

News für IT-Pros & Neues aus dem TechNet-Team

Windows Server 2012 Essentials löst SBS 2011 Standard ab - Neue Möglichkeiten!

Windows Server 2012 Essentials löst SBS 2011 Standard ab - Neue Möglichkeiten!

  • Comments 10
  • Likes

Mit dem Launch von Windows Server 2012 Essentials und der Abkündigung des Small Business Servers (SBS) 2011 beschäftigen sich nun bereits seit einigen Monaten IT Professionals und Microsoft Partner mit den Optionen "für die Zeit danach". An dieser Stelle möchte ich Sie gerne auf einige interessante Ressourcen verweisen: diese unterstützen nicht nur bei der Migration, sondern zeigen auch auf, warum es technisch wie business-seitig Sinn macht auf die modernere Plattform zu wechseln.

Die Redaktion von techchannel.de hatte über den Wechsel zu WS 2012 Essentials übrigens auch schon berichtet (Link zum Artikel) sowie Tipps zur Migration gegeben. Letztere finden sich aber auch schon in der TechNet-Bibliothek: Migrate Server Data to Windows Server 2012 Essentials

Windows Server 2012 Essentials ist die konsequente Weiterentwicklung von Windows Small Business Server Essentials. Es handelt sich um einen cloudfähigen Erstserver mit einer intuitiven Benutzeroberfläche. Es kann auf physischen Servern mit bis zu zwei Prozessoren ausgeführt werden und wurde für kleine Unternehmen mit bis zu 25 Benutzern oder 50 Geräte entwickelt.

Mit Windows Server 2012 Essentials bietet Microsoft Kunden und Partnern eine breite Palette, moderne Kommunikations- und Kollaborationsdienste einfach einzubinden. Kunden haben jetzt die Wahl wie und wo Workloads integriert werden können und zu welchem Zeitpunkt es am sinnvollsten ist auf Anwendungen und Services on-premise oder in der Cloud zurückzugreifen.

Der bislang im KMU Segment angesiedelte Windows Small Business Server 2011 Standard wird in der aktuellen Version übrigens noch bis 31. Dezember 2013 über OEM bzw. bis 30. Juni 2013 bei Ihrem Distributor verfügbar sein.

Für die Anbindung einer modernen Kommunikations- und Kollaborationsplattform empfiehlt Microsoft  die Anbindung von Office365. Das Angebot umfasst Exchange Online, SharePoint Online für den Dokumentenaustausch sowie Lync Online für Onlinekonferenzen (mit HD Video) und Instant Messaging. Natürlich wird auch die Anbindung einer Hosted Exchange-Lösung oder eines klassischen Exchange Servers on-premise unterstützt.

Weitere Informationen online http://www.microsoft.com/de-de/server/windows-server/essentials/default.aspx

Wie oben beschrieben ist Windows Server 2012 Essentials für den Zugriff von 25 Nutzern oder 50 Geräten konzipiert. Die Anzahl der Zugriffsrechte lässt sich jedoch problemlos bis 75 Nutzer oder Geräte "aufbohren" - bei gleichzeitiger Beibehaltung der vollen Essentials-Funktionalität. Hierzu ist formal das Upgrade auf Windows Server Standard nötig und dann müssen aber auch für die Gesamtzahl der User und Geräte so genannte CALs (Client Access Licenses) erworben werden (die bei WS2012 Essentials nicht benötigt werden).

Informationen dazu finden Sie unter anderem hier

Windows Server 2012 Essentials enthält erstklassige 64-Bit-Produkttechnologien für die Bereitstellung einer Serverumgebung, die für die grosse Mehrzahl kleiner Unternehmen gut geeignet ist. Die Produkttechnologien sind beispielsweise:

  • das Betriebssystem Windows Server 2012
  • Datenschutz
  • „Anywhere“-Zugriff
  • Zustandsüberwachung
  • Workload-Flexibilität
  • Erweiterbarkeit
  • Add-ons für viele KMU-Lösungen, einschliesslich eines Anschlusses an Office 365.

Kunden können Windows Server 2012 Essentials als Plattform für die Ausführung branchenspezifischer Anwendungen und sonstiger Workloads vor Ort verwenden. Windows Server 2012 Essentials ist eine in Funktionsumfang und Preis-Leistungsverhältnis optimal an die Anforderungen von Kleinst- und Kleinunternehmen zugeschnittene Serverlösung, die zahlreiche Vorteile vereint

Vom vollständigen Client-Backup aller angeschlossenen Windows Vista, Windows 7 und Windows 8  Rechner, als Sicherung und für den Fall einer Wiederherstellung des Clients nach einem Hardwaredefekt, über die Anbindung Mobiler Geräte (Smartphones, Tablets und Laptops) mit E-Mail Synchronisation, dem Remote Web Arbeitsplatz oder auch Direct Access bis hin zu spannenden Neuerungen im Disk- und Storage-Management (Disk Pools und Storage Spaces) sowie einer einfachen Integration eines Online-Backups, um ausgewählte Daten einfach in der Cloud zu speichern.

 

Comments
  • Naja, MS Exchange fehlt nun und macht den Server damit für viele wieder uninteressant.

    http://www.sbgit.com

  • aber immerhin bis Ende 2013 verfügbar - und dann schauen wir mal, wie die Welt dann aussieht

  • Gibt es eigentlich mittlerweile eine Anleitung bei der Migration von SBS 2011 auf 2012 Essential auch SharePoint On Premise einzurichten? Also nicht SharePoint neu einzurichten sondern zu migrieren.

  • Hallo sbrutsch. Aus unserem Partner Support habe ich hierzu folgenden Tipp und die Links zu den entsprechenden TechNet Ressourcen bekommen.

    "SharePoint hat seine Content-Datenbanken völlig unabhängig vom Rest. Ab 2010 können die Datenbanken ohne Probleme migriert werden – die Grundkonfiguration vom SharePoint selbst sollte weitestgehend neu aufgesetzt werden / auf gar keinen Fall die Konfigurations-Datenbanken kopieren"

    Der gesamte Migrationsprozess ist hier beschrieben:

    technet.microsoft.com/.../fp142375.aspx

    Im Detail bezüglich der Datenbanken unter:

    technet.microsoft.com/.../cc303436(v=office.15)

  • Unsere Kunden bestehen noch auf SBS 2011.

    Ich bin mal gespannt wie es nach Dezember 2013 aussehen wird und was wir den Kunden anbieten werden...

    http://www.pc-limburg.de

  • Hallo Markus. Würde gerne besser verstehen, welche Punkte ihre Kunden an der Stelle anbringen. Gerne können Sie auf mich auch direkt per E-Mail zukommen. Oder wir führen ein Kundeninterview auch gerne einmal gemeinsam (im Sinne der Marktforschung) durch.

    Lokale Datensicherung (Backup aller Clients), schneller Remote Zugriff, einfache Verwaltung und die einfache Integration von Exchange Online, SharePoint Online und Lync schlagen doch SBS schon heute um Längen.

    Mit der R2 Version und der Möglichkeit dann Windows Server 2012 Essentials virtuell zu deployen, stehen Partnern wir Kunden weitere interessante Szenarien zur Verfügung - beispielsweise Hyper-V-Replika zur einfachen Notfallwiederherstellung.

    VG Lars Schmoldt

  • Hallo Lars.

    Der wichtigste und fast einziger Punkt ist das fehlende lokale Exchange.

    Viele Kunden (Anwälte/Ärzte) möchten einfach ihre Daten keinem (USA) online Exchange anvertrauen und fragen nach Alternativen im Preisbereich des "alten" SBS Servers.

    Gruß.

  • Hallo Markus. Ich habe mich hierzu auch schon mit einigen Anwälten (als Kunden ;-) unterhalten.

    Was viele nicht wissen: Bei Office365 ist MS zusätzlich zur EU-Safe-Harbor-Zertifizierung bereit, die Standardvertragsklauseln der Europäischen Union (die so genannten "EU Model Clauses") mit allen Kunden zu unterzeichnen. Weitere Infos hierzu finden sich hier trustcenter.office365.de

    Vielleicht hilft das ja auch im Gespräch mit Ihren Kunden. Feedback nehme ich aber auch hierzu gerne direkt entgegen.

    Mit der Integration der Office365-Diensten folgen wir dem Trend und dem Wunsch auch unser deutschen Kunden, sehr flexibel eine Vielzahl an Services aus der Cloud zu beziehen, die weit über die Möglichkeiten des Exchange Servers hinaus gehen (sehr beliebt z.B. SharePoint Online und Lync)

    VG Lars Schmoldt

  • Ob MS zu einer Zertifizierung bereit ist oder nicht, ist für Anwälte & Co. ziemlich schnuppe. Fakt ist, MS hat sich - auch durch die Veröffentlichungen von Snowden - nicht gerade mit Ruhm bekleckert, was die Abhörsicherheit und den Datenschutz anbelangt (siehe "Skype").

    MS hat sich mit der Entscheidung den SBS einzustampfen, ein klassisches Eigentor geschossen. Die Cloud ist für viele Unternehmen ein "No Go". Zudem frage ich mich, wie flexibel denn diese Cloud-Lösung ist. Ich meine insbesondere z.B. granulare Wiederherstellung von E-Mails, Anhängen etc. pp. aus einer Datensicherung.

    Gruß

  • Microsoft verfolgt hier wohl die Strategie, Cloud mit Gewalt den Kunden nahe bringen. Die hohe Investitionen von MS in ihren Office 365 Betrieb und das bislang eher maue Interesse daran, erfordert nun offensichtlich eine aggressivere Strategie. Man will nun den Unternehmen das Office-365 und Cloud-Exchange nun unbedingt aufzwingen. Es geht nichts über einen On-Premise Exchange, denn da kann man im Notfall auch mal was retten, Postfächer granular wieder herstellen, ist flexibel in Sachen Mailarchivierungslösung und Datensicherung.

Your comment has been posted.   Close
Thank you, your comment requires moderation so it may take a while to appear.   Close
Leave a Comment