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Deutschland ist nicht mehr unter den Top-Spammern

Deutschland ist nicht mehr unter den Top-Spammern

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Sophos hat in seinem Naked Security Blog die aktuelle Auswertung des weltweiten Spam-Aufkommens veröffentlicht. Die von Sophos unter dem Label "The Dirty Dozen" (Das dreckige Dutzend) regelmäßig veröffentlichten Zahlen zeigen, aus welchen Ländern und Kontinenten die meisten Spam-Mails kommen.

Eine Änderung für den jetzt veröffentlichten Beobachtungszeitraum vom Juli bis September 2011: Deutschland gehört nicht mehr zu den weltgrößten Spam-Versendern. Unser Heimatland rutscht mit einem Anteil von 0,9 Prozent des weltweiten Spam-Aufkommens auf Platz 26 der Rangliste ab. Im gleichen Quartal des Vorjahrs lagen wir Deutschen mit 3,4 Prozent auf Platz sechs und im ersten Quartal 2011 kamen wir mit 2,6 Prozent auf Rang 10.

Mehrere europäische Nationen fielen ebenfalls aus dem "Dreckigen Dutzend" heraus: So steht Großbritannien, im Vorjahresquartal noch mit fünf Prozent auf dem fünften Rang, derzeit nur mehr auf Platz 16. Unsere deutschsprachigen Nachbarn Österreich und Schweiz belegen übrigens die Plätze 55 und 61.

Die Top 12 der Spam-Nationen von Juli bis September 2011:

  1. USA: 1,3 %
  2. Südkorea: 9,6 %
  3. Indien: 8,8 %
  4. Russland: 7,9 %
  5. Brasilien: 5,7 %
  6. Taiwan: 3,8 %
  7. Vietnam: 3,5 %
  8. Indonesien: 3,3 %
  9. Ukraine: 3,1 %
  10. Rumänien: 2,8 %
  11. Pakistan: 2,0 %
  12. Italien: 1,9 %

Vergleicht man die Zahlen aber beispielsweise mit denen des gleichen Zeitraums des Vorjahrs, dann zeichnen sich interessante Trends ab. So scheinen sich die Spammer vermehrt zu internationalisieren: Der Anteil der USA, noch vor einem Jahr mit 18,6 Prozent unangefochtenes Spam-Flagsschiff vor Indien mit 7,6 Prozent, ist im diesjährigen dritten Quartal nur noch für 11,6 Prozent des Spams verantwortlich. Damit führen die USA die Liste zwar immer noch an, aber der Abstand zum jetzigen Platz zwei – Südkorea mit 9,6 Prozent; übrigens mehr als eine Verdreifachung gegenüber Q3 2010 – ist deutlich geringer.

Viele Spammer scheinen ihre Aktivitäten in den asiatischen Raum verlagert zu haben. Mit Südkorea, Indien, Taiwan, Vietnam, Indonesien und Pakistan stammen nun sechs der zwölf Vertreter des "Dreckigen Dutzends" aus dem asiatischen Raum und verdoppeln damit ihre Anzahl. Allein diese sechs Länder zeichnen für 31 Prozent des weltweiten Spam-Aufkommens verantwortlich. Auch der russischsprachige Raum verzeichnet Zuwächse: Russland wuchs von 3,0 (7. Platz) auf 7,9 Prozent (4. Platz) und auch die Ukraine schob sich mit 3,0 Prozent (9. Platz) unter die Top-12.

Aber was kann der Einzelne gegen Spam und den Rang seines Landes im "Dreckigen Dutzend" tun? Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos und Verfasser des Blog-Beitrags: "Der überwiegende Teil aller Spam-Mails wird durch Botnetze ausgeliefert. Computer-Anwender riskieren, Teil eines solchen Netzwerks zu werden, wenn sie keine aktuelle Antiviren-Software nutzen und Security-Patches ignorieren. Zu den typischen Infektionsmethoden gehören der Klick auf Links oder Anhänge in Spam-Nachrichten. Das Problem ist aber nicht auf traditionelle E-Mails beschränkt; in Social-Network-Dienste versuchen Betrüger mit Spam-verseuchten Umfragen Geld verdienen."

Gastbeitrag von Michael Kranawetter, Chief Security Advisor (CSA) bei Microsoft in Deutschland. In seinem eigenen Blog veröffentlicht Michael alles Wissenswerte rund um Schwachstellen in Microsoft-Produkten und die veröffentlichten Softwareupdates.

Comments
  • Hallo,

    also ich kann in diesem Fall mit Platz 55 sehr gut leben :-)

    Schöne Grüße, Peter Forster, Microsoft MVP 2002-2011

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