Mit dem Microsoft Safety Scanner (MSS) stellt Microsoft ein kostenloses Sicherheitstool bereit, das unter Windows XP, Windows Vista und Windows 7 funktioniert. MSS muss nicht installiert werden und untersucht den PC bei Bedarf auf Viren, Spyware und sonstige Schadsoftware. Wird ein Schädling entdeckt, entfernt die Software diesen auch. Nachdem MSS nur nach manuellem Start aktiv wird, ist es kein Ersatz für eine ständig wachsame Antiviren-Software. Es aber mit bestehenden Antimalware-Lösungen kompatibel.

 

Wichtig zu wissen ist auch, dass der Microsoft Safety Scanner nur jeweils zehn Tage nach seinem Download aktiv bleibt. Anschließend muss er für weitere Scans erneut herunter geladen werden. Der Grund: Andernfalls wären die Malwaredefinitionsdateien, die die Software im Gepäck hat, zu alt.

 

Um einen eventuell mit Schadsoftware verseuchten PC zu untersuchen, empfiehlt es sich, MSS auf einen USB-Stick mit Schreibschutz zu kopieren. So kann der Stick während des Scans nicht von der Malware infiziert werden. Alternativ kann die Software natürlich auch auf eine CD gebrannt werden.

 

Im Betrieb kennt MSS drei verschiedene Modi: Bei der "Schnellüberprüfung" werden die Systemdateien von Windows geprüft sowie der Bootsektor der Festplatte. Die Option "Vollständige Überprüfung" untersucht alle Dateien auf sämtlichen lokalen Datenträgern. Bei einer "Benutzerdefinierte Überprüfung" kann der Anwender zusätzlich zu den Bereichen, die von der Schnellüberprüfung untersucht werden, noch weitere Verzeichnisse checken lassen.


Gastbeitrag von Michael Kranawetter, Chief Security Advisor (CSA) bei Microsoft in Deutschland. In seinem eigenen Blog veröffentlicht Michael alles Wissenswerte rund um Schwachstellen in Microsoft-Produkten und die veröffentlichten Softwareupdates.