Benötigen Ihre Analysen Stunden, Tage oder sogar Wochen? Dann wird es Zeit, den Rechen-Turbo einzulegen: Parallelisieren Sie Ihre Excel-Berechnungen und lassen diese in Windeseile von Windows HPC Server 2008 R2 erledigen.

Ob in Banken, zur Forschung oder bei Versicherungen: Für viele ist Microsoft Excel zu einem essenziellen Tool geworden, das weitaus mehr als simple Kalkulationen erledigt: Etliche Anwender führen mit Excel komplexe, umfangreiche Berechnungen durch, die etliche Stunden, einige Tage oder mehrere Wochen dauern.

Durch eine Aufteilung bei der Programmlogik lässt sich der Zeitraum, bis Ergebnisse vorliegen, erheblich verkürzen. Anstatt das auf dem lokalen Arbeitsplatz-PC laufende Excel mit der Dateneingabe, der Berechnung sowie der Ergebnisausgabe zu betrauen, zeichnet das Tool künftig dann nur noch für Ein- und Ausgaben sowie die Anwenderinteraktion verantwortlich.

Die eigentlichen Berechnungen hingegen werden an Server delegiert, die für das High Performance Computing (HPC) über Windows HPC Server 2008 R2 zu einem „Windows-Rechencluster“ zusammengeschaltet sind. Die verfügbare Rechenleistung hängt von der Anzahl und Leistungsfähigkeit der Server im Windows-Rechencluster ab, dessen Gesamtleistung durch das Hinzufügen weiterer Systeme bedarfsgerecht skaliert werden kann.

Entscheidend zur Beschleunigung von Berechnungen ist ihre Parallelisierung. Excel 2010 und Windows HPC Server 2008 R2 sehen dafür drei Ansätze vor:

  1. Komplette Excel-Workbooks im Windows-Rechencluster ausführen. Hierbei laufen Workbooks, die VBA-Funktionen (Visual Basic for Applications), XLL-Add-Ins und XLA (Excel-Add-Ins) beinhalten können, auf Servern ab. Die Berechnungen lassen sich mit jedem Programm starten, die Microsoft .NET oder COM (Component Object Model) unterstützen.
  2. Ausführung von Excel-UDFs an Windows-Rechencluster auslagern. Excel 2010 weitet das einst für Multicore-Prozessoren geschaffene Konzept der Multithreaded-Kalkulationen von User Defined Functions auf Windows-Rechencluster aus, damit diese auf mehreren Servern im Rechencluster simultan ablaufen können.
  3. Excel als Rechencluster-SOA-Client (Service Oriented Architecture). Mit dem Windows HPC Pack Software Development Kit (SDK) kann Excel 2010 Berechnungen auf Servern ausführen. Zur Erstellung entsprechender Excel-Add-Ins eignen sich die Visual Studio Tools for Office (VSTO) ebenso wie andere Microsoft .NET- oder COM(Component Object Model)-Anwendungen.

Vielfach sind zur Parallelisierung keine nur geringe Modifikationen am Programmcode erforderlich. Im Wesentlichen geht es darum, Ein- und Ausgabedaten zu identifizieren und die dazwischen befindliche Programmlogik so zu gestalten, dass Berechnungen auf mehreren Servern im Windows-Rechencluster simultan erfolgen.

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