Veröffentlichung des Originalartikels: 29.03.2013

Ich bin Supporttechniker bei CSS. Vor kurzem meldete ein Kunde eine E-Mail-Schleife für eine bestimmte Domäne wie contoso.com. Dieser Fehler trat ausschließlich bei großen E-Mails auf. Eine ziemlich rätselhafte Situation – bis man erkennt, dass die E-Mail-Schleife von der Größenbeschränkung auf dem Sendeconnector herrührt. Ich dachte mir, diese Erkenntnis ist vielleicht auch für andere interessant.

Grundlegendes zur Konfiguration und zur Ursache des Problems:

Ich dachte anfangs, das Problem wäre darauf zurückzuführen, dass der Edgeserver für die Verwendung eines externen DNS-Servers (DNS-Server, der externe Hosts auflöst) konfiguriert wurde. Wenn der Edge-Transport-Server für die Verwendung eines externen DNS konfiguriert ist, löst er den Domänennamen in der Regel zu den öffentlichen IP-Adressen (die im Allgemeinen auf ihn selbst, auf die externe Firewall oder den Dienstanbieter verweisen) und nicht zu einem Hub-Transport-Server des Active Directory-Standorts auf, was eine E-Mail-Schleife zur Folge hat.

Beim Reproduzieren des Problems stellte ich jedoch fest, dass der Edge-Transport-Server nicht für die Verwendung eines externen DNS-Servers konfiguriert war. Meine Umgebung für die Reproduktion des Problems sah wie folgt aus:

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In diesem Szenario geschieht Folgendes: Wenn der Edge-Transport-Server von einem Absender aus dem Internet eine E-Mail mit einer Größe von 20 MB erhält, wird diese E-Mail akzeptiert. Der Edge-Transport-Server verfügt über zwei Connectors, die dem Adressraum entsprechen – einer für den Adressraum contoso.com des Active Directory-Standorts und einer für den Adressraum *. Bei der Routingentscheidung auf der Grundlage der verfügbaren Connectors wird der Connector zwischen Edge und Hub aufgrund der Größenbeschränkung auf 10 MB nicht berücksichtigt. Der beste Treffer ist der *-Connector zwischen Edge und Internet (siehe Algorithmus für die Connectorauswahl unter Grundlegendes zum Nachrichtenrouting). Hier ist die Nachrichtengröße auf 30 MB begrenzt.

Ergebnis: Die Nachricht wird wieder an das Internet zurückgeleitet, was zu einer Schleife zwischen Internet und Edgeserver führt.

Abhängig davon, ob der Sendeconnector für das Internet zur Verwendung von DNS oder zur Verwendung eines Smarthosts für die Zustellung ausgehender E-Mails konfiguriert ist, erhalten wir einen der folgenden NDRs:

Bei Verwendung von DNS:

#554 5.4.4 SMTPSEND.DNS.MxLoopback; DNS records for this domain are configured in a loop ##

Bei Verwendung eines Smarthosts:

5.4.6 smtp;554 5.4.6 Hop count exceeded - possible mail loop> #SMTP#

Die Lösung

Dieses Verhalten ist Absicht und lässt sich ganz einfach beheben, indem Sie für den Connector die Größenbeschränkung für Nachrichten ändern. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

  • Legen Sie den Parameter MaxMessageSize für den Empfangsconnector (zum Empfang eingehender E-Mails aus dem Internet) auf 10 MB fest, um die Größe von Nachrichten aus dem Internet auf 10 MB zu beschränken.
  • Legen Sie den Parameter MaxMessageSize für den Sendeconnector zwischen Edge und Hub auf 30 MB fest, um Nachrichten mit einer Größe von 30 MB von externen Absendern empfangen zu können.

Problem gelöst! Danke an Arindam Thokder und Scott Landry, die mir bei der Aufbereitung für den Blog behilflich waren!

Suresh Kumar (XCON)

Dies ist ein übersetzter Blogbeitrag. Den Originalartikel finden Sie unter Mysterious mail loop on Edge Transport server: Check your size limits!