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Office 365 ProPlus jetzt auch in RDS- (Terminal Server) und VDI-Umgebungen einsetzbar

Office 365 ProPlus jetzt auch in RDS- (Terminal Server) und VDI-Umgebungen einsetzbar

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Update am 22.03.2013 zur Klarstellung der Vertriebswege
Update am 15.06.2013 zur kristallklaren Klarstellung der Vertriebswege
Update am 27.08.2013 zur Verfügbarkeit von Office 365 Enterprise in Microsoft Open

Die Neuerungen in Office, Office 365 und den Office Servern sind mehr als nur “die nächste Version” von Office. Flexibel arbeiten, interne soziale Netzwerke, die Cloud sinnvoll nutzen - das sind Trends, welche die moderne Arbeitswelt prägen, die Microsoft mit dem neuen Office maßgeblich unterstützt und voranbringt.

Vorgestern haben wir den Startschuss für die Verfügbarkeit des neuen Office gegeben. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Möglichkeit für alle Kundengrößen, das neue Office im Abonnement über Office 365 zur lokalen Installation und Nutzung beziehen zu können.

Office 365 ProPlus kombiniert dabei die enthaltenen Office-Anwendungen Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher, Lync und Access mit dem Vorteil der benutzerbezogenen Lizenzierung: Auf bis zu fünf Endgeräten (Windows oder Mac OS X) kann jeder Anwender Office lokal installiert nutzen und mit Office on Demand Vollversionen von Office-Programmen auf jeden beliebigen Windows-PC zu aktuellen Nutzung streamen.

Im Gegensatz zur bisherigen Lizenzierung, bei der immer das jeweilige Gerät, von dem aus Office genutzt werden sollte, mit einer Lizenz versehen werden musste (Lizenz pro Kopie pro Gerät), kann Office 365 ProPlus pro Anwender lizenziert werden. Bis zu fünf Endgeräte kann dabei ein Anwender gleichzeitig lizenziert nutzen.

Für viele Kunden stellt sich die Frage: Darf ich dieses Office auch auf einem Terminal Server (Remote Desktop Services, RDS) einsetzen? Die Lizenzierung, Installation und Nutzung von Office auf einem Terminal Server setzt immer eine Office-Version aus einem Volumenlizenzvertrag voraus.

Für Office 365-Abonnements, die nicht über einen Volumenlizenz-Vertrag gekauft wurden, gibt es daher durch die Nutzungsrechte für Onlinedienste auch keine Lizenz, die auf einem Server mit RDS-Rolle installiert werden kann.

Wer dagegen Office 365 über einen Volumenlizenzvertrag erwirbt, erhält durch die Produktbenutzungsrechte für Volumenlizenzverträge (Product Use Rights, PUR) das Lizenzrecht, als eines der fünf Endgeräte auch einen Terminal Server einsetzen zu können. "Über einen Volumenlizenzvertrag" wie Open License, Open Value und Open Value Subscription steht Office 365 ProPlus seit dem 27. Februar 2013 in Office 365 Midsize Business (bis maximal 250 Bildschirmarbeitsplätze empfohlen) sowie seit dem 1. September 2013 in Office 365 Enterprise E3 zur Verfügung und ist ebenso als alleinstehender Dienst verfügbar. Office 365 steht auch über ein Enterprise Agreement für Kunden mit mehr als 250 Bildschirmarbeitsplätzen zur Verfügung. Alle Nicht-Volumenlizenzvertrags-Vertriebswege beinhalten dieses Lizenzrecht nicht.

Da sich Office 365 ProPlus wegen des Click2Run-Installers technisch nicht auf einem Server mit aktivierter RDS-Rolle (Terminal Server) installieren lässt, findet man in der Produktliste einen Hinweis, wie genau sich dieses Lizenzrecht für Volumenlizenzvertrags-Kunden nutzen lässt:

Medienberechtigung mit Remotedesktopdiensten (RDS)
Wenn der Nutzer, dem Sie eine Office 365 ProPlus-Lizenz zugewiesen haben, die Software bei aktivierter RDS-Rolle auf einem Netzwerkserver nutzt, ist dieser Nutzer berechtigt, 1) eine Kopie der Office Professional Plus 2013-Software auf einem Netzwerkserver zu installieren und 2) auf die Office Professional Plus 2013-Software von jedem beliebigen Gerät aus zuzugreifen, anstatt eine Kopie der Software, die mit Office 365 ProPlus bereitgestellt wurde, auf einem der fünf gemäß den Produktbenutzungsrechten für Office 365 ProPlus zulässigen Geräte zu installieren. Nach Kündigung Ihres Office 365 ProPlus-Abonnements müssen Sie die Software für Office Professional Plus 2013 vom Netzwerkserver deinstallieren.

Das Unternehmen benötigt also neben der Office 365-Lizenz aus einem Volumenlizenzvertrag mindestens eine Office Professional Plus 2013 Volumenlizenz mit dazugehörigen Key, die es separat erworben hat, um die Installation auf dem Terminal Server technisch durchführen zu können. Die Zugriffe darauf können dann für Mitarbeiter mit einem der oben aufgeführten Office 365-Abonnements aus einem Volumenlizenzkanal lizenziert werden. Sollte das Unternehmen nicht über mindestens eine solche Lizenz zum Installieren verfügen, muss es eine solche separat erwerben. Eine andere oder frühere Office-Version darf dabei nicht verwendet werden, da Office 365 ProPlus keine Downgraderechte umfasst.

Mehr Informationen finden sich auf der offiziellen Microsoft Produktwebseite: http://www.office365.de.

Have fun!
Daniel

Hinweis zur Rechtsverbindlichkeit dieser Informationen
Diese Informationen sind Hinweise, die das Verständnis hinsichtlich der Microsoft Produktlizenzierung verbessern sollen. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Informationen keinen rechtsverbindlichen Charakter haben, sondern als erklärende Informationen zu verstehen sind. Die einzig rechtsverbindlichen Lizenzinformationen sind in den entsprechenden Endnutzer-Lizenzverträgen (als Beilage zu Softwarepaketen oder in Form von Lizenzverträgen) zu finden.

Comments
  • Hi Daniel,

    Danke für den Beitrag. Schön dich wieder unter den lebenden Bloggern zu haben!

  • Neuer Job, neue Produkte, anderer Fokus :-)

  • Eine Frage zu dem MAK Key: Angenommen, ich habe für 500 User 5 Terminal Server. Brauche ich dann einen MAK Key für

    1 User

    5 User (weil jede Aktivierung auf einem neuen Terminal Server eine Lizenz verbraucht)

    500 User (weil jeder User eine Lizenz verbraucht)

    Alle 500 User haben einen O365 E3 Plan über einen Volumenlizenzvertrag.

  • Hallo Daniel

    Vielen Dank für Deinen Beitrag. Unsere Ausgangslage: Office 365 E-Plan (Exchange 1) für 300 User. Bestehende Office 2003-2010 Installationen teils Retail, teils Volumenlizenz. 80 von den Benutzern müssen auf Citrix zugreifen.

    So weit so gut. Unser Office 365 Plan wurde aber von Swisscom als Reseller bereitgestellt. Wie kann ich jetzt über eine Volumenlizenzkanal die office 365 ProPlus Lizenzen beschaffen und sie mit dem bestehenden Office 365 Konto integrieren?

    Hier habe ich einen Knopf in der Leitung...

    Danke für alle Infos

    Yves

  • @Lars: Wenn die 500 User E3 über einen Volumenlizenzvertrag nutzen, dann hat der Kunde einen EA. Dann sollten die Office Professional Plus 2013 Software und der Key über das VLSC abrufbar sein. Wenn nicht, reicht nach meinem Verständnis 1 User, da man nur die technischen Voraussetzungen erfüllen muss. Die Lizenzierung ist über die Office 365-Lizenzen abgedeckt. Eventuell muss man dann zur telefonischen Aktivierung greifen, sollte die automatische Aktivierung über das Internet fehlschlagen. Aber auch hier gilt der obige Hinweis zur Rechtsverbindlichkeit dieser Informationen.

    @Ives: Die 300 Exchange Online-Lizenzen enthalten ja keine Office 365 ProPlus-Lizenz. Du kannst die notwendigen die Office 365 ProPlus-Lizenzen nur über den Volumenlizenzkanal durch ein (bestehendes) Enterprise Agreement beschaffen, um die RDS-Erlaubnis zu bekommen.

    Have fun!
    Daniel

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