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Office 365 ProPlus jetzt auch in RDS- (Terminal Server) und VDI-Umgebungen einsetzbar

Office 365 ProPlus jetzt auch in RDS- (Terminal Server) und VDI-Umgebungen einsetzbar

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Update am 04.09.2014 Neue Installationsoption für Office 365 ProPlus
Update am 22.03.2013 zur Klarstellung der Vertriebswege
Update am 15.06.2013 zur kristallklaren Klarstellung der Vertriebswege
Update am 27.08.2013 zur Verfügbarkeit von Office 365 Enterprise in Microsoft Open

Die Neuerungen in Office, Office 365 und den Office Servern sind mehr als nur “die nächste Version” von Office. Flexibel arbeiten, interne soziale Netzwerke, die Cloud sinnvoll nutzen - das sind Trends, welche die moderne Arbeitswelt prägen, die Microsoft mit dem neuen Office maßgeblich unterstützt und voranbringt.

Vorgestern haben wir den Startschuss für die Verfügbarkeit des neuen Office gegeben. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Möglichkeit für alle Kundengrößen, das neue Office im Abonnement über Office 365 zur lokalen Installation und Nutzung beziehen zu können.

Office 365 ProPlus kombiniert dabei die enthaltenen Office-Anwendungen Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher, Lync und Access mit dem Vorteil der benutzerbezogenen Lizenzierung: Auf bis zu fünf Endgeräten (Windows oder Mac OS X) kann jeder Anwender Office lokal installiert nutzen und mit Office on Demand Vollversionen von Office-Programmen auf jeden beliebigen Windows-PC zu aktuellen Nutzung streamen.

Im Gegensatz zur bisherigen Lizenzierung, bei der immer das jeweilige Gerät, von dem aus Office genutzt werden sollte, mit einer Lizenz versehen werden musste (Lizenz pro Kopie pro Gerät), kann Office 365 ProPlus pro Anwender lizenziert werden. Bis zu fünf Endgeräte kann dabei ein Anwender gleichzeitig lizenziert nutzen.

Für viele Kunden stellt sich die Frage: Darf ich dieses Office auch auf einem Terminal Server (Remote Desktop Services, RDS) einsetzen? Wer Office 365 ProPlus über einen Volumenlizenzvertrag erwirbt, erhält durch die Online Service Terms (OST) das Lizenzrecht, als eines der fünf Endgeräte auch einen Terminal Server einsetzen zu können:

Rechte zur Installation und Nutzung

Jeder Nutzer, dem der Kunde eine Nutzer-AL zuweist, muss ein Microsoft-Account haben, um die mit dem Abonnement bereitgestellte Software zu nutzen. Diese Nutzer:

  • sind berechtigt, die mit dem AL bereitgestellte Software zur lokalen oder Remoteverwendung in bis zu fünf gleichzeitigen OSE zu aktivieren.
  • sind berechtigt, eine der fünf Aktivierungen auf einem Netzwerkserver mit aktivierter Remotedesktopdienste-Rolle (RDS) zu verwenden (siehe Produktliste unter http://go.microsoft.com/?linkid=9839207, für Bereitstellungsoptionen bei der Verwendung von RDS). Im Sinne dieses Nutzungsrechts ist ein „Server“ ein physikalischer Hardwareserver, der ausschließlich dem Kunden dient. Diese Bestimmung gilt nicht für Kunden, die diese Produkte unter dem Microsoft Online-Abonnement-Vertrag oder unter einem anderen Microsoft-Vertrag lizenzieren, der nur Onlinedienste abdeckt.

Seit dem 1. September 2014 gibt es mit shared computer activation eine neue Installationsmethode für Office 365 ProPlus. Das Office-Paket aus Office 365 E3 und Office 365 ProPlus kann jetzt mit Hilfe des Office Deployment Tool auch auf einem Terminal Server ab Windows Server 2008 R2 (mit aktivierter RDS-Rolle) oder auch in virtuellen Desktop Pools installiert werden. Das bedeutet, dass Terminal Server-Kunden nicht mehr den zusätzlichen Office 2013 Professional Plus-Datenträger und -Lizenzkey brauchen.

Bei der Installation muss auch nicht mehr das gesamte Paket installiert werden, sondern man kann mit Hilfe der Steuerdatei für die Installation auch einzelne Anwendungen von der Installation ausschließen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Kunden und Partner wurde unter Deploy Office 365 ProPlus by using Remote Desktop Services veröffentlicht.

Bei der shared computer activation wird Office auf dem Server initial ohne Aktivierung installiert. Bei jeder Benutzeranmeldung überprüft Office für den angemeldeten Benutzer, ob dieser über eine passende Office 365-Lizenz verfügt, die Office 365 ProPlus beinhaltet. Wenn ja, wird eine zeitlich auf wenige Tage befristete Aktivierung für den Benutzer ausgeführt und er kann Office nutzen. Andere Anwender können diese Aktivierung auf dem gleichen Server nicht für sich nutzen – bei Ihnen wird auch jeweils geprüft, ob sie über ein gültiges Abonnement verfügen. Das bedeutet aber auch, dass der Terminal Server über eine permanente Internetverbindung verfügen sollte.

Die neue Funktion steht technisch in folgenden SKUs zur Verfügung:

  • Office 365 Midsize Business*
  • Office 365 ProPlus
  • Office 365 Enterprise E3
  • Office 365 Enterprise E4                                                                            
  • Project Pro for Office 365
  • Visio Pro for Office 365
  • Project Online with Project Pro for Office 365

*Office 365 Midsize Business enthält keine Push-Deployment-Funktion. Daher ist die angepasste Installation über das Office Deployment Tool lizenzrechtlich nicht abgedeckt.

Die kommenden Office 365 Business-Pläne werden auch über einen Volumenlizenzvertrag keine RDS-Berechtigung enthalten. Beim Wechsel auf Office 365 Business Premium gewinnen Kunden einerseits die freie Kombinierbarkeit mit anderen Office 365-Diensten, verlieren andererseits dagegen die Enterprise-Funktionen, die vorher in der Midsize Business enthalten waren. 

Konkret bedeutet das den Verlust von Access und dem vollen Lync-Client (muss durch die Installation des Lync Basis-Clients ersetzt werden), die Verwaltbarkeit über Gruppenrichtlinien und App Telemetry, die Excel Enterprise BI-Features und die RDS-Berechtigung.

Office 365 Midsize Business kann nach der Preissenkung noch ein Jahr zum gleichen Preis wie Office 365 Small Business Premium (zukünftig Office 365 Business Premium) erworben werden. Für Kunden, die Office 365 auf dem Terminal Server einsetzen möchten und ansonsten keine Enterprise-Anforderungen haben, kann in Zukunft die Kombination aus Office 365 Business Essentials + Office 365 ProPlus preislich eine sinnvolle Alternative zum Kauf des E3-Planes sein.

Mehr Informationen finden sich auf der offiziellen Microsoft Produktwebseite: www.dasneueoffice.com.

Have fun!
Daniel

Hinweis zur Rechtsverbindlichkeit dieser Informationen
Diese Informationen sind Hinweise, die das Verständnis hinsichtlich der Microsoft Produktlizenzierung verbessern sollen. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Informationen keinen rechtsverbindlichen Charakter haben, sondern als erklärende Informationen zu verstehen sind. Die einzig rechtsverbindlichen Lizenzinformationen sind in den entsprechenden Endnutzer-Lizenzverträgen (als Beilage zu Softwarepaketen oder in Form von Lizenzverträgen) zu finden.

Comments
  • Hi Daniel,

    Danke für den Beitrag. Schön dich wieder unter den lebenden Bloggern zu haben!

  • Neuer Job, neue Produkte, anderer Fokus :-)

  • Eine Frage zu dem MAK Key: Angenommen, ich habe für 500 User 5 Terminal Server. Brauche ich dann einen MAK Key für

    1 User

    5 User (weil jede Aktivierung auf einem neuen Terminal Server eine Lizenz verbraucht)

    500 User (weil jeder User eine Lizenz verbraucht)

    Alle 500 User haben einen O365 E3 Plan über einen Volumenlizenzvertrag.

  • Hallo Daniel

    Vielen Dank für Deinen Beitrag. Unsere Ausgangslage: Office 365 E-Plan (Exchange 1) für 300 User. Bestehende Office 2003-2010 Installationen teils Retail, teils Volumenlizenz. 80 von den Benutzern müssen auf Citrix zugreifen.

    So weit so gut. Unser Office 365 Plan wurde aber von Swisscom als Reseller bereitgestellt. Wie kann ich jetzt über eine Volumenlizenzkanal die office 365 ProPlus Lizenzen beschaffen und sie mit dem bestehenden Office 365 Konto integrieren?

    Hier habe ich einen Knopf in der Leitung...

    Danke für alle Infos

    Yves

  • @Lars: Wenn die 500 User E3 über einen Volumenlizenzvertrag nutzen, dann hat der Kunde einen EA. Dann sollten die Office Professional Plus 2013 Software und der Key über das VLSC abrufbar sein. Wenn nicht, reicht nach meinem Verständnis 1 User, da man nur die technischen Voraussetzungen erfüllen muss. Die Lizenzierung ist über die Office 365-Lizenzen abgedeckt. Eventuell muss man dann zur telefonischen Aktivierung greifen, sollte die automatische Aktivierung über das Internet fehlschlagen. Aber auch hier gilt der obige Hinweis zur Rechtsverbindlichkeit dieser Informationen.

    @Ives: Die 300 Exchange Online-Lizenzen enthalten ja keine Office 365 ProPlus-Lizenz. Du kannst die notwendigen die Office 365 ProPlus-Lizenzen nur über den Volumenlizenzkanal durch ein (bestehendes) Enterprise Agreement beschaffen, um die RDS-Erlaubnis zu bekommen.

    Have fun!
    Daniel

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