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Nachdem wir seit dem 15. September 2010 die Internet Explorer 9 (IE9) Beta herausgegeben haben, stellen viele oft die gleichen ersten Fragen. Damit die Antworten jedem zur Verfügung stehen, haben wir Fragen die Fragen in unseren Onlineforen zum Internet Explorer auf Microsoft Answers gesammelt. Ich veröffentliche sie ebenfalls hier in einer kurzen Frage- und Antwortenliste:
Ausführlichere Informationen habe ich in den Artikeln Willkommen zur Internet Explorer 9 Beta und Was Entwickler über Internet Explorer 9 wissen sollten veröffentlicht.
IE9 nutzt viele Grafiken und Leistungsteilschichten, die gemeinsam mit Windows Vista eingeführt wurden und auch in Windows 7 verwendet werden. Daher wird IE9 von Windows XP nicht unterstützt. Als Betriebssystem ist mindestens Windows Vista Service Pack 2 oder Windows 7 RTM erforderlich, damit IE9 verwendet werden kann.
Für die Grafikkomponenten und die Einrichtung der IE9-Betaversion sind weitere Aktualisierungen erforderlich und werden automatisch installiert. Sollten die notwendigen Updates nicht zusammen mit der IE9-Installation automatische ausgeführt werden können, weil zum Beispiel keine Internetverbindung während der Installation zur Verfügung steht, kann man diese auch separat manuell einspielen:
Eine umfangreiche Anleitung zur Behebung von Problemen während der Installation findet man in dem Artikel Lösen von Internet Explorer 9-Installationsproblemen.
Probleme mit dem Internet Explorer können durch eine ganze Reihe von Dingen verursacht werden. Solange ein Problem nicht näher untersucht wurde, lässt sich schwer sagen, wodurch es verursacht wird. Microsoft stellt hierfür die schrittweise Problembehandlung Internet Explorer 8: Websites werden nicht richtig angezeigt oder funktionieren nicht ordnungsgemäß zur Verfügung. Hier werden einige Fragen gestellt und die Schritte empfohlen, die zur Problembehebung am besten ausgeführt werden sollten.
In den meisten Fällen kann man nicht kompatible Add-Ons ausschließen, indem man den Browser ohne Add-Ons startet. Manuell geht das, indem man im Startmenü Internet eingibt und den Menüeintrag Internet Explorer (ohne Add-Ons) wählt oder mit Hilfe des Kommandos iexplore.exe –extoff.
Um in der Vergangenheit verstellte Einstellungen des Internet Explorers auf die Standardeinstellungen zurückzustellen und alle Add-Ons zu deaktivieren, kann man in der Systemsteuerung in den Internetoptionen auf der Registerkarte Erweitert die Internet-Explorer-Einstellungen zurücksetzen.
Weiterhin habe ich sporadisch Probleme auf einigen Laptops mit umschaltbaren Grafikkarten gesehen. Hier wird, abhängig von Lastprofil, Stromversorgung und Batterieladestand entweder ein in den Chipsatz integrierter Grafikchip oder ein dezidierte Grafikprozessor verwendet. Die Umschaltung geschieht dabei automatisch. Hier sollte man sicherstellen, dass man die aktuellste BIOS-Version des Notebookherstellers sowie den neuesten Grafikkartentreiber im Einsatz hat (für ATI-Grafikchips hier). Sollte das Problem weiterhin auftreten, kann man im BIOS das automatische Umschalten An-/Ausschalten oder die Hardwarebeschleunigung beim Rendern in deaktivieren und das Softwarerendering einschalten.
Wir haben direkt in die Internet Explorer 9 Beta eine Feedbackfunktion integriert. Man kann entweder über das Extra-Menü die Funktion Feedback senden nutzen oder über unser Portal für Betaprogramme http://connect.microsoft.com/ie Feedback einreichen.
Beim ersten Programmstart sehen Sie eventuell eine gelbe Benachrichtigungsleiste unten im Browserfenster. Sie enthält eine Meldung in Bezug auf das Deaktivieren von Add-Ons zum schnelleren Starten und Browsen. Wenn der IE hängt oder aufgrund eines Add-Ons langsamer ausgeführt wird, wird diese Benachrichtigung angezeigt. Sie erfahren, welche Add-Ons für die schlechtere Leistung verantwortlich sind. Wenn Sie auf die Schaltfläche Add-On deaktivieren klicken, wird in der Benachrichtigungsleiste ein neuer Bildschirm angezeigt, auf dem Sie erkennen, wie lange jedes Add-On benötigt, bis es geladen wird. Anschließend können Sie die gewünschten Add-Ons deaktivieren. Dieser neue Bildschirm hat den Namen Performance Advisor.
Die Schaltfläche Favoriten befindet sich nun nicht mehr in der linken, sondern in der rechten Ecke des IE9-Fensters. Wenn man auf diese Schaltfläche klickt, wird das bekannte Favoritenfenster angezeigt. Es befindet sich - wie die Schaltfläche - nun jedoch auch auf der rechten Fensterseite. Daher wurde der Verlauf ebenfalls auf die rechte Seite des Fensters neben die Favoriten verlegt. In der neuen, äußerst minimalistischen Oberfläche von IE9 sind alle Symbolleisten standardmäßig deaktiviert. Man kann die Favoritenleiste aktivieren, indem man in der Menüleiste auf Anzeigen > Symbolleisten > Favoritenleiste klickt. Die Menüleiste kann man durch Drücken der ALT-TASTE einblenden.
Die Statusleiste befindet sich unten im Browserfenster und ist für zwei Vorgänge von Bedeutung:
Beim IE9 sind die Befehls-, die Favoriten- und die Statusleiste standardmäßig deaktiviert. Man kann die Statusleiste aktivieren, indem man in der Menüleiste auf Anzeigen > Symbolleisten > Statusleiste klickt. Die Menüleiste kann man durch Drücken der ALT-TASTE einblenden.
Sobald die Statusleiste aktiviert ist, steht automatisch der Zoom zur Verfügung. Man kann die Zoomfunktion auch verwenden, indem man auf die Schaltfläche Extras klickt und dort die Zoomoptionen verwenden. Der Zoom ist auch verfügbar, wenn man bei gedrückter STRG-TASTE gleichzeitig das Mausrad dreht oder indem man über STRG + "+" zum Vergrößern und STRG + "-" zum Verkleinern der Ansicht nutzt.
Die Schaltfläche E-Mail gehört zur Befehlsleiste, die standardmäßig im IE9 nicht aktiviert ist. Die Befehlsleiste enthält die folgenden Schaltflächen: Startseite, E-Mail, Drucken und RSS. Außerdem enthält die Befehlsleiste Dropdownmenüs für Seite, Sicherheit, Extras und Hilfe. Man kann die Befehlsleiste aktivieren, indem man in der Menüleiste auf Anzeigen > Symbolleisten > Befehlsleiste klickt. Die Menüleiste kann man durch Drücken der ALT-TASTE einblenden.
Die E-Mail-Funktion ist auch über das Kontextmenü verfügbar und wird angezeigt, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf eine Webseite klicken. Die Standardoption lautet E-Mail mit Windows Live, aber ähnliche Optionen stehen eventuell auch für andere E-Mail-Clients zur Verfügung.
Die Schaltfläche Drucken gehört ebenfalls zur Befehlsleiste, die standardmäßig im IE9 nicht aktiviert ist. Die Befehlsleiste enthält die folgenden Schaltflächen: Startseite, E-Mail, Drucken und RSS. Außerdem enthält die Befehlsleiste Dropdownmenüs für Seite, Sicherheit, Extras und Hilfe. Man kann die Befehlsleiste aktivieren, indem man in der Menüleiste auf Anzeigen > Symbolleisten > Befehlsleiste klickt. Die Menüleiste kann man durch Drücken der ALT-TASTE einblenden.
Man kann eine Webseite ebenfalls drucken, indem man auf die Schaltfläche Extras klickt (links neben der Schaltfläche mit dem Stern für die Favoriten) und anschließend auf Drucken geht. Der Befehl Drucken ist auch über das Kontextmenü verfügbar. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf eine Webseite und wählt Drucken… oder drückt als Tastaturkürzel STRG+P.
Die Suchfunktion kann man am einfachsten mit dem Tastaturkürzel STRG+F erreichen.
Zur Navigation benutzt man am einfachsten den Vorwärts- und Zurückknopf links oben. Wenn man mit dem rechten Mausklick einen der beiden Knöpfe anklickt, wird ein Pulldown-Menü aufgerufen, mit dessen Hilfe man auch mehrere Seiten überspringen kann.
Internet Explorer 9 Beta nutzt Direct2D und DirectWrite zur hardwarebeschleunigten Bildschirmausgabe. DirectWrite stellt Text mittels Sub-Pixel Positioning genauer dar (ähnlich wie Cleartype). Bedingt durch das Verwenden von Subpixeln können benachbarte Pixels mit einbezogen werden, was sehr kleine Schriften etwas fetter aussehen lassen kann. Je nach Monitor und Cleartype-Tuning kann diese Darstellung subjektiv auch als etwas mehr geglättet empfunden werden. Das Glätten von Schriften ist von jeher ein oft diskutiertes Feature, welches vor allem subjektiv empfunden und unterschiedlich je nach Betrachter bevorzugt oder abgelehnt wird. Man kann über das Aktivieren des Kompatibilitätsansicht oder durch die Verwendung von Softwarerendering anstelle von GPU-Rendering diesen Effekt minimieren. Wir sammeln das Feedback über die Darstellung und werden in der weiteren Entwicklung möglicherweise darauf eingehen.
Einige Websites werden in Internet Explorer 9 Beta möglicherweise nicht richtig angezeigt oder funktionieren nicht korrekt. Das Problem tritt in Versionen von Internet Explorer 7 oder früher nicht auf, und die betroffenen Websites werden in Internet Explorer 7 weiterhin richtig angezeigt und funktionieren fehlerfrei. In Internet Explorer 9 Beta treten möglicherweise die folgenden Symptome auf:
Einige Websites wurden für ältere Browser entwickelt. Solange diese Websites nicht für Internet Explorer 8 oder Internet Explorer 9 Beta aktualisiert wurden, können Kompatibilitätsprobleme auftreten. Internet Explorer 8 oder Internet Explorer 9 Beta enthält ein Kompatibilitätsansichtfeature, mit dem die Darstellung von Websites, die für ältere Browser entwickelt wurden, dem eigentlichen Design entspricht. Die Kompatibilitätsansicht für bestimmte Websites, die nicht richtig angezeigt werden oder die nicht korrekt funktionieren, kan man folgendermaßen aktivieren:
Weitere Informationen für Anwender, Webmaster und Webentwickler findet man im KB-Artikel Einige Websites werden in Internet Explorer 8 oder Internet Explorer 9 Beta möglicherweise nicht richtig angezeigt oder funktionieren nicht korrekt.
Bei der IE9-Betaversion handelt es sich um eine Vorabversion der Software, die eventuell wieder völlig entfernt werden muss, um zur Produktionsumgebung zurückzukehren. Wenn man bei der Deinstallation versucht, die Option Programme und Funktionen in der Systemsteuerung zu verwenden, wird der IE9 nicht in der Programmliste angezeigt. Stattdessen wird das Programm im Bereich Installierte Updates angezeigt.
Man kann folgendermaßen vorgehen, um die IE9-Betaversion zu deinstallieren:
Falls im Dialogfeld Info Internet Explorer 7 oder 8 angezeigt werden wird, haben Sie die Deinstallation erfolgreich abgeschlossen.