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Windows Server 2003 Scalable Network Pack

Windows Server 2003 Scalable Network Pack

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Seit letzem Jahr gibt es mit Windows Server 2003 SP2 und im Rahmen des Windows Server 2003 Scalable Network Pack für Windows Server 2003 SP1 die Möglichkeit, bestimmte Aufgaben von der CPU an die Netzwerkkarte zu delegieren:

  • TCP Chimney offload
  • Receive Side Scaling (RSS)
  • Network Direct Memory Access (NetDMA)

Obwohl die Nutzung dieser Offloading-Techniken zur Entlastung von Servern beitragen soll, hat sich in der Praxis herausgestellt, dass das Aktivieren dieser Techniken zu massiven Performanceproblemen führen kann, wenn die Server nicht aktuelle Netzwerkkartentreiber installiert haben. Netzwerkkarten des Herstellers Broadcom zum Beispiel, wie sie auf vielen Servermainboards verbaut sind, müssen mindestens mit Treibern der Versionsnummer 3.7.19 oder höher betrieben werden.

Da jedoch viele Hersteller und auch Kunden diesem Problem wenig Aufmerksamkeit widmen, hat Microsoft sich entschlossen, ebenso wie schon bei Windows Server 2008 die Offloading-Features für Windows Server 2003 wieder zu deaktivieren. Seit gestern steht dafür ein High Priority Windows Update zur Verfügung, welches die Scalable Networking Pack Features abschaltet.

Comments
  • Spannend. Erst wird so ein Feature einfach so eingeschaltet, obwohl man weiß, dass es neue Treiber braucht. Dann, Monate später, kommt ein Hotfix über Windows Update, der die Features einfach mal wieder abschaltet. Und die, die sich um Treiberupdates bemüht haben, sind die Features wieder los.

    Ich finde, das hätte man eleganter regeln können.

    Gruß, Nils

  • Hallo Nils,

    die, die die Features haben wollen, müssen ja nicht den Patch einspielen oder sie schalten die gewünschten Funktionen wieder ein. Was sich ändert ist das Defaultverhalten. Die Erfahrungen mit dem Windows Server 2003 Scalable Network Pack sind halt nicht für jedermann so positiv gewesen, wie geplant. War das nicht Norbert, der bei seinen Kunden generell immer diese Features deaktiviert?

    Egal wie mans macht, man kann es nicht allen Recht machen. Und da es Kunden gab, die damit schlechte Erfahrungen gemacht haben, hast Du ganz klar Recht mit der Aussage, das man das eleganter hätte regeln müssen.

    VG, Daniel

  • Hallo Daniel,

    haben just in dem Moment gleich das Problem. Win2k3 x64 mit SP2 und nix geht mehr. Grund des Problems wie die letzten: Broadcom Netzwerk. Mit Intel-Karten ist uns dies nie passiert.

    Mir stellt sich die Frage was es mit diesem Patch auf sich hat: http://support.microsoft.com/kb/936594

    Der eine Patch machts aus und der andere machts richtig?

    Liebe Grüße,

    Henry Gerloff

  • Ich weiss gar nicht was die ganze Aufregung soll. Unabhängig davon, ob man sich nun "IT-Fachpersonal" oder "Mitarbeiter, der bei uns im Laden für die EDV zuständig ist" schimpft, sollte man daran interessiert sein die verwendete Hardware immerzu mit den aktuellen Treibern zu verwenden.

    Genauso sollte man mit Service Packs und Patches für die genutzten Softwarepakete verfahren. Ganz oft höre ich seitens unserer Kunden die Frage "Warum sollen wir dieses Service Pack denn überhaupt installieren, es läuft doch alles?!" - Ich sattel das Pferd anders auf: Wenn ich mir die Liste der behobenen Fehler mit dem Service Pack X für das Produkt Y ansehe, stelle ich mir doch die Frage "Warum soll ich diese Fehler nicht einfach durch die Installation des Service Packs beheben? Ich sehe keinen Grund diese potenziellen Fehlerquellen weiterhin in meinem Produktivsystem leben zu lassen".

    Würde jeder das so machen, wären viele Negativkommentare alá Brääh-Microsoft-hat-wieder-Scheisse-gebaut gar nicht entstanden.

  • Also auch mit aktuellsten Treibern sowohl von Broadcom als auch von Intel war es jedesmal ein Risiko, was im Zweifel auch zur Deinstallation des SP2 führte, da bspw. der ISA 2006 mit SP2 und Intel NICs keine sinnvolle Funktion zustande brachte. Insofern liegt es vielleicht nicht an den Treibern, sondern an MS, die ein Feature einschalten aber vorher schon wissen, dass es damit "höchstwahrscheinlich" Probleme gibt. Und ich wette, dass ca. 90% der Nutzer von W2k3 SP2 keinen wirklichen Nutzen aus diesem Feature gezogen hätten, selbst wenn es funktioniert hätte. Warum wird sowas dann bei MS nicht andersrum implementiert? Sprich ich kann es aktivieren und selbst entscheiden, ob es Vorteile bringt oder nicht?

    Bye

    Norbert

  • Also auch mit aktuellsten Treibern sowohl von Broadcom als auch von Intel war es jedesmal ein Risiko, was im Zweifel auch zur Deinstallation des SP2 führte, da bspw. der ISA 2006 mit SP2 und Intel NICs keine sinnvolle Funktion zustande brachte. Insofern liegt es vielleicht nicht an den Treibern, sondern an MS, die ein Feature einschalten aber vorher schon wissen, dass es damit "höchstwahrscheinlich" Probleme gibt. Und ich wette, dass ca. 90% der Nutzer von W2k3 SP2 keinen wirklichen Nutzen aus diesem Feature gezogen hätten, selbst wenn es funktioniert hätte. Warum wird sowas dann bei MS nicht andersrum implementiert? Sprich ich kann es aktivieren und selbst entscheiden, ob es Vorteile bringt oder nicht?

    Bye

    Norbert

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