.: Daniel Melanchthon :.

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Endlich ein tragbarer Computer!

Endlich ein tragbarer Computer!

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Die Entscheidung für mein neues Arbeitsgerät fiel mir wirklich schwer. Am Anfang hatte ich bei Microsoft einen HP Compaq TC1100 Tablet PC (2cm dick, 1,4kg schwer). Der eine oder andere hatte mich auf der ICE 2005 damit auf der Bühne gesehen und nicht geglaubt, dass die Exchange 2003-Serverdemo darauf lief. Das waren noch Zeiten...

Den HP tauschte ich mit meinem (dann bald ehemaligen) Manager auf dessen Wunsch gegen einen Toshiba Portégé M200. Mal kurz nachgedacht: Hatte ich bisher mehr neue Notebooks oder mehr neue Manager bei Microsoft? Egal. Zurück zum Thema: Der M200 ist leistungsstärker, wiegt aber schon deutliche 2,5kg. Das Modell habe ich immer noch und werde es voraussichtlich Ende des Monats in Nürnberg als Teil einer Demo benutzen und zeigen, wie gut Vista auch auf älterer Hardware läuft.

Daneben hatte ich ein 2,6kg schweres, aber sehr elegantes Samsung P35, das dank seines 64 MB ATI Mobility Radeon 9700 Aero Glass samt Transparenz seit den Vista-Betaversionen unterstützte. Durch den Multibay konnte man mit zwei Festplatten parallel arbeiten. Darauf liefen unter anderem die Exchange Server 2007 Unified Messaging Demos zum damaligen Launch.

Abgelöst wurden diese Modelle dann durch ein HP nc8430, welches erstmals einen TPM beinhaltete und auch schon zu Vista Beta-Zeiten Bitlocker mit TPM unterstützte. Für den Vista-Launch stand mir noch ein Fujitsu Siemens Celsius Mobile H240 zur Verfügung. Eine absolute Rakete, die dank ATI Mobility FireGL V5200 256MB auch problemlos zur Spielemaschine taugen würde (habe ich selbstversändlich NIE gemacht). Das Display des FSC ist atemberaubend: 15.4" WUXGA non-glare TFT (1920x1200).

Merke: Man ist als Evangelist immer gut beraten, Technologien zu evangelisieren, die neue Hardware voraussetzten. Wobei da natürlich auch gilt: Leading edge is bleeding edge! Aber nur manchmal ;-)

Nachdem mir in diesem Finanzjahr dank unseres Hardwarebudgets ein neuer Rechner angetragen wurde, habe ich lange überlegt und mir dann einen alten Wunsch erfüllt. Keine faulen Kompromisse mehr. Ein wirklich tragbarer Computer sollte her. Nein, kein MacBook Air - ich will schließlich noch arbeiten können. Außerdem wollte ich ein tragbares Modell haben und das leichteste Notebook der Welt (nach Aussage des Herstellers) kommt von Toshiba. Wie gut, dass das R500 in unseren Hardwarestandard aufgenommen wurde:

Die Eckdaten:

  • Intel Core 2 Duo U7600 Ultra Low Voltage 1.2 GHz
  • Original Windows Vista Business (ich habe aber wegen Media Center meine Ultimate-Lizenz installiert)
  • 64 GB Solid State Drive oder 160- bzw. 120-GB-Festplatte
  • 2.048 MB DDR2-RAM 533MHz Dual Channel-Speicher
  • Transreflektives 12.1-Zoll-WXGA-TFT-Display (1.280 x 800 Bildpunkte)
  • Intel® GMA 950 Grafik
  • B x T x H : 283 x 215,8 x 19,5 (vorne) / 25,5 (hinten) mm
  • Gewicht: 799g bzw. 1.099g
  • Akkulaufzeit: zwischen 4.5 und 8 Stunden
  • Bluetooth® V2.0 + EDR
  • 10/100/1000 Ethernet LAN
  • Intel® Wireless WiFi Link 4965AGN (802.11a/b/g/Draft-N)
  • HSDPA/UMTS
  • DVD-Slim-Supermulti-Laufwerk (7mm dick, 92g leicht)
  • 3x USB
  • Firewire
  • PCMCIA Slot
  • SD-Card Reader
  • Infineon TPM v1.2 (wichtig für Bitlocker, meine Gehen-Sie-aus-dem-Gefängnis-Karte)
  • AuthenTec Fingerprint Reader
  • Mikrofon und Kopfhöreranschluss
  • Slim Port Replikator Anschluss

Nur zur Erinnerung: Alles was ich aufgeführt habe, ist EINGEBAUT. Was soll man sagen? Toshiba vs. Apple 1:0!

Die Ausstattung lässt also fast keine Wünsche offen. Die Kombination aus Mobilität, Akkulaufzeit und Funktionsvielfalt ist gelungen. Ein Highlight ist das transreflektive Display. Im Tageslicht (auch bei direkter Sonneneinstrahlung) kann man die LEDs der Hintergrundbeleuchtung des TFT-Bildschirms abschalten und das Bild nur durch das Umgebungslicht erzeugen lassen:

Wer sich jetzt fragt, wie man das alles in ein so kleines Gehäuse rein bekommt, muss es nicht aufschrauben. ich war selbst kurz davor - man ist ja neugierig. Aber hier ein kleines Video, das genug zeigt:

Zum Schluss vielleicht noch ein Hinweis: Ja, das Display ist flexibel. Und ja, das ist gewollt. Wie flexibel und stabil das R500 ist, kann man hier sehen. Aber Achtung: Don't do this at home!

Mein Gerät hat eine 120GB TOSHIBA MK1237GSX Festplatte eingebaut. Kein 1,8" Modell wie bei Apple, sondern eine normale Notebook-SATA-Festplatte mit 5400U/min. Der PCMCIA-Slot kann meinen Smartcardreader für unseren VPN-Zugang aufnehmen oder die T-Mobile Web'n'Walk Card II (GPRS, EDGE, UMTS, HSDPA). Die Tastatur schreibt sich bisher sehr gut, es ist ein normales Keyboard ohne Tastenverkrüppelung. Endlich hat Toshiba Bild hoch/Bild herunter sowie die Windows-Tasten dort eingebaut, wo sie hingehören. Ich komme auf jeden Fall auf Anhieb damit sehr gut zurecht.

Wer mich damit im Einsatz sehen will - die nächste Gelegenheit ist der Windows Server 2008-Launch und die SharePoint-Konferenz in der nächsten Woche. und dafür muss ich jetzt noch ein wenig arbeiten...

Comments
  • Hallo Daniel,

    Stichwort "Nürnberg, Ende des Monats". Ist das eine offene Veranstaltung? Würde dich gerne mal Live sehen und das wäre ja quasi um die Ecke. ;-)

    mfg

    Carsten

  • Hallo Carsten,

    ja, die Veranstaltung "Windows VISTA Revisited" vom NIK Nürnberg am 28.Februar 2008 ist offen. Weitere Informationen und das Anmeldeformular sind hier zu finden: http://www.nik-nbg.de/asp/Veranstaltungen.asp?dat_id=1

    VG, Daniel

  • Danke für den Link. Leider ist die Veranstaltung während meiner Arbeitszeit. :-(

  • Ha,

    das ist ja wirklich gleich um die ecke. Direkt mal anmelden. Veranstaltungen mit Daniel sind ja immer gar nicht schlecht.

  • Hach ist Apple Bashing nicht schön ;) da merkt man, dass der Ansatz des Macbook Air nicht verstanden wurde.

  • Das hat nichts mit Apple Bashing zu tun. Ich habe mir beide Modelle angesehen und finde, dass die Lösung von Apple zuviele Kompromisse eingeht. Toshiba zeigt, dass es auch anders geht. 1/3 leichter als das Macbook Air und alle notwendigen Komponenten onboard. Was für einen Ansatz ich da nicht verstanden habe, bleibt mir bisher verborgen. Dominik: Vielleicht kannst Du etwas mehr Licht in die Angelegenheit bringen, da Du sie aufgebracht hast?

    VG, Dnaiel

  • Na gut, der Gedanke des Apple Bashings kommt auf ner Technet Seite halt schnell auf.

    Man darf das Macbook Air nicht als Arbeitsnotebook im eigentlichen Sinn betrachten. Es scheint eher für die Manager und IT Junkies gedacht zu sein, die ein leichtes kleines mobiles Gerät mitnehmen wollen. Das Notebook soll vor allem klein, schmal und leicht sein. Der Ansatz ist nicht ein vollständiges Notebook zu bieten, sondern eine mobile Lösung für unterwegs, wobei am Arbeitsplatz auf einen Desktop oder ein Desktopreplacement zurückgegriffen wird.

  • Das ist mir schon klar. Nur brauche ich zum Beispiel für eine mobile Lösung einen Smartcard-Reader. Ohne den kann ich nicht Dinge wie VPN, Terminal Services Gateway oder publizierte Anwendungen via IAG nutzen. Oder auf meine verschlüsselten Dateien zugreifen, die gerade auf mobilen Rechnern gut geschützt sein müssen. Oder Mails signieren und/oder verschlüsseln.

    In meinem Toshiba kann ich einen Smartcard-Reader direkt in den PCMCIA-Slot einschieben. Er passt da vollständig rein, steht nicht über und ich kann mobil arbeiten.

    Wenn der Ansatz also Mobilität ist, dann schlägt das R500 das Macbook Air nicht nur in der Funktionalität. Es ist kleiner, leichter, bietet wesentlich höhere Funktionsvielfalt undn eine deutlich bessere IOP-Performance.

    ;-)

  • Klar, die Argumente sind nicht von der Hand zu weisen, allerdings läuft OSX nicht auf dem Toshiba ;)

    Das ist der einzige Fehler des Geräts.

    Für einen Power User ist das Air auf keinen Fall geeignet klar, aber für jemand der mobil EMails, ein wenig Textverarbeitung machen will und die Freiheit haben möchte Windows, Linux UND OS X zu nutzen, dann gibt es halt kein vergleichbares Gerät.

  • Das OS X nicht drauf läuft, ist aber nicht der Fehler von Toshiba. Das hat allein Apple zu verantworten. Technisch gehen würde es ja prinzipiell. Damit ist das Macbook Air der kleinste und leichteste OS X-Dongle der Welt ;-)

  • Stimmt, technisch würde es sicherlich gehen.

    Das Toshiba ist schon ein sehr schönes Gerät, keine Frage, und bietet auch viele Features, die ein Macbook Air nicht bietet, allerdings gilt das teilweise auch umgekehrt.

    Macbook Air: 1650€

    +schnellerer Prozessor
    +beleutete Tastatur
    +iSight Kamera
    +Multi Touch Trackpad
    +Alu Gehäuse
    +X3100 Grafikkarte

    Toshiba R500: 2500€

    +optisches Laufwerk
    +PCMCIA Slot
    +HSDPA/UMTS
    +leichter

    Aber für die Unterschiede einen solchen Aufpreis zu verlangen? OS X Dongle gegen MS Steuer ;)

  • Naja, kommt drauf an, wo Du schaust. Das R500 gibts 1.850,- EUR z.B. bei abtron.de (http://abtron.internal-adm.de/shop/catalog/product_info.php?products_id=13557). Und für Toshiba sieht das dann so aus:

    + 3 USB Ports
    + 1 FireWire Port
    + 1 SD Card Reader
    + Mikrofoneingang (wie willst Du mit dem Apple eine Videokonferenz machen, die eingebaute Kamera bietet das ja gerade an)
    + VGA out (brauche ich für Beameranschluss für meine Arbeit)
    + Gigabit LAN-Anschluss (wie soll ich sonst virtuelle Maschinen im Gigabytebereich da drauf kriegen?)
    + Performance (die CPU im Apple ist zwar schneller aber die 1,8" Platte ist um die Hälfte langsamer als die 2,5" Platte im R500, was man z.B. am WinMark dann auch sehr schön sieht)
    - 1GB RAM weniger (aber was kostet heute schon ein 2GB SO-DIMM)

    Für die 1.850,- oben kriegst Du das Modell allerdings nicht mit der UMTS-Karte. Dafür nehme ich entweder meine PCMCIA-UMTS-Karte oder gleich meinen MDA Pro via Bluetooth, wenn ich parallel noch den Smartcard-Reader brauche. In Summe schlepppe ich also nur das gerät und vielleicht noch den MDA Pro mit mir herum.

    In Summe finde ich die Idee von Apple gut, sie haben aber auf teufel komm raus das flachste Modell bauen wollen und dabei sind sie, meines Erachtens, zuviele Kompromisse eingegangen. Das Toshiba ist da ausgewogener.

    VG, Daniel

  • Na, schon gelesen? Seit heute nacht gibt es ihn, den neuen Internet Explorer. Funktionen für Script

  • Seit längerem werden diese kleinen Winz-Rechner angeboten: Netbooks. Mit zu kleinem Bildschirm, einer

  • Seit längerem werden diese kleinen Winz-Rechner angeboten: Netbooks. Mit zu kleinem Bildschirm, einer

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