.: Daniel Melanchthon :.

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Was kommt nach CAPTCHA?

Was kommt nach CAPTCHA?

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AsirraLogoWithName-Medium[1]CAPTCHA ist eine Technik, mit der man versucht, serverseitig beim Zugriff auf Daten zwischen Menschen und Maschinen zu unterscheiden. Die Abkürzung steht dabei für Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart. Das Ziel dabei ist eine Aufgabe zu erzeugen, die nur von Menschen gelöst werden kann.

Bisher benutzt man dafür mehr oder minder schräg aussehende Grafiken, die mich immer entfernt an die Tests meines Augenarztes erinnern. Dabei werden zum Beispiel Buchstaben verzerrt dargestellt, mit einem Hintergrundbild versehen, welches die Erkennung schwieriger macht oder in Form von Rechenaufgaben dargestellt. Ein automatisierter Bot soll an der Aufgabe scheitern, da er das Problem nicht erfassen kann.

Leider gibt es ein gravierendes Problem mit CAPTCHAs: Die immer besser werdenden Computeralgorithmen für automatisierte Bilderkennung lösen die meisten CAPTCHA-Aufgaben mittlerweile in annehmbarer Zeit. Wenn man CAPTCHA-Bilder nun noch komplexer macht, bremst das nicht nur Maschinen, sondern vor allem Benutzer aus. Ich habe schon einige CAPTCHAs gesehen, die nicht wirklich mehr identifizierbar waren.

Microsoft Research beschreitet dagegen mit dem ASIRRA-Projekt einen anderen Weg. ASIRRA steht für Animal Species Image Recognition for Restricting Access und stellt eine CAPTCHA-ähnliche Technik dar. Nur wird hier nicht nach Text oder Rechenaufgaben in verzerrten Bildern gefragt, sondern nach einer Unterscheidung zwischen Tierarten. Nahezu jeder Mensch kann problemlos einen Hund von einer Katze unterscheiden, egal um welche Hunde- oder Katzenrasse es sich dabei handelt. Für Computer ist diese Aufgabe bisher automatisiert nahezu unlösbar.

In Zusammenarbeit mit der amerikanischen Webseite petfinder.com hostet Microsoft Research unter http://research.microsoft.com/asirra/ die Anwendung als Prototypen. Petfinder sorgt für konstanten Nachschub neuer Bilder (zur Zeit ca. 3 Millionen online), so dass auch ein automatisiertes Lernen der vorhandenen Bilder nicht weiterhelfen würde. Im Gegenzug implementiert Microsoft Research einen Adopt me!-Button, über den man einen Hund oder eine Katze, deren Bild einem gefällt, ganz einfach adoptieren kann. Sozusagen eine Win-Win-Situation für alle.

ASIRRA ist übrigens auch für eigene Webseiten nutzbar, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass es sich um eine technische Demonstration handelt. Es gibt keine Verfügbarkeitsgarantien für die Webseite.

Comments
  • Die Idee finde ich sehr gut und würde mich freuen, wenn sie mittelfristig die alte Methode verdrängen wird, denn ich hasse diese Teile wie die Pest...

  • Das ist mal etwas schlaues!

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