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Blogcast: Exchange Active Sync mit Windows Mobile 5.0 und dem MSFP

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E-Mail-Zugriff via Direct Push-Technologie und höhere Gerätesicherheit durch MSFP

Zum Beginn der sechsteiligen Reihe zum Thema Nutzung der neuen mobilen E-Mail-Funktionen des Exchange Server 2003 mit Service Pack 2 durch Geräte mit Windows Mobile 5.0 sowie dem Messaging and Security Feature Pack (MSFP) zeige ich, wie Smartphones und PocketPCs mit dem Exchange Server 2003 online synchronisiert werden können.

Im ersten Teil steigen wir ein mit der server- und clientseitigen Konfiguration von Exchange Active Sync (EAS) und synchronisieren erstmalig einen PocketPC. Insbesondere gehe ich auf die Hürde der SSL-Verschlüsselung und der Vertrauenswürdigkeit des Serverzertifikats ein und zeige, wie man unter Windows Mobile 5.0 ein selbstsigniertes Zertifikat dem Speicher der vertrauenswürdigen Zertifikate lokal hinzufügt.

Der Blogcast hat eine Länge von 9:08 min und steht als Online-Stream zum sofortigen Anschauen sowie als Offline-Archiv zum Download zur Verfügung.

Videostream im WMV-Format   ·   Download der ZIP Datei

Weitere Blogcasts aus der Reihe:

  1. Exchange Active Sync mit Windows Mobile 5.0 und dem MSFP
  2. Direct Push Email mit Windows Mobile 5.0 und dem MSFP
  3. GAL Lookup mit Windows Mobile 5.0 und dem MSFP
  4. Device Policy Enforcement mit Windows Mobile 5.0 und dem MSFP
  5. Local Wipe mit Windows Mobile 5.0 und dem MSFP
  6. Remote Wipe mit Windows Mobile 5.0 und dem MSFP
Comments
  • Sehr hilfreich!

    Allerdings ein paar Fragen:

    - Wie haben Sie schon MSFP bekommen? Soweit ich die Infos verstehen kann, die im moment im Web zu finden sind, ist dieses Pack noch nicht da... ?

    - Der Webcast scheint nicht von eigentlicher Push-Technologie zu handeln. Sync ist gut, Push heisst allerdings was ganz anderes, und zwar: Wenn eine Mail in meine Exchange-Inbox landet wird sie sofort (und nicht lediglich beim nächsten regelmässigem Sync) zu meinem Handy gepusht.

    Oder habe ich was verpasst? Möchte nicht meckern -- nur zu eigentlichem Push gelangen!

    - Michel

  • Ach so -- Sie sind bei MS! Also vergessen Sie die Frage über MSFP.

    Interessiere mich weiter was Push angeht!

  • Im Blogcast zeige ich die Push-Funktion "As item arrives". Das ist kein regelmäßiger Sync. Wie im Video zu sehen, triggert der Server beim Eintreffen einer neuen Email das Device an, so daß die Mail auf dem Gerät erscheint.

  • Jein... Das is zwar kein regelmässiger Sync, doch es ist immer noch Sync. Eine e-Mail trifft bei Exchange ein, Exchange sendet ein SMS zum Handy um ein Sync zu triggern, das Handy synct, und nachdem der Sync abgeschlossen ist, hat man die e-Mail. Das ist noch kein Push, denn eigentlich muss das Handy immer noch aktiv die Mail holen -- ihm wird nur gesagt, dass neue Mail da ist. Das Handy wird lediglich zum Holen angetriggert (ganz wie Sie sagen). Ausserdem müssten wohl die ganzen SMSs bezahlt werden.

    Push heisst: eine e-mail trifft bei Exchange ein, und Exchange sendet sie sofort zum Handy. Punkt.

    Ich möchte nicht undankbar sein -- nur präzis!

  • Ich bin nicht sicher, ob wir beide über das gleiche reden. In dem Video ist nirgendwo von SMS die Rede. Es wird keine SMS mehr übertragen - das ist ja gerade eine der Neuerungen! Der Server informiert den Client über das gleiche Protokoll, über das der Client mit dem Server sonst kommuniziert: HTTP(S). Deswegen fallen ja dabei keine SMS-Kosten an.

    Push-Email ist immer basierend auf Informationen, die der Server an das Gerät schickt. Wie soll der Server sonst, ohne dass er eine Verbindung zum Gerät hat, die Nachricht an ein Gerät übermitteln?

    Das Design von Always Up To Date mit Exchange 2003 SP2 und Windows Mobile 5.0 + MSFP ist folgendes:

    Das mobile Gerät setzt eine HTTP-Anfrage an Exchange ab und fordert den Server auf, es über jede Veränderung in bestimmten Ordnern (typischerweise Posteingang, Kalender, Kontakte und Aufgaben) in einem genannten Zeitrahmen zu informieren. Es nutzt dabei die gleiche Serverapplikation, die es sonst für AirSync-Kommandos nutzt ("/Microsoft-Server-ActiveSync") und kann damit ganz einfach mit HTTPS abgesichert werden.

    Nachdem der Server die Anfrage angenommen hat, wird er die angefragten Ordner automatisch überwachen, bis sich entweder etwas darin ändert oder bis der Zeitrahmen abgelaufen ist. Danach antwortet der Server auf die HTTP-Anfrage, wo genau sich was geändert hat. Sollte nichts bis zum Zeitablauf passiert sein, dann ist die Antwort leer.

    Wenn das mobile Gerät eine leere Antwort bekommt, dann startet es einfach den nächsten Heartbeat. Sollte jedoch in der Antwort des Servers eine Information über Änderungen enthalten sein, startet das Gerät eine Synchronisation des entsprechenden Ordners und sendet danach einen neuen Heartbeat.

    Bei Push-Email wird also nicht die ganze Information an den Client geschickt (dazu ist das Paket für die Antwort des Servers an den Client eh zu klein), sondern ein Teil in der Serverantwort übertragen und der Rest vom Gerät geholt.

    Der Effekt ist, das die Nachricht Sekunden nach dem Eingang schlicht auf dem Gerät erscheint - im Normalfall ist das Gerät schneller, als Outlook selbst ;-)

    Deswegen ist es sinnfrei, Push mit "Eine e-mail trifft bei Exchange ein, und Exchange sendet sie sofort zum Handy. Punkt." gleichzusetzen. Bei allen Lösungen, die zur Zeit auf dem Markt sind, holt der Client Daten vom Server ab - er wird mehr oder weniger vom Server nur über den Beginn der der Kommunikation "informiert".

    In der Art und Weise, wie diese Information erfolgt, unterscheiden sich die Lösungen. Die hier gezeigte Lösung ist eine Ende-zu-Ende-Lösung, die vollständig ohne zentrale 3rd Party Datacenter auskommt. Es ist das eigene Gerät, das mit dem eigenen Server über das eigene Zertifikat abgesichert kommuniziert.

  • Danke sehr für diese ausführliche Erklärung. Das hört sich alles ganz logisch an. Jetzt werfen sich noch mindestens drei Fragen auf:

    1. Wenn ich "As items arrive" wähle, steht danach auf dem Handy-Bildschirm: "To synchronize items as they arrive, you must supply the delivery address information for your device in ActiveSync options. Select OK to continue." Also, ich clicke OK, und dann werde ich nach dem "Device SMS address" gefragt (was ist das überhaupt? SMSs werden normalerweise an eine Nummer, nicht eine Adresse, geschickt, oder?). Also irgendwo sind SMSs noch involved.

    2. Sie gehen von "Exchange 2003 SP2 und Windows Mobile 5.0 + MSFP" aus. Allerdings ist MSFP noch nicht zu haben. Oder? Auf dem MS website heisst es, MSFP wird im frühen 2006 verfügbar sein. Also, vielleicht sind die Unterschiede, zwischen dem, was Sie beschreiben und dem, was ich erlebe, dadurch zu erklären, dass mein Gerät noch nicht mit MSFP geupdated ist?

    3. Im Video sprechen Sie von einem heartbeat (von z.B. 15 Min) in dem das Handy mit dem Server regelmässig sagt, "ich bin da." Bestimmt also diese Frequenz die grösste mögliche Verzögerung, mit der eine Mail gepusht werden wird? Wenn schon, dann kann ich auch gleich jede 15 Min syncen. Allerdings bestimmt dieses heartbeat nicht der Push-verzögerung...?

  • Ihr mobiles Gerät braucht das MSFP, um die neuen Funktionen nutzen zu können. Das ist bisher in Deutschland noch von keinem Telekommunikationsanbieter freigegeben worden - darauf warten wir zur Zeit noch. Das erklärt auch die Unterschiede zwischen Ihrem Gerät, und dem, was Sie im Video sehen. Ich habe die Videos erstellt, damit man schonmal einen Eindruck davon bekommt, wie es zukünftig aussieht und funktioniert, da die Fragen dazu "überhand" nehmen ;-)

    Der Heartbeat bestimmt nur die Frequenz, mit der der Client und der Server mindestens kommunizieren, damit der Server zum Beispiel keine Resourcen vorhalten muß, wenn das mobile Gerät ausgeschaltet ist. Er bestimmt nicht die Syncfrequenz. Der Server schickt die Antwort sofort (!) an den Client, wenn sich entweder etwas in den überwachten Ordnern ändert oder wenn der Zeitrahmen abgelaufen ist. Wenn also z.B. eine Mail im Postfach einitrifft, dauert es nur Sekunden, bis sie auf dem Gerät erscheint. Genau das habe ich in dem Video gezeigt.

  • Jetzt ist alles klar! Herzlichen Dank!

    Jetzt kommen natürlich die Fragen, was die Verfügbarkeit von KMSFP angeht: Sie sagen, es ist "in Deutschland noch von keinem Telekommunikationsanbieter freigegeben worden" (ich lebe übrigens in Brüssel). Wird MSFP denn von den Telekomsanbieter an die End-Kunden zu Verfügung gestellt, oder wie wird das gehen? Mein Gerät (ein i-mate SP5, also ein HTC Tornado) habe ich Anbieter-unabhängig von einem Handy-Händler (smartphone.nl)gekauft. Wird Microsoft nicht selbst das MSFP zum Downloaden-und-Updaten zugänglich machen? Sind denn Geräte wie das meine, das mit WM 5.0 ohne MSFP von der Fabrik kam, denn überhaupt mit MSFP update-fähig?

  • Wird für die Verbindung vom Client zu Server die normale für den Benutzer "sichtbare" (z.B. G in Feldstärkeanzeige) Verbindung verwendet?

    Kann der Server noch pushen, wenn man diese manuell (durch Auflege-Taste oder einen Anruf) bendent.

    Wenn nein, wann wird die Verbiundung wieder aufgebaut. Beim nächsten Heartbeat?

  • Hallo,

    wo wird die Heartbeat-Rate dann eingestellt? Im IIS bei "Active Sync"?

  • Q: Wird Microsoft nicht selbst das MSFP zum Downloaden-und-Updaten zugänglich machen?

    A: Microsoft kann das Update der Geräte technisch nicht zur Verfügung stellen. Windows Mobile ist ein Framework, welches die Gerätehersteller nutzen und an ihre Hardware entsprechend anpassen. Teilweise bauen die Hersteller auch eigene Treiber ein. Das OS, welches dann auf den Geräten läuft, ist gerätespezifisch kompiliert. Weiterhin gibt es einen Flashschutz durch entsprechende Abprüfung von Signaturen. Nur der Hersteller kann Updates für das Gerät bereitstellen.

    Das ist ähnlich wie z.B. bei Motherboards, wo man zwar selbst flashen kann, aber eben nur Updates von dem Hersteller. AMI, AWARD oder Phoenix können ja auch kein Flashupdates für Mainboards von Intel, AMD, etc. zur Verfügung stellen.

    Deswegen kann es das Update nicht von Microsoft kommen. Sie müssen sich an den Hersteller Ihres Gerätes wenden und dort nach Updates fragen.

  • Q: Wird für die Verbindung vom Client zu Server die normale für den Benutzer "sichtbare" (z.B. G in Feldstärkeanzeige) Verbindung verwendet?

    A: Es wird eine ganz normale Datenverbindung über GPRS aufgebaut. Man sieht das auch im Display des Geräts.

    Q: Kann der Server noch pushen, wenn man diese manuell (durch Auflege-Taste oder einen Anruf) bendent.

    A: Wenn Sie die Datenverbindung manuell trennen, dann kann der Server natürlich das Gerät nicht mehr erreichen und Sie haben keinen Direct Push mehr. Die Dattenverbindung über GPRS wird nciht nach Zeit, sondern nach Volumen berechnet. Deswegen lohnt es sich nicht, die Verbindung zu trennen. Dadurch entstehen meist höhere Kosten, da es in vielen Verträgen Mindestvolumina pro Verbindung gibt.

    Sie können aber problemlos nur tagsüber Direct Push nutzen. Dafür bietet ActiveSync eine entsprechende Konfigurationsmöglichkeit. Schauen Sie in dem Blogcasts sich an, wo ich "as item arrives" einschalte - dort können Sie die Zeiten definieren.

  • Q: Wo wird die Heartbeat-Rate dann eingestellt? Im IIS bei "Active Sync"?

    A: Die Hearbeat-Rate wird im IIS auf dem Default Web eingestellt. Es ist der Punkt, wo sie die maximale Länge einer HTTP-Verbindung definieren. Der Standard sind imho 300 Sekunden auf einem normalen IIS - dieser Wert muß nach oben gestellt werden. Wenn Sie SP2 installiert haben und Direct Push im ESM einmal einschalten, dann erscheint auch ein Popup-Fenster mit dem Hinweis, wo genau Sie im IIS die Heartbeat-Rate einstellen müssen.

  • Endlich mal kompetente Information zu diesem Verwirrspiel. Vielen Dank! Sind weitere Demos in der Mache?

  • Viele Anfragen, die ich in letzter Zeit bekomme, drehen sich um die Konfiguration von Windows Mobile-Geräten...

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