In meinem letzten Blogposting Mit einer anderen E-Mail-Adresse senden - Aliasadressen in Office 365 hatte ich vier verschiedene Möglichkeiten genannt, wie man mit einer zusätzlichen E-Mailadresse als Absender in Office 365 E-Mails versenden kann:
In diesem Blogposting möchte ich auf die zweite Möglichkeit eingehen und erklären, wie man mit Hilfe einer Verteilerliste in Office 365 E-Mails mit einer anderen als der primären Absenderadresse senden kann.
Als erstes meldet man sich als Administrator in Office 365 unter portal.microsoftonline.com an und wählt Benutzer hinzufügen, Kennwörter zurücksetzen und mehr:
Unter Gruppen kann man eine neue Verteilerliste anlegen:
Für unser Beispiel lege ich eine neue Verteilerliste mit der E-Mail-Adresse verteiler@wolke.ms an. Wichtig ist, dass Zulassen, dass Personen außerhalb Ihrer Organisation E-Mails an diese Gruppe senden können angehakt wird, damit man unter der Adresse zukünftig Mails empfangen kann:
Im zweiten Konfigurationsdialog beim Anlegen einer neuen Gruppe fügt man die gewünschten Gruppenmitglieder hinzu, die E-Mails unter der zusätzlichen Adresse empfangen sollen. Das kann nur ein Benutzer sein, das können mehrere Anwender sein, wenn sie z.B. ein Support-Team sind. In diesem Beispiel füge ich daniel@wolke.ms hinzu:
Die fertig angelegte Gruppe erscheint nun in der Liste:
Um mit dieser Gruppe als Absenderadresse senden zu können, muss man sich das Recht Senden als für die Gruppe erteilen. Das geht in der Exchange-Verwaltungskonsole. In Office 365 Small Business Premium erreicht man diese, in dem man sich in OWA einloggt und dann in der Adresszeile des Browser alles hinter dem Servernamen löscht und durch /ecp ersetzt https://<servername>.outlook.com/ecp/:
Unter Gruppen lassen sich jetzt die erweiterten Eigenschaften konfigurieren:
und in der Senden als-Berechtigung den Benutzer hinzufügen, der mit der E-Mail-Adresse der Gruppe als Absender senden können soll. In diesem Beispiel habe ich wieder daniel@wolke.ms hinzugefügt:
In Outlook kann ich nun – ohne weitere Konfiguration – die neue E-Mail-Adresse zum Versand auswählen:
Beim ersten Mal wählt man Weitere E-Mail-Adresse aus und trägt die Verteilerliste ein:
Zukünftig merkt sich Outlook den Eintrag und bietet die Adresse gleich in der Dropdown-Box des Von:-Feldes an:
Danach verfasst man die Mail und schickt sie los:
Das geht übrigens auch in OWA, wenn man in dem Fenster zum Verfassen einer neuen Nachricht auf die drei Punkte klickt und Absender anzeigen auswählt:
Nun den Absender entfernen:
und die Verteilerliste einfügen:
So die Mail, wenn man sie dort öffnet:
In den Internetkopfzeilen verrät nichts mehr die ursprüngliche Mailbox – die Mail kommt von der neu angelegten Absenderadresse:
Im nächsten Blogposting beschreibe ich, wie man ein freigegebenes Postfach zum Senden mit einer anderen E-Mail-Adresse als Absender in Office 365 nutzen kann.
Have fun! Daniel
In meinem Blogposting E-Mail-Adressen als Alias in Office 365 hatte ich angekündigt, in meinem nächsten Blogpost auf die Frage einzugehen, welche Möglichkeiten es gibt, mit einer zusätzlichen E-Mailadresse als Absender in Office 365 E-Mails versenden zu können. In der Microsoft Fragestunde zu Office 365 und Windows Intune am 25. Juni 2013 stellte ich vier verschiedene Möglichkeiten vor:
In diesem Blogposting möchte ich auf die erste Möglichkeit eingehen und erklären, wie man mit Hilfe einer Aliasadresse in Office 365 E-Mails mit einer anderen als der primären Absenderadresse senden kann.
Hier kann man weitere E-Mail-Adressen zum Benutzer hinzufügen:
In diesem Beispiel füge ich die Adresse alias@wolke.ms dem Benutzer daniel@wolke.ms hinzu:
In der Liste der Alias-Adressen findet man neben der neu hinzugefügten Adresse übrigens auch die standardmäßige onmicrosoft.com-Adresse:
Nach dem Zuweisen der gewünschten zusätzlichen E-Mail-Adresse richtet man jetzt in Outlook neben dem Office 365-Account ein POP3-Konto ein:
Dieser Dialog ist auch über die Systemsteuerung über das Mail-Applet erreichbar:
Manuelle Konfiguration auswählen:
POP oder IMAP:
Um sich über POP3 oder IMAP mit seinem Office 365-Postfach zu verbinden bitte nicht den Servernamen aus der OWA-URL im Browser ablesen. Der kann (manchmal auch eine Weile), muss aber nicht funktionieren. Die korrekten Servernamen lauten:
POP3-Servername: outlook.office365.com Port: 995 Verschlüsselungsmethode: SSL
IMAP-Servername: outlook.office365.com Port: 993 Verschlüsselungsmethode: SSL
SMTP-Servername: smtp.office365.com Port: 587 Verschlüsselungsmethode: TLS
Diese Daten überträgt man neben der oben konfigurierten zusätzlichen E-Mail-Adresse in die nächste Konfigurationsmaske. Benutzername und Kennwort sind dabei die eigentlichen Office 365-Daten:
In den Internet E-Mail-Einstellungen kommt dann unter Allgemein:
Der Postausgangsserver erfordert Authentifizierung mit den gleichen Logindaten wie der Posteingangsserver:
Unter Erweitert konfiguriert man die Verschlüsselungsoptionen, kontrolliert die Ports auf ihre Richtigkeit und lässt eine Kopie aller Nachrichten zur Sicherheit auf dem Server liegen:
Ein kurzer Test zum Abschluss der Konfiguration sollte erfolgreich verlaufen:
Die Kontoeinrichtung ist damit abgeschlossen:
Nun findet man in seinem Outlook-Profil ein zusätzliches Konto:
Jetzt folgt noch ein letzter Konfigurationsschritt in Outlook unter Senden/Empfangen:
In den Senden-Empfangen-Gruppen bearbeitet man den Standardeintrag Alle Konten:
Man wählt das zusätzliche POP3-Konto mit der zusätzlichen E-Mail-Adresse (hier alias@wolke.ms) aus und schaltet die Option Konto in dieser Gruppe mit einbeziehen ganz oben ab:
Wenn man nun eine neue E-Mail verfasst, steht unter dem Von:-Feld das zweite POP3-Konto mit der zusätzlichen E-Mail-Adresse zur Verfügung:
Eine kurze Testmail verfassen:
So sieht die verschickte E-Mail dann im Zielsystem (hier zum Beispiel GMX) aus:
In den Internetkopfzeilen sieht man die zusätzliche E-Mail-Adresse als Versandadresse:
Im nächsten Blogposting beschreibe ich, wie man eine Verteilerliste zum Senden mit einer anderen E-Mail-Adresse als Absender in Office 365 nutzen kann.
The user JPM2013 had a question regarding the data encryption between Outlook and the Exchange Server in the backend of Office 365. He observed that a mailbox profile setting called "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" was not enabkled by default and one cannot configure this option because it is greyed out.
I can confirm the traffic between Outlook and Exchange Online in Office 365 is encrypted regardless of the "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" setting.
In the early Exchange days Outlook was communicating directly with the server using MAPI/RPC. This communication was unencrypted by default in the past. Starting with Microsoft Outlook 2007 the MAPI/RPC encryption was enforced by enabling the setting "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" by default.
However, the default Microsoft Outlook 2003 (and former versions) configuration did not have this option enabled. If one uses the Set-MailboxServer cmdlet on an Exchange 2007 server (and later versions) to force encrypted MAPI/RPC connections on users mailboxes, and the "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" setting is turned off in Outlook, users cannot connect to their mailbox successfully. Please read Microsoft Knowledge Base article When you use Outlook with an Exchange 2007 mailbox, you cannot connect to Exchange 2007, and you receive an error message and Outlook connection issues with Exchange 2010 mailboxes because of the RPC encryption requirement for more information.
All this changed with the arrival of the remote procedure call (RPC) over HTTPS feature in Microsoft Exchange Server 2003 (now called Outlook Anywhere). Exchange Server 2003 (and later versions) together with Microsoft Office Outlook 2003 (and later versions) and Microsoft Windows Server 2003 (and later versions) support the use of RPC over HTTPS to access servers that are running Exchange Server. By using RPC over HTTPS, users no longer have to use a virtual private network (VPN) connection or the "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" setting to connect securely to Exchange mailboxes. The Windows RPC over HTTPS feature enables an RPC client such as Outlook 2003 (and later versions) to establish MAPI/RPC connections by tunneling the RPC traffic over HTTPS.
You can verify this easily:
This complex configuration was a burden to setup in the past. Starting with Exchange Server 2007 and Microsoft Outlook 2007 the Autodiscover technology makes it incredibly easy to use this today. That is why it is so important to set the correct CNAME for the Autodiscover process in the Domain Name System (DNS) for every Office 365 deployment.
If you would like to know more about this technology I recommend reading The Autodiscover Service and Outlook Providers - how does this stuff work and of course the Security in Office 365 Whitepaper?
Have fun!Daniel
An jedem Dienstag veranstaltet mein Team und ich eine offene Q&A-Session für Microsoft Partner, in der alles, was unseren Partnern rund um Office 365 & Windows Intune auf den Nägeln brennt, gefragt werden kann.
Heute war nun der letzte Dienstag im Microsoft Finanzjahr 2013 und damit auch die letzte Fragestunde vorerst. Ich habe als Thema das Versenden mit einer anderen E-Mailadresse als Absender mit Office 365/Exchange Server mitgebracht.
Die Fragen der heutigen Fragestunde waren:
Wie geht es mit der Fragestunde weiter?
Im neuen Finanzjahr 2013, welches für Microsoft am 1. Juli 2013 beginnt, werden wir eine kleine Sommerpause einlegen. Danach werden meine Kollegen dann die Organisation der Fragestunde übernehmen. Ich werde aber schauen, dass ich, wenn meine Arbeit es möglich macht, weiterhin als Experte teilnehme.
An jedem Dienstag veranstaltet mein Team und ich eine offene Q&A-Session für Microsoft Partner, in der alles, was unseren Partnern rund um Office 365 & Windows Intune auf den Nägeln brennt, gefragt werden kann. Wenn wir die Antworten nicht direkt wissen, nehmen wir sie mit und beantworten sie im Nachgang bei einem der folgenden Termine.
Vielleicht wundert sich der eine oder andere, warum zwischen dem letzten Blogpost in der Reihe und dem heutigen etwas Zeit vergangen ist? Ich war die vergangenen drei Wochen im Urlaub und meine Kollegen haben leider die Aufzeichnung vergessen. Daher geht es heute erst weiter – diesmal mit dem Thema “Exchange Migration”. Mein Kollege Volker Moessinger richtet dabei vor alle sein Augenmerk auf die Migration von einem anderen Exchange-Hoster und hat jede Menge Slides mitgebracht.
Auf folgende Informationen wurden in der Präsentation verlinkt:
Zusätzliche Ressourcen:
Trotz der hochsommerlichen Temperaturen konnten wir wieder viele Teilnehmer in der Runde begrüßen. Folgende Fragen haben die Partner an uns gestellt:
Folgende Links haben wir während der Fragestunde zur Verfügung gestellt:
Dann gab es noch zwei Spezialfragen. Einmal, wie man die genaue Version eines Office 365-Tenants mit Hilfe der Powershell auslesen kann:
Die andere Frage bezog sich auf das Hinzufügen von alten X.500-Adressen als Exchange LegacyDN:
Weitere Informationen:
Wer in den letzten Tagen Windows Intune auf einem komplett aktualisierten Windows 7 PC installieren wollte, stieß eventuell auf folgendes Problem: Die Installation des Windows Intune Clients lief zwar durch, das Icon in neben der Uhr in der Taskleiste zeigte jedoch eine Sanduhr über dem Windows Intune Icon mit der Meldung ‘Installiere Windows Intune Client Software’.
Dieser Zustand änderte sich auch nach Stunden nicht. In der Windows Intune Managementkonsole erschien der Client zwar, wurde aber schnell mit einer Fehlermeldung angezeigt, dass der Agent nicht richtig installiert sei.
Ursache ist ein Konflikt bei der Installation der Fernwartungslkomponente Microsoft Easy Assist. Sobald Internet Explorer 10 auf dem Windows 7 PC vor der Einrichtung des Windows Intune Clients installiert wurde, scheitert die Installation von Microsoft Easy Assist. Die schnelle Lösung des Problems ist recht einfach: Man kann eine aktualisierte Version von Microsoft Easy Assist hier herunterladen und manuell installieren:
http://download.microsoft.com/download/d/e/a/dea9e520-e784-48e1-ba35-d7d9299cbef5/EASetup.exe
In der Zwischenzeit haben wir eine Änderung vorgenommen, so dass das Problem mittlerweile automatisch behoben sein sollte. Die aktualisierte Version von Microsoft Easy Assist ist jetzt ein verbindliches Update für alle von Windows Intune verwalteten Windows 7 PCs. Sollte auf einem PC Microsoft Easy Assist noch fehlen, wird es automatisch im Hintergund nachinstalliert, ohne das der Benutzer irgendetwas tun muss.
Am Tag nach Pfingstmontag war die Beteiligung aufgrund der kurzen Arbeitswoche etwas weniger. Thema des heutigen Tages war Windows Intune. Folgende Frage haben die Partner an uns gestellt:
Thema heute war vor allem die Migration von Office 365 Wave “14” (basierend auf den 2010er Serverprodukten mit der weiß/orangen Oberfläche) zu Office 365 Wave “15” (basierend auf den 2013er Serverprodukten mit der weiß/blauen Oberfläche). Wer nicht weiß, auf welcher Version seine Office 365-Umgebung läuft, kann an den folgenden Merkmalen feststellen, ob er Office 365 nach dem Dienstupgrade oder Office 365 vor dem Upgrade verwenden: Verwenden ich Office 365 nach dem Dienstupgrade?
Auf folgende Dinge sollte man für die Migration achten:
Vor dem Upgrade
Nachrichtenfluss
Systemvoraussetzungen
Weitere Hinweise zum Dienstupgrade und den zukünftig notwendigen Aktualisierungen der Clientsoftware (Windows XP, Office 2003, etc.) finden sich in dem Office 365 Service Upgrade Guide für 2013, auf dem die Liste basiert.
Auch beim unserer zweiten Fragestunde hatten wir eine rege Beteiligung. Folgende Frage haben die Partner an uns gestellt:
Da wir nicht alle Fragen, die die Partner an uns gestellt hatten, im Call direkt beantworten konnten, hier die fehlenden Antworten:
F: Kann man Site Mailboxes benutzen wenn Exchange online ist und SharePoint on premise? A: Sowohl Exchange als auch SharePoint müssen sich im selben „Tier“ befinden, also entweder beide On-Prem oder beide Online, aber nicht ein Server On-Prem und der andere Online.
F: Response Groups sind nicht supportet bei einem Lync Hybrid. Kann man aber Response Groups benutzen wenn die User in den Response Groups alle on premise sind aber andere User online sind? A: Lync On-Prem kann konfiguriert werden, wie gewohnt (inkl. der Responsegroups). In der Hybrid-Konfiguration (nur Hybrid Voice ist abgekündigt!) müssen User erst in der On-Prem Umgebung angelegt werden und dann zu Online verschoben werden. Es fehlen sonst Einträge in der lokalen Lync Datenbank. Hybrid Voice wird innerhalb der nächsten 18 Monate voraussichtlich in der Cloud angeboten. Aber wie genau das sein wird und für welche Märkte, ist bisher noch nicht angekündigt.
F: In welchem Rhythmus werden die Provisionen für die Advisor-Partner ausbezahlt und sind hier noch weitere Schritte notwendig? A: Am 25. eines jeden Monats wird der Umsatz eines jeden Partners berechnet. Die Auszahlung erfolgt 45 Tage danach. Der Prozess ist vollständig automatisiert (bitte das Profil, Adresse, Bankdaten, etc. aktuell halten).
Beim Start heute hatten wir eine sehr rege Beteiligung. Folgende Fragen haben die Partner an uns gestellt:
Nachdem die neue Version von Office 365 nun seit mehr als einem Monat erhältlich ist, stehen die detaillierten Features der einzelnen Office 365-Pläne in den Office 365-Dienstbeschreibungen zur Verfügung. Inspiriert durch die Arbeit meines Kollegen Jesper Osgaard habe ich diese Daten einmal als Grundlage für eine deutsche Detailübersicht genommen.
Alle Angaben zu den einzelnen Plänen in den Vergleichstabellen habe ich sorgfältig “nach bestem Wissen und Gewissen” aus den Office 365-Dienstbeschreibungen entnommen. Ich übernehme jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit der Übersicht.
Verwendete Abkürzungen im Vergleich der Office 365-Pläne:
Eines der neuen Office-Produkte ist Office 365 Small Business Premium, welches Microsoft für Selbständige, Handwerker und kleinste Unternehmen mit bis zu 10 Angestellten empfiehlt. Darin enthalten sind die vertrauten Office-Anwendungen (immer die aktuellen Versionen von Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher und Access auf bis zu fünf Computern mit Windows oder Mac OS X lokal installierbar), die Onlinedienste E-Mail und Kalender (Microsoft Exchange mit 25 GB pro Postfach), eine Öffentliche Website und Teamwebsites (Microsoft SharePoint mit 10 GB Speicher plus 500 MB Speicher pro Benutzer) sowie Webkonferenzen und Chat (Microsoft Lync).
Angeboten werden diese Dienste mit einem Service Level von 99,9 % Verfügbarkeit. Die Bereitstellung von Office 365 und die Verwaltung der bis zu maximal 25 Benutzerkonten im gesamten Unternehmen kann ohne spezielle IT-Kenntnisse erfolgen. So ist das Hinzufügen und Entfernen von Benutzern zum Beispiel nur eine Sache von Minuten.
Die vereinfachte Administration bedeutet, dass Anwender im Gegensatz zu der für mittlere Unternehmen konzipierten Office 365 Midsize Business und der für Großunternehmen angelegten Office 365 Enterprise eine weniger komplexe Administrationsumgebung vorfinden. Nun habe ich eine Kundenanfrage mit einem eigentlich ganz einfach Problem:
Meine Mailadresse "vorname.nachname@beispiel.de" soll auch unter den Adressen "v.nachname@beispiel.de" und "vn@beispiel.de" erreichbar sein. Mail an diese weiteren Adressen sollen auch einfach in mein Postfach "vorname.nachname@beispiel.de" laufen. Wo kann ich dies einstellen?
Die Kernfrage dahinter lautet also: Wie kann ich meinen Benutzern eine weitere sekundäre E-Mail-Adresse (oft auch E-Mail-Alias genannt) zuordnen?
Für Office 365 basierend auf den 2010er Produkten gab es dafür die Anleitung Hinzufügen oder Entfernen von Proxyadressen für ein Benutzerkonto. Diese Anleitung wurde noch nicht für das neue Office 365 basierend auf den 2013er Produkten aktualisiert. Wer nicht genau weiß, welche Version er im Einsatz hat, kann sich an der Farbgebung orientieren. Orange als Akzentfarbe bedeutet 2010, eine blau/weiße Oberfläche 2013.
Wie geht das nun in der neuen Version?
Man klickt oben rechts von der Mitte auf Administrator > Exchange.
Dann wählt man den Benutzer aus, der eine oder mehrere zusätzliche E-Mail-Adressen bekommen soll und klickt den Stift-Icon zum Bearbeiten an.
Nun kann man unter E-Mail-Adressen weitere Adressen hinzufügen, unter denen dann dieses Postfach E-Mails empfangen kann.
Wie man in meinem Beispiel sehen kann, habe ich neben dem Absender daniel@midmarket.onmicrosoft.com zusätzlich zum Empfangen von E-Mails die Adresse daniel.melanchthon@midmarket.onmicrosoft.com sowie, weil mein Nachname oft falsch geschrieben wird, daniel.melanchton@midmarket.onmicrosoft.com hinzugefügt.
Mit dieser Hilfe sollte unser Kunde eigentlich in der Lage sein, sein Problem selbst zu lösen. Allerdings bekam ich eine unerwartete Antwort zurück:
Ja, ich nutze das in blau gehaltene neue Office 365. Unter Administrator gibt es keinen Punkt “Exchange” – ich sehe hier lediglich die Punkte Diensteinstellungen, Benutzer & Gruppen, Domänen, Dienststatus, Support und Setup. Da es keinen Punkt Exchange gibt, gehe ich unter Benutzer & Gruppen und wähle das Postfach des Nutzers aus. Wähle den Stift zum Bearbeiten und gehe auf Details – doch leider kann ich hier keine weiteren Adressen hinzufügen.
Tatsächlich ist in der vereinfachten Konfiguration von Office 365 Small Business Premium die Detailkonfiguration der Dienste ausgeblendet.
Damit ist meine Anleitung für den Kunden nicht durchführbar. Es gibt aber eine ganz einfache Möglichkeit, die Detailkonfiguration des Exchange Servers aufzurufen.
Dazu ruft man Outlook Web App auf, indem man Outlook auswählt.
In Outlook Web App schaut man sich als nächstes die URL-Zeile an. Dort steht hinter dem Servernamen podXXXXX.outlook.com ein / gefolgt von einem Text, der mit “owa” beginnt.
Man löscht jetzt einfach alles hinter dem /(also alles, was mit owa beginnt) und ersetzt es durch den Begriff “ecp” (“Exchange Control Panel”).
Nun öffnet sich das Exchange Control Panel, so wie es bei den Office 365-Versionen für größere Unternehmen unter Administrator > Exchange passiert und man kann die zusätzlichen E-Mailadressen an der gleichen Stelle konfigurieren.
Hier gebe ich als Beispiel eine E-Mailadresse zum Test ein.
Jetzt kann ich im Postfach daniel@sbpremium.onmicrosoft.com auch zusätzlich E-Mails mit der Anschrift test@sbpremium.onmicrosoft.com empfangen. In meinem nächsten Blogpost werde ich auf die schon jetzt vorprogrammierte Frage eingehen, welche Möglichkeiten es gibt, mit solch einer zusätzlichen E-Mailadresse auch als Absender E-Mails verschicken zu können.
Heute fragte mich ein Partner, ob Office 365-Anwender eigentlich auch die Berechtigung haben, mit ihrer Lizenz auf lokale Server zugreifen zu können. Erinnern wir uns: Microsoft lizenziert den Zugriff auf einen lokalen Server wie Exchange, SharePoint oder Lync nach der Art der Nutzung. Jeder Zugriff benötigt für die jeweilige Serverfunktionen eine sogenannte CAL.
CAL ist die Abkürzung für den englischen Begriff “Client Access License”, auf Deutsch “Client-Zugriffslizenz”. Es gibt zwei Arten von CALs: Nutzer- und Geräte-CALs. Mit einer Nutzer-CAL kann ein Nutzer von einem beliebigen Gerät aus auf die Serversoftware zugreifen. Mit einer Geräte-CAL kann ein beliebiger Nutzer von einem Gerät aus auf die Serversoftware zugreifen.
So gibt es für die Nutzung eines Windows Servers zum Beispiel die CAL für Windows Server 2012 oder die CAL für Windows Server 2012-Remotedesktopdienste. Für Exchange Server gibt es eine Standard-CAL für Exchange Server 2013 und additiv (also zusätzlich zur Standard-CAL zu erwerben) die Enterprise-CAL für Exchange Server 2013, wenn man die Enterprise-Funktionen wie Unified Messaging, etc. nutzen möchte. Für Lync dagegen gibt es sogar drei (additive) CALs:
Office 365 enthält nun Dienste wie Exchange Online, SharePoint Online und Lync Online und erlaubt in bestimmten Tarifen auch eine Hybridbereitstellung (Bereitstellung einer vollständigen standortübergreifenden Exchange-Messaginglösung mit Office 365 für Unternehmen und Exchange Online), so dass man zum Beispiel einige Postfächer im lokalen Exchange vorhält (z.B. für die Benutzer am Standort) und andere dagegen in Exchange Online hostet (z.B. die Aussendienstmitarbeiter). Das ganze mit einer E-Maildomäne, einem gemeinsamen Adressbuch und einem gemeinsamen Administrationswerkzeug.
Für diese hybride Nutzung bräuchten Office 365-Anwender, deren Postfach zum Beispiel auf den lokalen Exchange umgezogen wird, zusätzlich eine Exchange CAL. Bei der Nutzung der Office 365 Enterprise-Tarife ist für diese Anwender die CAL für die Nutzung der Server vor Ort in den Enterprise-Tarifen bereits integriert (nicht so bei Office 365 Small Business Premium und Midsize Business).
Details dazu findet man in den Microsoft Product Use Rights bei den jeweiligen Server-Produkten. Hier ein Ausschnitt aus den Microsoft-Volumenlizenzierung | Produktbenutzungsrechte | Deutsch | Januar 2013 (Hervorhebungen von mir):
Sie benötigen:
1 mit aktiver Software Assurance am 1. Dezember 2012 oder später
Zusätzliche Funktionalität:
Erforderliche zusätzliche CAL:
BASIS-CAL = Standard-CAL ZUSÄTZLICHE CAL = Enterprise-CAL oder PLUS-CAL
Hinweis zur Rechtsverbindlichkeit dieser Informationen Diese Informationen sind Hinweise, die das Verständnis hinsichtlich der Microsoft Produktlizenzierung verbessern sollen. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Informationen keinen rechtsverbindlichen Charakter haben, sondern als erklärende Informationen zu verstehen sind. Die einzig rechtsverbindlichen Lizenzinformationen sind in den entsprechenden Endnutzer-Lizenzverträgen (als Beilage zu Softwarepaketen oder in Form von Lizenzverträgen) zu finden.
Die im Einzelhandel erhältlichen Office-Pakete Office Home and Student 2013, Office Home and Business 2013 und Office Professional 2013 sowie die Einzelanwendungen von Office 2013 sind mit sofortiger Wirkung auf andere Rechner übertragbar. Aufgrund des Kundenfeedbacks hat Microsoft sich entschlossen, die Lizenzbedingungen so anzupassen, dass die genannten Office-Versionen auch auf einen neuen PC übertragen werden können, wenn beispielsweise der alte Computer defekt ist und die Office-Lizenz auf einen neuen Computer übertragen werden soll.
Dazu wurde folgende Änderung in den Retail License Terms aufgenommen:
Updated transferability provision to the Retail License Terms of the Software License Agreement for Microsoft Office 2013 Desktop Application Software: Can I transfer the software to another computer or user? You may transfer the software to another computer that belongs to you, but not more than one time every 90 days (except due to hardware failure, in which case you may transfer sooner). If you transfer the software to another computer, that other computer becomes the "licensed computer." You may also transfer the software (together with the license) to a computer owned by someone else if a) you are the first licensed user of the software and b) the new user agrees to the terms of this agreement before the transfer. Any time you transfer the software to a new computer, you must remove the software from the prior computer and you may not retain any copies.
Updated transferability provision to the Retail License Terms of the Software License Agreement for Microsoft Office 2013 Desktop Application Software:
Can I transfer the software to another computer or user? You may transfer the software to another computer that belongs to you, but not more than one time every 90 days (except due to hardware failure, in which case you may transfer sooner). If you transfer the software to another computer, that other computer becomes the "licensed computer." You may also transfer the software (together with the license) to a computer owned by someone else if a) you are the first licensed user of the software and b) the new user agrees to the terms of this agreement before the transfer. Any time you transfer the software to a new computer, you must remove the software from the prior computer and you may not retain any copies.
Diese Änderung ist mit sofortiger Wirkung gültig. Weitere Details finden sich bei den amerikanischen Kollegen in dem Artikel Office 2013 now transferable.
Update am 12.11.2014 Verweis auf aktuellen Artikel Update am 04.09.2014 Neue Installationsoption für Office 365 ProPlus Update am 22.03.2013 zur Klarstellung der Vertriebswege Update am 15.06.2013 zur kristallklaren Klarstellung der Vertriebswege Update am 27.08.2013 zur Verfügbarkeit von Office 365 Enterprise in Microsoft Open
Die Angaben in diesem Blogposting sind mittlerweile technisch veraltet. Eine aktuelle Übersicht über die Einsatzmöglichkeiten von Office 365 auf Terminal Servern habe ich unter Office 365 ProPlus jetzt auch direkt auf Terminal Servern in RDS-Umgebungen einsetzbar veröffentlicht.
Die Neuerungen in Office, Office 365 und den Office Servern sind mehr als nur “die nächste Version” von Office. Flexibel arbeiten, interne soziale Netzwerke, die Cloud sinnvoll nutzen - das sind Trends, welche die moderne Arbeitswelt prägen, die Microsoft mit dem neuen Office maßgeblich unterstützt und voranbringt.
Vorgestern haben wir den Startschuss für die Verfügbarkeit des neuen Office gegeben. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Möglichkeit für alle Kundengrößen, das neue Office im Abonnement über Office 365 zur lokalen Installation und Nutzung beziehen zu können.
Office 365 ProPlus kombiniert dabei die enthaltenen Office-Anwendungen Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher, Lync und Access mit dem Vorteil der benutzerbezogenen Lizenzierung: Auf bis zu fünf Endgeräten (Windows oder Mac OS X) kann jeder Anwender Office lokal installiert nutzen und mit Office on Demand Vollversionen von Office-Programmen auf jeden beliebigen Windows-PC zu aktuellen Nutzung streamen.
Im Gegensatz zur bisherigen Lizenzierung, bei der immer das jeweilige Gerät, von dem aus Office genutzt werden sollte, mit einer Lizenz versehen werden musste (Lizenz pro Kopie pro Gerät), kann Office 365 ProPlus pro Anwender lizenziert werden. Bis zu fünf Endgeräte kann dabei ein Anwender gleichzeitig lizenziert nutzen.
Für viele Kunden stellt sich die Frage: Darf ich dieses Office auch auf einem Terminal Server (Remote Desktop Services, RDS) einsetzen? Wer Office 365 ProPlus über einen Volumenlizenzvertrag erwirbt, erhält durch die Online Service Terms (OST) das Lizenzrecht, als eines der fünf Endgeräte auch einen Terminal Server einsetzen zu können:
Rechte zur Installation und Nutzung Jeder Nutzer, dem der Kunde eine Nutzer-AL zuweist, muss ein Microsoft-Account haben, um die mit dem Abonnement bereitgestellte Software zu nutzen. Diese Nutzer: sind berechtigt, die mit dem AL bereitgestellte Software zur lokalen oder Remoteverwendung in bis zu fünf gleichzeitigen OSE zu aktivieren. sind berechtigt, eine der fünf Aktivierungen auf einem Netzwerkserver mit aktivierter Remotedesktopdienste-Rolle (RDS) zu verwenden (siehe Produktliste unter http://go.microsoft.com/?linkid=9839207, für Bereitstellungsoptionen bei der Verwendung von RDS). Im Sinne dieses Nutzungsrechts ist ein „Server“ ein physikalischer Hardwareserver, der ausschließlich dem Kunden dient. Diese Bestimmung gilt nicht für Kunden, die diese Produkte unter dem Microsoft Online-Abonnement-Vertrag oder unter einem anderen Microsoft-Vertrag lizenzieren, der nur Onlinedienste abdeckt.
Rechte zur Installation und Nutzung
Jeder Nutzer, dem der Kunde eine Nutzer-AL zuweist, muss ein Microsoft-Account haben, um die mit dem Abonnement bereitgestellte Software zu nutzen. Diese Nutzer:
Seit dem 1. September 2014 gibt es mit shared computer activation eine neue Installationsmethode für Office 365 ProPlus. Das Office-Paket aus Office 365 E3 und Office 365 ProPlus kann jetzt mit Hilfe des Office Deployment Tool auch auf einem Terminal Server ab Windows Server 2008 R2 (mit aktivierter RDS-Rolle) oder auch in virtuellen Desktop Pools installiert werden. Das bedeutet, dass Terminal Server-Kunden nicht mehr den zusätzlichen Office 2013 Professional Plus-Datenträger und -Lizenzkey brauchen.
Bei der Installation muss auch nicht mehr das gesamte Paket installiert werden, sondern man kann mit Hilfe der Steuerdatei für die Installation auch einzelne Anwendungen von der Installation ausschließen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Kunden und Partner wurde unter Deploy Office 365 ProPlus by using Remote Desktop Services veröffentlicht.
Bei der shared computer activation wird Office auf dem Server initial ohne Aktivierung installiert. Bei jeder Benutzeranmeldung überprüft Office für den angemeldeten Benutzer, ob dieser über eine passende Office 365-Lizenz verfügt, die Office 365 ProPlus beinhaltet. Wenn ja, wird eine zeitlich auf wenige Tage befristete Aktivierung für den Benutzer ausgeführt und er kann Office nutzen. Andere Anwender können diese Aktivierung auf dem gleichen Server nicht für sich nutzen – bei Ihnen wird auch jeweils geprüft, ob sie über ein gültiges Abonnement verfügen. Das bedeutet aber auch, dass der Terminal Server über eine permanente Internetverbindung verfügen sollte.
Die neue Funktion steht technisch in folgenden SKUs zur Verfügung:
*Office 365 Midsize Business enthält keine Push-Deployment-Funktion. Daher ist die angepasste Installation über das Office Deployment Tool lizenzrechtlich nicht abgedeckt.
Die kommenden Office 365 Business-Pläne werden auch über einen Volumenlizenzvertrag keine RDS-Berechtigung enthalten. Beim Wechsel auf Office 365 Business Premium gewinnen Kunden einerseits die freie Kombinierbarkeit mit anderen Office 365-Diensten, verlieren andererseits dagegen die Enterprise-Funktionen, die vorher in der Midsize Business enthalten waren.
Konkret bedeutet das den Verlust von Access und dem vollen Lync-Client (muss durch die Installation des Lync Basis-Clients ersetzt werden), die Verwaltbarkeit über Gruppenrichtlinien und App Telemetry, die Excel Enterprise BI-Features und die RDS-Berechtigung.
Office 365 Midsize Business kann nach der Preissenkung noch ein Jahr zum gleichen Preis wie Office 365 Small Business Premium (zukünftig Office 365 Business Premium) erworben werden. Für Kunden, die Office 365 auf dem Terminal Server einsetzen möchten und ansonsten keine Enterprise-Anforderungen haben, kann in Zukunft die Kombination aus Office 365 Business Essentials + Office 365 ProPlus preislich eine sinnvolle Alternative zum Kauf des E3-Planes sein.
Mehr Informationen finden sich auf der offiziellen Microsoft Produktwebseite: www.dasneueoffice.com.
KPMG ist ein globales Netzwerk rechtlich selbstständiger und unabhängiger Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmens- bzw. Managementberatung. Microsoft Deutschland hat KPMG beauftragt, eine Compliance-Analyse von Microsoft Exchange Server 2010 und Microsoft SharePoint Server 2010 durchzuführen.
KPMG hat sowohl Sharepoint Server 2010, als auch Exchange Server 2010 in handels- und steuerrechtlicher Hinsicht auf Herz und Nieren geprüft und unter Voraussetzung der richtigen Konfiguration und Überwachung als compliant bestätigt.
Ziel der Analyse war es zu untersuchen, inwieweit Exchange 2010 und SharePoint 2010 bei der Einhaltung deutscher Aufbewahrungsvorschriften (gemäß Handels- und Steuerrecht) - auch „revisionssichere“ oder „GoB-konforme Archivierung“ genannt - unterstützen kann. Als Maßstab zur Beurteilung der Compliance wurden:
zu Grunde gelegt. Die Arbeiten führte KPMG anhand der von Microsoft vorgelegten Dokumentation, durch Gespräche mit Mitarbeitern der Microsoft Deutschland GmbH und Microsoft Corp. durch.
Compliance zu deutschem Handels- und Steuerrecht betrifft ein Produkt wie Exchange 2010 oder SharePoint 2010 insbesondere in Hinblick auf die ordnungsmäßige Aufbewahrung von rechnungslegungsrelevanten E-Mails. Die sachgerechte Anwendung und der ordnungsmäßige Betrieb einer Speicherinfrastruktur muss die Umsetzung weiterer Maßnahmen beinhalten, die im Rahmen einer Kundeninstallation basierend auf der Risikobeurteilung und dem geplanten Einsatzzweck bestimmt werden sollten.
Eine unveränderliche Aufbewahrung von nach Handels- und Steuerrecht aufbewahrungspflichtigen E-Mails ist in beiden Produkten grundsätzlich möglich. Es werden entsprechende Möglichkeiten zum Aufbau einer konformen Installation systemseitig bereitgestellt. Exchange 2010 enthält weiterhin umfangreiche Funktionalitäten für einen Schutz von gespeicherten Inhalten, wie z. B. Wiederherstellbare Elemente und Litigation Hold. Diese sind bei richtiger Konfiguration grundsätzlich geeignet, eine unveränderliche Speicherung von sämtlichen E-Mails zu unterstützen.
Eine unveränderliche Speicherung nur von aufbewahrungspflichtigen E-Mails innerhalb von Exchange setzt die Abgrenzung dieser von den nicht aufbewahrungspflichtigen E-Mails voraus. Dies kann z. B. über die Weiterleitung an ein separates Postfach erreicht werden, für das die Exchange 2010-Funktion Litigation Hold genutzt wird. Eine andere Alternative kann die Ablage von E-Mails im Kontext des Geschäftsvorfalls sein, z. B. in Microsoft SharePoint unter Nutzung der von SharePoint bereitgestellten ECM- und Archivfunktionalitäten in Verbindung mit einem WORM-fähigen Storage, der über eine als SharePoint Solution bereitgestellte, das Policy Management von SharePoint unterstützende Schnittstelle integriert wird.
Wie bei Lösungen dieser Art üblich, können Exchange 2010 und SharePoint 2010 die Compliance nicht allein sicherstellen, sondern das System muss um entsprechende organisatorische Maßnahmen im konkreten Installationsumfeld ergänzt werden. Zusätzliche organisatorische Maßnahmen zur Erreichung von Compliance sind insbesondere in den Bereichen Administration sowie Überwachung und Auswertung erforderlich.
Eine detaillierte Betrachtung einzelner rechtlicher Vorgaben und den entsprechenden Funktionalitäten und Einstellungen bei beiden Produkten findet man in den folgenden Berichten:
An dieser Stelle möchte ich noch einmal an das schon vor längerer Zeit veröffentlichte Whitepaper Archivierung mit Microsoft Exchange Server 2010 SP1 von PRW Rechtsanwälte hinweisen:
Nachdem Office 365 jetzt schon einige Monate verfügbar ist, haben wir zusätzliche Anleitungen für deutsche Hoster im Office 365 Wiki veröffentlicht:
Domänen in Office 365
Office 365-Dienstverwaltung
Mit Hilfe dieser Schritt-für-Schritt-Anleitungen kann man sehr einfach eine eigne Domäne, die bei einem der aufgeführten Anbieter verwaltet wird, in Office 365 einbinden und nutzen.
Kurz vor Weihnachten noch ein Hinweis in eigener Sache: Die Kollegen in meinem alten Team planen Anfang 2012 ein cooles neues Eventformat: IT Camps. Hier kann man neue Lösungsansätze für aktuelle IT-Herausforderungen unter fachkundiger Anleitung praktisch ausprobieren. Das neue Trainingsformat legt den Schwerpunkt auf Aufgaben und Technologien, mit denen Administratoren heute konfrontiert sind. Der Ablauf der Veranstaltung wird dabei von den Teilnehmern mitgestaltet, die allein oder in Gruppen Szenario-basierte Probleme lösen. Mehr Austausch, mehr Praxis und idealerweise auch mehr Spaß als bei klassischen Seminaren und Vorträgen.
Was sollten Sie zur Veranstaltung mitbringen, wenn Sie an einem IT Camp teilnehmen wollen? Sie benötigen einen PC, auf dem Windows XP Service Pack 3 (oder höher) sowie die neueste Version der Remote Desktop Connection Client-Software installiert sind. Wünschenswert wäre Windows 7 (dort ist der Client bereits integriert). Sie werden beim IT Camp über Ihren Laptop remote auf eine virtualisierte Laborumgebung zugreifen, die auf einem zentralen Server vorgehalten wird.
Ideal zur Vorbereitung auf die IT Camps sind die kostenlosen Online-Trainings der Microsoft Virtual Academy (MVA). Die MVA unterstützt IT-Professionals dabei, ihr Know-how speziell in den Bereichen Virtualisierung und Cloud Computing zu erweitern. Unsere Empfehlung für Teilnehmer des IT Camps zu Servermigration & Virtualisierung:
Exklusiv für IT Camp-Teilnehmer: Bringen Sie zum IT Camp einen Nachweis Ihrer MVA-Registrierung mit und erhalten Sie dafür ein nützliches Geschenk als Dankeschön.
Nachdem ich In den letzten Wochen immer wieder nach einem Slide gefragt wurde, auf dem ich darstelle, was in 60 Sekunden im Internet geschieht, hatte ich das Bild in dem Beitrag Was passiert in 60 Sekunden im Internet? veröffentlicht.
Nachdem dieser Beitrag eine ungeahnte Popularität erreicht hat, veröffentliche ich gleich mal das neue Bild:
Wußtet ihr, dass in 60 Sekunden im Internet:
Gestern Nacht hatte ich auf dem Weg zum Flughafen bei Frank Prengels auf Facebook den Hinweis auf die Verfügbarkeit von Microsoft Lync 2010 für Windows Phone gefunden und weiterverbreitet. Ein Kommentar deutete daraufhin an, dass bei ihm der Client sich nicht mit Office 365 verbinden kann.
Ohne das in der kurzen Zeit getestet zu haben, tippe ich darauf, dass die DNS-Konfiguration der eigenen Domäne erweitert werden muss. Microsoft Lync 2010 Mobile nutzt einen eigenen Autodiscover-Eintrag, um auf Basis der E-Mailadresse automatisiert die Serverinfrastruktur zu finden.
Seit kurzem haben wir daher die notwendige DNS-Konfiguration für Microsoft Lync Online im Rahmen von Office 365 überarbeitet und um den diesen Autodiscover-Eintrag ergänzt:
Office 365-Nutzer, die die standardmäßige Domain <NAME>.onmicrosoft.com nutzen und keinen eigenen DNS-Domänennamen bisher konfiguriert haben, können Lync Mobile nutzen, in dem sie die automatische Erkennung der Dienste in dem mobilen Client deaktivieren und als externe Serveradresse eintragen (interne kann leer bleiben): https://meet.lync.com/Autodiscover/autodiscoverservice.svc/Root
Aufmerksame Beobachter werden eventuell feststellen, dass Lync Online um einen SRV-Eintrag ärmer geworden ist. Hier bieten wir seit neuestem alternativ die Nutzung eines CNAME-Eintrages an, da nicht jeder (DNS-)Hoster das Anlegen von SRV-Einträgen unterstützt. CNAMEs sind hier meist besser unterstützt.
Der bisher verwendete SRV-Eintrag kann aber auch problemlos weiterhin genutzt werden. Lediglich der _sipfederationtls-Eintrag verbleibt als SRV-Eintrag. Er ist notwendig, wenn man Lync Online in einem Partnerverbund (“Federation”) genutzt werden soll.
Lync Mobile wird noch in diesem Jahr neben Windows Phone auch andere Plattformen unterstützen. Geplant sind:
Mein Kollege Jürgen Hossner und ich sind seit einigen Wochen mit einer neuen Roadshow für kleine und mittlere Unternehmen unterwegs. Diese Zielgruppe wird bei uns intern mit SMB (Small & Medium Business) abgekürzt. Für alle Teilnehmer stelle ich die Slides gern über mein Blog zur Verfügung.
Das Dirsync-Tool stand bisher nur als 32-bit-Version zur Verfügung. Wer sein lokales Active Directory mit Office 365 synchronisieren wollte, musste daher Windows Server 2008 x86 als Ablaufumgebung für das Dirsync-Tool nutzen, da neuere Windows Server-Versionen nur noch als 64-bit-Versionen auf den Markt kommen.
Mittlerweile stellt Microsoft jedoch eine 64-bit-Version des Tools im Admin-Portal von Office 365 zur Verfügung, so dass auch hierfür ein aktueller Windows Server 2008 R2 genutzt werden kann. Die Bedienung und die Konfiguration des Tools ist analog zu der 32-bit-Version, so dass deren Dokumentation und Onlinehilfe genauso genutzt werden kann.
…und steht seit gestern zum Herunterladen zur Verfügung. Ich habe selbst noch nicht drauf geschaut, daher nur kurz der Hinweis auf den Download: Microsoft Exchange Server 2010 Service Pack 2 (SP2)
Unterstützte Betriebssysteme: Windows 7 Professional 64-bit, Windows Server 2008 R2 SP1, Windows Server 2008 R2 Standard, Windows Server 2008 Standard
Unterstützte Sprachen: Arabisch, Chinesisch (Simplified), Chinesisch (Traditional), Englisch, Französisch, Deutsch, Hebräisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch (Brasilien), Rusisch & Spanisch.
Exchange Server 2010 SP2 Systemvoraussetzungen
Heute erreichte mich eine Kundenanfrage, wie ich sie nicht mehr alle Tage bekomme:
Ich hab hier ne Anfrage reinbekommen wo ein Kunde seine kpl. Server von Novell Netware nach Windows Server migrieren möchte und fragte dabei nach „Microsoft Services for NetWare für 2008 R2". Von dieser Lizenz hab ich noch nie was gehört und hab sie auch in keiner Preisliste gefunden. Die Infos aus dem Technet helfen mir auch nicht wirklich weiter. Kannst Du mir mal bitte erklären was das für ein Produkt ist und wie ich das lizenzieren muss ??
Erinnert mich gleich wieder an SET START OF DAYLIGHT SAVINGS TIME = (MARCH SUNDAY LAST 2.00.00).
Services für Netware musste man nicht extra lizenzieren, sie waren ebenso wie das Novell-Netzwerkprotokoll IPX Bestandteil es Windows Server bis zum Windows Server 2003 R2:
Wenn der Kunde Windows Server 2008 R2 erwirbt, kann er mit Hilfe der Downgrade-Rights auch frühere Versionen des Windows Servers einsetzen und somit einen Windows Server 2003 R2 als Migrations-Domaincontroller verwenden:
Ich habe im Archiv nochmal nachgeschaut und ein paar alte Unterlagen zum Thema ausgegraben:
Letzten Freitag wurde ich bei einem Kunden mit Fragen zur Umstellung von Microsoft Office 2003 auf eine neuere Office-Version konfrontiert. Hintergrund ist das Interesse an Microsoft Office 365 und die Nutzung des von Microsoft gehosteten Messagingdienstes Microsoft Exchange Online.
Da Office 365 das beim Kunden bisher eingesetzte Outlook 2003 nicht unterstützt (Minimalvoraussetzung ist aufgrund der Performance und Funktionalität Outlook 2007 oder Outlook 2010) und die Office-Version aus Office 365 kein Downgrade-Recht besitzt, steht der Kunde vor der Aufgabe, die neue Bedienoberfläche von Office 2007 und 2010 intern einzuführen.
Da es von Microsoft eine ganze Reihe von Hilfsmitteln für eine solche Aufgabe gibt, die in verschiedenen Artikeln auf den Office-Hilfeseiten und im Microsoft Downloadcenter publiziert sind, veröffentliche ich hier meine Linkliste, die ich für derartige Anfragen als Antwortvorlage gespeichert habe. Ich gliedere die Linkliste immer nach Programmen und führe die 2007er und 2010er Versionen zusammen auf:
Update am 25.11.2011
Neben den interaktiven Hilfen gibt es für Microsoft Office Excel 2007, PowerPoint 2007 und Word 2007 den Microsoft Office 2007 Help Tab (leider nur auf Englisch), der sich in das Menüband integriert. Dort erhält man dann neben Tutorials und Onlinetrainings ein Suchfeld, in dem man eine gesuchte Funktion aus Office 2003 eingeben kann, woraufhin als Ergebnis die Bedienmöglichkeit in Office 2007 erscheint. Das Video illustriert die Arbeitsweise sehr schön:
Video: Microsoft Office 2007 Help Tab Demo
Achtung: Humor!
Wie versprochen hier noch das Organisationsdiagramm, welches ich am letzten Samstag auf dem Microsoft Community Open Day gezeigt habe. Der Designer Manu Cornet skizzierte die (rein hypothetische ;-) Organisationsstruktur bekannter IT-Firmen.
Als Microsoftie kann ich da nur sagen: Come get some!