.: Daniel Melanchthon :.

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.: Daniel Melanchthon :.

  • Anwendungen auf Windows 8.1 unscharf/blurry

    Nachdem Microsott IT so nett war, mit System Center Configuration Manager meinen Laptop über Direct Access im Expresstempo auf Windows 8.1 umzustellen, bin ich bei meiner Hardware auf ein Problem gestoßen, dass uns in der Zukunft noch eine Weile beschäftigen wird:

    Anwendungen erscheinen unscharf auf hochauflösenden Displays.

    Damit jeder verstehen kann, was ich meine, zeige ich als erstes einen Screenshot. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte:

    Screenshot

    Der Screenshot stammt  von meinem primären Arbeitsgerät, einem Samsung Ativ 700T1. Bei einer Größe von 11,6 Zoll beträgt die Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD). Bei so einer hohen Pixeldichte stelle ich die Größe aller Elemente auf 125%.

    In Windows 8.1 erfolgt das automatisch. Manuell einstellen lässt es sich in der Systemsteuerung unter “Darstellung und Anpassung” > “Anzeige”:

    SNAGHTML5abe24f

    Das Problem, dass ich bis Windows 8 dabei hatte, war der Multi-Monitor-Betrieb. Immer wenn ich im Büro oder Zuhause einen zweiten oder dritten Bildschirm angeschlossen hatte, war auf dem die gleiche Vergrößerung im Einsatz. Das war vor allem störend auf VGA-Projektoren bei einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln. Da war kaum noch sinnvoll zu nutzender Platz auf dem Bildschirm. Es ist aber auch ein Problem bei 4k-Displays:

    Mit Windows 8.1 wird mit der automatischen Bildschirmskalierung nun alles besser. Damit kann man mehrere Bildschirme gleichzeitig mit unterschiedlichen Pixeldichten betreiben. Windows kümmert sich automatisch um die Skalierung der Fenster.

    An sich eine tolle Sache, wäre da nicht ein Haken: Das Problem bei hohen Pixeldichten waren schon immer die Anwendungen. Sind diese nicht HighDPI-fähig, kann Windows nur durch Bitmap-Vergrößerung/Verkleinerung skalieren. Dadurch schlagen wir uns dann mit unscharfen Bildern herum.

    Die Alternative sind Fehler in der UI wie zum Beispiel falsche Zeilenumbrüche, nicht mehr erreichbare Buttons, etc. Das Problem ist nicht von Windows allein lösbar – die Anwendungen müssen hier auch mitspielen. Das ist übrigens auch ein Grund, warum Ribbons Einzug gehalten haben in Windows. Ribbons sind optimale Controls zur Verwendung bei unterschiedlichen Pixeldichten:

    Wer als Anwendungsentwickler näheres zur Programmierung von HighDPI-fähigen Anwendungen erfahren will, sei auf das Whitepaper Writing DPI-Aware Desktop Applications in Windows 8.1 und den Artikel Writing High-DPI Win32 Applications verwiesen.

    Wenn man den Screenshot von oben in voller Größe betrachtet, kann man sehen, dass links der Internet Explorer 11 glasklar zu lesen ist, während rechts in Google Chrome Schrift und Programm-UI unscharf dargestellt werden. Ich habe ihn in voller Auflösung als Anhang unten an den Beitrag angehängt.

    Die Ursache des Problems ist die Tatsache, dass Google Chrome sich als nicht HighDPI-fähiges Programm gegenüber dem Betriebssystem ausweist. Wen die Hintergründe interessieren, der sei auf den Blogeintrag Scaling to different Screens vom Building Windows 8-Blog verwiesen.

    Für Google Chrome stammt der entsprechende Bugeintrag vom 16.09.2012. Bisher ist der Bug aber immer noch nicht gelöst. Er hat als unangenehme Nebenwirkung, dass die Bedienung durch Touch mit Google Chrome nicht richtig funktioniert.

    Für Retina-Displays gab es in der Mac OS X-Version recht zügig einen Workaround, was einfacher war, weil es dort nur zwei verschiedene Pixeldichten zu beachten gibt. Retina-Displays sind nicht umsonst genau 2x größer als die vorher verwendeten Displays.

    Windows-PCs dagegen gibt es mit unterschiedlichsten Displaygrößen. Mit der Vielfalt unseres Ökosystems, das dem Kunden echte Wahlfreiheit bietet, gibt es eben auch einen größeren Arbeitsaufwand für Programmierer. Hier eine Statistik über die übliche Bildschirmauflösungen bei Windows-PCs…

    …und der üblichen Auflösungen und Bildschirmgrößen in Windows 8:

    Nachdem für Google Chrome die Aussage der Entwickler “Gene will hopefully be fixing this up in the next few days, or at least ascertaining what needs to be done.” etwas optimistisch war (das ist demnächst auch schon ein Jahr her), habe ich mich umgeschaut, welche anderen Möglichkeiten heute als Workaround sich anbieten.

    Als erstes kann man natürlich die systemweiten Einstellungen verändern. Wenn man die Option “Manuell eine Skalierungsstufe für alle Anzeigegeräte auswählen” aktiviert, bekommt man das frühere Verhalten wieder zurück und alle Anwendungen verhalten sich mehr oder weniger konsistent.

    SNAGHTML5c9fa89

    Der Nachteil ist der Verlust der automatischen Skalierung bei mehreren Bildschirmen. Wer nur einen Bildschirm oder mehrere Bildschirme mit ähnlicher Pixeldichte hat, für den mag das gehen. Da ich gerade eine Lösung für unterschiedliche Pixeldichten brauche, hilft mir das nicht weiter.

    Zweite Lösung ist das Abschalten der automatischen Skalierung auf Anwendungsebene. Dazu muss man in der Programmverknüpfung die Option “Skalierung bei hohem DPI-Wert deaktivieren” setzen. Am Beispiel von Google Chrome geht man in den Ordner

    "%PROGRAMDATA%\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Google Chrome"

    und ändert die Einstellungen in den Eigenschaften der Verknüpfung von Google Chrome auf dem zweiten Tab:

    SNAGHTML5cf7b69

    Danach muss man zwar die Programm-UI von Chrome möglicherweise mit der Lupe bedienen, aber den Webseiteninhalt kann man mit STRG + PLUS vergrößern. Die Schriften und Grafiken werden dann wieder glasklar dargestellt und die Toucheingabe funktioniert auch wieder.

    Natürlich kann man auch gleich zu einem HighDPI-fähigen, modernen Browser wechseln. Internet Explorer 11 wird von uns mitgeliefert und zeigt keines dieser Probleme ;-)

    Ich hoffe, dass jetzt durch Windows 8.1 der Druck auf Anwendungsentwickler soweit erhöht wird, dass diese seit mehr als 10 Jahren sträflich vernachlässigte Funktion als Standardfall beim Testen mitberücksichtigt wird.

    Have fun!
    Daniel

  • Virtual WiFi macht Windows 7 zum Access Point

    Wireless Local Area Networks (WLAN) erfreuen sich steigender Popularität. Fast jeder, den ich kenne, hat zu Hause einen WLAN-Router stehen und nutzt die Freiheit, mit dem Laptop auch auf dem Balkon im Internet surfen zu können.

    Ein WLAN kann dabei in zwei unterschiedlichen Modi betrieben werden: Mobile Geräte wie beispielsweise Notebooks können entweder direkt untereinander oder mit einem gemeinsamen Zugriffsknoten verbunden werden. Im ersten Fall spricht man von einem Adhoc-Netzwerk. Diese Variante sieht man aber recht selten, da darüber nur gemeinsam Daten ausgetauscht werden können und kein Internetzugriff hergestellt werden kann.

    Die zweite Variante mit einem gemeinsamen Zugriffsknoten nennt sich Infrastruktur-Netz. Sie wird am häufigsten in Verbindung mit einem drahtlosen Router eingesetzt, der die Verbindung zum Internet (beispielsweise über DSL) allen angeschlossen Clients gemeinsam zur Verfügung stellt.

    Bisher ist es so, dass eine drahtlose Netzwerkschnittstelle unter Windows nur in einem Modus betrieben werden kann. Entweder Adhoc- oder Infrastruktur-Netz. Weiterhin kann man mit nur einem drahtlosen Netzwerk pro WLAN-Karte zur gleichen Zeit verbunden sein. Bis Windows Vista sah die WiFi-Architektur so aus:

    Virtual-Wifi-1

    Seit 2002 arbeitete Microsoft Research unter dem Codenamen MultiNet an einer Virtualisierung der WiFi-Architektur. Die Ergebnisse wurden als Projekt VirtualWiFi der Öffentlichkeit vorgestellt und in mehreren Projekten eingesetzt:

    Entwickelt für Windows XP wurde es bisher über 100.000 mal heruntergeladen und an mehr als 400 Universitäten als Bestandteil des Mesh Academic Resource Toolkits weltweit verteilt.

    VirtualWiFi abstrahiert eine WLAN-Karte, so dass sie als virtueller Netzwerkadapter mehrfach im System erscheint. Jede virtuelle Karte kann dann vom Anwender separat konfiguriert werden und erlaubt damit die Verbindung zu unterschiedlichen drahtlosen Netzwerken zur gleichen Zeit über nur einen physikalischen Netzwerkadapter.

    Wofür kann man das nun gebrauchen? Zum Beispiel kann man gleichzeitig mehrere Rechner drahtlos vernetzen, um darüber spielen zu können und gleichzeitig einen der Rechner mit einem (kostenpflichtigen) Hotspot verbinden, über den dann alle Clients sich den Zugang teilen. Ein anderes Beispiel ist die Heimvernetzung, wenn das Funksignal des WiFi Access Points nicht bis in alle Ecken des Hauses reicht. Mit VirtualWiFi kann ein Computer nun gleichzeitig auch als Repeater arbeiten und die Funkabdeckung erhöhen.

    In Windows 7 griff Microsoft diese Technologie auf und baute sie direkt in das Betriebssystem ein. Im ersten Schritt wurde dafür die generelle WiFi-Architektur verändert, um die Virtual WiFi Infrastruktur zu integrieren:

    Virtual-Wifi-2

    Im nächsten Schritt kamen dann alle notwendigen Funktionen hinzu, um einen Software Access Point (SoftAP) abbilden zu können. Den größten Teil deckt dabei Microsoft ab. Die Hersteller müssen lediglich in ihren Netzwerktreibern SoftAP unterstützen. Zur weitreichenden Untertützung der neuen Technologie wurde die Unterstützung von SoftAP als Bedingung für die Erfüllung des Windows 7 Logotests für die Treiber drahtloser Netzwerkkarten gemacht:

    Virtual-Wifi-3

    In Windows 7 kann Virtual WiFi eine physikalische WLAN-Karte um eine zweite virtuelle Karte erweitern. Wir nennen das neue Feature Wireless Hosted Network – auf Deutsch gehostetes Netzwerk. In der MSDN finden Hersteller eine Dokumentation zur Implementierung von Virtual WiFi in einen 802.11 Miniport-Treiber:

    Die grundlegende Einrichtung, das Netzwerk und der Betrieb werden dabei über die folgende Funktionen gesteuert:

    Für Anwender sind diese Funktionen in Kommandos der Netshell eingeflossen. netsh wlan /? zeigt die grundlegende Bedienung:

    • netsh wlan start hostednetwork
      Startet das gehostete Netzwerk.
    • netsh wlan stop hostednetwork
      Stoppt das gehostete Netzwerk.
    • netsh wlan set hostednetwork [mode=]allowed|disallowed
      Aktiviert oder Deaktiviert das gehostete Netzwerk.
    • netsh wlan set hostednetwork [ssid=]<ssid> [key=]<passphrase> [keyUsage=]persistent|temporary
      Konfiguriert die Einstellungen für das gehostete Netzwerk. Es wird immer WPA2-PSK mit AES zur Verschlüsselung genutzt.
    • netsh wlan refresh hostednetwork [data=] key
      Aktualisiert den Schlüssel für das gehostete Netzwerk.
    • netsh wlan show hostednetwork [[setting=]security]
      Zeigt Informationen über das gehostete Netzwerk an.
    • netsh wlan show settings
      Zeigt die globalen WLAN-Netzwerkeinstellungen an.

    Wie verhält sich das nun in der Praxis? Man benötigt als erstes eine unterstützte Netzwerkkarte. Die mit Windows 7 ausgelieferten WLAN-Treiber unterstützen für fast alle Karten das gehostete Netzwerk. Ich habe es mit Karten von Atheros und Broadcom selbst getestet. Lediglich der Treiber von Intel beherrscht die notwendigen Erweiterungen bisher nicht. Es wird aber von Intel einen aktualisierten Treiber geben, den wir über Windows Update zur Verfügung stellen werden.

    Als nächstes öffnet man eine Eingabeaufforderung als Administrator und gibt folgendes in einer Zeile ein:

    netsh wlan set hostednetwork mode=allow ssid="Virtual WiFi" key="mh29-dyi9-txwt" keyUsage=persistent

    Die SSID und den Key passt man natürlich an die eigenen Wünsche an. Wenn man alles richtig eingegeben hat, bekommt man als Antwort:

    1. Der Modus für das gehostete Netzwerk ist so festgelegt, dass das gehostete Netzwerk zugelassen wird.
    2. Die SSID des gehosteten Netzwerks wurde erfolgreich geändert.
    3. Die Benutzerschlüsselpassphrase des gehosteten Netzwerks wurde erfolgreich geändert.

    Im Gerätemanager erscheint dann eine neue Netzwerkkarte:

    Virtual-WiFi-4

    Sie taucht als Drahtlosnetzwerkverbindung 2 im System auf:

    Virtual-WiFi-5

    Mit netsh wlan start hostednetwork startet man dann das gehostete Netzwerk. Windows 7 wird auf dem Host den neuen Adapter automatisch mit dem neuen Netzwerk verbinden…

    Virtual-WiFi-7

    …und den Anwender fragen, wie er das Netzwerk einstufen möchte. Ich habe im obigen Beispiel “Arbeitsplatznetzwerk” gewählt. Die Standardeinstellung lautet “Öffentliches Netzwerk”:

    Virtual-WiFi-6

    Informationen über den derzeitigen Status erhält man mit netsh wlan show hostednetwork:

    Einstellungen für das gehostete Netzwerk
    -----------------------
        Modus                   : Zugelassen
        SSID-Name              : "Virtual WiFi"
        Maximale Clientanzahl  : 100
        Authentifizierung         : WPA2-Personal
        Verschlüsselung                 : CCMP

    Status des gehosteten Netzwerks
    ---------------------
        Status                 : Gestartet
        BSSID                  : 00:21:00:ed:cb:7b
        Funktyp             : 802.11g
        Kanal                : 1
        Anzahl Clients      : 0

    Man sieht, dass das Netzwerk betriebsbereit ist und sich noch kein Client verbunden hat. Wenn man nun auf einem anderen Client das Netzwerkicon in der Taskleiste rechts unten klickt, erscheint das neue Netzwerk als ganz normales drahtloses Netzwerk und kann entsprechend verbunden werden:

    Virtual-WiFi-8

    Wenn man nun zum Beispiel sich in einen Hotspot eingebucht hat, kann man mit Hilfe des gehosteten Netzwerks ein zweites WLAN eröffnen, das nur für einen selbst zur Verfügung steht. Hier kann man dann weitere Laptops, Spielekonsolen, Musikplayer mit drahtlosem Internetzugang, Smartphones, etc. einbinden und die Internetverbindung über den Hotspot teilen. Mir erspart das zukünftig das Mitschleppen von einem WLAN-Router, wenn ich mal wieder unterwegs bin.

    Damit Mitglieder des gehosteten Netzwerks den Internetzugang gemeinsam nutzen können, muss lediglich in den Eigenschaften der Drahtlosnetzwerkverbindung, die mit dem Hotspot verbunden ist, die gemeinsame Nutzung der Internetverbindung aktiviert und die Drahtlosnetzwerkverbindung 2 als Heimnetzwerkverbindung festgelegt werden:

    Virtual-WiFi-10

    Man könnte darüber natürlich auch andere Arten von Internetzugängen drahtlos teilen. Das können drahtgebundene Zugänge über ein Ethernetkabel, als auch drahtlose Zugänge über UMTS sein, wenn sich die UMTS-Karte als Wählverbindung im System einrichten lässt. Windows 7 agiert dann wie ein Gateway zwischen den Netzen. Das gehostete Netzwerk wird dabei mittels NAT gegenüber Zugriffen aus dem äußeren Netz abgeschottet. Ein DHCP-Server wird durch die Konfiguration der gemeinsamen Nutzung der Internetverbindung automatisch gestartet und vergibt an die Clients IP-Adressen aus einem vordefinierten Segment.

    Zum Anhalten des gehosteten Netzwerks gibt man netsh wlan stop hostednetwork ein. Das gehostete Netzwerk wird dann beendet.

  • Was Virenscanner nicht scannen sollten

    Immer wieder erreichen uns Kundenanfragen, die über mysteriöse Probleme berichten. In diesem Beispiel beschrieb ein Kunde, dass der Rechner ‘irgendwie langsamer’ geworden ist und fand folgenden Eintrag in der Ereignisanzeige:

    wuaueng.dll (504) SUS20ClientDataStore: A request to write to the file "C:\Windows\SoftwareDistribution\DataStore\DataStore.edb" at offset 0 (0x0000000000000000) for 32768 (0x00008000) bytes succeeded, but took an abnormally long time (21634 seconds) to be serviced by the OS. This problem is likely due to faulty hardware. Please contact your hardware vendor for further assistance diagnosing the problem.

    Schuld an einem solchen Verhalten können Virenscanner sein, die bestimmte Bereiche des Computers wegen der dabei auftretenden Dateisperren aus Performancegründen nicht scannen sollten und aus Sicherheitsgründen auch nicht scannen müssen:

    • Microsoft Windows Update oder Automatic Update
      • Ausschließen folgender Dateien im Ordner %windir%\SoftwareDistribution\Datastore
        • Datastore.edb
      • Ausschließen folgender Dateien im Ordner %windir%\SoftwareDistribution\Datastore\Logs
        • Edb*.log
        • Res1.log (Edbres00001.jrs in Windows Vista, Windows 7, Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2)
        • Res2.log (Edbres00002.jrs in Windows Vista, Windows 7, Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2)
        • Edb.chk
        • Tmp.edb
      • Ausschließen folgender Dateien im Ordner %windir%\security:
        • *.edb
        • *.sdb
        • *.log
        • *.chk
        Wenn diese Dateien nicht ausgeschlossen werden, kann die Sicherheitsdatenbank beschädigt werden und dadurch Gruppenrichtlinien nicht angewendet werden. Es geht dabei insbesondere um folgende Dateien:
        • Edb.chk
        • Edb.log
        • *.log
        • Security.sdb im Ordner %windir%\security\databas
    • Gruppenrichtlinien
      • Ausschließen folgender Dateien im Ordner %allusersprofile%
        • NTUser.pol
      • Ausschließen folgender Dateien im Ordner %Systemroot%\system32\GroupPolicy\
        • registry.pol

    Weitere Empfehlungen vor allem für Windows Server-basierende Domänencontroller sind in Virus scanning recommendations for computers that are running Windows Server 2008 R2, Windows Server 2008, Windows Server 2003, Windows 2000, Windows XP, Windows Vista, or Windows 7 beschrieben. Da nicht alle Virenscannerhersteller diese Empfehlungen von Microsoft umgesetzt haben, sollte man sich selbst vergewissern, dass man die Ausschlussliste entsprechend konfiguriert hat.

    Update am 16.11.2009

    Aufgrund des kontinuierlichen Feedbacks möchte ich noch auf einen weiteren Artikel hinweisen, der eine Linksammlung zu Artikeln enthält, in denen es um die richtige Konfiguration von Ausschlußlisten für Domänencontroller, Exchange Server, Internet Information Server (IIS), Internet Security and Acceleration (ISA) Server, SharePoint Portal Server, SQL Server, Systems Management Server (SMS), Virtual Server, Microsoft Virtual PC und Windows Update geht:

    Recommended Forefront Client Security file and folder exclusions for Microsoft products
    http://support.microsoft.com/kb/943556/en-us

    Wenn man die Knowledge Base mit geeigneten Begriffen durchsucht, findet man noch jede Menge weitere Literatur zur Vertiefung des Themas.

  • Mit einer anderen E-Mail-Adresse senden - Aliasadressen in Office 365

    In meinem Blogposting E-Mail-Adressen als Alias in Office 365 hatte ich angekündigt, in meinem nächsten Blogpost auf die Frage einzugehen, welche Möglichkeiten es gibt, mit einer zusätzlichen E-Mailadresse als Absender in Office 365 E-Mails versenden zu können. In der Microsoft Fragestunde zu Office 365 und Windows Intune am 25. Juni 2013 stellte ich vier verschiedene Möglichkeiten vor:

    1. Zusätzliche E-Mailadresse (Alias)
    2. Verteilerliste
    3. Freigegebenes Postfach
    4. Öffentliche Ordner

    In diesem Blogposting möchte ich auf die erste Möglichkeit eingehen und erklären, wie man mit Hilfe einer Aliasadresse in Office 365 E-Mails mit einer anderen als der primären Absenderadresse senden kann.

    Als erstes meldet man sich als Administrator in Office 365 unter portal.microsoftonline.com an und wählt Benutzer hinzufügen, Kennwörter zurücksetzen und mehr:

    image

    Hier kann man weitere E-Mail-Adressen zum Benutzer hinzufügen:

    image

    In diesem Beispiel füge ich die Adresse alias@wolke.ms dem Benutzer daniel@wolke.ms hinzu:

    image

    In der Liste der Alias-Adressen findet man neben der neu hinzugefügten Adresse übrigens auch die standardmäßige onmicrosoft.com-Adresse:

    image

    Nach dem Zuweisen der gewünschten zusätzlichen E-Mail-Adresse richtet man jetzt in Outlook neben dem Office 365-Account ein POP3-Konto ein:

    image

    Dieser Dialog ist auch über die Systemsteuerung über das Mail-Applet erreichbar:

    image

    Manuelle Konfiguration auswählen:

    SNAGHTML25e4a53

    POP oder IMAP:

    SNAGHTML25ebab1

    Um sich über POP3 oder IMAP mit seinem Office 365-Postfach zu verbinden bitte nicht den Servernamen aus der OWA-URL im Browser ablesen. Der kann (manchmal auch eine Weile), muss aber nicht funktionieren. Die korrekten Servernamen lauten:

    POP3-Servername: outlook.office365.com
    Port: 995
    Verschlüsselungsmethode: SSL

    IMAP-Servername: outlook.office365.com
    Port: 993
    Verschlüsselungsmethode: SSL

    SMTP-Servername: smtp.office365.com
    Port: 587
    Verschlüsselungsmethode: TLS

    Diese Daten überträgt man neben der oben konfigurierten zusätzlichen E-Mail-Adresse in die nächste Konfigurationsmaske. Benutzername und Kennwort sind dabei die eigentlichen Office 365-Daten:

    SNAGHTML264a4da

    In den Internet E-Mail-Einstellungen kommt dann unter Allgemein:

    SNAGHTML265141e

    Der Postausgangsserver erfordert Authentifizierung mit den gleichen Logindaten wie der Posteingangsserver:

    SNAGHTML2653aa2

    Unter Erweitert konfiguriert man die Verschlüsselungsoptionen, kontrolliert die Ports auf ihre Richtigkeit und lässt eine Kopie aller Nachrichten zur Sicherheit auf dem Server liegen:

    SNAGHTML26551b4

    Ein kurzer Test zum Abschluss der Konfiguration sollte erfolgreich verlaufen:

    SNAGHTML267a345

    Die Kontoeinrichtung ist damit abgeschlossen:

    SNAGHTML267f492

    Nun findet man in seinem Outlook-Profil ein zusätzliches Konto:

    SNAGHTML2684283

    Jetzt folgt noch ein letzter Konfigurationsschritt in Outlook unter Senden/Empfangen:

    image

    In den Senden-Empfangen-Gruppen bearbeitet man den Standardeintrag Alle Konten:

    SNAGHTML26ab548

    Man wählt das zusätzliche POP3-Konto mit der zusätzlichen E-Mail-Adresse (hier alias@wolke.ms) aus und schaltet die Option Konto in dieser Gruppe mit einbeziehen ganz oben ab:

    SNAGHTML26c4e85

    Wenn man nun eine neue E-Mail verfasst, steht unter dem Von:-Feld das zweite POP3-Konto mit der zusätzlichen E-Mail-Adresse zur Verfügung:

    image

    Eine kurze Testmail verfassen:

    image

    So sieht die verschickte E-Mail dann im Zielsystem (hier zum Beispiel GMX) aus:

    image

    In den Internetkopfzeilen sieht man die zusätzliche E-Mail-Adresse als Versandadresse:

    image

    Im nächsten Blogposting beschreibe ich, wie man eine Verteilerliste zum Senden mit einer anderen E-Mail-Adresse als Absender in Office 365 nutzen kann.

    Have fun!
    Daniel

  • Welche Office 2010-Version soll ich nehmen: 32-bit oder 64-bit?

    Nach der Fertigstellung von Office 2010 können MSDN- und TechNet-Abonennten seit gestern Office 2010 herunterladen und testen. Dabei wird den meisten auffallen, dass es zwei verschiedene Office-Versionen zum Herunterladen gibt. Einmal 32-bit und einmal 64-bit. Natürlich bleibt dann eine Frage nicht aus. Ich zitiere mal stellvertretend für die vielen Anfragen, die ich bekommen habe, einen Blogkommentar:

    Hallo Daniel,

    ich war etwas verblüfft, als ich folgendes las: Important: Microsoft strongly recommends the use of 32-bit (x86) versions of Office 2010, Project 2010, and Visio 2010 applications as the default option for all platforms. Heisst das, dass man auch auf einem 64 Bit Win 7 lieber Office x86 installieren soll ? Wenn ja, warum ?

    STRONGLY ist von unserer Seite aus noch untertrieben ;-) Jedem, der sich die Frage so stellt, stelle ich die Gegenfrage: Warum willst Du auf x64 Windows x64 Office installieren? Wenn die Antwort dann lautet, damit die Zahlen übereinstimmen, dann sollte man das nicht tun!

    Der Vorteil von x64 Office ist die Möglichkeit, mehr als 2 GB große Dateien verwalten zu können. Das ist für Power User in Ecxel und Project interessant. Für alle anderen Office-Einsatzzwecke ist x86 heute (noch) viel geeigneter. Das gesamte Ökosystem rund um Office ist auf 32-bit angelegt. Alle Steuerelemente, Add-Ins und VBA von Microsoft und allen Drittanbietern sind bisher für 32-bit ausgelegt. So zum Beispiel das Synchronisieren mit dem Mobile Device Center, die Integration von LiveMeeting und Office Communicator, das Infotriever Plug-in zur Reiseplanung, ForeFront Identity Manager, SharePoint, OneNote, SnagIt, etc. Daraus resultieren dann solche Fragen:

    Ich habe auf meinem PC jetzt Win7 pro in der 64 Bit Version und Office 2010, ebenfalls 64 Bit. Nun klappt die Synchronisation zwischen meinem Telefon und Outlook nicht mehr. Zuvor hatte ich beides 32 bittig installiert, da lief es problemlos. Nur habe ich jetzt, auf Grund der neuen Partnerschaft keinerlei Daten mehr auf dem Telefon. Das ist extrem nervig. Wer weiß da Rat, wie ich da zu einem Sync kommen kann?

    Diese Frage ist kein Einzelfall, wie man im Internet leicht herausfindet.Office 2010 ist die erste Officeversion, die 64-bit einführt. Man kann das vielleicht vergleichen mit Windows XP. Als es da die erste 64-bit Version gab, war das auch für spezielle Einsatzzwecke. Es hat noch zwei Produktzyklen gebraucht, bis das Ökosystem rund um Windows sich auf 64-bit eingestellt hatte. Selbst heute gibt es noch Anwendungen und Hardwaretreiber, die 64-bit nicht unterstützen.

    Deswegen lautet die Empfehlung für alle Nicht-Excel-oder-Project-Power-User 32-bit Office 2010 zu installieren! Es läuft genauso auf Windows 7 x64! Die 64-bit Version sollte nur installieren, wer sie wirklich braucht.

  • Wie kann man Windows 7 vom USB-Stick auf einer UEFI-Maschine installieren?

    Während ich kürzlich zwei Wochen Urlaub hatte, kam eine Kundenanfrage rein, wie man Windows 7 von einem USB-Stick im UEFI-Modus starten kann:

    “Sie hatten ja in Ihrem Blog eine Anleitung zur Vorbereitung eines USB-Sticks veröffentlicht, mit dem sich dann Windows 7 sehr flott installieren lässt. Dieses Verfahren nutzen wir beim Test von Mainboards übrigens nahezu täglich -- vielen Dank! Nun habe ich eine spezielle Frage, weil wir in Vorbereitung auf "Windows 8" nun öfter auch die UEFI-Tauglichkeit von Mainboards, Komplett-PCs und Notebooks testen wollen. Dazu möchten wir Windows 7 x64 probeweise im UEFI-Modus installieren -- aber das gelingt uns bisher nur von DVD, mit der USB-Methode klappt es nicht. Wissen Sie dazu mehr?”

    Beim Booten und Installieren von DVD funktioniert das anstandslos. Wenn man sich allerdings einen USB-Stick selbst baut (zum Beispiel wie ich es in dem Artikel Windows 7-Installation vom USB-Stick beschrieben hatte), dann klappt das nicht. Warum ist das so?

    Fangen wir zuerst mit der Theorie und den Hintergründen an. Wir haben das genaue Verhalten von Windows beim Betrieb auf einer UEFI-Maschine in mehreren technischen Dokumenten beschrieben:

    Wenn man statt von der Windows-DVD von einem USB-Stick installieren will, muss sich auf dem Stick auch eine UEFI-Startanwendung befinden. Diese wird normalerweise in dem Ordner \EFI\BOOT gesucht und trägt den Namen BOOTX64.EFI.

    Auf der DVD ist das die Datei \EFI\MICROSOFT\BOOT\CDBOOT.EFI (die Datei mit “noprompt” macht das gleiche, nur ohne die Rückfrage beim Booten, ob man von der CD/DVD starten möchte). Für die USB-Installation braucht man aber eine andere Datei, da die CDBOOT.EFI - wie der Name schon nahe legt – nur beim Booten von CD/DVD-Laufwerken funktioniert.

    Ein USB-Stick ist hat aber eine andere Geräteklasse (USB Mass Storage Device). Die hierfür notwendige EFI-Startanwendung ist die Datei BOOTMGFW.EFI. Man kann sie am einfachsten von einem installierten 64-Bit Windows 7 aus dem Ordner %SYSTEMROOT%\BOOT\EFI kopieren. Alternativ kann man sie mit Hilfe von ImageX (findet man im OEM Preinstallation Kit [OPK] oder Windows Automated Installation Kit [WAIK]) auch aus der Datei \SOURCES\INSTALL.WIM von der Windows Installations-DVD extrahieren. Diese legt man dann auf den USB-Stick in den Ordner \EFI\BOOT und benennt sie in BOOTX64.EFI um. Danach sollte der Installation von Windows 7 von einem USB-Stick im UEFI-Modus nichts mehr im Weg stehen.

    Have fun!
    Daniel

  • Kein Zugriff auf Verzeichnisse unter Windows Vista?

    Immer öfter sehe ich die Frage, warum man selbst als Administrator unter Windows Vista auf bestimmte Verzeichnisse keinen Zugriff hat. Wenn man die Diskussionen ein wenig verfolgt, stellt sich oft heraus, dass die Verzeichnisse mit dem kleinen Pfeil daran gemeint sind. Wer sich mit der neuen Ablagestruktur noch nie beschäftigt hat, äußert dann schon mal schnell interessante Verschwörungstheorien oder fühlt sich als Administrator bevormundet. Nichts von alledem ist hier jedoch der Fall.

    Was vielen nicht auffällt, ist die Tatsache, dass diese Verzeichnisse keine echten Verzeichnisse sind. Es handelt sich dabei um NTFS Links, die einen virtuellen Ordner darstellen, der in Wirklichkeit auf einen ganz anderen Pfad verweist. In Windows Vista wird diese Technik bevorzugt verwendet, damit Anwendungen, die nicht die Systemfunktion zum Herausfinden des jeweiligen Pfades benutzen, sondern die Pfade hart kodiert haben, trotzdem unter Windows Vista funktionieren.

    Die neue Ablagestruktur kann damit von allen Programmen verwendet werden, die die Systemfuntionen richtig benutzen. Die Anwendungen, die das nicht tun, werden schlichtweg an den neuen Ort geleitet, ohne dass sie etwas davon bemerken.

    Soweit zum Hintergrund. Es bleibt die Frage, warum man nun auf diese Links keinen Zugriff hat. Hier ist es wichtig, sich einmal die NTFS Berechtigungen auf diesen Links anzuschauen. Everyone - also allen Benutzern - ist dort Ordner auflisten und Daten lesen verboten. Das bedeutet aber nicht, dass man keinen Zugriff auf die Links hat. Ein kleiner Versuch auf der Kommandozeile zeigt, wie diese Links funktionieren. Nehmen wir zum Beispiel den Ordner My Documents. Wenn ich in meinem Ordner Dokumente einen Unterordner mit dem Namen Test erzeuge, dann sehe ich an der Kommandozeile folgendes:

    C:\>dir C:\Users\daniel\Documents\Test
    Datenträger in Laufwerk C: ist Vista
    Volumeseriennummer: 8451-BEE1

    Verzeichnis von C:\Users\daniel\Documents\Test

    24.11.2006 15:01 <DIR> .
    24.11.2006 15:01 <DIR> ..
    0 Datei(en), 0 Bytes
    2 Verzeichnis(se), 14.832.345.088 Bytes frei

    Diesen Weg nimmt jede Anwendung, die regelkonform den Ablageort meiner eigenen Dateien mit Hilfe der vom System zur Verfügung gestellten Funktionen ermittelt. Wenn die Anwendung aber den Pfad, der unter Windows XP üblich war, hart kodiert hat, dann nutzt sie folgenden Weg:

    C:\>dir "C:\Documents and Settings\daniel\My Documents\Test"
    Datenträger in Laufwerk C: ist Vista
    Volumeseriennummer: 8451-BEE1

    Verzeichnis von C:\Documents and Settings\daniel\My Documents\Test

    24.11.2006 15:01 <DIR> .
    24.11.2006 15:01 <DIR> ..
    0 Datei(en), 0 Bytes
    2 Verzeichnis(se), 14.832.345.088 Bytes frei

    Wie man sieht, merkt die Anwendung von der Umlenkung nichts. Sie funktioniert einfach weiter, weil sie glaubt, im richtigen Verzeichnis zu schreiben, obwohl es unter Windows Vista die falsche Stelle ist. Anstatt die Anwendung hier aber auflaufen zu lassen, wird sie unter Windows Vista über den Link an die richtige Stelle umgeleitet. Diese Links sind also aus Abwärtskompatibilitätsgründen da.

    Wer derartige Links selbst für eigene Zwecke erzeugen möchte, kann das unter Windows Vista mit dem mitgelieferten Programm mklink.exe tun:

    C:\Users\daniel>mklink
    Erstellt eine symbolische Verknüpfung.

    MKLINK [[/D] | [/H] | [/J]] Verknüpfung Ziel

    /D Erstellt eine symbolische Verknüpfung für ein Verzeichis.
    Standardmäßig wird eine symbolische Verknüpfung für
    eine Datei erstellt.
    /H Erstellt eine feste Verknüpfung anstelle einer
    symbolischen Verknüpfung.
    /J Erstellt eine Verzeichnisverbindung.
    Verknüpfung Gibt den Namen für die symbolischen Verknüpfung an.
    Ziel Gibt den Pfad (relativ oder absolut) an, auf den die
    neue Verknüpfung verweist.

    Bleibt die Frage, warum nun ein Anwender die Links nicht direkt anklicken kann. Der Grund ist dafür trivial: Obwohl NTFS Links schon lange technisch möglich sind, sind die wenigsten Anwendungen darauf vorbereitet, weil diese Links bisher nicht oder nur sehr selten benutzt wurden.

    Wenn ich zum Beispiel das Programm TreeSize benutze, um damit den Platzverbrauch der Ordner, Unterordner und Dateien auf dem Laufwerk zu ermitteln, dann kommen dabei völlig falsche Werte heraus, weil das Programm die Links nicht von echten Verzeichnissen unterscheidet und dann doppelt und dreifach zählt oder sich sogar im Kreis drehen kann. Das Verbot für jeden, von Links Ordner auflisten und Daten lesen zu können, sorgt dafür, dass genau das nicht passiert.

    Damit die Anwender von diesen Links nicht irritiert werden und vor allem die Übersichtlichkeit von Ordnern wie C:\Users\daniel erhalten bleibt, blendet Windows Vista standardmäßig diese Links aus. Das Ausblenden lässt sich über die Einstellungen des Explorers auf dem Ansicht-Tab unter Extras | Ordneroptionen... konfigurieren. Dort findet man die Option Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen), welche standardmässig aktiviert ist.

    Diese Option sollte auch nicht ausgeschaltet werden, weil das Verhalten sich dabei von den Vorgängerversionen unterscheidet. Unter Windows Vista reicht es aus, die versteckten Dateien einblenden zu lassen, wenn man die Systemordner sehen möchte, die bei Windows XP bei gleicher Konfiguration damit noch nicht zu sehen bekam.

    Wie man auf dem zweiten Screenshot sieht, ist damit die Übersichtlichkeit gewahrt und trotzdem der Ordner AppData, der normalerweise ausgeblendet ist, sichtbar. Ein weitergehendes Einblenden von geschützten Systemdatein ist meiner Meinung nach hier nicht wirklich sinnvoll - wer es aber unübersichtlich mag, kann natürlich gern die Option deaktivieren :-)

  • Office 365 ProPlus jetzt auch in RDS- (Terminal Server) und VDI-Umgebungen einsetzbar

    Update am 12.11.2014 Verweis auf aktuellen Artikel
    Update am 04.09.2014 Neue Installationsoption für Office 365 ProPlus
    Update am 22.03.2013 zur Klarstellung der Vertriebswege
    Update am 15.06.2013 zur kristallklaren Klarstellung der Vertriebswege
    Update am 27.08.2013 zur Verfügbarkeit von Office 365 Enterprise in Microsoft Open

    Die Angaben in diesem Blogposting sind mittlerweile technisch veraltet. Eine aktuelle Übersicht über die Einsatzmöglichkeiten von Office 365 auf Terminal Servern habe ich unter Office 365 ProPlus jetzt auch direkt auf Terminal Servern in RDS-Umgebungen einsetzbar veröffentlicht.

    Die Neuerungen in Office, Office 365 und den Office Servern sind mehr als nur “die nächste Version” von Office. Flexibel arbeiten, interne soziale Netzwerke, die Cloud sinnvoll nutzen - das sind Trends, welche die moderne Arbeitswelt prägen, die Microsoft mit dem neuen Office maßgeblich unterstützt und voranbringt.

    Vorgestern haben wir den Startschuss für die Verfügbarkeit des neuen Office gegeben. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Möglichkeit für alle Kundengrößen, das neue Office im Abonnement über Office 365 zur lokalen Installation und Nutzung beziehen zu können.

    Office 365 ProPlus kombiniert dabei die enthaltenen Office-Anwendungen Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher, Lync und Access mit dem Vorteil der benutzerbezogenen Lizenzierung: Auf bis zu fünf Endgeräten (Windows oder Mac OS X) kann jeder Anwender Office lokal installiert nutzen und mit Office on Demand Vollversionen von Office-Programmen auf jeden beliebigen Windows-PC zu aktuellen Nutzung streamen.

    Im Gegensatz zur bisherigen Lizenzierung, bei der immer das jeweilige Gerät, von dem aus Office genutzt werden sollte, mit einer Lizenz versehen werden musste (Lizenz pro Kopie pro Gerät), kann Office 365 ProPlus pro Anwender lizenziert werden. Bis zu fünf Endgeräte kann dabei ein Anwender gleichzeitig lizenziert nutzen.

    Für viele Kunden stellt sich die Frage: Darf ich dieses Office auch auf einem Terminal Server (Remote Desktop Services, RDS) einsetzen? Wer Office 365 ProPlus über einen Volumenlizenzvertrag erwirbt, erhält durch die Online Service Terms (OST) das Lizenzrecht, als eines der fünf Endgeräte auch einen Terminal Server einsetzen zu können:

    Rechte zur Installation und Nutzung

    Jeder Nutzer, dem der Kunde eine Nutzer-AL zuweist, muss ein Microsoft-Account haben, um die mit dem Abonnement bereitgestellte Software zu nutzen. Diese Nutzer:

    • sind berechtigt, die mit dem AL bereitgestellte Software zur lokalen oder Remoteverwendung in bis zu fünf gleichzeitigen OSE zu aktivieren.
    • sind berechtigt, eine der fünf Aktivierungen auf einem Netzwerkserver mit aktivierter Remotedesktopdienste-Rolle (RDS) zu verwenden (siehe Produktliste unter http://go.microsoft.com/?linkid=9839207, für Bereitstellungsoptionen bei der Verwendung von RDS). Im Sinne dieses Nutzungsrechts ist ein „Server“ ein physikalischer Hardwareserver, der ausschließlich dem Kunden dient. Diese Bestimmung gilt nicht für Kunden, die diese Produkte unter dem Microsoft Online-Abonnement-Vertrag oder unter einem anderen Microsoft-Vertrag lizenzieren, der nur Onlinedienste abdeckt.

    Seit dem 1. September 2014 gibt es mit shared computer activation eine neue Installationsmethode für Office 365 ProPlus. Das Office-Paket aus Office 365 E3 und Office 365 ProPlus kann jetzt mit Hilfe des Office Deployment Tool auch auf einem Terminal Server ab Windows Server 2008 R2 (mit aktivierter RDS-Rolle) oder auch in virtuellen Desktop Pools installiert werden. Das bedeutet, dass Terminal Server-Kunden nicht mehr den zusätzlichen Office 2013 Professional Plus-Datenträger und -Lizenzkey brauchen.

    Bei der Installation muss auch nicht mehr das gesamte Paket installiert werden, sondern man kann mit Hilfe der Steuerdatei für die Installation auch einzelne Anwendungen von der Installation ausschließen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Kunden und Partner wurde unter Deploy Office 365 ProPlus by using Remote Desktop Services veröffentlicht.

    Bei der shared computer activation wird Office auf dem Server initial ohne Aktivierung installiert. Bei jeder Benutzeranmeldung überprüft Office für den angemeldeten Benutzer, ob dieser über eine passende Office 365-Lizenz verfügt, die Office 365 ProPlus beinhaltet. Wenn ja, wird eine zeitlich auf wenige Tage befristete Aktivierung für den Benutzer ausgeführt und er kann Office nutzen. Andere Anwender können diese Aktivierung auf dem gleichen Server nicht für sich nutzen – bei Ihnen wird auch jeweils geprüft, ob sie über ein gültiges Abonnement verfügen. Das bedeutet aber auch, dass der Terminal Server über eine permanente Internetverbindung verfügen sollte.

    Die neue Funktion steht technisch in folgenden SKUs zur Verfügung:

    • Office 365 Midsize Business*
    • Office 365 ProPlus
    • Office 365 Enterprise E3
    • Office 365 Enterprise E4                                                                            
    • Project Pro for Office 365
    • Visio Pro for Office 365
    • Project Online with Project Pro for Office 365

    *Office 365 Midsize Business enthält keine Push-Deployment-Funktion. Daher ist die angepasste Installation über das Office Deployment Tool lizenzrechtlich nicht abgedeckt.

    Die kommenden Office 365 Business-Pläne werden auch über einen Volumenlizenzvertrag keine RDS-Berechtigung enthalten. Beim Wechsel auf Office 365 Business Premium gewinnen Kunden einerseits die freie Kombinierbarkeit mit anderen Office 365-Diensten, verlieren andererseits dagegen die Enterprise-Funktionen, die vorher in der Midsize Business enthalten waren. 

    Konkret bedeutet das den Verlust von Access und dem vollen Lync-Client (muss durch die Installation des Lync Basis-Clients ersetzt werden), die Verwaltbarkeit über Gruppenrichtlinien und App Telemetry, die Excel Enterprise BI-Features und die RDS-Berechtigung.

    Office 365 Midsize Business kann nach der Preissenkung noch ein Jahr zum gleichen Preis wie Office 365 Small Business Premium (zukünftig Office 365 Business Premium) erworben werden. Für Kunden, die Office 365 auf dem Terminal Server einsetzen möchten und ansonsten keine Enterprise-Anforderungen haben, kann in Zukunft die Kombination aus Office 365 Business Essentials + Office 365 ProPlus preislich eine sinnvolle Alternative zum Kauf des E3-Planes sein.

    Mehr Informationen finden sich auf der offiziellen Microsoft Produktwebseite: www.dasneueoffice.com.

    Have fun!
    Daniel

    Hinweis zur Rechtsverbindlichkeit dieser Informationen
    Diese Informationen sind Hinweise, die das Verständnis hinsichtlich der Microsoft Produktlizenzierung verbessern sollen. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Informationen keinen rechtsverbindlichen Charakter haben, sondern als erklärende Informationen zu verstehen sind. Die einzig rechtsverbindlichen Lizenzinformationen sind in den entsprechenden Endnutzer-Lizenzverträgen (als Beilage zu Softwarepaketen oder in Form von Lizenzverträgen) zu finden.

  • Suche in Windows 8 findet nichts in PDFs?

    Da ich jetzt zum dritten Mal darüber gestolpert bin, dass auf Windows 8 die Suche auf einmal keine Treffer mehr in PDFs anzeigt und ich jedes Mal genau weiß, dass ich dafür doch schon eine Lösung hatte, schreibe ich sie in mein Blog.

    Normalerweise ist es bei Windows 8 kein Problem: PDFs kann man mit dem eingebauten Reader öffnen und in der Windows-Suche ist der eingebaute iFilter von Microsoft für PDFs registriert, so dass Dateieigenschaften und die Inhalte automatisch indiziert werden.

    image

    Sobald man aber Adobe Acrobat XI installiert, ändert Adobe den iFilter-Eintrag und macht ihn dabei kaputt.

    image

    Zur Lösung einfach in der Registry unter HKEY_CLASSES_ROOT\.pdf\PersistentHandler den Wert von {F6594A6D-D57F-4EFD-B2C3-DCD9779E382E} (dadurch hat Adobe es kaputt gemacht) auf {1AA9BF05-9A97-48c1-BA28-D9DCE795E93C} (den Standardwert) zurücksetzen und den Dienst Windows-Suche stoppen und wieder starten. Falls der Ordner PersistentHandler unter .pdf nicht existiert, muss man ihn vorher anlegen.

    image

    Mit der Kommandozeile geht das natürlich auch. Man öffnet eine Eingabeaufforderung als Administrator. Das geht auch bei Windows 8.1 immer noch so wie bei Windows Vista mit <Windows-Tastse> drücken, cmd eingeben, <STRG>+<Eingabe> drücken und die Rückfrage der Benutzerkontensteuerung bestätigen). Dann gibt folgendes ein:

    REG QUERY HKEY_CLASSES_ROOT\.pdf\PersistentHandler

    Wenn das Ergebnis so aussieht, dann ist der Eintrag kaputt:

    HKEY_CLASSES_ROOT\.pdf\PersistentHandler
        (Standard)    REG_SZ    {F6594A6D-D57F-4EFD-B2C3-DCD9779E382E}

    Mit folgender Zeile repariert man es wieder:

    REG ADD HKEY_CLASSES_ROOT\.pdf\PersistentHandler /d "{1AA9BF05-9A97-48c1-BA28-D9DCE795E93C}" /t REG_SZ /f

    Kurz nachgucken, ob alles passt:

    REG QUERY HKEY_CLASSES_ROOT\.pdf\PersistentHandler

    HKEY_CLASSES_ROOT\.pdf\PersistentHandler
        (Standard)    REG_SZ    {1AA9BF05-9A97-48c1-BA28-D9DCE795E93C}

    Jetzt noch die Windows-Suche einmal durchstarten und alles wird gut:

    NET STOP WSEARCH && NET START WSEARCH

    Windows Search wird beendet.
    Windows Search wurde erfolgreich beendet.

    Windows Search wird gestartet.
    Windows Search wurde erfolgreich gestartet.

    Letzter Punkt: Leider reindiziert Windows jetzt nicht alle fehlenden PDFs. Jedes PDF, das vom Dateisystem kopiert oder modifiziert wird, wird danach automatisch indiziert. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, dass alle PDFs neu indiziert werden, löscht man den bestehenden Index und lässt ihn von Betriebssystem einmal neu erstellen. Das kann eine Weile dauern. Ich schalte den Rechner dazu einfach in den Energiesparplan ‘Höchstleistung’ und lass ihn die Nacht über stehen.

    Quelle: Acrobat Help / iFilter PDF search stops working on Windows 8 x64

    Have fun!
    Daniel

  • Mit einer anderen E-Mail-Adresse senden - Verteilerlisten in Office 365

    In meinem letzten Blogposting Mit einer anderen E-Mail-Adresse senden - Aliasadressen in Office 365 hatte ich vier verschiedene Möglichkeiten genannt, wie man mit einer zusätzlichen E-Mailadresse als Absender in Office 365 E-Mails versenden kann:

    1. Zusätzliche E-Mailadresse (Alias)
    2. Verteilerliste
    3. Freigegebenes Postfach
    4. Öffentliche Ordner

    In diesem Blogposting möchte ich auf die zweite Möglichkeit eingehen und erklären, wie man mit Hilfe einer Verteilerliste in Office 365 E-Mails mit einer anderen als der primären Absenderadresse senden kann.

    Als erstes meldet man sich als Administrator in Office 365 unter portal.microsoftonline.com an und wählt Benutzer hinzufügen, Kennwörter zurücksetzen und mehr:

    image

    Unter Gruppen kann man eine neue Verteilerliste anlegen:

    image

    Für unser Beispiel lege ich eine neue Verteilerliste mit der E-Mail-Adresse verteiler@wolke.ms an. Wichtig ist, dass Zulassen, dass Personen außerhalb Ihrer Organisation E-Mails an diese Gruppe senden können angehakt wird, damit man unter der Adresse zukünftig Mails empfangen kann:

    image

    Im zweiten Konfigurationsdialog beim Anlegen einer neuen Gruppe fügt man die gewünschten Gruppenmitglieder hinzu, die E-Mails unter der zusätzlichen Adresse empfangen sollen. Das kann nur ein Benutzer sein, das können mehrere Anwender sein, wenn sie z.B. ein Support-Team sind. In diesem Beispiel füge ich daniel@wolke.ms hinzu:

    image

    Die fertig angelegte Gruppe erscheint nun in der Liste:

    image

    Um mit dieser Gruppe als Absenderadresse senden zu können, muss man sich das Recht Senden als für die Gruppe erteilen. Das geht in der Exchange-Verwaltungskonsole. In Office 365 Small Business Premium erreicht man diese, in dem man sich in OWA einloggt und dann in der Adresszeile des Browser alles hinter dem Servernamen löscht und durch /ecp ersetzt https://<servername>.outlook.com/ecp/:

    image

    Unter Gruppen lassen sich jetzt die erweiterten Eigenschaften konfigurieren:

    image

    und in der Senden als-Berechtigung den Benutzer hinzufügen, der mit der E-Mail-Adresse der Gruppe als Absender senden können soll. In diesem Beispiel habe ich wieder daniel@wolke.ms hinzugefügt:

    image

    In Outlook kann ich nun – ohne weitere Konfiguration – die neue E-Mail-Adresse zum Versand auswählen:

    image

    Beim ersten Mal wählt man Weitere E-Mail-Adresse aus und trägt die Verteilerliste ein:

    SNAGHTML2a8d258

    Zukünftig merkt sich Outlook den Eintrag und bietet die Adresse gleich in der Dropdown-Box des Von:-Feldes an:

    image

    Danach verfasst man die Mail und schickt sie los:

    image

    Das geht übrigens auch in OWA, wenn man in dem Fenster zum Verfassen einer neuen Nachricht auf die drei Punkte klickt und Absender anzeigen auswählt:

    image

    Nun den Absender entfernen:

    image

    und die Verteilerliste einfügen:

    image

    So sieht die verschickte E-Mail dann im Zielsystem (hier zum Beispiel GMX) aus: 

    image

    So die Mail, wenn man sie dort öffnet:

    image

    In den Internetkopfzeilen verrät nichts mehr die ursprüngliche Mailbox – die Mail kommt von der neu angelegten Absenderadresse:

    image

    Im nächsten Blogposting beschreibe ich, wie man ein freigegebenes Postfach zum Senden mit einer anderen E-Mail-Adresse als Absender in Office 365 nutzen kann.

    Have fun!
    Daniel

  • TS Easy Print und das Drucken in Terminal Server-Umgebungen mit Windows Server 2008

    Update Juli 2008: Um die neuen Terminaldienste-Features auch auf einem Computer mit Windows XP Service Pack 2 verwenden zu können, der eine Verbindung mit Windows Vista- oder Windows Server 2008-Computern herstellt, kann man den RDP 6.1 Client jetzt auch separat als Update für Windows XP (KB952155) herunterladen.

    Das Thema Drucken auf Terminal Servern sorgt bei Administratoren mindestens für angehobene Augenbrauen. Im einfachsten Fall gibt es für alle Drucker eingebaute Druckertreiber im Windows Server und Client. Diese werden in die Session umgeleitet und alle Anwender sind zufrieden. In der Praxis steckt der Teufel im Detail: Druckertreiber von Drittanbietern lassen sich oft nicht zuordnen, weil die Druckernamen unterschiedlich sind. Druckertreiber von Consumer-Geräten sind oft dem Server unbekannt und auf dem Server nicht lauffähig.

    Weiterhin ist die Nutzung von 64bit Windows-Serverversionen für Terminal Server extrem abhängig von der Unterstützung durch 64bit Druckertreiber. Zwar erlaubt die Nutzung von 64bit eine deutlich höhere Skalierbarkeit von Terminal Servern - in der Praxis scheitert die Einführung aber oft an fehlenden Druckertreibern.

    imageDas erste Problem lässt sich möglicherweise über das Definieren einer INF-Datei in der Registry zum Mappen des unbekannten Druckers auf einen identischen Druckertreibernamen in der Windows Ntprint.inf lösen. Der Knowledgebase-Artikel Windows 2000-Terminaldiensteserver protokolliert Ereignisse 1111, 1105 und 1106 beschreibt die richtige Vorgehensweise für Windows 2000 und Windows Server 2003.

    Zur Automatisierung dieses recht arbeitsintensiven und fehleranfälligen Vorgangs stellt Microsoft den Terminalserver-Assistent für die Druckertreiber-Umleitung zum Aktualisieren des Erstellungsvorgangs für die benötigte .inf-Datei zur Verfügung. Der Assistent unterstützt dabei die Problembehandlung und das Ersetzen von Druckertreibern, deren Umleitung fehlgeschlagen ist.

    Allerdings ist diese Lösung auch nur mit Terminal Server-tauglichen Druckertreibern umsetzbar und bietet keine Lösung für alle Anwendungsfälle. Alternativ gibt es seit Windows Server 2003 SP1 den Terminal Server fallback printer driver, welche unbekannte PCL- und Postscript-Drucker umleiten kann - allerdings mit dem Nachteil reduzierter Funktionalität und möglicherweise auch reduzierter Qualität des Ausdrucks.

    Das zweite Problem ist technisch bisher schlicht nicht lösbar, da 32bit Treiber nicht auf einem 64bit OS funktionieren. Es muss also ein völlig neuer Lösungsansatz geschaffen werden.

    imageMit Windows Server 2008 vollzieht Microsoft eine Architekturänderung im Terminal Server-Bereich. Terminal Server Easy Print (TS Easy Print) soll die bisherigen Probleme im Druckumfeld lösen. Voraussetzung für die Nutzung von TS Easy Print ist die Nutzung von Windows Server 2008 auf dem Terminal Server sowie Remote Desktop Connection (RDC) 6.1 und das Microsoft .NET Framework 3.0 Service Pack 1 (SP1) auf dem Client.

    Windows Server 2008 und Windows Vista mit Service Pack 1 (SP1) als Client enthalten alle dafür notwendigen Komponenten und benötigen keine weitere Konfiguration. TS Easy Print funktioniert hier out-of-the-box (OOBE). Windows XP mit Service Pack 3 (SP3) unterstützt auch TS Easy Print, allerdings muss hier das .NET Framework 3.0 SP1 separat installiert werden. RDC 6.1 ist schon in Windows XP SP3 enthalten.

    Serverseitig muss auf dem Terminal Server unter Windows Server 2008 das .NET Framework 3.0 SP1 installiert werden. Mit der Maus geht das über den Server Manager, indem man das Feature .NET Framework 3.0 hinzufügt. An der Kommandozeile geht das ganze auch automatisiert mit dem Befehl pkgmgr.exe /iu:NetFx3.

    imageTS Easy Print bietet nun dem Anwender beim Drucken zuerst den normalen Druckdialog an. Hier lassen sich generische Einstellungen wie zum Beispiel die Anzahl der Ausdrucke festlegen. Diese Daten werden von TS Easy Print als Proxy angenommen und an den eigentlichen Druckvorgang weitergeleitet. Über die Schalter für die gerätespezifischen Einstellungen bekommt der Anwender den identischen Konfigurationsdialog wie vom lokalen Druckertreiber angeboten und kann dort exakt die gleichen Einstellungen vornehmen. Dabei werden auch die lokal eingestellte Konfigurationsinformationen des Druckers mit übernommen.

    Der Server verarbeitet diese Informationen zusammen mit den Druckdaten zu einem XPS-Dokument, welches über das RDP-Protokoll an den Client geschickt wird. Clientseitig erfolgt nun die Umwandlung des XPS-Dokuments in einen normalen Druckjob und der Anwender erhält den gleichen Ausdruck, als wenn er das Dokument lokal gedruckt hat.

    Über diesen Weg wird serverseitig kein spezieller Druckertreiber mehr benötigt und der Anwender am Client bekommt die gewohnte Konfigurationsumgebung dargestellt und kann auf alle Funktionen seines Druckers wie zum Beispiel Duplex-Druck, Sorter, etc. zugreifen. TS Easy Print macht dabei keinen Unterschied zwischen 32bit und 64bit. Von 64bit Terminal Servern können Anwender genauso auf ihre Drucker drucken wie von 32bit Terminal Servern - vorausgesetzt, auf ihnen läuft Windows Server 2008.

    Weitere das Drucken betreffende Neuerungen in Windows Server 2008 sind die Möglichkeit zur zentralen Steuerung der Client-Konfiguration über Gruppenrichtlinien, veränderte Berechtigungen auf Druckerobjekten, damit jeder nur seine Drucker sehen kann, kürzere Namen mit sprechenderen Bezeichnungen für umgeleitete Drucker der jeweiligen Session, per-Session Default Printer sowie Bandbreitenmanagement für RDP-Verbindungen.

    In dem TechNet Webcast Terminal Services mit Windows Server 2008 in der Praxis (Teil 1) - TS Easy Print stellte ich am 4. Februar 2008 die Neuerungen im Detail vor und zeigte TS Easy Print live in Aktion.

  • Data encryption between Outlook and Exchange within Office 365

    The user JPM2013 had a question regarding the data encryption between Outlook and the Exchange Server in the backend of Office 365. He observed that a mailbox profile setting called "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" was not enabkled by default and one cannot configure this option because it is greyed out.

    I can confirm the traffic between Outlook and Exchange Online in Office 365 is encrypted regardless of the "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" setting.

    In the early Exchange days Outlook was communicating directly with the server using MAPI/RPC. This communication was unencrypted by default in the past. Starting with Microsoft Outlook 2007 the MAPI/RPC encryption was enforced by enabling the setting "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" by default.

    However, the default Microsoft Outlook 2003 (and former versions) configuration did not have this option enabled. If one uses the Set-MailboxServer cmdlet on an Exchange 2007 server (and later versions) to force encrypted MAPI/RPC connections on users mailboxes, and the "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" setting is turned off in Outlook, users cannot connect to their mailbox successfully. Please read Microsoft Knowledge Base article When you use Outlook with an Exchange 2007 mailbox, you cannot connect to Exchange 2007, and you receive an error message and Outlook connection issues with Exchange 2010 mailboxes because of the RPC encryption requirement for more information.

    All this changed with the arrival of the remote procedure call (RPC) over HTTPS feature in Microsoft Exchange Server 2003 (now called Outlook Anywhere). Exchange Server 2003 (and later versions) together with Microsoft Office Outlook 2003 (and later versions) and Microsoft Windows Server 2003 (and later versions) support the use of RPC over HTTPS to access servers that are running Exchange Server. By using RPC over HTTPS, users no longer have to use a virtual private network (VPN) connection or the "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" setting to connect securely to Exchange mailboxes. The Windows RPC over HTTPS feature enables an RPC client such as Outlook 2003 (and later versions) to establish MAPI/RPC connections by tunneling the RPC traffic over HTTPS.

    You can verify this easily:

    1. Go to the Control Panel and open the Mail applet.
    2. Look at your mailbox settings.
    3. In the Microsoft Exchange Server window, go to the Connection tab.
    4. Notice that you should have a box called "Connect to my Exchange mailbox using HTTP" checked at the middle of the tab.
    5. Click on the "Exchange Proxy Settings" button.     
      1. In the Connection Settings box you can find the FQDN (Fully Qualified Domain Name) of the RPC Proxy server from Office 365 to connect to your Exchange Online server.
      2. The setting "Connect using SSL only" makes sure that every communication between Outlook and Exchange is tunneled through an encrypted Secure Socket Layer (SSL) connection.
      3. The setting "Mutually authenticate the session when connecting with SSL" enables the use of mutual authentication. The client will only connect to proxy servers that have this principal name in their certificate.

    This complex configuration was a burden to setup in the past. Starting with Exchange Server 2007 and Microsoft Outlook 2007 the Autodiscover technology makes it incredibly easy to use this today. That is why it is so important to set the correct CNAME for the Autodiscover process in the Domain Name System (DNS) for every Office 365 deployment.

    If you would like to know more about this technology I recommend reading The Autodiscover Service and Outlook Providers - how does this stuff work and of course the Security in Office 365 Whitepaper?

    Have fun!
    Daniel

  • Office 365-Features im detaillierten Vergleich

    Nachdem die neue Version von Office 365 nun seit mehr als einem Monat erhältlich ist, stehen die detaillierten Features der einzelnen Office 365-Pläne in den Office 365-Dienstbeschreibungen zur Verfügung. Inspiriert durch die Arbeit meines Kollegen Jesper Osgaard habe ich diese Daten einmal als Grundlage für eine deutsche Detailübersicht genommen.

    Alle Angaben zu den einzelnen Plänen in den Vergleichstabellen habe ich sorgfältig “nach bestem Wissen und Gewissen” aus den Office 365-Dienstbeschreibungen entnommen. Ich übernehme jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit der Übersicht.

    Exchange Online

    Exchange-Online

    SharePoint Online

     SharePoint-Online

    Lync Online

    Lync-Online

    Verwendete Abkürzungen im Vergleich der Office 365-Pläne:

    • Exchange Server 2013 On-Premise
      • E2K13 = Exchange Server 2013
    • Office 365 für kleine Unternehmen (für 1-10 Anwender empfohlen, bis maximal 25 Anwender)
      • P1 = Office 365 für kleine Unternehmen
      • P2 = Office 365 für kleine Unternehmen - Premium
    • Office 365 für mittelständische Unternehmen (für 11-250 Anwender empfohlen, von minimal 1 bis maximal 300 Anwender)
      • M = Office 365 für mittelständische Unternehmen
    • Office 365 für Unternehmen (ab 250 Anwender empfohlen, kein Limit bei der Anwenderzahl)
      • E1 = Office 365 für Unternehmen E1, für Bildungseinrichtungen A2 & für Behörden G1
      • E3 = Office 365 für Unternehmen E3, für Bildungseinrichtungen A3 & für Behörden G3
      • E4 = Office 365 für Unternehmen E4,  für Bildungseinrichtungen A4 & für Behörden G4
      • K = Office 365 für Unternehmen & für Behörden K1 (“Kiosk”)
    • SharePoint Online für Benutzer außerhalb des Unternehmens
      • EXT = SharePoint Online für Benutzer außerhalb des Unternehmens
    • Lync Server 2013 On-Premise
      • Lync = Lync Server 2013
    • Lync Online Eigenständig
      • L1 = Lync Online Eigenständig – Plan 1
      • L2 = Lync Online Eigenständig – Plan 2
      • L3 = Lync Online Eigenständig – Plan 3

    Have fun!
    Daniel

  • Windows 7 RTM

    Ausgerechnet wenn man im Flugzeug unterwegs nach Seattle ist, verkündet die eigene Firma die Fertigstellung der wichtigsten Produkte, für die ich in den letzten Monaten gearbeitet habe: Windows 7 und Windows Server 2008 R2 sind fertig! Für alle, die wissen wollen, wie der Windows 7 sign off Prozess ausschaut, haben wir ein Video veröffentlicht:

     

    Da in den letzten Tagen viel über die RTM-Versionsnummer spekuliert wurde – es ist Build 7600.16385. Windows 7 wird ab dem 22. Oktober im Handel erscheinen. PC-Hersteller, MSDN und Technet Abonnenten und einige andere können jedoch schon vorher auf die finale Version zugreifen. In einem englischen Blog-Eintrag hat ein US-Kollege Details zum genauen Release-Plan veröffentlicht. Demnach erhalten die großen OEM-PC-Hersteller wie Acer, Dell, HP & Co. die finale Version (zunächst nur auf Englisch) ungefähr zwei Tage nach der Fertigstellung. Am 6. August steht die Version dann für MSDN- und Technet-Abonnenten sowie für Hard- und Software-Hersteller mit connect-Zugang bereit.

    Die Prüfsummen für einzelne Images lauten:

    • Windows 7 Retail Ultimate E englisch (x86)
      Name: 7600.16385.090713-1255_x86fre_cliente_en-us_Retail_UltimateE-GRMCEULFRER_EN_DVD.iso
      CRC: 0x953EFBCC
      SHA-1: 0xBC10F09B86DCBAF35B31B0E6FBA7D006ACAAD28D
    • Windows 7 Retail Ultimate E englisch (x64)
      Name: 7600.16385.090713-1255_x64fre_cliente_en-us_Retail_UltimateE-GRMCEULXFRER_EN_DVD.iso
      CRC: 0x77BE890E
      SHA-1: 0x029DCCEDD7691206010F84CE58343405A4DA92C9
    • Windows 7 Retail Ultimate englisch (x86)
      Name: 7600.16385.090713-1255_x86fre_client_en-us_Retail_Ultimate-GRMCULFRER_EN_DVD.iso
      CRC: 0xC1C20F76
      SHA-1: 0x5395DC4B38F7BDB1E005FF414DEEDFDB16DBF610
    • Windows 7 Retail Ultimate englisch (x64)
      Name: 7600.16385.090713-1255_x64fre_client_en-us_Retail_Ultimate-GRMCULXFRER_EN_DVD.iso
      CRC: 0x1F1257CA
      SHA-1: 0x326327CC2FF9F05379F5058C41BE6BC5E004BAA7

    Wie man die Prüfsummen vergleicht, habe ich ín dem Artikel Wie verifiziere ich einen SHA1-Hash oder den ISO/CRC? beschrieben.

    Have fun!
    Daniel

  • Verbreitung von Windows XP? In Deutschland Platz 3.

    Viele Artikel widmen sich in der letzten Zeit dem Ende des Supports für Windows XP, der in einem Monat bekanntlich bevorsteht: Die Verbreitung von XP geht nur langsam zurück, schreibt Heise Online, Golem findet Windows XP noch auf 29 Prozent aller Online-PCs weltweit vor, Windows 8 wächst, XP weiterhin weit verbreitet titelt Tom’s Hardware und die netzwoche meint, Windows XP ist nicht totzukriegen.

    Alle Artikel beziehen sich mehr oder weniger auf die Auszüge einer Studie, die von den Marktforschern von Netmarketshare für den Februar 2014 veröffentlicht wurde. Diese Studie basiert allerdings auf weltweiten Zahlen. Sobald man für eine tiefergehende Analyse den Geographic and Demographic Filter benutzen möchte, kommt man mit dem Geschäftsmodell von Netmarketshare in Kontakt:

    The report you requested requires that you are a subscriber to "Geolocation Upgrade".

    OK. Jeder muss von etwas leben. Leben und leben lassen. Da ich kein zahlender Nutzer von Netmarketshare bin, schaue ich bei StatCounter vorbei, die mit GlobalStats ähnliche Auswertungen anbieten. Natürlich sind bei allen derartigen Anbietern die absoluten Zahlen mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten, da sie immer nur einen Ausschnitt bieten und in ihrer Aussage niemals repräsentativ sind. Allerdings kann man ganz gut Trends daran ablesen, wenn man nicht so sehr auf die einzelnen Werte, sondern auf die Unterschiede über die Zeit schaut.

    Ich habe daher einmal die Statistiken nach Desktops gefiltert und für einzelne Länder und Regionen ausgegeben. Da Windows 8 und Windows 8.1 einzeln ausgewiesen werden, habe ich sie (wie Mac OS X) aufgrund ihrer technischen Nähe jeweils zusammengefasst dargestellt. Die Prozentzahlen sind ohne Nachkommastelle ausgewiesen, weswegen 1% zwischen 0,5 und 1,5% liegen kann:

    Hier die üblichen Verdächtigen:

    SNAGHTML2aeef993Region: Weltweit (Februar 2014)

    Interessant wird es nun, wenn man einmal die regionale Verteilung betrachtet. Hier die Verteilung für Afrika, Asien, Europa, Nord- und Südamerika sowie Ozeanien:

    SNAGHTML2aefa266Region: Afrika (Februar 2014)

    SNAGHTML2af0647dRegion: Asien (Februar 2014)

    SNAGHTML2af11c63Region: Europa (Februar 2014)

    SNAGHTML2af1c3cfRegion: Nordamerika (Februar 2014)

    SNAGHTML2af283d3Region: Südamerika (Februar 2014)

    Nachdem die großen Erdregionen schon signifikant unterschiedliche Marktanteile für die verschiedenen Betriebssysteme ausweisen, bin ich noch einen Schritt weitergegangen und habe mal die Daten für Deutschland ausgewertet:

    SNAGHTML2af5a4caRegion: Deutschland (Februar 2014)

    Den einen oder anderen wird es sicher überraschen, dass Windows 8 in Deutschland heute weiter verbreitet ist, als Windows XP, welches nur noch auf dem dritten Platz liegt. Wenn man sich den durchschnittlichen Tenor der Artikel in der Presse so anschaut, ist das ein Ergebnis, das vermutlich wenige erwartet hätten.

    Ein kurzer Blick auf den Vormonat zeigt, dass die Wachablösung im Februar 2014 erfolgte. In den 12 Monaten davor ist der Anteil von Windows XP (-34,8%) um mehr als ein Drittel eingebrochen.

    Interessant ist auch zu sehen, dass in der gleichen Zeit der Marktanteil von Windows 7 (57,16%) auf hohem Niveau leicht nachgab (-1,82%). Aussagen, die einen massiven Wechsel von Windows XP vor allem zu Windows 7 suggerieren, finden hier keine Bestätigung.

    Die weiteren Verlierer auf dem Desktopmarkt sind vor allem Windows Vista (-32%) und Linux (-1,35%), wobei das bei einem Marktanteil von 2,19% auch stärker von Messungenauigkeiten und Toleranzen betroffen ist.

    Die klaren Gewinner sind Windows 8 (+222,69%) sowie mit Abstand danach Mac OS X (+18,69%), das von Windows 8 im August letzten Jahres überholt wurde.

    Was viele in Summe bei weltweiten Zahlen unterschätzen, ist der Einfluss von Ländern wie China, Indien oder Russland mit ihren gewaltigen Bevölkerungen. Deshalb zum Schluss noch ein Blick auf die BRIC-Länder Brasilien, Russland, Indien und China:

    SNAGHTML2afa27e1Region: Brasilien (Februar 2014)

    SNAGHTML2afb8adcRegion: Russland (Februar 2014)

    SNAGHTML2afd5c02Region: Indien (Februar 2014)

    SNAGHTML2afeb1beRegion: China (Februar 2014)

    Bei allen Zahlenspielerein sollte man eins nicht vergessen: Das Ende des Supports von Windows XP bedeutet nicht, dass Microsoft auch nur ein Windows XP-Kunde unwichtig ist. Auf Wunsch vieler Kunden und Partner haben wir im Jahr 2002 klar definierte, geschlossene Produktlebenszyklen eingeführt, um die Marktlaufzeit von Produkten und produktbezogenen Services transparent zu machen und Kunden maximale Planungssicherheit zu bieten. Hintergrund war unsere Erfahrung mit der Abkündigung von Windows NT, welches unsere Kunden auch nur schwer loslassen wollten.

    Gemäß dem Microsoft Support Lifecycle beinhalten Microsoft-Unternehmens- und -Entwicklerprodukte, darunter Windows und Office, mindestens 10 Jahre Support (5 Jahre Mainstreamsupport und 5 Jahre Extended Support). Die Supportdauer kann dabei je nach gerade veröffentlichtem Service Pack auch länger ausfallen.

    Windows XP ist nun sogar fast 13 Jahre alt und in vielerlei Hinsicht nicht mehr zeitgemäß. Als es geschrieben wurde, gab es gerade einmal zwölf Millionen DSL-Anschlüsse weltweit. Als es veröffentlicht wurde, 1,9 Millionen in Deutschland. Für zwei Drittel der Bevölkerung war das Internet Neuland, welches man in der Regel durch pfeifende Modems oder ISDN-Karten mit Hilfe von Zugangsprogrammen von zum Beispiel AOL-CDs betrat.

    Viele Software- und Hardwareanbieter stellen ebenfalls den Support für die Produkte ein, die unter Windows XP ausgeführt werden. Das Supportende betrifft ebenso andere Softwareprodukte aus der Zeit wie zum Beispiel Office 2003, Exchange Server 2003, SharePoint Portal Server 2003, etc. Auch das neue Office nutzt beispielsweise alle Vorteile des neuen Windows-Betriebssystems und kann nicht unter Windows XP ausgeführt werden.

    Ohne die wichtigen Sicherheitsupdates sind Windows XP PCs und deren Daten in Zukunft stärker durch Viren, Spyware und andere Schadsoftware gefährdet. Auch Anti-Viren-Software wird keinen umfassenden Schutz mehr bieten, sobald der Support für Windows XP eingestellt wird.

    Es ist viel Zeit vergangen. Technologien haben sich weiterentwickelt. Heute kann man sich Internetanbindungen sogar für zu Hause leisten, die schneller sind, als damals Clients mit Servern in internen Firmennetzwerken verbunden waren. Die wenigsten wissen noch, dass Windows XP sich zum Beispiel erst ab SP2 mit drahtlosen Netzen selbst verbinden konnte. Windows 8 dagegen unterstützt sogar getaktete Verbindungen über UMTS & LTE nativ.

    Wer jetzt auf Windows 8.1 Pro und das neue Office umsteigt, kann von mehr als 10 Jahren technischem Fortschritt und innovativen Ideen für morgen profitieren: Höhere Sicherheit, Mobilität, Produktivität und Flexibilität sowie die Unterstützung moderner Endgeräte wie Touch-PCs und Tablets. Und das sind nur einige gute Gründe, jetzt mit der Zeit zu gehen.

    Have fun!
    Daniel

  • Drucker auf Windows 7 64-bit im Netzwerk freigeben

    Drucker im Netzwerk zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung zu stellen ist nicht nur in Firmennetzwerken eine Standardaufgabe. In der Vergangenheit haben viele Anwender auch zu Hause einen Drucker zur gemeinsamen Nutzung konfiguriert. Während das bei Windows XP und Windows Vista ein mühsame und manuelle zu erledigende Aufgabe war, kann Windows 7 mit der neuen Heimnetzwerkfunktion angeschlossene Drucker mit einem Mausklick allen Mitgliedern der Heimnetzwerkgruppe zur Verfügung stellen.

    Möglicherweise hat man aber nicht nur Windows 7-Rechner zu Hause im Einsatz, sondern auch andere PCs oder Laptops mit Windows Vista, Windows XP oder sogar noch Windows 2000 am Laufen. Ich möchte jetzt nicht in die Details der Konfiguration eines gemeinsamen Netzwerks zwischen verschiedenen Windows-Versionen einsteigen – hier gibt es genügend Anleitungen, die beschreiben, wie man eine passende IP-Konfiguration zur Vernetzung einrichtet und Benutzerkonten mit gleichem Benutzernamen und gleichen Kennworten auf allen Rechnern anlegt.

    Ich möchte vielmehr aufzeigen, welche Fallstricke der Umstieg von 32-bit auf 64-bit haben kann. Den Stein ins Rollen brachte eine Kundenanfrage, die über mein Blog hereinkam:

    -----Original Message-----
    From: ***@***.de [mailto:***@***.de]
    Sent: Montag, 30. November 2009 14:12
    To: Daniel Melanchthon
    Subject: (.: Daniel Melanchthon :. ) : Win7/XP
    Importance: High

    Auf einem Rechner Win 7 pro 64 bit installiert. Dort ist auch der Drucker Canon pixma ip 4300 angeschlossen und im Netzwerk freigegeben.
    Zweiter Rechner mit BS Win XP pro.
    Ich kann den Drucker in der Abfrage sehen aber nicht intregieren. Treiber sind auf dem neuesten Stand. Das System will die Datei inf haben. Ist aber weder von der CD Canon noch anderswo zu beziehen.
    Keiner kann mir von den Herstellerfirmen helfen.

    Welches Problem tritt hier auf? Wen man einen Drucker auf einem Windows-Druckserver (was durchaus auch ein Windows-Client sein kann) einrichtet, werden automatisch die notwendigen Treiber für die Plattform installiert. Das ist bei Windows 7 x64 ein 64-bittiger Treiber. Wenn man nun von einem anderen Rechner aus den freigegebenen Drucker nutzen möchte, kann es passieren, dass der Treiber, den der Druckserver automatisch zur Verfügung stellt, nicht passt. In diesem Beispiel nutzt der Kunde Windows XP auf dem anderen Rechner und ich gehe stark davon aus, dass er die 32-bit-Version installiert hat.

    Was muss man nun tun? Man muss auf dem 64-bit-Rechner einen 32-bit Druckertreiber hinzufügen. Das gleiche Problem hat man übrigens auch andersherum, wenn man auf einen Drucker, der an einem Rechner mit 32-bit Windows eingerichtet ist, von einem 64-bit Windows aus über das Netzwerk zugreifen will. Hier muss man auf dem 32-bit-Rechner einen 64-bit Treiber nachinstallieren.

    clip_image001

    Das habe ich dem Kunden geantwortet. Die nächste Frage des Kunden kam daraufhin prompt und war nicht wirklich eine große Überraschung:

    Soweit wie unten beschrieben konnte ich voran kommen. Nur den Treiber. Dort wird dann mein CD Lw angezeigt. Nur auf der Canon-CD ist dann der passende Treiber nicht zu finden. Ich hatte zwar eine Exe-Datei von Canon heruntergeladen mit dem ein 32bit Treiber zusätzlich installiert werden kann. Nur ist das Verzeichnis nicht aufgeführt.
    Den habe ich über die Microsoftseite, die zwar zur Canonseite verzweigt, heruntergeladen.
     

    Was ist jetzt das Problem? Zur Treiberinstallation muss der Treiber in ausgepackter Form vorliegen. Dazu muss der Treiber sich über die INF-Datei installieren lassen. Wenn die Setupautoren des Treibers nur die Installation über ein Setupprogramm vorgesehen haben, läuft man hier in eine Sackgasse. Es gibt zwar auch Workarounds, mit denen man da wieder herauskommen kann (man legt den Drucker auf dem Zielrechner mit einem lokalen Anschluss an, der als Ziel den UNC Pfad des freigegeben Drucker hat), aber ich möchte an dieser Stelle den vorgesehenen, eleganten Weg zeigen.

    Als erstes sucht man das Druckermodell im Windows Update Katalog. Der Anfrage kann man gleich Stichworte für das gesuchte Modell mitgeben. So kann man zum Beispiel nach einem Canon PIXMA iP4300 mit folgender URL suchen:

    http://catalog.update.microsoft.com/v7/site/Search.aspx?q=ip4300

    Das Ergebnis ist dann eine Liste aller Treiber, die zu dem gesuchten Modell passen und in der Datenbank vorhanden sind:

    image

    In dieser Liste kann man jeden Eintrag anklicken. Es öffnet sich ein Fenster mit Informationen zu unterstützten Plattform (AMD64=64-bit, X86=32-bit), Sprachversionen, Windows-Versionen, etc. Mit dem Button “Add to Basket” kann man den Treiber der Auswahl hinzufügen:

    image

    Wir brauchen für dieses Beispiel die Treiber für beide Plattformen, also wählt man die aktuellsten Treiber (in diesem Beispiel die ersten zwei) aus und fügt sie dem Auswahlkorb hinzu. Über “View Basket” lässt man sich dann die Auswahl anzeigen…

    image

    … und startet das Herunterladen:

    image image

    In dem vorher ausgewählten Zielordner befindet sich dann ein Unterordner mit dem Namen des ausgewählten Modells. Darin liegen die Treiberdateien als CAB-Dateien verpackt:

    image

    Diese kann man in Windows 7 wie Unterordner darstellen, indem man einen Doppelklick auf eine CAB-Datei ausführt:

    image

    Aus der CAB-Datei extrahiert man nun mit Copy & Paste die enthaltenen Dateien und legt sie in einen Ordner pro CAB-Datei ab. In meinem Beispiel habe ich zwei Ordner mit den Namen AMD64 und X86 verwendet und in diese Ordner die Dateien aus den jeweiligen CAB-Dateien hineinkopiert.

    Als nächstes installiert man den Drucker auf dem Windows 7-PC, an dem der Drucker angeschlossen ist:

    image image

    Bei der Treiberauswählt wählt man jetzt kein Modell aus der Liste (oder über Windows Update), sondern klickt auf den Button mit der Beschriftung “Datenträger…”:

    image

    Jetzt navigiert man zu dem Zielordner, in dem sich die ausgepackten Treiberdateien befinden und wählt die INF-Datei an. In diesem Beispiel wird ein Canon PIXMA iP4300 Drucker auf einem 64-bit Windows 7 installiert. Also ist der AMD64-Ordner der richtige:

    image image image image image image

    Nun ist der Drucker lokal angeschlossen unter Windows 7 einsatzbereit. Die korrekte Funktion kann man mit dem Drucken einer Testseite überprüfen. Im nächsten Schritt fügen wir jetzt den notwendigen 32-bit-Treiber hinzu. Dazu öffnet man über “Geräte und Drucker” die Eigenschaftenseite des installierten Canon-Druckers und wählt die Druckereigenschaften aus:

    image

    Auf dem Freigabereiter gibt es rechts unten die Option, über die man zusätzliche Treiber einfügen kann:

    image

    Hier besteht jetzt die Möglichkeit, Treiber für andere, unterstützte Plattformen hinzufügen, in dem man für unser Beispiel den Haken unter x86 setzt. Man beachte die Spalte “Installiert” – der x86-Treiber ist noch nicht eingerichtet:

    image

    Es folgt wieder die Auswahl des Zielordners. Jetzt navigiert man in den X86-Ordner und wählt die dortige INF-Datei aus:

    image

    Nachdem man die Auswahl mit “Öffnen” tätigt und die anderen Dialoge mit OK bestätigt, wird der notwendige Treiber installiert und steht ab sofort im Netzwerk zur Verfügung. Wenn man nochmal nachschaut, wird das auch in der Spalte “Installiert” reflektiert:

    image

    Damit kann man nun auf den Drucker von 32- und 64-bit Windows-Versionen drucken. Das ganze Verfahren könnte man nun auch mit Windows XP-Druckertreibern (falls die Windows Vista-Druckertreiber auf XP nicht funktionieren) durchführen oder auch mit Treibern, die der Hersteller direkt zur Verfügung stellt. Hier muss nur jeweils sichergestellt sein, dass die 32-bit und 64-bit Treiber exakt zueinander passen und als INF-Datei zur INF-Installation zur Verfügung stehen.

    Das ist leider nicht bei allen Treiberdateien der Fall. Deswegen habe ich in diesem Beispiel auf den Windows Update Katalog zurückgegriffen. Treiber, die wir über Windows Update zur Verfügung stellen, sind von uns geprüft worden und müssen zum Beispiel die INF-Installation unterstützen.

  • Mail aus Outlook verzögert senden

    Ein Problem, das meiner Arbeitsweise geschuldet ist, durchzieht mein gesamtes Berufsleben. Ich war schon immer eher der Tastatur-Fan und weniger “Mausschubser”, daher nutze ich eine Reihe von Tastaturkürzeln bei der Bedienung von Computern. Wenn andere neue Akkus für ihr Notebook brauchen, brauche ich in der Regel eine neue Tastatur, weil die alte durchgeschrieben ist. Das geht so weit, dass mein ehemaliger Büronachbar allein anhand meiner Tippfrequenz und Tastaturanschlagsintensität blind wusste, woran ich gerade arbeite.

    Einen nicht kleinen Teil meiner täglichen Arbeitszeit verbringe ich beim Bearbeiten und Beantworten von E-Mails. Das Tool der Wahl für ich ist hier Microsoft Outlook. Wenn ich eine Mail fertiggestellt habe, drücke ich STRG + EINGABETASTE zum schnellen Versenden der E-Mail.

    Was mir Arbeit und Mauswege spart, hat aber oft einen Haken: Gerade beim Versenden der Mail stellt man einen Tippfehler fest. Oder man hat einen wichtigen Punkt vergessen. Den Ansprechpartner falsch geschrieben. In der Betreffzeile steht noch etwas von einer Mail an einen anderen Adressaten, weil man eine alte Mail als Vorlage recycled hat. Es ist dann einfach zu spät, die Routine im Kopf aufzuhalten. Man drückt die Tasten automatisch, obwohl die Stimme im Kopf ‘HAAALT!’ ruft. Frei nach Murphy’s Law: Je gravierender der Fehler, desto eher merkt man es erst kurz nach dem Versenden der Mail.

    Das Zurückrufen von Mails funktioniert nur für interne Mails recht leidlich – externe kann man nicht mehr aufhalten. Es hilft auch weder das brutalstmöglich schnelle Rausreißen des LAN-Kabels, noch das Abschalten der WLAN-Verbindung (bei mir über die Tastenkombination FN + F12) oder der Wechsel auf den SENDEN/EMPFANGEN-Tag, um ‘Offline arbeiten’ einzuschalten. Die Outlook-Client-Exchange-Server-Kombination überträgt schon Teile der Mail an den Server, solange man noch darin tippt, damit beim Senden dann die Mail samt Anhang schnellstmöglich raus gehen kann. Man ist einfach zu langsam für die heutige Technik.

    Deswegen nutze ich seit geraumer Zeit die Möglichkeit, in Outlook einfach alle ausgehenden Mails für eine definierte Zeitspanne verzögert zu senden. Dazu richtet man einfach eine neue Regel in Outlook ein, die sich auf alle zu sendenden Nachrichten bezieht:

    image

    Bedingungen braucht man keine auswählen. Dann bezieht sich die Regel auf alle Nachrichten, die man sendet:

    image

    Nun nur noch die Anzahl der Minuten einstellen, die Outlook warten soll. Ich habe ganz gute Erfahrungen mit 2 Minuten gemacht. Eine Minute allein ist manchmal zu kurz und außerdem wäre der Screenshot nicht so schön, weil der Text ’Minuten’ wohl hardkodiert ist:

    image

    Ausnahmen brauchen wir keine. Zum Schluss gibt man dem Kind noch einen Namen. Sollte man mehrere Konten (privat, geschäftlich, etc.) in Outlook eingebunden haben, kann man die Regel auch für alle Konten erstellen lassen:

    image

    Damit hat man einfach mehr Zeit, die ausgehende Mail im Postausgangsordner nachträglich noch einmal anpassen (oder auch aufhalten) zu können.

    Have fun!
    Daniel

  • Netzwerkpfade und-Laufwerke in Windows 7-Bibliotheken

    Über mein Blog erreichte mich folgende Frage eines Anwenders:

    Ich frage mich nur, wie Netzlaufwerke in Bibliotheken einzubinden sind. Macht man es über die Bibliothek, bekommt man eine Fehlermeldung, dass nur indizierte Orte dort aufgenommen werden können (unter Vista konnte man per Patch UNC Pfade indizieren unter Win 7 bisher nicht). Fügt man die Netzorte über den Mediaplayer hinzu, werden die Orte zwar in die Bibiliothek aufgenommen, die Haupt-Features werden jedoch deaktiviert und man hat nur noch die Möglichkeit, die Ansicht nach Ordner zu wählen aber nicht z.B. nach Interpret, Album etc.

    Die Bibliotheken in Windows 7 basieren auf indizierten Daten. Nur mit einem Index lassen sich so schnell die Sortierung und Ansichten nach z.B. Interpret, Album, Bewertung, Aufnahmedatum, Tags, etc. umstellen, wie das bei Windows 7 geht. Das simple Crawling über alle Daten beim Umstellen der Ansicht, wie man das früher mit reinen Dateiordnern machte, ist lokal schon nicht besonders performant, wenn man nicht nur sehr wenige Daten in dem Ordner speichert. Es unterstützt auch keine Unterordner und über das Netz kann man damit erst recht keinen Blumentopf gewinnen.

    capture

    Netzwerklaufwerke kann man daher nur dann einer Bibliothek zuordnen, wenn sie indiziert werden. Das kann entweder serverseitig durch einen Indexdienst auf dem Computer, von dem die Freigabe stammt, erfolgen. Hier unterstützt Windows 7 als Schnittstelle Windows Desktop Search 4.0.

    Oder man indiziert die Netzlaufwerke am Client, was sich durch das Offline Caching von Netzwerkordnern bewerkstelligen lässt. Dazu muss man manuell in den Eigenschaften des Netzwerklaufwerks am Client (erreichbar über den rechten Mausklick auf das Netzlaufwerk) die Option "Always Available offline" einstellen. Danach wird die Netzwerkfreigabe lokal zwischengespeichert und der Indexdienst von Windows 7 kann seine Arbeit verrichten.

    Windows Desktop Search steht für Windows XP und Windows Vista sowie für Windows Server 2003 und Windows Server 2008 zur Verfügung. Da der Windows Home Server auf Windows Server 2003 basiert, kann Windows Desktop Search 4.0 auch dort installiert werden. Windows Server 2008 R2 und Windows 7 beinhalten schon die Windows Desktop Search Technologie mit der Version 4.0.

    Hier kann man die Windows Desktop Search zum Nachinstallieren für die jeweils verwendete Plattform herunterladen:

    Für Windows Desktop Search gibt es ein Multilingual User Interface Language Pack zur Lokalisierung in 33 Sprachen (darunter auch auf Deutsch):

    Einen kleinen Tipp noch zum Schluss: Wer einen Dateiserver einsetzt, der keine Indizierung unterstützen kann, kann eventuell auch clientseitig die Indizierung der Daten auf dem Server durchführen. Dazu dient das Windows Desktop Search add-in for Files on Microsoft Networks. Allerdings hat dieses Vorhaben drei gewaltige Nachteile:

    1. Die Geschwindigkeit ist unbefriedigend, da die Indizierung über das Netz erfolgen muss.
    2. Das Netzwerk wird durch die entfernte Indizierung stark belastet.
    3. Sobald mehr als ein Client diese Möglichkeit nutzt, potentieren sich 1. und 2.
    4. Das notwendige Plugin gibt es nur für 32bit-Systeme.
  • Manuelle Treiberinstallation in Windows Vista

    Wer unter Windows Vista Treiber installieren möchte, bei denen die Hardwareerkennung keine Übereinstimmung mit der vorhandenen Hardware ermitteln kann, kann dies auf manuellem Weg vornehmen. Ein klassisches Beispiel sind Treiber für mobile Grafikchipsätze des Herstellers NVIDIA. NVIDIA liefert an OEM-Kunden jeweils Grafikchipsätze aus, deren PNP-ID für den OEM angepaßt wird. Dadurch lassen sich nur passende Treiber des OEMs automatisch installieren - die Treiberpakete von NVIDIA erkennen den jeweiligen Grafikchip nicht.

    Ein möglicher Lösungsweg ist das Patchen der Grafikkartentreiber. Dabei wird die PNP-ID des mobilen Chipsatzes des OEM-Herstellers in das offizielle Treiberpaket mit eingebaut. Dadurch geht natürlich die digitale Signatur des Treibers kaputt, was dazu führt, dass zum Beispiel in der 64-bit Version von Windows Vista dieses modifizierte Paket nicht installiert werden kann. Ich habe die Hintergründe in dem Artikel Verbindliches Kernel-mode code signing in Windows Vista x64 beleuchtet.

    Sinnvoller dagegen ist die manuelle Installation des Treibers. NVIDIA stellt für eine Reihe von Grafikchipsätzen ein universelles Treiberpaket zur Verfügung. Wenn man in unserem Beispiel das aktuelle Treiberpaket mit der Version 162.22 herunterlädt und ausführt, erhält man auf einem MAXDATA PRO 6100 IW folgende Fehlermeldung:

    nvidia_00

    In dem Notebook ist ein NVIDIA® GeForce™ Go 7400 mit 128 MB Grafikspeicher integriert. Jedoch wird dieser vom Treibersetup nicht erkannt. Um den Treiber jetzt manuell zu installieren, geht man folgendermaßen vor:

    1. Zuerst öffnet man den Gerätemanager über die Systemsteuerung. In Windows Vista kann man dafür einfach in das Suchfeld der Systemsteuerung rechts oben das Wort Gerät eingeben und schon steht der Gerätemanager in der Auswahl ganz oben. Hier geht man dann auf das zu installierende Gerät und wählt in den Eigenschaften die Option, den Treiber aktualisieren zu wollen:
      nvidia_01
    2. In unserem Beispiel öffnet sich dann ein Dialog, in dem man Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen auswählt:
      nvidia_02
    3. Auf der nächsten Seite des Assistenten gibt man keinen Suchpfad für die automatische Suche an, sondern nimmt die untere Option Aus einer Liste von Gerätetreibern auf dem Computer auswählen:
      nvidia_03
    4. Nun stellt Windows Vista eine Liste aller für die verwendete Hardware passenden Treiber aufgrund der PNP-ID zusammen. Hier fehlt natürlich der Treiber für die eingebaute NVIDIA® GeForce™ Go 7400 Grafikkarte. Also  muss man dem System den neuen Treiber bekannt machen, indem man auf den Button Datenträger klickt:
      nvidia_04
    5. In dem nun aufgehenden Dialog gibt man den Pfad zu den aus dem Installationspaket extrahierten Treiberdateien an. Der NVIDIA-Treiber hat die Dateien schon bei dem ersten Start oben in einen Pfad entpackt, den man selbst auswählen konnte. Ich entpackte den Treiber in den Unterordner 162.22 des öffentlichen Downloadordners:
      nvidia_05
    6. Nun folgt ein kleiner Trick: Da der passende Chipsatz hier in der Liste nicht auftaucht, wählt man eine NVIDIA Grafikkarte mit möglichst ähnlich klingendem Namen. Wichtig: Dieser Trick klappt nur mit unterstützten NVIDIA-Grafikkarten, da es sich um ein universelles Treiberpaket handelt. Bei anderer Hardware muss hier jetzt das passende Gerät ausgewählt werden! In diesem Beispiel nehme ich eine NVIDIA GeForce 7600 GS:
      nvidia_06
    7. Windows Vista erkennt, dass es sich um ein anderes Gerät handelt und liefert deshalb eine (im Normalfall ernstzunehmende) Warnung. Bei der NVIDIA-Grafikkarte kann die Warnung aufgrund des universellen Treibers ignoriert werden:
      nvidia_07
    8. Das wars dann auch schon fast. Es folgt die Treiberinstallation:
      nvidia_08
    9. Danach sehen wir, dass der Treiber für die NVIDIA GeForce 7600 GS erfolgreich installiert wurde
      nvidia_09
    10. Ein Vergleich der Eigenschaften der Grafikkarte zeigt, dass zwar der Treiber für die NVIDIA GeForce 7600 GS installiert wurde, erkannt und verwendet wird jedoch die eingebaute NVIDIA GeForce Go 7400:
      nvidia_10
  • Office 365 ProPlus jetzt auch direkt auf Terminal Servern in RDS-Umgebungen einsetzbar

    Update am 08.09.2014: Weitere Informationen zum Einsatz auf Azure und Ersatz der bisherigen Verfahren
    Update am 12.11.2014: Aktualisierung auf Basis der Bestimmungen für Onlinedienste (Oktober 2014)

    Für viele Kunden stellt sich bei Office 365 die Frage: Darf ich dieses Office auch auf einem Terminal Server (Remote Desktop Services, RDS) einsetzen? Grundsätzlich kann jeder, der eine der Office 365 Enterprise-Anwendungen (Office 365 ProPlus, Project Pro für Office 365, Visio Pro für Office 365) erwirbt, das darin enthaltene Office-Programm oder -Suite auch auf einem Terminal Server einsetzen.

    Dieses Nutzungsrecht ergibt sich aus den Bestimmungen für Onlinedienste (Online Service Terms, OST):

    Rechte zur Installation und Nutzung

    Jeder Nutzer, dem der Kunde eine Nutzer-AL zuweist, muss ein Microsoft-Account haben, um die mit dem Abonnement bereitgestellte Software zu nutzen. Diese Nutzer:

    · sind berechtigt, die mit dem AL bereitgestellte Software zur lokalen oder Remoteverwendung in bis zu fünf gleichzeitigen OSE zu aktivieren.

    · können auch die Software mit Shared Computer Activation (SCA) auf einem Netzwerkserver oder Microsoft Azure Platform-Diensten installieren und die Software zum Erstellen, Bearbeiten oder Speichern von Dokumenten verwenden. Im Sinne dieses Nutzungsrechts ist ein „Netzwerkserver“ ein physikalischer Hardwareserver, der ausschließlich der Kundennutzung dient. Diese SCA-Bestimmung gilt nicht für die Lizenz der Kunden für Office 365 Business, und

    · müssen jedes Gerät, auf dem der Nutzer die Software installiert hat, mindestens alle 30 Tage mit dem Internet verbinden, da sonst die Funktionalität der Software beeinträchtigt werden könnte.

    Seit dem 1. September 2014 gibt es nun mit Shared Computer Activation eine neue Installationsmethode für Office 365 ProPlus. Das Office-Paket aus Office 365 E3 und Office 365 ProPlus kann jetzt mit Hilfe des Office Deployment Tool auch auf einem Terminal Server ab Windows Server 2008 R2 (mit aktivierter RDS-Rolle) oder auch in virtuellen Desktop Pools und auf Microsoft Azure installiert werden. Das bedeutet, dass Terminal Server-Kunden nicht mehr den zusätzlichen Office 2013 Professional Plus-Datenträger und -Lizenzkey brauchen.

    Bei der Installation muss auch nicht mehr das gesamte Paket installiert werden, sondern man kann mit Hilfe der Steuerdatei für die Installation auch einzelne Anwendungen von der Installation ausschließen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Kunden und Partner wurde unter Deploy Office 365 ProPlus by using Remote Desktop Services veröffentlicht.

    Bei der Shared Computer Activation wird Office auf dem Server initial ohne Aktivierung installiert. Bei jeder Benutzeranmeldung überprüft Office für den angemeldeten Benutzer, ob dieser über eine passende Office 365-Lizenz verfügt, die Office 365 ProPlus beinhaltet.

    Wenn ja, wird eine zeitlich auf wenige Tage befristete Aktivierung für den Benutzer ausgeführt und er kann Office nutzen. Andere Anwender können diese Aktivierung auf dem gleichen Server nicht für sich nutzen – bei Ihnen wird auch jeweils geprüft, ob sie über ein gültiges Abonnement verfügen. Das bedeutet aber auch, dass der Terminal Server über eine permanente Internetverbindung verfügen sollte.

    Die neue Funktion steht in folgenden SKUs zur Verfügung: 

    • Office 365 ProPlus
    • Office 365 Enterprise E3
    • Office 365 Enterprise E4                                                                            
    • Project Pro for Office 365
    • Visio Pro for Office 365
    • Project Online with Project Pro for Office 365 

    Kunden, die bisher die alte Methode verwenden, bei der ein Office Professional Plus 2013 auf dem Terminal Server installiert wurde, haben laut der aktuellen Produktliste für die Umstellung auf Shared Computer Activation Zeit bis zum 31. August 2015:

    Kunden, die zuvor die Medienberechtigung mit Remotedesktopdiensten (RDS) für Office 365 Pro Plus, Project Pro für Office 365 und Project Pro für Office 365 angewendet haben

    Wenn Sie zuvor eine Kopie der entsprechenden Vor-Ort-Software von 2013 auf einem Netzwerkserver installiert haben, um die Software bei aktivierter RDS-Rolle auf einem Netzwerkserver zu nutzen, sind Sie berechtigt, dies bis maximal zum 31. August 2015 fortzusetzen. Danach müssen Sie stattdessen die entsprechende Office 365-Software gemäß der Beschreibung im Abschnitt „Nutzung der Anwendungen auf einem Netzwerkserver oder Microsoft Azure Platform mit Shared Computer Activation (SCA)“ verwenden.

    Neu ist auch die Möglichkeit, Office 365 mit Shared Computer Acitvation auf Microsoft Azure nutzen zu können:

    Nutzung der Anwendungen auf einem Netzwerkserver oder Microsoft Azure Platform mit Shared Computer Activation (SCA)

    Lizenzierte Nutzer von Office 365 ProPlus, Visio Pro für Office 365 und Project Pro für Office 365 sind berechtigt, die in ihren Nutzer-ALs enthaltene Software auch auf einem Netzwerkserver oder auf Microsoft Azure Platform-Diensten mit SCA zu verwenden. Sie sind berechtigt, die Software zum Erstellen, Bearbeiten oder Speichern von Dokumenten zu verwenden. „Netzwerkserver“ ist ein physisches Hardwaresystem, das allein zur Nutzung durch den Kunden bestimmt ist.

    Die kommenden Office 365 Business-Pläne enthalten dagegen keine RDS-Berechtigung:

    Konkret bedeutet das den Verlust von Access und dem vollen Lync-Client (muss durch die Installation des Lync Basis-Clients ersetzt werden), die Verwaltbarkeit über Gruppenrichtlinien und App Telemetry, die Excel Enterprise BI-Features und die RDS-Berechtigung.

    Office 365 Midsize Business kann nach der Preissenkung noch ein Jahr zum gleichen Preis wie Office 365 Small Business Premium (zukünftig Office 365 Business Premium) erworben werden. Für Kunden, die Office 365 auf dem Terminal Server einsetzen möchten und ansonsten keine Enterprise-Anforderungen haben, kann in Zukunft die Kombination aus Office 365 Business Essentials + Office 365 ProPlus preislich eine sinnvolle Alternative zum Kauf des E3-Planes sein.

    Mehr Informationen finden sich auf der offiziellen Microsoft Produktwebseite: www.dasneueoffice.com.

    Have fun!
    Daniel

    Hinweis zur Rechtsverbindlichkeit dieser Informationen
    Diese Informationen sind Hinweise, die das Verständnis hinsichtlich der Microsoft Produktlizenzierung verbessern sollen. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Informationen keinen rechtsverbindlichen Charakter haben, sondern als erklärende Informationen zu verstehen sind. Die einzig rechtsverbindlichen Lizenzinformationen sind in den entsprechenden Endnutzer-Lizenzverträgen (als Beilage zu Softwarepaketen oder in Form von Lizenzverträgen) zu finden.

  • Outlook-Performance verbessern mit neuem Hotfix

    Auf dem letzten Microsoft TechDay in Hamburg wurde ich noch gefragt, welche Maßnahmen man zur Verbesserung der Performance von Outlook 2007 bei der Nutzung von sehr großen Postfächern durchführen sollte. Bisher gab es dafür eine Reihe von Artikeln, die derartige Maßnahmen beschreiben:

    Vor zwei Tagen stellte Microsoft nun kumulative Hotfixes für Office 2003 SP3 und Office 2007 öffentlich zur Verfügung. Neben die vielen Problemen, die mit dem Hotfix angegangen werden, stecken in dem Outlook 2007 Hotfix jede Menge Backports von Änderungen zur Verbesserung der Performance, die wir im Rahmen der Entwicklung des kommenden Microsoft Office 2007 Service Pack vorgenommen haben.

    Generell verbessert der Hotfix für Outlook die Reaktionsgeschwindigkeit der Anwendung erheblich für Nutzer von Postfächern (OST/PST) im Gigabytebereich. Wir optimierten viele Lese- und Schreibzugriffe in eine OST/PST-Datei zur Verringerung der immer wieder ausgeführten Bedienschritte in Outlook (“day to day use”) notwendigen IO-Operationen. Durch die performanceoptimierte Ablage kann der generelle Platzverbrauch für die Datendateien um bis zu 20% steigen. Wir sehen aber mit den neuen Algorithmen drastische Zugewinne bei der Schreibperformance und eine generelle Reduzierung von notwendigen Schreibzugriffen auf die Festplatte.

    Denjenigen, die PST-Dateien nicht lokal, sondern auf einem Netzwerkshare betreiben, sei an dieser Stelle noch einmal der sehr gute Artikel Network Stored PST files ... don't do it! des Performance-Teams ans Herz gelegt. In ihm wird im Detail erklärt, warum das keine gute Idee ist und deshalb auch nicht supported wird. Da die Liste der Änderungen in dem Hotfix so umfangreich sind, zitiere ich zum Schluss einmal den relevanten Teil der Beschreibung auf englisch:

    Performance improvements

    Performance and responsiveness are key concerns for all our customers. That is why we made the large performance tuning and optimization changes that are included in Office suite Service Pack 2 (SP2).

    Outlook 2007 SP2 delivers performance improvements in four major areas:

    • General Responsiveness: SP2 reduces I/O disk usage and UI response time.
    • Startup: SP2 removes long operations from initial startup.
    • Shutdown: SP2 makes Outlook exit predictably despite pending activities.
    • Folder/View Switch: SP2 improves view rendering and folder switching.

    Calendar improvements

    Enterprise-class calendaring has evolved into a complex system of synchronized clients and devices. Customers have multiple versions of Outlook and Microsoft Exchange in their organizations, and they also have many mobile devices that have calendar access. Each method for accessing and updating user calendars typically offers some form of read/write permission back to the original calendar, frequently by using uniquely defined validation logic. In enterprise delegate manager scenarios, there is added complexity when many delegates are working on the same principal calendar at the same time. We recognize that customers require a high standard of reliability in these complex systems. Therefore, the Outlook team has improved the underlying data structures and general reliability of calendar updates.
    This article includes a detailed summary of the recent fixes in the "Individual bugs that are fixed" section. This should give you a broad overview of the improvements in performance and calendar reliability and the other, more general improvements.

    General improvements

    In addition to the core goals of improved performance and improved calendar reliability, Outlook 2007 SP2 contains many fixes that, in aggregate, improve stability and also address customer issues. The most important of these fixes directly target the top known issues that cause Outlook to crash or become unresponsive. After you install SP2, you will notice increased stability over long periods of Outlook usage.
    Other fixes in SP2 are spread across the following areas:
    • Data File Checks: Far fewer data file checks at startup, where you see the following alert:

      The data file '<file name>' was not closed properly. This file is being checked for problems.

    • Search reliability: Improved search reliability when you use SP2 with Windows Desktop Search 4
    • RSS: Fewer duplicated items
    • Security: General improvements in security
    • Object Model: Now contains many customer-driven fixes

    Outlook 2007 SP2 performance

    General responsiveness

    The overall responsiveness for Outlook 2007 SP2 is significantly improved over the responsiveness of Service Pack 1. Responsiveness can be loosely defined as the application's reaction time when you use the user interface (UI). A perfectly responsive application will always immediately begin performing the task that is requested even if that task takes a long time. For example, in Outlook this could be clicking to switch folders while you wait for a very large folder to load, and clicking the ToDo Bar to enter a task.
    Making Outlook noticeably more responsive was a big priority for this release.

    Storage engine

    The most important changes come from underlying optimizations in the local storage engine. Both Personal Folders files (PSTs) and Cached Exchange Stores (OSTs) are built upon the same underlying storage engine. In this article, PST refers to both technologies. We have improved the general reading and writing characteristics of the PST so that less is demanded from the disk to perform the same general operations in Outlook. For example, file flushing is optimized so that it interacts more efficiently with the operating system and disk write caches. We have also changed the way new data is written to the PST. Now, it is saved much closer together on the physical disk and requires less physical work from the drive. This speeds up the time that is required to write the same amount of data. A side effect of this data writing algorithm is that PSTs are approximately 20 percent larger than in previous releases. However, we have observed large gains in write performance and a reduction in overall writing to the disk.
    Whereas write optimizations have been the single biggest change in the storage engine, there are also other small changes that deliver additional benefits. For example, internal storage engine optimizations were made after analyzing the most common kinds of operations the storage engine performed during typical usage. We have also optimized the way internal "change notifications" are processed, especially when there are many of them. Specifically, when you add significant data to the PST, lots of notifications are triggered for various data structures to be updated to accommodate the new data. Because these notifications are faster and require less I/O, the raw performance of every small operation improves. This means significant savings over time.

    User interface

    In addition to optimizing the storage engine, Microsoft spent time and resources investigating and addressing some common sources of unresponsiveness in the Outlook application layer. We have seen that some of the most frustrating instances of unresponsiveness occur when Outlook is doing work unrelated to any user actions. Such situations are especially frustrating because the user cannot predict when they will occur or how long they will last. Two of the more common causes of Outlook unresponsiveness that are unrelated to user action were processing updates to the message list and processing updates to other elements in the main window in Outlook. Our engineering team undertook a complex effort to fundamentally change the methods in which such updates are processed to minimize their effect on Outlook responsiveness in SP2.
    Some other application layer changes that we made are for scenarios that may not affect all users. However, we believe that these scenarios are a significant source of dissatisfaction to the users who are affected. For example, when the reminders dialog box appears, the prior behavior was to process and write the changes to the store immediately when the user requested an operation, such as dismiss or snooze. Now, those changes are queued so that responsiveness is immediately restored to the UI. Therefore, you can click Dismiss as fast as your mouse will allow, and when the last reminder goes away, the dialog box will immediately disappear. We also made some changes to the way rules are processed so that many client-side actions, such as moving mail from a specific distribution list to a separate PST file, leave the Outlook UI far more responsive.
    We have also made changes specifically targeted at customers who use POP and IMAP servers. For POP mail users, we now retrieve the newest mails first. This should help you get to your most important work faster. IMAP mail users will notice that downloading message bodies no longer stops Outlook from responding to additional user commands.

    Starting Outlook

    Our approach to optimizing the startup process is fairly straight-forward. We analyzed all the tasks Outlook queues and improved the boot time by removing a few operations that were considered unnecessary, and by better orchestrating the execution of the necessary tasks.
    The result is a noticeable positive improvement. Quantifying the exact improvement is difficult because most people's experiences vary widely based on several factors. These include the following:
    • Number of add-ins
    • Amount of memory on the computer
    • Speed of the hard disk drive
    • Number of other applications currently running
    • Size of the mailbox and size of additional stores mounted (overall optimizations in the PST also help here)
    • Number of customizations made to the UI that must be loaded
    Essentially, we have seen Outlook starting about two times faster in many of our tests and when we run builds for our daily mail use.

    First startup experience

    Immediately after you install the SP2 update, the first startup of Outlook will not be fast because Outlook must update internal PST data structures that are used in our optimizations. This is a one-time cost, however, and it affects just the initial startup. As soon as the data structures are updated, Outlook can then benefit from the improvements. We hope that, as soon as the upgrade process is complete, and you begin to use Outlook 2007 SP2, you see that the rewards were definitely worth the wait. There is a new upgrade dialog box with progress to show some optimizing work Outlook is doing to make everything faster on the disk.

    The responsiveness of Outlook will improve after this dialog box closes. If you choose to create a new profile and resynchronize your mail, the storage upgrade happens dynamically as new content is added to your new local data file. Therefore, there is no upgrade dialog box. However, some non-responsiveness that is associated with the first startup may occur. Again, after several minutes, Outlook responsiveness will improve.

    Shutdown

    Outlook had built-in logic that caused it to refuse to shut down when it detected that a third-party was using it for data access or otherwise was integrated with Outlook functionality. A side effect of this design was that, to the user, Outlook would frequently fail to exit for no apparent reason. If all storage providers support it, we have optimized SP2 to shut Outlook down quickly by stopping all server activity, flushing unsaved PST content to the disk, saving unpersisted preferences and settings, and then quickly exiting. Most notably, Outlook no longer waits for external references to be released.

    Note Outlook Live Connector (OLC) 12.1 does not support this faster shutdown. Therefore, Outlook must continue to use the slower shutdown method when OLC 12.1 is being used to make sure that data is not lost.

    The result is a consistently reliable shutdown, even during periods of heavy activity, such as server synchronization. There is more technical information available for developers about how to update their applications to best integrate with this new shutdown model. Our goal is that Outlook shuts down quickly (in just a few seconds), reliably, and consistently. Also, a new Outlook icon appears in the notification area after you close Outlook if the Outlook.exe process is still running. As long as the Outlook.exe process is running, and the Outlook UI is unavailable, the following Outlook icon appears in the notification area:

    For folder switching and arrangement switching, we have developed a highly optimized, very compact new index of the folders' contents that is sorted by date. A date sort is the foundation of the most frequently used contents table arrangement. Being able to load a very small and always up-to-date version of this index in a short time is the backbone to a very fast folder switch experience in SP2. The new date index is much more effective, even with tens of thousands of items in a single folder.
    The result is that switching to even the largest folders takes seconds, although sometimes the first switch to the folder can take longer while we build up the indexes. This, again, is a one-time cost.

    Note Most of these gains appear when you use Outlook in Cached Exchange Mode together with OSTs and PSTs. Online Mode users will continue to see their view performance dictated largely by server performance and network conditions.

    Conclusion

    Overall responsiveness has significantly improved with Outlook 2007 SP2. In our own daily usage of SP2 across several hundred computers, we have received much positive feedback regarding improved responsiveness.
    Be aware that decreasing reading and writing demand on the disk has a positive effect on the minimum hardware necessary to maintain a good user experience. This is especially true for early generation solid state hard disk drives and for large local storage files that are frequently associated with large mailboxes or with large archive folders. To give customers more specific guidance, we are working on a more concrete numeric analysis of these improvements.
    Outlook 2007 SP2 is a significant upgrade over Outlook 2007 SP1. Many of the most common tasks, such as shutdown and folder switching, are much more responsive in targeted scenarios.

    Outlook 2007 SP2 calendaring

    Because having the same data everywhere is foundational to a reliable calendar, it is no surprise that much of our work focused heavily on Cached Exchange synchronization. We improved the synchronization engine so Outlook automatically resolves conflicting edits without generating alternative copies of the items in the Conflicts folder. We have also turned on the conflict resolution engine for delegates who cache their manager's calendar. By focusing heavily on synchronization, we have mostly eliminated issues that caused problems such as the following:
    • Duplicate copies of a meeting
    • Organizer have a different meeting version than attendees
    • Disappearing meetings
    • Reappearing meetings (usually exceptions)
    • Meeting that are removed from the organizer but still remain on attendee calendars

    General reliability

    In addition to the synchronization focus, there are also a collection of general purpose reliability fixes that are important. For example, in Cached Exchange Mode before SP2, an edit to a meeting could sometimes generate an error message that indicates that the item has been changed and that your changes cannot be saved. SP2 addresses this situation and prevents the conflict from disallowing saving. If you used Outlook add-ins before SP2, regardless of how many times that you tried to change an item, the change was never saved until Outlook was restarted. This issue is addressed in SP2. Also, add-ins that use persistent calendar transactions should be more reliable.
    We have made other reliability improvements, such as keeping private items private on updates, the ability to dismiss reminders, and the elimination of duplicate recipients. Additionally, some issues that are related to the prompt for sending only to added or removed attendees are fixed. These issues generated an update to everyone on the meeting.

    Time zones

    Time zone definition and daylight savings definition changes are becoming globally more frequent. In response to this increasing customer need, we have changed how we deliver updates to the time zone and daylight savings tool. With SP2, updates are removed from Outlook and provided exclusively in the Time Zone Data Update Tool for Microsoft Office Outlook. The download tool has also been updated to include Start menu entries for increased visibility. This tool is supported in Outlook 2000, Outlook 2002, Outlook 2003, and Outlook 2007.

    Conclusion

    We have fixed many underlying problems in calendar use that could have previously caused unpredictable behavior. We want to make sure that everyone's calendars contain consistent information and that appointments work smoothly. We understand the critical importance of reliable calendaring to our customers. Therefore, we have spent a lot of time capturing feedback and debugging problems to improve the calendar experience.

    Individual bugs that are fixed

    The following fixes are included in the February Cumulative Update:
    • If you click Remove from Calendar for a canceled instance of a recurring meeting, the whole series is deleted.
    • Synchronization conflict resolution frequently causes Exchange server conflict items.
    • When you close an e-mail message, Outlook 2007 crashes.
    • Attendees can cancel meetings on behalf of organizers in Outlook 2007.
    • Synchronization with SharePoint could generate error logs even when logging is not turned on.
    • After a series update, if an instance is moved to previously occupied timeslots, attendees may lose an instance.
    • Assume the following scenario:
      • An organizer sends a recurring meeting.
      • The organizer moves the instance to a different day.
      • Attendees accept the series and the update.
      • An attendee proposes a new time.
      • The organizer accepts the new time proposal and then sends the update to all attendees.
      In this scenario, the meeting time reverts to the original time that was proposed.
    • A local change to a meeting item is not synchronized to the server. Sometimes, the meeting disappears and is moved to the local failure folder.
    • When multiple processes are accessing the same data file by using MAPI, the Outlook UI does not receive the highest priority access to data files.
    • A reminder cannot be dismissed on a corrupted meeting.
    • When you build information to display new mail notification alerts, Outlook may periodically become unresponsive.
    • If a meeting is corrupted, an attendee becomes the organizer and can cancel the meeting.
    • After you add many feeds, Outlook crashes.
    • If you act on meeting requests before the Calendar folder is synchronized, the meeting response states are reverted. For example, the declined meetings come back. Or, meetings are duplicated.
    • If you update the status bar during Outlook synchronization or during a folder switch, Outlook becomes unresponsive.
    • When Outlook is synchronizing with multiple RSS feeds, Outlook crashes.
    • When you import lots of RSS feeds from an Outline Processor Markup Language (OPML) file, the CPU usage of Outlook is very high.
    • Some users may not change the recipient list when they reply to all recipients on a digital rights management (DRM) protected item in the Sent Items folder.
    • When you remove an attendee from a recurring series that has an updated instance, the attendee is not removed from the updated instance.
    • More logging capabilities are added when logging is turned on. This can help the support team investigate calendaring issues.
    • Downloading a large message blocks the user interface.
    • A solution is developed to process internal change notifications in the background. This enables the user interface to be more responsive to user input when significant background processing occurs, such as synchronization or indexing.
    • When you download CSS definitions while Outlook displays a message, the user interface becomes unresponsive.
    • Inefficient processing occurs during folder switch operations. Sometimes, the user interface becomes unresponsive.
    • When you work in Outlook 2007, and you enable the Show in Groups option, folder switching becomes slow, and a performance decrease occurs.
    • Users cannot select which pages to print of a message item.
    • Three or more processes access a MAPI store. If one process stops unexpectedly, Outlook 2007 becomes unresponsive.
    • You open an instance of a recurring series and edit it as an organizer. When you receive a response from a user for the series, your changes are saved without your interaction.
    • Licensing validation can cause Outlook 2007 to become unresponsive when it first starts after you install or upgrade Outlook.
    • If the Mailto hyperlink contains international characters, the hyperlink does not work.
    • If the store providers are disconnected early, the Outlook.exe process becomes unresponsive for a very long time.
    • The synchronization between Outlook 2007 and a SharePoint document library has a URL size limitation of 260 characters.
    • Assume the following scenario:
      • You run a search in an Outlook 2007 folder.
      • You run the search in All Mail Items.
      • You click the show all results bar.
      In this scenario, the bar does not disappear.
    • The synchronization between a calendar on a SharePoint Web site and Outlook causes Outlook to become unresponsive.
    • Assume the following scenario:
      • You run a search in an Outlook 2007 folder.
      • You run the search in All Mail Items.
      • You click the show all results bar.
      In this scenario, a timing issue occurs, and nothing is returned.
    • If a distribution list (DL) that includes a meeting organizer is removed from the meeting, the organizer receives a cancellation. The organizer can remove the meeting without sending a cancellation. Additionally, a meeting that does not have an organizer cannot be updated or canceled.
    • When Outlook 2007 restarts, it does not resend the AutoDiscover counter. The counter may not run for at least six hours.
    • When you save an Outlook 2007 message, it takes a long time. This problem occurs when you install InfoPath on your computer.
    • The Offline Address Book download starts immediately at startup. A change was made to start the download after initial mail synchronization for improved responsiveness.
    • When you roam SharePoint lists to a new Outlook profile, Outlook keeps adding duplicates of personal folders.
    • If a RSS feed item download is interrupted, the RSS feed items that are deleted by users reappear.
    • If a distribution list is part of the attendee's list, an attendee receives a cancellation unexpectedly. This problem occurs when the Send updates only to added or deleted attendees option is enabled.
    • When you copy lots of items in the same store, it takes a long time. This problem occurs when you have InfoPath installed on your computer.
    • When you issue a query to check the Out of Office settings on an Exchange server, Outlook becomes unresponsive immediately.
    • Opening mail items in a window or reading mail items in the reading pane may be slow if many messages are already open in other windows.
    • POP servers should download the newest mail first instead of the oldest mail.
    • Folder sort indexes are not saved in certain cases. This causes Outlook to recompute the index for each folder switch.
    • A reminder dismissal occurs as a background task. This change instantly restores UI responsiveness after a reminder.
    • A meeting that is copied from a shared calendar does not indicate that it is a copy. SP2 adds "Copy:" to the subject line.
    • Moving lots of items causes the UI to pause for a long time and high CPU usage to occur.
    • Date sorting is not efficient.
    • AutoDiscover in Outlook fails if the user domain names are long.
    • When you close an item, the clipboard is cleared unnecessarily. Outlook becomes unresponsive when the clipboard content was retrieved from slow applications or remote applications, such as a Terminal Services session.
    • Duplicate calendar entries, duplicate attendees, old-style conflicts because of using more than one client or running against Exchange Server 2007 or later.
    • Exceptions to a recurring meeting show duplicate attendees.
    • The Outlook calendar sometimes displays appointments and meetings in black text on a black background when you use high contrast mode.
    • Sometimes an update is sent to all attendees when you wanted to send an update only to added or updated attendees.
    • You receive a reminder for a canceled meeting, even though the meeting request was declined.
    • When you update the unread counts, Outlook becomes unresponsive. Additionally, the unread counts have been removed completely on operating systems, such as Windows Vista, that do not support Fast User Switching per user unread counts.
    • IMAP accounts become unresponsive during a Send/Receive operation.
    • Outlook 2007 becomes unresponsive shortly after startup because Outlook issues a remote procedure call (RPC) to the Exchange directory server.
    • When you run All Mail Items searches across multiple stores in which a result set can be returned, a blank view is substituted for the result set.
    • When you double-click an attachment, Outlook 2007 becomes unresponsive. This problem occurs when other applications on the system are not responding.
    • When you right-click an item, the whole item is loaded into memory more frequently than necessary.
    • Inefficient processing occurs in a loop during intermittent network connectivity.
    • Unnecessary disk reads are performed for every time that a custom form icon is rendered.
    • Administrators cannot use Group Policy settings to block the export of contacts from the global address list (GAL).
    • When you try to use the PropertyAccessor interface on a Recipient object to determine the Recipient flags, an error is returned.
    • Items in search folders sometimes disappear and do not reappear.
    • Outlook becomes unresponsive when you open an Information Rights Management (IRM) protected message.
    • After you discard some changes to a meeting that you own, an update for that meeting may be sent out when you close Outlook.
    • Data file checks occur too frequently. Also, data file checks to checkpoint and resume from a previous session is enabled.
    • If the organizer of a meeting is a member of an external distribution list and sends a meeting request to that external distribution list, the organizer becomes an attendee.
    • Bursts of write operations are flushed to the disk too frequently. This causes frequent pauses, and the UI becomes unresponsive.
    • Outlook does not add users to the publishing license when you use Reply to All from the Sent Items folder for new recipients.
    • Outlook ignores the IRM template. Therefore, a new license must be obtained every time that a protected message is opened.
    • If you change the file name when you save a file from an Outlook attachment, the extension is lost.
    • Outlook resets all favorite mail folders during a startup after a crash.
    • User-created add-in handlers for shortcut delete events ignore cancel commands, and the shortcut is deleted.
    • Form regions are sized to have 0 height or width when they are loaded. After the form regions are loaded, they are invisible.
    • The To-Do bar does not keep a minimized setting correctly, depending on each Outlook module.
    • IMAP accounts start slowly.
    • An entry for a Calendar or Contacts folder is duplicated in the Calendar or Contacts list, respectively. Only one of the duplicated links for a folder will work.
    • If you deploy the PSTNullFreeOnClose registry key, deleted data is not overwritten when you exit Outlook.
    • When you share a folder with a delegate, the delegate sees informational meeting updates for you as regular updates.
    • You receive the Application object instead of the Namespace object when you try to obtain the parent from an Accounts object.
    • Voice mail items display the sender's name in non-Unicode fonts.
    • The policy setting that enables or disables the RSS feeds synchronization between Internet Explorer 7 and Outlook does not prevent prompts.
    • RSS items are sometimes duplicated.
    • Outlook stops indexing mounted PSTs when a Classic Online mode account is used.
    • When you process client-side rules, such as moving mail to a PST, frequent pauses occur, or Outlook becomes unresponsive during synchronization.
    • A reminder cannot be dismissed or made to snooze. Therefore, a restart of Outlook may be required to dismiss the reminder or make the reminder snooze.
    • The new mail notification window unnecessarily reloads the delivered messages to check for additional and rarely used properties.
    • When you click a hyperlink, the user interface becomes unresponsive during a check of the Internet proxy server settings. These checks now occur after you click the hyperlink and in the background. Therefore, responsiveness is immediately restored to the UI.
    • When you enter double quotation marks in the Sent To field in a search folder, Outlook crashes.
    • RSS feeds become dormant and do not reactivate.
    • When the indexing process encounters problems, many event logs are generated, and CPU usage increases.
    • Outlook crashes when you create a message view.
    • Outlook re-adds itself to Indexing Options in Control Panel as a searched scope after you deselect it.
    • Server-relative links in SharePoint RSS feeds do not work in Outlook.
    • Outlook cannot search for items while in classic offline mode.
    • Outlook with Windows Search 4 stops indexing items if a PST is renamed in the Account Settings dialog box.
    • Unnecessary registry queries for ClearType checks occur during some UI drawing operations.
    • When you connect to an Exchange server over the Internet (RPC/HTTP) from a Windows Vista-based computer, you are repeatedly prompted for your credentials.
  • MP4-Videos mit PowerPoint 2010

    PowerPoint 2010 enthält zahlreiche Erweiterungen und Verbesserungen für die Video- und Fotobearbeitung. Man kann Videos direkt im Programm kürzen und Untertitel, Posterrahmen, Textmarken und Überblendungen hinzufügen. Genauso wie bei Bildern lassen sich Videos mit Rahmen, Schatten, Spiegelungen, Leuchteffekte, weiche Kanten, 3-D-Drehung, Abschrägungen und weiteren Designereffekte versehen.

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    Obwohl MP4-Videos unter Windows Vista und Windows 7 aufgrund des integrierten Codecs problemlos direkt abgespielt werden können, lassen sich MP4-Videos leider nicht direkt in PowerPoint 2010 einbinden. Man muss einen kleinen Umweg über Quicktime gehen: Wenn auf dem Computer der QuickTime-Player installiert ist, kann man mit PowerPoint 2010 auch einen Apple QuickTime-Film (.MOV) und MP4-Videos einfügen:

    Wer allerdings die 64-Bit-Version von PowerPoint 2010 einsetzt, kann darauf leider nicht zurückgreifen, denn QuickTime für Windows gibt es derzeit nur in 32-Bit. Noch ein Grund mehr, warum wir auch auf Windows 7 64-Bit die Nutzung der 32-Bit-Version von Office 2010 empfehlen:

  • E-Mail-Adressen als Alias in Office 365

    Eines der neuen Office-Produkte ist Office 365 Small Business Premium, welches Microsoft für Selbständige, Handwerker und kleinste Unternehmen mit bis zu 10 Angestellten empfiehlt. Darin enthalten sind die vertrauten Office-Anwendungen (immer die aktuellen Versionen von Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher und Access auf bis zu fünf Computern mit Windows oder Mac OS X lokal installierbar), die Onlinedienste E-Mail und Kalender (Microsoft Exchange mit 25 GB pro Postfach), eine Öffentliche Website und Teamwebsites (Microsoft SharePoint mit 10 GB Speicher plus 500 MB Speicher pro Benutzer) sowie Webkonferenzen und Chat (Microsoft Lync).

    Angeboten werden diese Dienste mit einem Service Level von 99,9 % Verfügbarkeit. Die Bereitstellung von Office 365 und die Verwaltung der bis zu maximal 25 Benutzerkonten im gesamten Unternehmen kann ohne spezielle IT-Kenntnisse erfolgen. So ist das Hinzufügen und Entfernen von Benutzern zum Beispiel nur eine Sache von Minuten.

    Die vereinfachte Administration bedeutet, dass Anwender im Gegensatz zu der für mittlere Unternehmen konzipierten Office 365 Midsize Business und der für Großunternehmen angelegten Office 365 Enterprise eine weniger komplexe Administrationsumgebung vorfinden. Nun habe ich eine Kundenanfrage mit einem eigentlich ganz einfach Problem:

    Meine Mailadresse "vorname.nachname@beispiel.de" soll auch unter den Adressen "v.nachname@beispiel.de" und "vn@beispiel.de" erreichbar sein. Mail an diese weiteren Adressen sollen auch einfach in mein Postfach "vorname.nachname@beispiel.de" laufen. Wo kann ich dies einstellen?

    Die Kernfrage dahinter lautet also: Wie kann ich meinen Benutzern eine weitere sekundäre E-Mail-Adresse (oft auch E-Mail-Alias genannt) zuordnen?

    Für Office 365 basierend auf den 2010er Produkten gab es dafür die Anleitung Hinzufügen oder Entfernen von Proxyadressen für ein Benutzerkonto. Diese Anleitung wurde noch nicht für das neue Office 365 basierend auf den 2013er Produkten aktualisiert. Wer nicht genau weiß, welche Version er im Einsatz hat, kann sich an der Farbgebung orientieren. Orange als Akzentfarbe bedeutet 2010, eine blau/weiße Oberfläche 2013.

    Wie geht das nun in der neuen Version?

    1. Man klickt oben rechts von der Mitte auf Administrator > Exchange.
      Weitere-E-Mail-Adressen-als-Alias-in-Office-365-1

    2. Dann wählt man den Benutzer aus, der eine oder mehrere zusätzliche E-Mail-Adressen bekommen soll und klickt den Stift-Icon zum Bearbeiten an.
      Weitere-E-Mail-Adressen-als-Alias-in-Office-365-2

    3. Nun kann man unter E-Mail-Adressen weitere Adressen hinzufügen, unter denen dann dieses Postfach E-Mails empfangen kann.
      Weitere-E-Mail-Adressen-als-Alias-in-Office-365-3

    Wie man in meinem Beispiel sehen kann, habe ich neben dem Absender daniel@midmarket.onmicrosoft.com zusätzlich zum Empfangen von E-Mails die Adresse daniel.melanchthon@midmarket.onmicrosoft.com sowie, weil mein Nachname oft falsch geschrieben wird, daniel.melanchton@midmarket.onmicrosoft.com hinzugefügt.

    Mit dieser Hilfe sollte unser Kunde eigentlich in der Lage sein, sein Problem selbst zu lösen. Allerdings bekam ich eine unerwartete Antwort zurück:

    Ja, ich nutze das in blau gehaltene neue Office 365. Unter Administrator gibt es keinen Punkt “Exchange” – ich sehe hier lediglich die Punkte Diensteinstellungen, Benutzer & Gruppen, Domänen, Dienststatus, Support und Setup. Da es keinen Punkt Exchange gibt, gehe ich unter Benutzer & Gruppen und wähle das Postfach des Nutzers aus. Wähle den Stift zum Bearbeiten und gehe auf Details – doch leider kann ich hier keine weiteren Adressen hinzufügen.

    Tatsächlich ist in der vereinfachten Konfiguration von Office 365 Small Business Premium die Detailkonfiguration der Dienste ausgeblendet.

    Weitere-E-Mail-Adressen-als-Alias-in-Office-365-4

    Damit ist meine Anleitung für den Kunden nicht durchführbar. Es gibt aber eine ganz einfache Möglichkeit, die Detailkonfiguration des Exchange Servers aufzurufen.

    1. Dazu ruft man Outlook Web App auf, indem man Outlook auswählt.
      Weitere-E-Mail-Adressen-als-Alias-in-Office-365-5

    2. In Outlook Web App schaut man sich als nächstes die URL-Zeile an. Dort steht hinter dem Servernamen podXXXXX.outlook.com ein / gefolgt von einem Text, der mit “owa” beginnt.
      Weitere-E-Mail-Adressen-als-Alias-in-Office-365-6

    3. Man löscht jetzt einfach alles hinter dem /(also alles, was mit owa beginnt) und ersetzt es durch den Begriff “ecp” (“Exchange Control Panel”).
      Weitere-E-Mail-Adressen-als-Alias-in-Office-365-7

    4. Nun öffnet sich das Exchange Control Panel, so wie es bei den Office 365-Versionen für größere Unternehmen unter Administrator > Exchange passiert und man kann die zusätzlichen E-Mailadressen an der gleichen Stelle konfigurieren.
      Weitere-E-Mail-Adressen-als-Alias-in-Office-365-8

    5. Hier gebe ich als Beispiel eine E-Mailadresse zum Test ein.
      Weitere-E-Mail-Adressen-als-Alias-in-Office-365-9

    Jetzt kann ich im Postfach daniel@sbpremium.onmicrosoft.com auch zusätzlich E-Mails mit der Anschrift test@sbpremium.onmicrosoft.com empfangen. In meinem nächsten Blogpost werde ich auf die schon jetzt vorprogrammierte Frage eingehen, welche Möglichkeiten es gibt, mit solch einer zusätzlichen E-Mailadresse auch als Absender E-Mails verschicken zu können.

    Have fun!
    Daniel

  • Operation Failed with error 0x0000007e

    Fehlermeldungen aus unserem Hause sind teilweise legendär. Gerade bin ich von einem Kunden auf eine interessante Meldung aufmerksam gemacht worden, die man bei einigen HP-Druckern erhält, wenn wenn man sich von einem Windows 7 Client verbinden möchte:

    0x0000007e

    Der dazugehörige Eintrag in der Ereignisanzeige lautet:

    "The print spooler failed to load a plug-in module spool\DRIVERS\W32X86\3\hpzpnp.dll, error code 0x7e. See the event user data for context information."

    Na als wenn das nicht nach mehr Kontextinformationen schreien  würde. Aber was findet sich da?

    "Context 101"

    OK. Damit lässt sich nicht wirklich viel anfangen. Der Printserver ist ein Windows Storage Server 2008 x64, auf den die Drucker mittels Export/Import mit der Windows Server 2008 Print Management-Konsole umgezogen wurden. Jegliche Internetrecherche deutete dem Kunden nach hin auf Treiberprobleme. Allerdings funktionieren manuell neu angelegte Drucker reibungslos und auch das nachträgliche Aktualisieren des Treibers bei den existierenden, problematischen Druckern bringt keine Änderung. Jetzt mag der eine oder andere auf die Idee kommen, dass das ja nicht so schlimm wäre, weil man die Drucker dann halt kurz löscht und neu anlegt. Allerdings wurde hier nicht umsonst Export/Import genutzt, weil es hunderte Drucker betraf!

    Der erste verdächtige Kandidat war ein Fehler bei Point-and-Print. Dabei sucht der Windows 7 Client die Datei Mscms.dll in einem falschen Unterordner. Dagegen gibt es einen Hotfix, der in dem Artikel "Windows cannot connect to printer" error message when you try to create a Point and Print connection to a remote printer from a Windows 7 or Windows Server 2008 R2-based client computer beschrieben ist. Leider klingt die Lösung zwar sehr gut, war aber für ein anderes Problem.

    Der Printserver, von dem die Einstellungen und Treiber exportiert wurden, lief unter Windows Server 2003 (32-bit). Der Installer des HP Universal Printing-Treibers legt nur auf einem 32-bit einen zusätzlichen Registryschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE \ SYSTEM \ CurrentControlSet \ Control \ Print \ Printers \ PRINTERNAME \ CopyFiles \ BIDI an, der auf spool \ DRIVERS \ W32X86 \ 3 \ hpzpnp.dll zeigt. Das ist eine 32-bit DLL, die man auf einem 64-bit System nicht laden kann. Daher schlägt das Verbinden immer fehl, wenn man diesen Drucker mit den Einstellungen und dem Treiber von einem 32-bit Server auf einen x64 Server importiert. Legt man dagegen den Drucker manuell auf dem x64 Server an, erzeugt der x64 Installer von HP diesen Eintrag nicht und das Problem tritt nicht auf.

    Laut HP wird diese 32-bit DLL für bidirektionale Netzwerkkommunikation genutzt, wenn der Drucker die Printqueue auf dem Printserver über die installierten Optionen und Papiertypen informieren möchte. Statusmeldungen dagegen werden über SNMP an den Portmonitor des Servers gesendet, über den der Druckerspooler die Druckerstatus-Aktualisierungen an alle angeschlossenen Clients ausliefert. Der eigentliche Sinn dieses Registryzweig ist die Auslieferung von Farbprofilen und plattformunabhängigen Dateien, beschrieben in Downloading Queue-Specific Files. Der HP-Druckertreiber fügt hier die 32-bit DLL ein. Da dieses Verhalten auf x64 PCs zu Problemen führt, führten wir mit Windows 7 eine weitere Prüfung ein, die das erfolgreiche Laden derartiger Dateien überprüft und beim Fehlschlagen unterbindet, dass die Druckerverbindung erfolgreich hergestellt werden kann.

    Aber kein Blogposting ohne Lösung: Nach einer Rückfrage bei den HP-Entwicklern auf unserem Campus schafft das Löschen des BIDI-Schlüssels aus dem importierten Druckereintrag in der Registry des neuen Printservers Abhilfe. Danach lassen sich diese Drucker ebenfalls problemlos verbinden.

    Have fun!
    Daniel

  • Neue Anleitungen zur Domainkonfiguration in Office 365

    Nachdem Office 365 jetzt schon einige Monate verfügbar ist, haben wir zusätzliche Anleitungen für deutsche Hoster im Office 365 Wiki veröffentlicht:

    Domänen in Office 365

    Office 365-Dienstverwaltung

    Mit Hilfe dieser Schritt-für-Schritt-Anleitungen kann man sehr einfach eine eigne Domäne, die bei einem der aufgeführten Anbieter verwaltet wird, in Office 365 einbinden und nutzen.

    Have fun!
    Daniel