DFSR – Aufgepaßt, eine neue interessante Funktionalität – gut für die Datensicherheit

DFSR – Aufgepaßt, eine neue interessante Funktionalität – gut für die Datensicherheit

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Servus,

ich bin gerade über eine interessante Neuerung gestolpert, auf die ich Euch unbedingt gerne hinweisen möchte:

Mit Artikel

2663685 Changes that are not replicated to a downstream server are lost on the upstream server after an automatic recovery process occurs in a DFS Replication environment in Windows Server 2008 R2

http://support.microsoft.com/kb/2663685/EN-US

haben wir eine neue Funktion bzw. ein neues Feature eingeführt, mit dem man steuern kann, ob DFSR im Falle einer korrupten Datenbank diese automatisch repariert oder ob der Admin hier manuell aktiv werden muß.

Bisher wurde die Datenbank automatisch repariert, wenn z.B. folgendes Ereignis auftrat:

Protokollname: DFS Replication
Quelle: DFSR
Datum: 06.06.2010 17:10:41
Ereignis-ID: 2104
Ebene: Fehler
Computer: serverA.contoso.com
Beschreibung:
Der DFS-Replikationsdienst konnte nach einem internen Datenbankfehler auf Volume "H:" nicht wiederhergestellt werden. Replikation wurde für alle replizierten Ordner auf diesem Volume beendet.
Weitere Informationen:
Fehler: 9209 (The database resource was not found (-1601))
Volume: 78E9B886-1234-4321-5678-00215AF4AA38
Datenbank: H:\System Volume Information\DFSR
Ereignis-XML:

Mit dieser Reparatur geht aber eine nicht autoritative Initialisierung einher. Und das bedeutet, wenn diese Reparatur auf dem Server stattfindet, wo die Benutzer arbeiten, dann werden die Daten, die noch nicht auf den Partner repliziert wurden, ins PreExisting- oder ins Conflict & Deleted Verzeichnis verschoben und sind dann unter Umständen verloren, wenn beim Conflict & Deleted Verzeichnis die Hochwassermarke (highwater-mark  Smiley) überschritten wird.

Um Datenverlust in einer solchen Konstellation zu vermeiden, haben wir eine Funktion eingeführt, mit der man entscheiden kann, ob die Reparatur automatisch gemacht wird oder nicht. Diese Entscheidung kann via Registry Key getroffen werden:

HKLM\System\CurrentControlSet\Services\DFSR\Parameters\StopReplicationOnAutoRecovery

StopReplicationOnAutoRecovery (DWord)

Mit Wert 1 wird die automatische Reparatur ausgeschaltet und mit 0 eingeschaltet.

Wenn es den Sub-Key nicht gibt, ist die Reparatur ebenfalls auf automatisch gestellt.

Besonders interessant ist dies, wenn man es z.B. in folgender Situation einsetzt:

Ein typisches Filial-Szenarium, d.h. die Benutzer arbeiten in den Außenstellen, und die Daten werden dann für die Sicherung in die Zentrale repliziert. Wenn nun ein Außenstellenserver ausfällt bzw. eine korrupte Datenbank hat, ist eine Wiederherstellung mit dem Backup-Server als autoritativem Partner unerwünscht.

Ich hoffe, Ihr findet diese Info nützlich.

Gruß

Barbara

Comments
  • Hallo Barbara,

    danke für den Link, es gibt auch einen interessanten Post im File Cabinet Blog:

    blogs.technet.com/.../understanding-dfsr-dirty-unexpected-shutdown-recovery.aspx

    Besonders wichtig finde ich hier den Punkt "Clustering considerations" - denn wenn einer der Nodes ausfällt und es zu einem Failover kommt, bleiben betroffene Replizierte Ordner offline, weil sie auf manuelles Eingreifen warten.

    "Meine" Cluster sind als HUB-Server im Einsatz und wurden auf automatisches Recovery gesetzt, um das Problem zu umgehen: wmic /namespace:\\root\microsoftdfs path dfsrmachineconfig set StopReplicationOnAutoRecovery=FALSE

    Nachdem die automatische Fortsetzung der Replikation nicht autoritativ abläuft und die HUB-Server nur passive Kopien der SPOKE-(Filial-)Server halten, ist das auch kein Problem.

    Zu Problemen kann es mit der automatischen nicht-autoritativen Fortsetzung der Replikation an den HUB-Servern nur dann kommen, wenn auf ihnen direkt Daten verändert werden - was im Normalfall bei den von mir betreuten Umgebungen nie der Fall ist.

    Schönen Gruß,

    Roman

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